Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

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Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon wrzlpfrmft » Mo 28. Aug 2017, 09:04

http://www.sueddeutsche.de/politik/auss ... -1.3637390

In dem Artikel beschreibt Horst Teltschik, ehemaliger Vorständler bei BMW, dass die Automobilindustrie in den letzten Jahrzehnten immer wieder Innovationen in Richtung "Alternative Antriebe" geliefert hat, auf die die Politik dann aber nicht reagiert hat. Somit trägt die Politik eine Teilschuld an dem heutigen Dilemma.

Martin
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon Helfried » Mo 28. Aug 2017, 09:20

Kannst du bitte wie üblich ein paar Zeilen zu dem Link schreiben, damit man entscheiden kann, ob sich das Anklicken lohnt!
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon bm3 » Mo 28. Aug 2017, 09:37

Das hat jemand geschrieben der sich immer noch ungerecht beim Dieselmotor von der Politik behandelt fühlt und sich keiner Schuld der Autoindustrie bisher bewusst ist. Im Gegenteil werden die Verdienste der deutsche Autoindustrie bisher hervorgehoben mit solchen Errungenschaft wie (besonders energieeffizienten) :ironie: Wasserstofffahrzeugen.
Batteriegetriebene Fahrzeuge finden mit keinem Wort darin Erwähnung.
Auch das gibt es noch oft, das Lesen wird alle "Dieselköpfe" wieder etwas aufmuntern.
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon atosch » Mo 28. Aug 2017, 10:21

bm3 hat geschrieben:

Batteriegetriebene Fahrzeuge finden mit keinem Wort darin Erwähnung.


Öhh. Erster Absatz!

Bereits 1972 fuhren in Deutschland die ersten Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Sie begleiteten die Marathonläufer bei den Olympischen Spiele in München. Die Weiterentwicklung der Fahrzeuge wurde jedoch eingestellt, weil nicht ausreichend Batteriekapazität in Aussicht stand. Die vorhandenen Batterien waren zu groß und zu schwer und von zu geringer Reichweite. Wenn es einen Vorwurf geben könnte, dann müsste er sich an beide Adressaten richten, an die Industrie und an die Politik. Beide Seiten haben es versäumt, entsprechende Forschungen und Entwicklungen für eine moderne Batterietechnik in Gang zu setzen und zu fördern.
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon bm3 » Mo 28. Aug 2017, 10:27

Ja, du hast recht, den Absatz habe ich doch glatt überlesen weil 1972 davor stand. Und auch hier wird die Schuld dann auch eindeutig anderen Gruppen zugewiesen.
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon wrzlpfrmft » Mo 28. Aug 2017, 10:31

Er schreibt ja, dass Automobilindustrie UND Politik das Problem gemeinsam hätten anpacken müssen bzw. dass die Industrie durchaus Vorschläge geliefert hat, die von der Politik dann nicht aufgegriffen wurden. Selbst wenn er als ehemaliger BMW-Vorständler nicht ganz unabhängig schreibt: ich finde es durchaus interessant, dass man anscheinend den Schwarzen Peter nicht der Automobilindustrie ALLEINE zuschieben darf.
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon Toumal » Mo 28. Aug 2017, 10:35

Mir blutet das Herz. Bisschen Verlogen dennoch, denn die A-Klasse war elektrisch und die Prospekte schon gedruckt, das wurde aber gestoppt. Zugegeben, Mercedes, aber es geht ums Prinzip.

Das waren keine Fehler sondern Absicht. Jetzt mit dem Finger auf andere zu zeigen, wo doch die A-Industrie fest mittels Lobbying ihre Verbrenner schuetzte, ist ziemlich unverfroren.
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon bm3 » Mo 28. Aug 2017, 10:36

Aha, ..."ehemaliger BMW-Vorständler" ... jetzt ist es klar. ;)
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon Fleckenmüller » Mo 28. Aug 2017, 10:53

bm3 hat geschrieben:
Ja, du hast recht, den Absatz habe ich doch glatt überlesen weil 1972 davor stand. Und auch hier wird die Schuld dann auch eindeutig anderen Gruppen zugewiesen.


Dem ist nicht so, Herr Teltschik schreibt dass hier beiden, der Industrie und der Politik ein Versäumnis vorzuwerfen ist zu wenig in die Forschung/Entwicklung der Batterie-Technik getan zu haben.

Der übrige des Artikels wirft der Politik vor Initiativen der Industrie zu wenig aufgegriffen zu haben, natürlich aus seiner persönlichen Sicht eines BMW Vorstands. Die genannten Beispiele sind für mich durchaus nachvollziehbar.

Zum Thema Diesel bemängelt er ein Dieselverbot das sie Kanzlerin aus heiterem Himmel ankündigt und dadurch der Industrie den Schwarzen Peter zuschiebt und fordert hier dass beide Seiten Verantwortung für alternative Lösungen übernehmen müssen.

bm3 hat geschrieben:
..werden die Verdienste der deutsche Autoindustrie bisher hervorgehoben mit solchen Errungenschaft wie (besonders energieeffizienten) :ironie: Wasserstofffahrzeugen.


Wasserstofffahrzeuge können energieeffizient sein. Vielleicht nicht die angesprochenen von BMW da es sich dabei um Verbrenner handelte. Aber wenn man mit dem Wasserstoff eine Brennstoffzelle betreibt und mit dem Strom ein Elektroauto antreibt, halte ich das sehr Wohl für effizient.
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Re: Die etwas andere Sicht auf die "böse" Automobilindustrie

Beitragvon bm3 » Mo 28. Aug 2017, 11:03

Fleckenmüller hat geschrieben:
... Dem ist nicht so, Herr Teltschik schreibt dass hier beiden, der Industrie und der Politik ein Versäumnis vorzuwerfen ist zu wenig in die Forschung/Entwicklung der Batterie-Technik getan zu haben. ...


Ja das ist eben die bekannte Denkstruktur, wenn man es nicht alleine gewesen sein möchte versucht man eben Andere mit ins Boot zu ziehen.

Fleckenmüller hat geschrieben:
...Zum Thema Diesel bemängelt er ein Dieselverbot das sie Kanzlerin aus heiterem Himmel ankündigt und dadurch der Industrie den Schwarzen Peter zuschiebt und fordert hier dass beide Seiten Verantwortung für alternative Lösungen übernehmen müssen. ...


Aus heiterem Himmel ? :lol:

bm3 hat geschrieben:
..werden die Verdienste der deutsche Autoindustrie bisher hervorgehoben mit solchen Errungenschaft wie (besonders energieeffizienten) :ironie: Wasserstofffahrzeugen.


Fleckenmüller hat geschrieben:
Wasserstofffahrzeuge können energieeffizient sein. Vielleicht nicht die angesprochenen von BMW da es sich dabei um Verbrenner handelte. Aber wenn man mit dem Wasserstoff eine Brennstoffzelle betreibt und mit dem Strom ein Elektroauto antreibt, halte ich das sehr Wohl für effizient.


Hier bin ich dann gespannt auf deine nähere Ausführungen dazu wie Wasserstofffahrzeuge aufgrund der bereits bekannten Wirkungsgradketten bei der Wasserstoffproduktion und Speicherung/Transport und Umsetzung in der Brennstoffzelle wieder in elektrische Energie noch energieeffizient sein können.

VG:

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