Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon Elektromote » Mo 1. Dez 2014, 11:47

Ich bin gespannt wer diese Kraftwerke übernimmt.

Wahrscheinlich wieder eine ausländische Firma. Mir tut es für die Mitarbeiter leid.
Zoe 2013 (neuer Motor)
Der Übertragungsnetzausbau wird nur durch einen langfristigen Blackout Akzeptanz finden.
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon tubi » Mo 1. Dez 2014, 11:58

...es ist die schönste Nachricht seit Monaten, was unsere Politiker verhindern wollten passiert nun durch die Konzerne selbst...

Energiewende jetzt !!!!

Jetzt drücke ich nur noch die Daumen für Tesla´s Massenauto und seine Batteriefabrik, dann brauchen wir keine Ölbohrungen in der Arktis mehr und Stinke-Krach-Autos verschwinden...hoffentlich bald !!!
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon meta96 » Mo 1. Dez 2014, 12:48

Der Nebel lichtet sich, man spricht schon offen darüber, dass die neue Gesellschaft die Funktion einer "Bad Bank" übernehmen soll ... es geht also wirklich mehr darum, offene Risken, Kosten und Haftungen (Atomrückbau) vom Kernunternehmen zu trennen :evil:
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon TeeKay » Mo 1. Dez 2014, 13:33

@elektromote: Die muss niemand übernehmen. E.On will sich ja nur aufspalten. Wenn du jetzt eine E.On Aktie hast, hast du nach der Abspaltung eine E.On-Aktie und eine BadE.on-Aktie. BadE.on geht pleite, die Kraftwerke darf der Bund dann auf eigene Kosten zurückbauen und den Atommüll ebenfalls auf eigene Kosten die nächsten 1000 Millionen Jahre irgendwo lagern.

Die E.On hingegen hat die Chance, dem Aktionär weiterhin Gewinne zu bescheren. Es gab ja sicherlich bisher auch schon Konzernteile, die Gewinne machten. Die wurden nur bisher von BadE.on aufgefressen, so dass der Gesamtkonzern Verlust machte.
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon mlie » Mo 1. Dez 2014, 13:54

Und genau da sollte ein Konzern (Nicht ein kleiner Firmeninhaber mit vielleicht 20-50 Leute, was man immer so schön "Mittelstand" nennt) übergreifend haften müssen, rückwirkend für 20 Jahre. So würden solche Ideen im Vorfeld schon verhindert. Natürlich ist das keine allgemeingültige oder gar perfekte Lösung, aber dann würden die Vorstände wohl nicht nur quartalsweise denken, wenn diese (zum Teil!) persönlich haftbar sind. Nochmal, ich möchte niemanden zum Sozialfall machen, aber "Verantwortung übernehmen" darf eben nicht heißen "ein anders Pöstchen in einer anderen Firma annehmen".
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon TeeKay » Mo 1. Dez 2014, 14:08

Es würde ja schon reichen, wenn auch die E.On weiterhin für die Altlasten der BadE.on einstehen muss. Es war ein grober Fehler der vergangenen 50 Jahre, den Konzernen zu erlauben, die Rückstellungen für den Rückbau der Kraftwerke auf eigenes Risiko zu reinvestieren. Die hätten auf ein Treuhandkonto bei einem unabhängigen Dritten eingezahlt werden müssen. Jetzt sind die Rückstellungen weg und die Kraftwerke werfen keinen Gewinn mehr ab.

Ende 2013 hatte E.On 11,5 Mrd nicht durch liquide Mittel und Finanzanlagen gedeckte Schulden und Rückstellungen von 17 Mrd Euro für den Rückbau. D.h., wenn sie ihre Schulden mit den verfügbaren Mittel tilgen, bleiben immer noch 11,5 Mrd Euro Kredite offen und es fehlen zusätzlich die 17 Mrd, die für den Rückbau gedacht waren. Eine Deckungslücke von 28,5 Mrd, die mangels Profitabilität der Kraftwerke nicht geschlossen werden kann. De facto ist E.On am Ende, wenn die Strompreise so niedrig bleiben, wie sie sind.
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon Michael4711 » Mo 1. Dez 2014, 20:00

Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Elektrokonzerne Verluste gemacht insbesondere weil:
- Die letzten Jahrzehnte die Abschreibungen auf die AKW´s ... über eine sehr lange Laufzeit rel. gering gehalten wurden.
- Dann nach der Entscheidung AKW-Ausstieg, die Konzerne die Afa sehr hoch angesetzt und teilweise sogar über Sonder Afa nachgeholt haben.

=> Verluste ausgewiesen
=> Damit dann Gründe für neue Preiserhöhungen gefunden haben
=> Und jetzt die "Bad.EON" gründen kann um so die Verluste und den Abbau / Entsorgung der Anlagen an den Bund und damit auf die Steuerzahler abdrücken können. (So, wie das auch die Zockerbanken gemacht haben...)
=> Das ganze dann noch ohne Personalabbau (Ja klar, logo..., die, die hier abgebaut werden, werden in Indien wieder doppelt aufgebaut. Elebe ich leider in meiner Fa. tagtäglich. Menschen sind nur FTE (Full Time Equivalent) Abbau in DE 1 FTE, Aufbau in IN +3 FTE, weil die so gut sind.)

==> Und dann wird EON wie Phönix aus der Asche wieder auferstehen... und schöne dicke Tantiemen zahlen.

Ganz ehrlich. Ich glaube nicht, dass die Konzerne irgendetwas selbstlos ohne jegliches Gewinnstreben machen. Was ja auch ok ist, aber dann sollen sie nicht so auf den Putz hauen und ihre soziale / Umweltverantwortung so in den Vordergrund stellen und den Bürger für dumm verkaufen. Veräppeln kann ich mich selber...

VlG

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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon Vanellus » Mo 1. Dez 2014, 20:57

Ich find's prima, das E.on jetzt was gemerkt hat. Der Chef erklärte heute: 100 Jahre war die Elektrowelt klar und sie hatten alles in einer Hand, den Kohlabbau, die Verstromung, die Leitungen und den Kunden.
Heute soll es ja Leute geben, die machen sich ihren Strom selbst auf dem Dach oder so, mit Sonne und laden damit womöglich ihr Auto. Alles ohne E.on. Die sind womöglich gar nicht mehr Kunden bei E.on.
Bis vor ein paar Tagen dachten sie noch, das geht immer so weiter, aber jetzt wollen sie sich auch um diesen erneuerbaren Strom kümmern. Ja, dann man zu ... :roll:
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon Jack76 » Di 2. Dez 2014, 09:21

Unwahrscheinlich das die mit Ihrer klassischen Denke in EE weitermachen können, insofern Eon sich nicht wirklich neue Geschäftsmodelle ausdenkt, sind die spätestens 2030 tot. Das wir dann irgendwann die Altlasten von Bad.Eon (ergänzt um Bad.RWE, Bad.Vattenfall usw....) bezahlen dürfen, ich fürchte das wird eine sich selbst erfüllende Prophezeiung....
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Re: Eon verabschiedet sich von Atom, Kohle und Gas

Beitragvon Elektromote » Di 2. Dez 2014, 09:34

TeeKay hat geschrieben:
@elektromote: Die muss niemand übernehmen. E.On will sich ja nur aufspalten. Wenn du jetzt eine E.On Aktie hast, hast du nach der Abspaltung eine E.On-Aktie und eine BadE.on-Aktie. BadE.on geht pleite, die Kraftwerke darf der Bund dann auf eigene Kosten zurückbauen und den Atommüll ebenfalls auf eigene Kosten die nächsten 1000 Millionen Jahre irgendwo lagern.


Okay, ich hatte nach den ersten Medienberichten an einen Verkauf gedacht und nicht an eine Aufspaltung.

Wahnsinn ist nach wie vor, dass E.ON mit seiner TV Werbung gegen einen Ausbau des Übertragungsnetzes wettert. Selbst haben sie das Netz ja nur ausgesaugt und um einer Kartellstrafe zu entgehen es verkauft.
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