Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Mo 5. Jan 2015, 22:06

@e-lectrified: Ja, das ist wahr, die heutige Fahranfänger-Generation legt immer weniger Wert auf Besitz = eigenes Auto. Eine mE sehr gute Entwicklung.

Das mit den 2 km per Rad zum Bhf mache ich fast immer, wenn ich ins Büro muss... :D
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Mo 5. Jan 2015, 22:15

@Kim:
Der ÖV böte in meinem Fall nicht einmal eine geringste Erholungszeit, da neben einem 10 Minuten Fussweg, zweimal Umsteigen pro Weg anfielen.

10 min Fußweg wären 2 min Faltrad... :D
Dass die Leute immer so einen Horror vor dem Umsteigen haben? Das höre ich bei praktisch jeder Diskussion, wenn es um die Bahn geht. Was um Himmels willen ist für einen Menschen des 21. Jahrhunderts, der höchst komplizierte technische Geräte bedient, an so einem Vorgang wie Umsteigen so angsterregend?
ABER:
Was ich von diesem Thread gelernt habe ist, dass es Nutzerprofile gibt bei denen die Bahn (oder ÖV allgemein) klar gegen das Elektroauto gewinnen würde, und dass es Nutzerprofile gibt, bei denen der ÖV ganz klar die ungünstigere Alternative ist.
Hoffe doch, wenigstens in dieser Aussage sind sich alle einig. ;)

Definiere "günstig"!
- Zeit,
- Geld,
- Bequemlichkeit,
- Soziofobie,
- Umwelt,
- ...

Ich denke, dass diese Reihenfolge sogar ganz gut hinkommt.

PS: Den Umwelt-/Klimaimpact von Flügen kann man sehr gut bei http://www.atmosfair.de effektiv kompensieren. Und nicht nur den.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon e-lectrified » Mo 5. Jan 2015, 22:45

Nee das Umsteigen alleine ist es nicht! Es ist die Zeit, die aufgrund der wechselnden Verbindungen verschütt geht. Wie schon in meinem Beispiel geschrieben, wäre das bis zu einer Stunde Differenz zur Autofahrt und das bei 30 km Strecke! Zu den anderen Aspekten:

Geld: Bei EVs, die überwiegend kostenlos betankt werden, wage ich zu behaupten, dass bis zu 200 km hin und zurück vertretbar sind. Man könnte zwar auch darüber hinaus kostenlos weiterkommen (wenn entsprechende Ladesäulen vorhanden sind), aber das geht dann schon zu Lasten der Zeit und ist für mich praxisfern.

Bequemlichkeit: Müssen wir nicht großartig diskutieren. Das Raumangebot im eigenen Auto ist ungeschlagen. Öffentliche sind gerade zu den Stoßzeiten häufig voll und die Sitzplätze sind oft wenig bequem, bzw. nicht besonders üppig bemessen. Wenn man mal einen Sitzplatz in den Öffentlichen hat, kann man manchmal ein bisschen PC-Arbeit am Laptop verrichten, oder sich etwas durchlesen, etc. . Insgesamt überwiegt aber der Bequemlichkeitsaspekt beim Auto.

Soziophobie: Ich denke, das ist kein Terminus mit dem wir rumflachsen sollten. Echte Soziophobien sind ernst zu nehmende Dinge. Einfach nur keine Lust auf Trouble haben, ist eine andere Geschichte. Aber auch dabei handelt es sich um ein valides Argument in meinen Augen. Wenn ich schon Stress bekomme, wenn ich an die Menschenmengen denke, die mich morgens im ÖV erwarten und mich das belastet, lasse ich das doch lieber bleiben.

Umwelt: Ganz klare Sache. Ein EV ist zwar eine tolle Sache, deutlich effizienter ist aber immer noch ein Zug, oder Carsharing, oder, oder, oder.

Fazit: Es muss jeder selbst entscheiden, welcher Verkehrsweg der sinnvollste für einen selbst ist. Richtig objektivierbar ist die Chose ohnehin nicht. Gerade Faktoren, wie Stress, Bequemlichkeit, Zeit sind sehr individuell zu beurteilen.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon MarkusD » Mo 5. Jan 2015, 22:57

Alex1 hat geschrieben:
10 min Fußweg wären 2 min Faltrad... :D
Ein Spezl von mir, ein "Profi" in Sachen Faltrad, braucht zum Aufklappen eine Minute und zum Zuklappen auch wieder eine Minute.
Ist zulang, als daß sich das rentieren würde. Dazu kommt morgens noch: Einmal die Treppen runter und wieder einmal hoch, dann 1km über Kopfsteinpflaster (mehr Kopf als Pflaster). Im Winter überhaupt nicht zu machen, weil das Fahrrad draußen steht (Schaltung "bäckt" zu, auch Falträder dürfen nicht ins Büro mitgenommen werden). Dort (der Fahrradstellplatz ist offen) wird auch geklaut wie die Raben, alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Hat mich auch den einen und anderen Euro gekostet.

Alex1 hat geschrieben:
Dass die Leute immer so einen Horror vor dem Umsteigen haben?
Ja, dann komm mal nach hier. Da fährt der Anschlußbus genau dann weg, wenn du mit dem Zug in den Bahnhof einfährst. Die Folge: Knapp 30 Minuten Wartezeit auf den nächsten.
Anders herum ist es ähnlich.
Begründung der Stadt: Die Stadtbusse gehören nicht zum Verkehrsverbund und sind daher nicht in den Fahrplan integriert.

Alex1 hat geschrieben:
..., an so einem Vorgang wie Umsteigen so angsterregend?
Das Umsteigen ist nicht das Problem, sondern die ewigen Totzeiten dazwischen, die die Zeit für den Weg teilweise mehr als Verdoppeln. Das ist vertane Zeit, die ich anders viel besser nutzen kann.
Wenn in den kommenden 7 Jahren der komplette Betrieb auf das neu gestaltete Gelände umgezogen ist (so jedenfalls die Prophezeiung der Geschäftsleitung), dann bedeutet das, wenn sich am Fahrplan nichts grundlegend ändert, aktuell eine Wegezeit von rund 100 Minuten mit 3maligen Umsteigen (von Haustür zu Haustür). Das gleiche dann abends wieder zurück. Mit dem Auto (ich fahre da momentan immer einen Kollegen hin, weil er derzeit nicht Radfahren kann, weil ein Autofahrer blind war) dauert es für die 22.5km unter normalen Umständen 30 Minuten, wenn's saublöd läuft, vielleicht 40-50 Minuten.
Bei Nutzung des ÖPNVs vertrödele ich pro Arbeitstag dann im Schnitt 2 Stunden.
Eine Stunde, die ich später von zu Hause weg kann, heißt: Gemeinsames Frühstück mit Frau und Kindern.
Eine Stunde, die ich früher zu Hause bin, heißt: Kein Streß bei den Abendaktivitäten.
Solche Dinge sind mit nichts aufzuwiegen.

Der Gag: Bis zu meinem Fahrradunfall (Ein Stopschild. Ein Stopschild? Der Autofahrer wußte wohl nicht, was das ist und ich bin ihm mit 30 Sachen in den linken Kotflügel gerauscht, habe die Windschutzscheibe durchschlagen, tja ...) bin ich ganzjährig mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren (hab's im Winter zum Abtauen verbotenerweise in die beheizte Tiefgarage gestellt). Dauer: 50 Minuten im Schnitt für die 20km zum aktuellen Arbeitsplatz.
Hm, und da will der ÖPNV irgendwie attraktiv sein, wenn ich sogar mit dem Fahrrad schneller bin? Die 50 Minuten zu meinem eigenen Arbeitsplatz bekomme ich mit dem ÖPNV nur unter günstigsten Bedingungen hin, die momentan ganze zweimal am Tag vorkommen - und das nicht an den sog. "Tagesrandlagen", an denen man üblicherweise pendelt.

Alex1 hat geschrieben:
Definiere "günstig"!
- Zeit,
Das ist das einzige, für mich was zählt. Zumindest im Berufspendelverkehr. Langstrecke sieht ggf. anders aus.
Geld zählt auch, ist aber nicht das Ausschlaggebende.
Soziophobie ... ja ... wohl ein alternativloses Totschlagargument von dir. Ich habe einfach keine Lust auf Leute, die nach Alkohol oder Zigarettenrauch stinken. Muß ich nicht haben, will ich nicht haben.
MarkusD
 

Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Di 6. Jan 2015, 00:16

@MarkusD:
Ich habe einfach keine Lust auf Leute,...

So ist das. Ich hab manchmal auch keine Lust auf Leute. Das weiter Geschriebene ist nicht entscheidend.

50 min mit dem Rad? Also 20 km, wenn Du fit bist. Und das willst Du mit 40 ct schaffen - hin und zurück? Das wäre 1 ct pro km. Wahrlich nicht ausgesprochen viel für ein richtiges Auto mit vier Rädern. DAS Auto will ich auch :D :D :D

Eine ganze Minute braucht Dein Kollege zum entfalten? Falsches Rad (Du schreibst ja, dass er kein Grobmotoriker ist):

https://www.youtube.com/watch?v=fQscBxx ... ata_player

Wenn Dir also die Zeit so wichtig ist, sparst Du so gleich ein paar Minuten pro Tag :D
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon Alex1 » Di 6. Jan 2015, 00:19

Soziofobie hab ich übrigens durchaus ernst gemeint. Wenn Einen schon das Tastaturklappern eines Laptops im Zug stört, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Das ist entweder krank oder überkandidelt.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon MarkusD » Di 6. Jan 2015, 10:18

Alex1 hat geschrieben:
@MarkusD:
Ich habe einfach keine Lust auf Leute,...
So ist das. Ich hab manchmal auch keine Lust auf Leute. Das weiter Geschriebene ist nicht entscheidend.
Tut mir leid, du hast eine sehr selektive Wahrnehmung. Oder soll ich sagen: beschränkt?
Das weiter Geschriebene ist überaus ausschlaggebend und entscheidend.

Alex1 hat geschrieben:
50 min mit dem Rad? Also 20 km, wenn Du fit bist. Und das willst Du mit 40 ct schaffen - hin und zurück?
Hat nie einer behauptet, daß das mit dem Fahrrad 40 Cent kostet.

Alex1 hat geschrieben:
Das wäre 1 ct pro km. Wahrlich nicht ausgesprochen viel für ein richtiges Auto mit vier Rädern. DAS Auto will ich auch :D :D :D
Ja, inzwischen glaube ich, daß es nicht verstehen willst, sondern nicht verstehen kannst.

Dazu paßt auch:
Alex1 hat geschrieben:
Soziofobie ...
finde ich im Duden nicht.


Alex1 hat geschrieben:
Eine ganze Minute braucht Dein Kollege zum entfalten? Falsches Rad (Du schreibst ja, dass er kein Grobmotoriker ist):

https://www.youtube.com/watch?v=fQscBxx ... ata_player
Erstens sprach ich von einem Fahrrad. Viel Spaß mit dem Ding auf Kopfsteinpflaster. Und desweiteren das jetzt bitte mal im Winter, wenn das Ding versifft ist und am Bahnsteig voller Leute.
Ach, was frage ich dich überhaupt, du hast das grundsätzliche Thema doch noch gar nicht verstanden ...
Zuletzt geändert von MarkusD am Di 6. Jan 2015, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon redvienna » Di 6. Jan 2015, 10:19

Soziophobie ;)
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon MarkusD » Di 6. Jan 2015, 10:21

redvienna hat geschrieben:
Soziophobie ;)
gibt's auch nicht.
Sozialphobie!!
:P
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Re: Elektroauto versus Zug (Verbrauch)

Beitragvon lautlos-unterwegs » Di 6. Jan 2015, 11:10

Alex1 hat geschrieben:
PS: Den Umwelt-/Klimaimpact von Flügen kann man sehr gut bei http://www.atmosfair.de effektiv kompensieren. Und nicht nur den.


So habe ich bis neulich auch gedacht. Der Ausgleich von CO2 per relativ kleinem Geldbetrag suggeriert aber, dass wir immer so weiter machen können wie bisher - und sei es zum Frühstück nach Ibiza zu fliegen.

Heute bin ich überzeugt, dass dem Klimawandel auch ein gewisses Maß an Verzicht entgegenzusetzen ist - mindestens da, wo es nicht "weh tut".
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