Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon Vanellus » Di 10. Jan 2017, 16:22

Die EPA in den USA testet grundsätzlich auf der Straße mit Pkw, die sie sich für diesen Zweck von Privaten ausleiht. Die Streuung aufgrund der unterschiedlichen Parameter und der unterschiedlichen Vorgeschichte der Wagen wird dadurch eliminiert, dass man das mit 10 oder 20 Wagen macht und daraus den Mittelwert nimmt. Das Ist Stand in den USA.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volk ... 53990.html
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon 150kW » Di 10. Jan 2017, 17:52

Die EPA in den USA testet grundsätzlich auf der Straße mit Pkw
Zusätzlich, ja.
Datenblatt-Werte kann man aber nicht zufällig (Wetter, Fahrer, Verkehr, Strecke,..) ermitteln. Da braucht es definierte Bedingungen.
Und um einen Bogen zur Thema zurück zu schlagen... :D Würde die Reichweite/Verbrauch eines E-Autos zufällig in Norwegen bei -20°C von einem Fahrer mit Bleifuß ermittelt werden, hätte dieser Hersteller enorme Nachteile gegenüber einem der den Test in Deutschland bei 25°C und defensiven Fahrer machen lässt. Labor Bedingungen sind für technische Angaben Pflicht.
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon Wolfgang VX-1 » Di 10. Jan 2017, 19:14

150kW hat geschrieben:
...Labor Bedingungen sind für technische Angaben Pflicht.

Da habe ich nichts dagegen, wenn die Laborbedingungen auch die "normalen" Realbedingungen widerspiegeln. Dazu gehören dann Fahrzeuge, die so auch gekauft werden können und nicht herstellerseitig auf den jeweiligen Test optimierte. Also mit dem gleichen Fahrzeug Verbrauchs- und Abgastests, und nicht zwischendurch Einstellungen ändern. Auch mal (bei genormter kalter Temperatur) mit eingeschalteter Heizung und bei (genormter hoher Temperatur) auch mit Klimaanlage. Auch sollten bei uns wenigsten dezente Minusgrade im Labortest mit abgedeckt werden, und nicht nur Temperaturen zwischen +10 und+ 20 Grad. Am besten wie hier überschrieben: minus 10-15-20 Grad - unter Laborbedingungen besser als im Realbetrieb möglich. Und das Verhalten nach Kaltstart auf einer 5 Kilometerstrecke mit Stop and Go, so wie es jetzt innerorts vorkommt.
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon TomTomZoe » Di 10. Jan 2017, 21:49

Wir sollten hier :back to topic:
Gut eingefahrene Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853).
Seit 08/2016 schon 45t ekm (Diesel 07/2017 verkauft).
Ab 09.02.2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-16,9kWh/100km (Sommer-Winter)
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon Horse » Di 10. Jan 2017, 22:07

Okay - aber trotzdem noch: Danke für Eure differenzierten und auch weitgehend nachvollziehbaren Darlegungen @ AbRiNgOi, Wolfgang, TeeKay, Noritz, 150kW u.a...!
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon EV-Jens » Mi 11. Jan 2017, 00:20

Mit meinem Renault Express Bj. 1995 hatte ich auch bei -16°C praktisch keinen Reichweitenverlust, obwohl ich nur alle 2 Tage nachladen mußte (21km einfacher Arbeitsweg) und das Auto tagsüber und nachts auf der Straße geparkt war.
Die Akkus waren 18x6V/140Ah NiCd die sowieso etwas weniger kälteempfindlich sind als die meisten Li-Typen.

Hauptgrund für das Winter-Fahrvergnügen ohne Frieren und "Reichweitenangst" war aber schlicht und einfach die Verbrenner-Heizung :old: !
Es ist meiner Meinung völliger Unsinn :wand:, die Heizenergie aus dem Akku zu entnehmen. Spätestens ab ein paar Minusgraden helfen auch die tollen Wärmepumpen nichts mehr und man hat wieder den Verbrauch einer Stromdirektheizung.

Mindestens nördlich der Alpen sollte eine solche Verbrennerheizung zum Standard gehören, dazu eine beheizbare Frontscheibe und gerne noch ein 1kW-Fön für die Übergangszeit.
Für alle Fundamentalisten, die unbedingt auf Verbrennung jeder Art verzichten und die Nachteile in Kauf nehmen wollen, kann ja gegen Aufpreis das bisherige WP-System angeboten werden.

Mein Benzinverbrauch für die Heizung lag bei ca. 30l insgesamt von Oktober - März, bei werktags ca. 2h Fahr- und Heizzeit + weitere Fahrten am WE.
Der Express war eine unisolierte Blechkiste mit einem 3 m³ - Laderaum der sinnlos mitbeheizt wurde, in modernen Fahrzeugen mit Isolierung und einer moderneren Webasto/Eberspächer wäre er bestimmt nochmal spürbar niedriger.
Ich bin mir sicher, dass viele Millionen solcher Fahrzeugheizungen problemlos mit nachhaltig in Deutschland produziertem Biosprit betrieben werden könnten. Auch die Akkus könnten bei Bedarf per Warmluft oder- wasser mit temperiert werden.

Meinen Zoe R400 habe ich ab März nur auf 3 Jahre geleast.
2020 gehören dann hoffentlich sowohl 100+kW CCS als auch eine vernünftige Heizung zum Standard oder sind wenigstens optional erhältlich. Dann entfallen auch die letzten "Argumente" gegen E-Autos.

Gruß EV-Jens
"Unkraut ist die Opposition der NaturBildgegen die Regierung der Gärtner." (O. Kokoschka)

[Ex: Scootelec, EVT168, Saxi, Renault Express, Th!nk. Zoe R90 seit 24.02.17]
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon lk77 » Mi 11. Jan 2017, 07:56

Heute Früh -16 Grad. Auto geladen, und temperiert. Akku 10 Grad.
Im Eco Pro Modus wurden nur 97km angezeigt.
Auf meiner morgentlichen Kurzstrecke von ca. 4km hatten ich einen angezeigten Durchschnittsverbrauch von knappen 30 kwh/100km.
Das ganze bei 20 Grad innen ohne Klima.

Immerhin viel besser als mit dem Diesel herumzunageln (auch wenn er seit gestern offiziell die NOX-Grenzwerte erfüllt)... :twisted:
Ich liebe unseren I3 trotzdem 8-)
BMW I3 REX seit 30.04.2015; SW I001-16-07-503
Weiss mit ein paar netten Spielereien...
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Re: Erfahrungen mit minus 10 - 15 - 20 Grad

Beitragvon Wolfgang VX-1 » Mi 11. Jan 2017, 09:34

lk77 hat geschrieben:
Heute Früh -16 Grad. Auto geladen, und temperiert. Akku 10 Grad. ... Auf meiner morgentlichen Kurzstrecke von ca. 4km hatten ich einen angezeigten Durchschnittsverbrauch von knappen 30 kwh/100km.

Das ist bei Verbrennern noch viel schlimmer: Bild
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