Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon Karlsson » Di 17. Jul 2018, 10:47

Hab mich gerade mit Jemandem unterhalten der in München Immobilien verwaltet...alter Schwede, was da abgeht ist ja nur noch krank :shock:
Kurze Wege sind mancherorts ein echter Luxus.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon motion » Di 17. Jul 2018, 11:23

0815 Reihenhaus (Neubau) im Münchener Speckgürtel? 1 Millionen €.
Zuletzt geändert von motion am Di 17. Jul 2018, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon kub0815 » Di 17. Jul 2018, 11:49

Das Problem hier in Deutschland ist ja auch das wenn man mal ein Haus hat kann man nur schwer da wieder Wechslen. Die Nebenkosten, für Makler (keine ahnung warum soveile mit Makler verkaufen), Notar und am schlimmsten noch Grunderwerbssteuer sind so hoch das man ja fast nicht mehr wechseln kann bzw kann man für diese Geld warscheinlich sehr lange hin und her pendeln.

Für ein Haus zahl man in meiner gegend ca. 500.000 Euro da gehen mind 32-53 Tausend Euro nur für die Nebenkosten daruf.

Kaufpreis 500.000 €
Grunderwerbsteuer 25.000 €
Notarkosten 7.500 €
Maklerprovision (netto) 17.500 €
MwSt auf Maklerprovision 3.325 €
Summe 553.325 €

Bei 30cnt pro km sind das 170.000 km Da lohnt sich umziehen oft nicht. Einen Teil bekommt man ja dann noch über die Steuer wieder.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon Odanez » Di 17. Jul 2018, 12:45

Ich sehe schon, wenn wir mal eine größere Wohnung brauchen sollten, suche ich einen AG auf dem Land, dann nehme ich gerne in Kauf, dass das nicht der perfekte AG ist. ODER ein AG der viel Homeoffice ermöglicht. Hauptsache gute Schule in der Nähe und auch Arbeitsmöglichkeit für meine Frau - aber auf Stadt habe ich so langsam keinen Bock mehr, wenn man mal sieht, was hier so an Massenzuwanderung (Landflucht/Urbanisation) in München stattfindet, und lange Pendeln will ich auch nicht.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon kub0815 » Di 17. Jul 2018, 16:01

Sich eine Wohnung / Haus auf dem Land kaufen kann auch nach hinten losgehen nach 30 Jahren bekomst du nix mehr für deine Hütte da. In der Stadt rennen sie dir hinterher.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon motion » Di 17. Jul 2018, 16:37

Das ist auch zu pauschal. Es werden auch heute noch Luxusanwesen auf dem Land gebaut, mitten im Grünen.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon Alex1 » Di 17. Jul 2018, 21:10

motion hat geschrieben:
Kannst du dir nicht mal abgewöhnen, die Beiträge von Mitgliedern zu zerflettern? Ich verstehe natürlich, dass du auf jeden einzelnen Standpunkt eingehen möchtest. Aber man kann das auch einfach mit Absätzen machen. Das ist übrigens der Grund, warum einem so die Lust auf eine Antwort vergeht. Scrollen, editieren und die Übersichtlichkeit leidet erheblich. Und vieles, in dem Fall nicht, wird aus den Zusammenhang gerissen. Außerdem nimmt es erheblich mehr Zeit in Anspruch
Im Gegentum. So stehen Argument und Gegenargument sauber neben- bzw. untereinander. Dann kann nicht so leicht durch Whataboutism auf das falsche Gleis geschoben werden.
Eigentlich weiß ich sogar selbst, dass öffentliche Verkehrsmittel sicherer sind. Ich hatte ja auch das Beispiel mit dem Flugzeug angedeutet. Ich gebe zu, nicht gerne den ÖPNV zu nutzen. Mit dem "Kontrollillusion" hast du ein schönen Begriff eingepflegt. Aber es ist auch etwas wahres dran. Der Bahnfahrer kann einschlafen, der Busfahrer trinken. Darauf hat man keinen Einfluss, genauso wenig wenn ein Auto am Bahnübergang stehen bleibt, oder eine Weiche nicht funktioniert.
Ja, das kann passieren. Aber 100-mal öfters passiert es halt, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer Dich rammt, Rotwild Dir ins Fahrzeug springt, Du mal unachtsam bist, plötzlich Glatteis aufkommt, ein Flugzeug auf der BAB landen muss, ein Baum auf Dein Auto fällt, ein Lkw Dich umbügelt, Dein Auto auf dem Bahnübergang stehen bleibt usw. usf.
Flugangst habe ich nicht, jedoch kann es auch hier unterwartet schnell vorbei sein. Aufgrund einer technischen Panne, oder menschlichen Versagens. Und in dem Fall kann man selbst auch nichts mehr unternehmen.
Du kannst auch nichts unternehmen, wenn Dir ein Stein aufs Auto fällt, ein Reifen platzt (zB beim Lkw, den Du gerade überholst), eine Brücke einstürzt, Dein Auto weggeschwemmt wird usw. usf.
Du hast die Politik in Spiel gebracht, dass die angestiegende Kriminalität eine nacherzähle Parole einer Partei ist.
Das ist hiermit wiederlegt.
Ganz im Gegentum. Deutschland wird immer sicherer. Da helfen Deine selektiv rausgepickten Teilstatistiken auch nicht. Auslassungen sind auch Lügen. Und genau mit diesen Lügen operiert die AfD. Schade, dass Du ausgerechnet auf deren Lügenzug aufspringst.
Die Zunahme von Messerattacken in einigen Bundesländern beunruhigt die Polizei. Gewerkschafter schlagen Alarm.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... setze.html

Bis Juni 2017 stieg die Zahl der angezeigten Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung durch Asylbewerber, Geduldete und Bürgerkriegsflüchtlinge um 91 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/str ... -1.3671964
Hier mal die ganze Wahrheit statt Rosinenpicken: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 04160.html:
2017 sind in Deutschland einem Bericht zufolge fast zehn Prozent weniger Verbrechen erfasst worden als im Vorjahr - der stärkste Rückgang seit mehr als 20 Jahren.
Und das mal als Radfahrer eine höhere Lebenserwartung hat ist faktisch falsch. Man kann auch andere Sportarten betreiben. Außerdem lebt nicht jeder Radfahrer gleich gesund, nur weil er öfter auf das Auto verzichtet als der Schnitt.
Falsch. Radfahrer leben faktisch länger und gesünder als Nicht-Radfahrer. Dass andere Sportarten auch gesund sind, ist doch eine Binsenweisheit, nicht wahr?

Und ja, wer Rad fährt statt Auto, lebt gleich gesünder als der Schnitt, der das nicht tut.
Zum Ausbau des ÖPNV. Und was ist auf dem Land? Du führst Großstädte auf (auf Deutschland bezogen).
Da ist der ÖPNV natürlich besser als im Umland, muss er auch. Und natürlich steigen die Grundstückspreise, wenn der das Verkehrsnetz gut ausgebaut ist, was für eine Erkenntnis. Wobei man sagen muss, dass es Ausnahmen gibt. Aber einer bestimmten Preisklasse ist das weniger wichtig als eine schöne Lage, da das zahlungskräftige Klientel über mindestens 1 Auto verfügt, welches immer bereitsteht.
Ach ja, Du findest es also keine besondere Erkenntnis, dass dort, wo mehr ÖPNV ist, die Mieten und Grundtückpreise höher sind. Ich sprach nicht von Verkehrsnetz an sich, nicht gemerkt? Denn wo ein guter ÖPNV ist, gibt es automatisch weniger Straßen, nicht wahr?
Was das Rechnen betrifft. Wenn du spitz mit dem Bleistift rechnen würdest, hättest du dir auch keinen Zoe kaufen dürfen.
Du hast völlig Rech: Solange die finanziellen Rahmenbedingungen dermaßen auf den Verpesterverkehr ausgerichtet sind, lohnt es sich privatwirtschaftlich wenig, das volkswirtschaftlich Notwendige zu tun. In Norwegen, wo die richtigen Maßnahmen getroffen wurden, lohnt es sich offensichtlich.
Es gibt die verschiedensten Gründe, warum Menschen selbst in einer Großstadt wie Frankfurt nicht auf ihr Auto verzichten können oder wollen, wer behauptet die geringeren Kosten für den ÖPNV seien das größte Argument?
Ich jedenfalls nicht, oder?

Fakt ist jedenfalls, dass in einer Großstadt viel mehr Leute viel weniger Autos haben als auf dem Land. Niemand hat gesagt, dass ALLE Leute in ALLEN Städten KEINE Autos mehr haben, nicht wahr?
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon Odanez » Mi 18. Jul 2018, 07:51

kub0815 hat geschrieben:
Sich eine Wohnung / Haus auf dem Land kaufen kann auch nach hinten losgehen nach 30 Jahren bekomst du nix mehr für deine Hütte da. In der Stadt rennen sie dir hinterher.

Ich würde eh erstmal etwas auf dem Land mieten. Da zahle ich dann einige 100 weniger im Monat für 50% mehr Wohnfläche. Bin eh nicht so der Fan vom Hauskauf, Mieten sehe ich als die Stressfreiere und flexiblere Lösung. Ich will da aber nicht pauschalisieren, je nach persönlicher Situation, kann es sein, dass sich ein Kauf doch anbieten und lohnen würde, und man dann zuschlägt, aber aus aktueller Sicht sehe ich das noch nicht. Beim Mieten ist mir nur wichtig, dass ich mein E-Auto daheim laden kann, und das ist auf dem Land viel wahrscheinlicher als in der Stadt.
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon kub0815 » Mi 18. Jul 2018, 12:19

und seine eigene Hütte dann vermieten?
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Beitragvon Odanez » Mi 18. Jul 2018, 12:29

Bedeutet halt auch wieder viel mehr Stress und Verantwortung, wäre für mich erstmal nichts. Wenn ich von eventuell steigenden Immobilienpreisen profitieren will, würde ich in REITs Investieren. Kein Stress, keine Steuer, keine Makler, keine Unterhaltskosten usw.
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