elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

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elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Leafler » Do 4. Feb 2016, 14:37

Hallo Leute,

da ich aus der Landwirtschaft komme, bin ich auf der Suche nach einem Hoflader, mit dem ich diverse Aufgaben auf dem Hof ausführen kann.
Bereits 2013 ist mir da auf der Agritechnica( Messe für Landwirtschaft) in Hannover der voll elektrische Prototyp der Firma Weidemann ins Auge gefallen.

Nun ist das Ding seit gut einem Jahr in Serienreife... Die Laufzeit/ Ladung wäre wohl ausreichend für uns- das teil passt perfekt ins Konzept.

Hier der Link zu dem Gerät:
http://www.weidemann.de/de/unternehmen/innovationen/ehoftrac.html

Was mir allerdings nicht gefällt- Blei-Akku-Technik.

Nun die Frage an die Experten... Bringt das Elektrolytumwälzungssystem (EUW) wirklich den gewünschten Erfolg für die Blei Akkus?
Der Hersteller empfiehlt einen Tausch nach 2100 Zyklen.
Meine Erfahrung ist, dass ich Bleiakkus am besten voll und dann so weit wie möglich entlade vor erneuter, kompletten Ladung. Ich würde dann ca. 3 Tage mit einem Zyklus hinkommen.
Was denkt ihr, wie lange könnte ich etwas von dem Gerät haben, bis mir die Kapazität sagen wir mal unter ca. 80 Prozent fällt?

Gruß Andreas
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Beitragvon Tho » Do 4. Feb 2016, 14:40

Ja, EUW hilft definitiv, Dadurch steigt auch die Effizienz, da der Ladeverlust sinkt. Die Ladeschlussspannung kann reduziert werden, da keine Gasung zur Durchmischung benötigt wird. Das reduziert wiederrum die Oxidation der Bleiplatten und den Elektrolytverbrauch. (weniger Nachfüllen nötig).
Je weniger tief du deinen Bleiakku entleerst, umso länger hält er. Und natürlich regelmäßig wieder vollladen.
Ich betreibe eine große Blei-Traktionsbatterie als PV Speicher.
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Cavaron » Do 4. Feb 2016, 16:56

Hi Leafler,

Blei-Akkus verbaut man sicher auch wegen dem Gewicht, gerade wenn der Lader eine Hubvorrichtung/Gabel hat. Ich habe gehört, man kann die Blei-Anker auch für kleines Geld aufarbeiten lassen, wenn die Zyklen durch sind. Weis da jemand was genaues?

Das mit dem Leeren der Zellen vor dem Laden hört sich aber eher nach Nickel-Cadmium oder Nickel-Metallhydrid-Akkus an. Die wollen immer volle Zyklen, also musste man vor dem Laden schön leer machen. Blei und Lithium wollen am Liebsten über 50% Ladestand gehalten werden - wie beim Starterakku im Auto. Kurz Strom entnehmen und dann gleich wieder laden, dann hält der Blei-Akku im Auto auch seine 7-8 Jahre.

Ansonsten mal bei Trafa vorbei schauen - die haben auch Lithium-Lader im Angebot: http://www.trafa.de/
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Leafler » Do 4. Feb 2016, 17:24

Es sind definitiv Blei-Säure Akkus.
Das die als Kontergewicht gut fungieren, ist mir auch bekannt. ;) Dennoch bin ich mir unsicherer was die Haltbarkeit betrifft, als zb. beim Model S :)
Ich wollte schon mit dem Teil 6-7 Jahre arbeiten, bis da die Kapazität ernsthaft nachlässt.
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Tho » Do 4. Feb 2016, 17:28

Immer dran denken, ein neuer Blei Akku kostet deutlich weniger als ein Lithium.
Eine 240Ah Bleibatterie kostet wirklich nicht die Welt. Für meine 1.056Ah habe ich ca. 4500 EUR bezahlt.

Wie weit musst du die denn im täglichen Betrieb entladen, bis du wieder nachladen kannst?
Daraus ergibt sich die Anzahl der möglichen Zyklen.

Ein Stapler macht normal schon min. 7 Jahre... ;)
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Michael_Ohl » Do 4. Feb 2016, 18:05

Wir haben neulich die 250Ah aus einem Stapler ersetzen müssen, weil das Ding plötzlich mittags alle war. Die Batterie wird täglich genutzt und zwei mal die Woche geladen. Selten ist einer der Stapler dann vor dem Laden zu mehr als der Hälfte entladen.
Die Batterie hat 25Jahre durchgehalten. Im zweiten Stapler ist die Batterie jetzt 14 Jahre alt und noch Top. Geladen wird mit Trafoladern die auch ordentlich Gasen lassen so das keine Schichtung auftritt. Ein Automatisches Nachfüllsystem ist an der Batterie fest angebaut.

mfG
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Tho » Do 4. Feb 2016, 18:06

Wenn du eine Elektrolytumwälzung anbaust musst du nicht bis in die Gasungsphase laden.
Das schont die Bleiplatten, spart Strom, spart destiliertes Wasser und müsste der Lebensdauer zu gute kommen.
Für die Elektrolytumwälzung muss man nur die Belüftungsdegen in die Batterie einsetzen (dazu werden zusätzliche Löcher gebohrt) und den Luftschlauch verlegen. Bei meiner hat das der Staplerservice nachgerüstet, der Hersteller hatte es trotz Bestellung vergessen anzubauen.
Die Batterieladegeräte haben dann meist die Membranpumpe dabei, ich nehme eine Aquarien-Membranpumpe und schalte sie über das Relais des Sunny Island Batterie-WR.
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon stjanb » Do 4. Feb 2016, 19:36

Leafler hat geschrieben:
Ich wollte schon mit dem Teil 6-7 Jahre arbeiten, bis da die Kapazität ernsthaft nachlässt.
ich kann Tho nur beipflichten, mein Hausspeicher ist identisch aufgebaut, auch mit Umwälzung. Bei der Entscheidung hat mir der Block von Nico Pfefferkorn http://www.eb-systeme.de/?page_id=2351 viel geholfen. und aus meiner jetzigen Sicht sind die 7 Jahre locker zu schaffen, wobei ich den täglichen Solarstrom einspeichern würde, und nicht nur alle 3 Tage laden.

Gruß
Stephan
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Cavaron » Do 4. Feb 2016, 20:50

Michael_Ohl hat geschrieben:
Wir haben neulich die 250Ah aus einem Stapler ersetzen müssen...

Ist der Preisunterschied zwischen Neukauf und Aufarbeitung des alten Akkus bekannt?
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Re: elek. Hoflader-Frage an Batterieexperten

Beitragvon Leafler » Do 4. Feb 2016, 21:26

Bei uns käme der Strom aus Wind;) der weht fast immer:) na dann muss ich mir mal nen Vorführer von dem Ding auf den Hof stellen lassen!
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