Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

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Re: AW: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon Mei » So 8. Jun 2014, 07:20

Karlsson hat geschrieben:
twizyfan hat geschrieben:
Die Lebenserwartung eines Verbrenners liegt bei 8 Jahren.
....
Ein Freund von mir fährt einen Passat TDI, der mittlerweile die 300.000km schon weit überschritten hat. Er fährt den seit 11 Jahren, der Wagen müsste so 13 oder 14 sein......


Moin,

mein Lupo 3L ist jetzt 13 Jahre alt. Ich fahre ihn seit 11 Jahren.
Er hat jetzt 449tkm. Getriebe hatte aber Lagerschaden bei 390tkm. Der Motor hält sicher auch 500tkm oder 600tkm.
Problem ist nicht der Motor selbst, sondern die Umwelteinflüsse.
Irgendwann fängt eben alles an zu Gammeln, Schrauben gehn nicht mehr sauber auf, Teile rosten.
Es ist relativ viel Aluminium verbaut das zwar nicht rostet, aber auch Gammelt ;)
Ich mache alles selbst an dem Auto, deshalb lohnt es sich für mich alles zu reparieren.
Aber ein normaler Autofahrer repariert nicht selbst und deshalb "sterben" viele Autos den wirtschaftlichen Tot.
Wenn Tüv neu mit Reparaturen "1000" Euro kostet, obwohl das Auto nur noch "1000" Euro wert ist, kaufen sich viele ein neues Auto (gebrauchtes ;)).
Aber genaugenommen ist auch "1000" Euro für 2 Jahre Fahrt nicht viel.

Der Motor am Elektroauto wird das kleinste Problem sein.
Aber auch da kann es Lagerschaden geben und eine Reparatur teuer werden, wenn der Motor zerlegt werden muss.
Grüße
Mei
 
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Re: AW: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon Karlsson » So 8. Jun 2014, 11:51

molab hat geschrieben:
Antriebstrang ist haltbarer als beim Verbrenner, allerdings nur mit Permanentmagnet im Motor oder wenigstens wechselbaren Bürsten (beides immer seltener).

Motoren mit Bürsten sind ja schon eher selten und wenn, können die Bürsten ganz sicher auch mit geringem Aufwand getauscht werden. Ein Asynchronmotor hat aber auch keine Bürsten und ist ein billiges und robustes Arbeitstier.
Bei der Synchronmaschine könnte man noch irgendwann Probleme mit den Hallsensoren kriegen.

molab hat geschrieben:

Karosserie wie Verbrenner.
Fahrwerk wie Verbrenner oder schlechter - wenn nämlich zB ein Twingo-Fahrwerk plötzlich 500kg mehr schleppen muss.

Das muss nur richtig dimensioniert werden. Aber so viel schwerer muss der ja auch nicht sein.

molab hat geschrieben:

Bremsen und klassische Verschleißteile sind bei E-Autos deutlich weniger kostenintensiv, fallen aber wohl eher unter normale Wartung als Lebensdauer.

Ach immer die Bremsen....mein Auto kommt gerade aus der Inspektion, die Bremscheiben und Belãge sind 124.000km alt und noch vollkommen ok. Also das sind nicht so die Kosten.
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Beitragvon molab » So 8. Jun 2014, 15:55

Die fremderregten Motoren haben üblicherweise Bürsten/Kohlen. Beim im Zoe verbauten Motor heißt das Schleifring, ist aber dasselbe. Und nein, der ist nicht austauschbar. Bei Verschleiß wird der Motor getauscht. Leaf oder auch Smart und ich glaube VW haben Neodym-Brushless, die kommen ohne Schleifer aus und dürften halten.
Zum Rest: klar kann man alles haltbar auslegen. Kostet halt mehr und wird nicht gemacht... und Bremsen waren nur ein Beispiel, dass Du bei Opel gerne durch Auspuff oder Wasserpumpe ersetzen darfst ;)
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Re: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon HED » So 8. Jun 2014, 16:05

Das ist halt so ein Vorteil beim i3. CFK Zelle, Thermoplast-Beplankung, Alu-Chassi.

Das dürfte ewig halten. Dafür könnten dann irgendwelche Chips und Kondensatoren mal durchbrennen. Je nachdem wo die sitzen, kann das auch sehr teuer werden?
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Beitragvon molab » So 8. Jun 2014, 16:10

Der BMW M1 war damals wimre das erste Auto mit aufwendiger Motorelektronik. Die starben vor ca. 5 Jahren, quasi Massenexodus eines heute nicht mehr lieferbaren Bauteils. Da fand sich aber schnell ein Anbieter, der was kompatibles baute. Trotz Kleinserie. Die Sammler waren dankbar. Ganz billig wars aber nicht.
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Re: AW: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon Karlsson » So 8. Jun 2014, 16:14

Du meinst einen fremderregten Synchronmotor. Beim Asynchronmotor gibt's keine Kohlen und der permanent erregte hat auch keine. Wenn die beim Zoe Motor nicht tauschbar sein sollten, ist der garantiert auf >300.000km ausgelegt.
Schleifkontakte sind heute schon eher der Ausnahmefall.
Beim Zoe ist das dann ein Schleifkontakt und kein mechanischer Kommutator, wie früher bei Gleichstrommotoren.

Bei unseren 9 und 10 jährigen Opels hängt jeweils noch der originale Auspuff drunter und die Wasserpumpe wurde ebenfalls noch nicht getauscht.
Die 12V Akkus wurden nach 9 bzw 6 Jahren ersetzt. Hat das E-Auto aber auch.
Bei uns waren zuletzt Klimaanlage, Lichthöhenverstellung und Teile der Achsaufhängung teuer. Also alles Teile, die ein E-Auto auch hat.

Ist halt ein Irrglaube, dass alle Reparaturen immer nur den Motor betreffen würden.
An meinen ersten 4 Autos hab ich alles selbst gemacht weil Schüler, Zivi bzw Student ohne Kohle. Ich weiß, was da alles so fällig werden kann.
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Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon molab » So 8. Jun 2014, 16:24

Da habt Ihr statistisch gesehen Ausreißeropels, soll hier nicht Thema sein. Mein Volvo und mein MX5 halten auch schon ewig und speziell der letztere brauchte seit Neukauf vor über 15 Jahren noch gar nichts neu (außer Reifen und Bremsen halt). Ist aber auch nur Saisonauto.

Es gibt bei den E-Autos aber massenweise fremderregte Synchronmotoren. Zum Zoe-Motor stand mal geschrieben "Lebensdauer wie Verbrenner", was immer das heißt. Mir persönlich ist der Permanentmagnetmotor (den meinte ich mit brushless) sympathischer.

Hinsichtlich des Fahrwerks schrieb ich übrigens, dass ich eine kürzere Haltbarkeit beim E-Auto annehme, weil sie oft unverstärkte Komponenten trotz teils 30% erhöhtem Eigengewicht übernehmen und es einfach höhere dynamische Lasten gibt. Interessiert mich auch mal, wie das beim eGolf wird.
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Re: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon Karlsson » Fr 13. Jun 2014, 13:12

molab hat geschrieben:
Es gibt bei den E-Autos aber massenweise fremderregte Synchronmotoren.

Kannst Du Beispiele nennen?

molab hat geschrieben:
Zum Zoe-Motor stand mal geschrieben "Lebensdauer wie Verbrenner", was immer das heißt. Mir persönlich ist der Permanentmagnetmotor (den meinte ich mit brushless) sympathischer.

Das sehe ich auch so. Aber bei dem Zoe Motor wird dann die Lebensdauer so hoch sein, dass man das eben nicht für notwendig befunden hat, das Teil tauschbar zu machen. Wäre mir aus Prinzip schon nicht in den Sinn gekommen, auch wenn die Sorge vielleicht unberechtigt sein mag.
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Re: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon HED » Fr 13. Jun 2014, 14:04

@ Mei

Respekt das du den Lupo so lange gefahren hast. Bei 3 Liter Dieselverbrauch. hast du sehr viel gespart.

Als Vielfahrer (450.000km in 11 Jahren) sich mit einen Lupo 3 Zylinder zufrieden geben ist wahre Bescheidenheit, fast schon ehrenhaft. Das laute Nageln zu ertragen und das viele Schalten, und die Leistung, die gerade so reicht um mit zu schwimmen.
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Re: Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs

Beitragvon Kelomat » So 15. Jun 2014, 11:36

Der Peugeot 160 electric von meinem Vater ist BJ.1997 und hatte Antriebstechnisch keine Beschwerden. Die NiCd Akkus wurden auf Lithium ausgetauscht sonst alles beim alten...

Die Hinterachse musste mal gemacht werden und die Gelenke vorne, ich glaube bei einen Bremsbacken ist auch mal der Belag abgefallen...

Ich kenne aber auch andere Fälle wo das Ladegerät oder die CPU gestreikt hat. Auch Motoren mit Isolationsproblemen sind schon vorgekommen.
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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