Elektroauto im Winter

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Elektroauto im Winter

Beitragvon twizyfan » Mo 29. Dez 2014, 19:52

Die Minusgrade senken die Reichweite um 50%, mit Heizung sieht es noch deutlich schlechter aus...Ladezeit verdoppelt sich...
Im Winter ist das E-Auto eine Herausfordeung...Störungen treten auch häufiger auf...Ladestecker, die in Schnee gefallen sind, passen nicht mehr in die Dose...

Durch Schnee und Glatteis fährt es sich aber sehr gut...

Wie ist eure Erfahrung?

Gruß Twizyfan und Zoefahrer

Marcel
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon STEN » Mo 29. Dez 2014, 19:59

Alles Super,

man muss nur irgendwie den Akku warm bekommen - ist bei schlüpfrigen Strassen
eine Herausforderung.
IMG_7705.JPG
Spessart -5°C, 10:00Uhr - Schnarchladung mit 1Phase@16A über Nacht


IMG_7707.JPG
Schlosshotel Mespelbrunn, leider verweigert die ZOE den E-ON Lader bei 22kW.
already BildBild
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon DaftWully » Mo 29. Dez 2014, 20:06

Der Verbrauch geht in die Höhe, klar. Allein schon das ständige Beschlagen der Scheiben erfordert die Nutzung der Heizung und Lüftung. Die angezeigte Maximalreichweite (vorwiegend Stadtverkehr) ist von 160 (Sommer) auf 120 Kilometer gesunken.

Fahrtechnisch mit dem Smart ed geht's genauso gut wie im Sommer. Tiefer Schwerpunkt, Hinterradantrieb, es wird weitergewuselt.

DaftWully

PS: Ach ja, da Tiefgaragenparker und Heimatlader keine Frostprobleme am Stecker.
e-Golf Verbrauch zzt. Bild
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon Heckes » Mo 29. Dez 2014, 20:08

Tach zusammen,

wenn nur nicht dauernd der Antrieb durchdrehen würde.
Die Elektronik für die AntiSchlupfRegelung ist wohl das Ding, was aktuell bei mir am meisten im Fahrzeug genutzt wird.
Aber ansonsten gutes Fahren. Und erst die sehr schnelle heizung, um die mich die anderen morgens gerade beneiden.

Gut, häufiges Laden ist nun Pflicht. Und ich gewöhne mir jetzt an, nicht mehr von Ladesäule zu Ladesäule zu fahren, sondern nutze eine Kurzstreckenmietfahrzeugmöglichkeit, die auch Smart ed anbietet.
Und das Sicherheitstraining hat auch schon wertvolle Hilfe geleistet.

Ich wünsch Euch allen gute Fahrt in den kalten Tagen.
Bis dahin,
der Jürgen
Wer nicht denken will, fliegt raus.
[Joseph Beuys]

Renault Fluence - EZ 01/2012 in weiß
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon Beetle » Mo 29. Dez 2014, 20:11

Ich hab meine Klimaanlage stur auf 20°C (nix Eco, sondern Auto Einstellung) und fahre trotzdem den Weg zur Arbeit.
Das Reichweitenschätzeisen meint zwar jeden morgen, ich hätte eine Reichweite von 65-70km, ich schaffe die 102 km (51km pro Weg) aber trotzdem. LKW suchen, Tempomat auf die 90-94 km/h des Lasters anpassen und mit 40-50m Abstand hinterher.

Mein Arbeitsweg ist 95% Autobahn. Meinem Akku kann ich lediglich noch 17 kWh entnehmen, dann ist alle.

Vorgeheizt losfahren hilft. Das ich im Notfall 10km vor der heimischen Ladestation eine Ladesäule am Rastplatz hätte, beruhigt.


Was die rechnerische Reichweite wirklich killt, sind die Kurzstrecken, mal eben zum Supermarkt, mal eben zum Baumarkt, mal eben zu den Schwiegereltern. 3 Minuten Fahrten, während denen die Heizung volle Last läuft um das Auto aufzutauen.

Muss ich dann wirklich eine komplette Akkuladung fahren, sind es eigentlich nur 30km weniger als im Sommer.
Die programmierbare Vorheizung spart mir den Eiskratzer, auf dem Heimweg ist mein Fluence schneller warm als
es mein Opel vorher wurde.

Steckerprobleme hatte ich bislang keine. Meine Ladestation mit festem Ladekabel hat ein kleines Dach, so wartet der Stecker trocken auf sein Auto.

In der Summer finde ich den E-Auto-Winter nur halb so wild, wie er in den Medien gemacht wird.

Gruß,
Stefan
Meine E-Mobility Historie: Citroen Saxo electrique -> Renault Fluence -> Nissan Leaf -> Hyundai Ioniq
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon mlie » Mo 29. Dez 2014, 20:31

Meine Reichweite verpufft, den Kangoo zu beheizen ist ja ohne fossile Hilfe auch eine Herausforderung, dazu noch Kurzstrecken oder Landstraße... Und Regen oder Schneematsch macht auch viel aus.
Derzeit sind 70km Reichweite drin bis 3% SOC, im Sommer auch mal 120...

Gestern bin ich mit dem Carsharingleaf sogar liegen geblieben, von den 122km angezeigte Reichweite war nicht mal die Strecke Celle-Soltau-Celle zu schaffen, ich musste unterwegs den Schlenker über Unterlüß machen, bin mit Null Balken und "---" bei der Unterlüßer Stromtankstelle angekommen und hab dort mit dem Notladeziegel geladen, um dann nach 5 Stunden nach Celle weiter zu können.
Also Winter ist eine absolut echte Herausforderung, der Kangooverbrauch beträgt also 28kWh/100km ab Akku, und man mekt eben, dass man nur eine sehr geringe Energiemenge im Fahrzeug hat! Bedenkt, dass ein 50 Liter Tank einer fossilen Altlast mal eben ~500kWh Energie hat, selbst wenn da 50% nur von an der Achse ankommen (der Rest heizt den Fahrgastraum sehr gut), hat man immer noch die 10fache Energiemenge zur Verfügung.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon MarkusD » Mo 29. Dez 2014, 21:00

Mit unserem i-MiEV (noch ungedämmt) sind derzeit bei ca. -10° und vermatschten Straßen etwa 80km mit Heizungseinsatz drin.
Bei unserem Ampera srpingt bei diesen Temperaturen immer mal wieder der Verbrenner für 1-2 Minuten an, auf die Gesamtstrecke gesehen fahre ich so etwa 25% mit dem Verbrenner. Die reine E-Reichweite liegt derzeit so bei ca. 40km, je nachdem, ob man das am Stück fährt (etwas mehr) oder viele Pausen einlegt (z.B. beim Einkaufen, dann weniger).

Das Fahrverhalten ist für mich kein Problem. Für meine Frau ist der Heckantrieb im i-MiEV bei diesen Straßenverhältnissen noch etwas gewöhnungsbedürftig (sie hat bislang nur Fronttriebler gefahren).
Die Traction-Control arbeitet bei beiden Fahrzeugen ziemlich gut. Beim i-MiEV ist das Differential (ich denke zumindest, daß es das ist) sehr geräuschvoll.

Problem beim Ampera: Da der sehr gut gedämmt ist, kommt wenig Wärme nach draußen. D.h. der Flugschnee setzt an, fällt gar nicht runter, dann friert der wasserdurchzogene Schnee über Nacht wieder pickelhart an. Ich schätze, momentan ist das Leergewicht um gut 50kg erhöht (wenn's reicht). Auf der Heckklappe ist mit Ausnahme des Stücks der beheizten Heckscheibe eine 2cm dicke Eisschicht drauf. Das zieht sich runter bis über die hintere Stoßstange, ich wäre fast nicht unten an den Knopf zum Öffnen der Heckklappe gekommen, ich mußte das Eis dort wegbrechen. Den Rest entfernen? Da würde vermutlich der Lack sehr drunter leiden.

Gruß
Markus
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon inlovewithzoe » Mo 29. Dez 2014, 21:57

ok, die Reichweite ist bei mir derzeit zwischen 110km und 120km, geht noch aber doch erheblich weniger als im Sommer und Herbst. Was mir wirklich Sorgen macht ist diese ständige Anzeige Batterie und Schraubenschlüssel. Jeder zweite Start ist davon betroffen und die Anzeige erlischt erst wenn das Auto wieder abgestellt und ausgeschaltet wird. Bei der nächsten Fahrt dann wieder alles ganz normal, ggrrrr mal sehen wann das Auto nicht mehr anspringt. Anfang Januar soll ich eh mal in der Werkstatt vorbei fahren, da werd ich mal nach hacken, kann ja nicht nur an der Kälte liegen
Zoe Zen weiß:)
Dreamteam seit 6.5.2014:-)
mobile chrombox und pv=> superkombi:)
Durchschnittsverbrauch 12,6 kWh auf 100km im Sommer, jetzt 17,5 kWh :-CCCCC
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon -Marc- » Mo 29. Dez 2014, 22:09

Also wir sind einfach nur total begeistert

Kein Kratzen
Kein Rutschen
Es ist schön warm

einfach nur Klasse :D

Gruß Marc & Patricia
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Re: Elektroauto im Winter

Beitragvon TeeKay » Mo 29. Dez 2014, 22:21

MarkusD hat geschrieben:
Das Fahrverhalten ist für mich kein Problem. Für meine Frau ist der Heckantrieb im i-MiEV bei diesen Straßenverhältnissen noch etwas gewöhnungsbedürftig (sie hat bislang nur Fronttriebler gefahren).

Der i-Miev fährt sich doch dank der schmalen Vorderreifen wie ein Fronttriebler ohne das typische Frontkratzen beim Beschleunigen. Ich habe noch nie das Heck zum Ausbrechen bekommen, da das Auto stets schon über die Vorderräder schob. Darum sind die auch bei den meisten Drillingen nach 20.000km fertig. :)
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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