Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon HubertB » Sa 3. Jun 2017, 20:33

Ich fand es eine schön gemachte Glosse die wunderbar zeigt wie der Blickwinkel die Wahrnehmung bestimmt.
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon PowerTower » So 4. Jun 2017, 22:28

motion hat geschrieben:
[Anm.: bezieht sich auf CNG...]
Der Tankvorgang ist sogar einfacher als beim Elektroauto, da man nicht mit verschiedenen Ladekabel und Karten handtieren muss. Man braucht nur einen Knopf zu drücken und die Tanks werden gefüllt, bis sie voll sind.

Das kann ich so nicht bestätigen. Erst letztens musste die Taxifahrerin in unserer Familie mit dem CNG Caddy von Dresden nach Nürnberg fahren. Macht sie nicht so oft mit diesem Auto und hat mich dann eben gefragt, ob ich mal schauen kann wo sie denn tanken könne. Also habe ich ein CNG Verzeichnis durchsucht und fand viele Einträge mit Hinweisen wie "Kundenkarte (Eigene oder Stationskarte)" oder "Eingeschränkter Tankbetrieb. Bitte wenden Sie sich an das Service-Personal." oder auch "Keine Freigabe für die VW Modelle Touran, Caddy und Passat mit Baujahren 2010 und älter, sofern sie nicht von einer Werkstatt umgerüstet wurden." sowie teilweise nur eingeschränkte Öffnungszeiten. Das allgmein dünn ausgebaute CNG Netz entlang der Autobahnen vereinfachte die Suche nicht unbedingt.

Ganz ehrlich: CNG kämpft mit genau denselben Problemen wie die E-Mobilität.
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon Horse » So 4. Jun 2017, 22:37

pmiddeld hat geschrieben:
Did you know that in the end of the 19th century and the beginning of the 20th, the first cars were mainly electric cars. Only when large quantities of oil were found in the US, ICE cars developed because the oil was cheaper. So the transition from electric to fossil fuel has really happened! You can't imagine that nowadays!

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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon Fidel » So 4. Jun 2017, 22:56

PowerTower hat geschrieben:
Ganz ehrlich: CNG kämpft mit genau denselben Problemen wie die E-Mobilität.

Ich sehe da beim Gasantrieb auch gewisse Parallelen..
Da gibt es LPG und CNG und beim E-Auto gibt es Typ-1 und Typ-2 bzw. Chademo und CCS...
LPG ist weiter verbreitet was die Tankstellen angeht (ich hätte eine in ein paar hundert Metern von zu Hause) aber bei Nachrüstlösungen im Einsatz während die Autohersteller eher auf CNG (nächste Tankstelle 20km) setzen.


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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon motion » Mo 5. Jun 2017, 15:15

Ok, dann nochmal in einer anderer Schreibweise.

Die Mehrheit möchte diese Art von Threads nicht haben.

1. Wir wissen alle wie sich Autos mit Verbrennungsmotor fahren, was die Vor- und Nachteile sind. Informationsgehalt = 0
2. Der abfällige Schreibstil macht die Musik
3. Es wird nur Konfliktpotenzial geschürt, welche Interessenten an E-Autos sogar abschrecken könnten.
So ist es jedenfalls bei mir. Ich möchte nicht mit solchen Leuten auf eine Stufe gestellt werden.

....

Zu CNG. Man kann überall mit EC bezahlen, ich verstehe das Problem nicht? Bei Flottenkarten gibt es Probleme, aber wenn man keine benötigt gibt es keine. Elektrisch Laden ist oftmals komplizierter.

1. Es gibt unterschiedliche Standards beim Stecker. Das Bezahlen ist auch nicht genormt
2. Man braucht oft viele Karten, für jeden Betreiber eine
3. Manchmal sind E-Ladesäulen besetzt oder zugeparkt
4. Die Ladezeit efordert Planung

Umwege muss man sohwohl für E-Ladesäulen als auch für CNG-Tankstellen fahren. Fairweise muss man sagen, dass momentan das Ladenetz schneller ausgebaut wird. Allerdings darf man nicht vergessen, dass dies auch notwendig ist. Bei CNG hat man den Tankvorgang (mit Bezahlen) in 5 Minuten abgeschlossen.
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon phonehoppy » Mo 5. Jun 2017, 23:31

Fidel hat geschrieben:
Aber trotzdem finde ich es stellenweise übertrieben "dumm angestellt".


Das stimmt natürlich, aber als Glosse ist es eine Reaktion besonders auf die jetzt häufig in Auto- und anderen Zeitschriften zu findenden "Praxistest eine Woche Elektroauto" - Artikel, bei denen sich die Tester teilweise genauso dumm anstellen, wie ich es hier mit umgekehrten Vorzeichen dargestellt habe.
Wie "Dumm angestellt" ist es wohl, wenn man ein E-Auto bei 95% Ladezustand an eine Ladestation anschließt, obwohl man die zusätzliche Reichweite nicht braucht, und sich dann beschwert, dass der Ladevorgang bis zu erreichen der 100% unverhältnismäßig lange dauert?

Klar, hier fehlt die Information, dass das Laden oberhalb 90% bei jedem Elektroauto langsam ist, und man sowas nicht macht, wenn es nicht unbedingt notwendig ist und man es eilig hat, weiterzufahren. Aber zur Auswahl der richtigen Spritsorte an der Tankstelle sind eben genauso viele, wenn nicht mehr Informationen notwendig. Der Unterschied im Alltag ist einfach nur, dass im Fall Tankstelle diese Informationen überall verfügbar sind, weil man es gewohnt ist, und im Fall Elektroauto eben nicht, einfach nur, weil es weniger alltäglich ist.

In den üblichen "Alltagstest"-Berichten wird dieser Sachverhalt meist ignoriert, und die Probleme, die aus dem eben beschriebenen Informationsmangel entstehen, werden so dargestellt, als wäre ein Elektroauto grundsätzlich komplizierter in der alltäglichen Nutzung. Das ergibt ein völlig verzerrtes Bild. Denn schließlich sollte ein Autor eines Testberichts dafür sorgen, dass er zu Beginn seines Versuchs selbst über die nötigen Informationen verfügt.
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon wrzlpfrmft » Di 6. Jun 2017, 06:46

phonehoppy hat geschrieben:
Das stimmt natürlich, aber als Glosse ist es eine Reaktion besonders auf die jetzt häufig in Auto- und anderen Zeitschriften zu findenden "Praxistest eine Woche Elektroauto" - Artikel, bei denen sich die Tester teilweise genauso dumm anstellen, wie ich es hier mit umgekehrten Vorzeichen dargestellt habe.


Sehr richtig! - Ich finde deinen "Erfahrungsbericht" ausgesprochen genial!!
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon OidaHund » Di 6. Jun 2017, 06:51

Zunächst hatte ich denselben Eindruck wie die meisten. Sehr witzig geschrieben.
Dann nachdem ich das Ganze sacken ließ blieb ein fahler Beigeschmack. Eigentlich ist dein Text nur arrogant.
Meine Nichte, die von meinen Ambitionen weiß war bei einer Probefahrt dabei und auch angetan vom Elektro-Auto. Sie würde auch eines kaufen und da du so überzeugt bist davon meine Frage. Bist du bereit ihr den fehlenden Betrag x zuzuschießen? Sie kann nur 4000 maximal 5000€ ausgeben und auch das ist für sie und ihren Freund eine große Belastung.
Es würde passen und die Probefahrt mit dem Elektro-Auto hat ihr sehr gefallen. Soll ich dir ihre Kontodaten per PN mitteilen, oder soll es über e-mail laufen?
Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit mir selbst rede. Und dann lachen wir beide.
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon Pianist » Di 6. Jun 2017, 07:00

PowerTower hat geschrieben:
Ganz ehrlich: CNG kämpft mit genau denselben Problemen wie die E-Mobilität.

Nüchtern betrachtet dürfte es sogar so sein, dass die Reichweite eines durchschnittlichen CNG-Autos in einem ungünstigeren Verhältnis zur Zahl der Tankstellen steht als die Reichweite eines durchschnittlichen Elektroautos zur Zahl der Lademöglichkeiten.

Dann kommt noch hinzu, dass man die gesamte Technik eines Verbrennerautos an Bord hat, ergänzt um die Gastechnik. Ich habe jetzt mal bewusst auf wertende Adjektive wie "kompliziert" und "anfällig" verzichtet, weil das ja immer auch ein wenig Glückssache ist. Aber es reicht ja schon, wenn dann irgendwo wieder ein Nutzer den Brief aus Wolfsburg ignoriert, wieder ein Tank berstet, und dann wieder alle CNG-Säulen pauschal auf "besetzt" geschaltet werden und erst nach persönlicher Vorsprache im Kassenraum freigegeben werden.

Strom kriegt man letztendlich überall, außer vielleicht direkt am Deich mit den Schafen vor dem Hindenburgdamm. Aber da kann man ja vorher vollmachen.

Ich habe ja auch geprüft, ob ein Erdgasauto was für mich ist. Und dann habe ich es nach eingehender Überlegung verworfen.

Matthias
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Re: Erfahrungsbericht: Eine Woche mit dem Verbrenner!

Beitragvon MineCooky » Di 6. Jun 2017, 08:25

Schneemann hat geschrieben:
Ist das beim i3 anders? Zoe rollt auch auf Stufe D beim Loslassen des Bremspedals an.


Jep, der i3 kommt zum stehen, der Tesla auch (ist da Einstellungssache), die Zoe leider nicht, der Smart auch nicht. Da kommts drauf an was der Hersteller für ein Ziel verfolgt hat. Wenn es das Ziel war so viel wie möglich wie im Verbrenner zu haben, dann rollt das Auto, wenn das Ziel war das ganze Auto neu durch zu denken, dann bleibt es stehen.
Stolzer Fahrer seines Smart EDs, leider ohne 22kW-Lader.
Mitglied bei Electrify-BW, ein gemeinnütziger Verein von eFahrer für eFahrer und Interessierte.


"Aus Gaspedal wird Spaßpedal"
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