E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon jensebens » So 16. Jul 2017, 08:42

"Müssen Krankenhäuser befürchten, dass wichtige Geräte ausfallen, weil das Netz überlastet ist, wenn die halbe Stadt seine Fahrzeuge an das heimische Stromnetz hängt?"

Hallo, mal wieder eine HIGHLIGHT in der lokalen Presse: Die Stadtwerke liebäugeln mit Elektromobilität und wollen sogar drei E-Autos anschaffen, ABER scheuen sich auch nicht Panik-Parolen zu publizieren.

Da weiß man genau was beim geneigten Zeitungsleser hängenbleibt. Mal sehen wann mir diese Frage mal an der Ladesäule gestellt wird!? :roll:

Gruß
Jens
Zuletzt geändert von jensebens am So 16. Jul 2017, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
***Wer will der findet Wege, wer nicht will findet Gründe***
Nissan Leaf
Benutzeravatar
jensebens
 
Beiträge: 79
Registriert: Sa 18. Apr 2015, 11:39
Wohnort: Warstein

Anzeige

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon geko » So 16. Jul 2017, 08:44

Quelle des Zitats?
BMW i3 BEV (94Ah) | Tesla Model X100D ab 12/2017
Tesla Model ≡ reserviert | Hyundai KONA reserviert (Sangl #32)
geko
 
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 12. Mär 2016, 07:27
Wohnort: München

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon jensebens » So 16. Jul 2017, 08:46

Oh, sorry! Quelle vergessen: Soester Anzeiger / Nr. 162 / 15.07.2017 / Samstag / Lippstadt-Anröchte
***Wer will der findet Wege, wer nicht will findet Gründe***
Nissan Leaf
Benutzeravatar
jensebens
 
Beiträge: 79
Registriert: Sa 18. Apr 2015, 11:39
Wohnort: Warstein

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon geko » So 16. Jul 2017, 08:53

Danke. Schlimm. Aber vermutlich doch sehr verbreitet. Ich wurde gestern allen Ernstes gefragt, ob die Sicherung eines Hauses ein ladendes E-Auto verträgt Das Physik-Wissen aus der Schule verschwindet offenbar sehr schnell.
BMW i3 BEV (94Ah) | Tesla Model X100D ab 12/2017
Tesla Model ≡ reserviert | Hyundai KONA reserviert (Sangl #32)
geko
 
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 12. Mär 2016, 07:27
Wohnort: München

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon Blue shadow » So 16. Jul 2017, 09:17

Die sollen erstmal ihre IT sicher machen....hacker, die den herzrhytmus verändern...

Bei mir sind schon einige sicherungen geflogen und das bei 10a...wenn dann die kühltruhe abtaut...
ExKonsul leaf blau winterpack ca 34.000 km Spannung und Spass mit Akku und Golfball punktierter Oberfläche zur cw reduzierung....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 40 kwh in 24 monaten
Benutzeravatar
Blue shadow
 
Beiträge: 2476
Registriert: Mi 28. Okt 2015, 09:47
Wohnort: Im wald von waldbröl

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon bm3 » So 16. Jul 2017, 10:22

jensebens hat geschrieben:
"Müssen Krankenhäuser befürchten, dass wichtige Geräte ausfallen, weil das Netz überlastet ist, wenn die halbe Stadt seine Fahrzeuge an das heimische Stromnetz hängt?" ...


Wenn der Satz wirklich genau so in diesem Blatt stand liegt der Fehler hier schon in der Auswahl des "falschen" Journalisten für den Job.
Der kann scheinbar in seiner Zeitung schon nicht mehr deutsch schreiben, sondern nur noch in "Straßensprache", da schaue man nur mal auf das grammatisch falsche Possessivpronomen. :lol:
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 5577
Registriert: Di 10. Apr 2012, 22:06

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon i300 » So 16. Jul 2017, 10:30

Der Bürgermeister hat die Autos für die Bürger gekauft. Nun hängen jene diese, seine Autos an das Stromnetz...
:mrgreen: ...
Benutzeravatar
i300
 
Beiträge: 1300
Registriert: Mi 11. Jun 2014, 21:49

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon mlie » So 16. Jul 2017, 11:36

Ja, so steht es da. Gemeint war es wohl etwas anders. ;-)

Aber bevor die Krankenhäuser während des Ladevorganges der Elektroautos (ganz gleich ob vom Bürgermeister oder des jeweiligen Bürgers) keinen Strom mehr haben, könnte man auch einfach das kochen verbieten. Und wenn die ganze Stadt morgens mit Durchlauferhitzern duscht, kommt es ja auch nicht zum Katastrophenalarm.
Also wieder mal Panikmache von Leuten, die in Physik dauerhaft Kreide holen waren.

Gut, in Entwicklungsländern wie Bayern, wo man einen Hausanschluss mit 1x35A schon fast überfeudal empfindet und überall noch Freileitungen rumhängen, da kann es eventuell mit ganz viel vielleicht unter Umständen dann und wann mal knapp werden - lässt sich aber steuern. Also entweder Erneuerung des maroden Stromnetzes bei weniger Shareholder Value oder eben mit Ladesteuerung, die meisten Autos haben die ganze Nacht Zeit zu laden, das geht auch mit 4,6 oder 7 kW brauchbar.

Und selbst wenn mit 11 oder 22kW geladen würde (zukünftige Autos werden das wohl unterstützen, sonst wird es bei 90-100kWh Akku als normaler Standard schon eng mit Übernachtladen), so gibt es keine Gefährdung der Krankenhäuser. Das kann man dann netzgesteuert so legen, das der 17-20 Uhr Peak eben gerade nicht zum regulären laden von Autos genutzt wird, sondern das fängt ähnlich wie die Nachtspeicheröfen eben erst ab ca 22 Uhr an, wenn "Ruhe im Netz" ist.
In Zweifelsfälle eben lapidar über die Tarifwahl, wenn der Strom um 19Uhr 89ct/kWh und um 2.30 Uhr nur 2,7ct/kWh kostet, wird man das Auto wirklich nur bei echtem Bedarf in der teuren Zeit laden, vermute ich mal.

Aber schön, an solchen unsinnigen Artikeln erkennt man, dass das Thema grundsätzlich in der Breite angekommen ist, wenn darüber schon in irgendwelchen Käseblättchen berichtet wird.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
Benutzeravatar
mlie
 
Beiträge: 3219
Registriert: Mo 5. Aug 2013, 09:43
Wohnort: Nordkreis Celle

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon PowerTower » So 16. Jul 2017, 12:23

Die Erfahrung lehrt: ja es gibt berechtigte Zweifel, wenn der Elektriker nicht weiß, was er tut.

Dazu ein Beispiel aus der Praxis. Am Restaurant Espitas in Leipzig wurden vier Ladepunkte mit je 22 kW errichtet. Bei einem Tesla Treffen wurden alle Ladepunkte entsprechend belastet. Nach einiger Zeit gab es im Restaurant nur noch Kerzenschein und kalte Platte.

Diese Situation war aber zu 100% vermeidbar.
Think PIV4 von 10/2012 bis 12/2015
VW e-up! seit 08/2016
Batterie Upgrade - ein Praxisbericht || Ladestation am Mehrfamilienhaus
Benutzeravatar
PowerTower
 
Beiträge: 4154
Registriert: So 27. Jan 2013, 22:52
Wohnort: Radebeul

Re: E-Auto-Hype gefährdet Krankenhäuser...

Beitragvon Fidel » So 16. Jul 2017, 12:25

mlie hat geschrieben:
Ja, so steht es da. Gemeint war es wohl etwas anders. ;-)
...
Und selbst wenn mit 11 oder 22kW geladen würde (zukünftige Autos werden das wohl unterstützen, sonst wird es bei 90-100kWh Akku als normaler Standard schon eng mit Übernachtladen)...

Wobei auch Du da den Denkfehler hast, dass man die 100kWh täglich verbraucht. Die allerwenigsten Autofahrer fahren täglich 400km. Für die durchschnittlich unter 50km, die ein deutsches Auto täglich fährt reichen selbst 3,7kW mehr als locker aus. Größere Akkus werden nicht automatisch bei jedem zu einer Erhöhung des täglichen Fahrbedarfs führen. Man kann es sich aber eher mal leisten, nicht täglich laden zu müssen und sich so auch ein E-Auto ohne Heimlademöglichkeit anzuschaffen oder das Laden tagsüber am Wochenende zu erledigen wenn die PV-Anlage überschüssigen Strom liefert.


Gesendet von iPad mit Tapatalk Pro
Fidel
 
Beiträge: 317
Registriert: Mo 12. Dez 2016, 19:18

Anzeige

Nächste

Zurück zu Allgemeine Themen

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste