Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren.

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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon Alex1 » Mi 10. Jan 2018, 13:31

Super-E hat geschrieben:
Man kann nicht wie z.B VW auf einer Aktionärsversammlung erklären, dass man nun 10Mrd Euro in dei Emobilität investiert und es dann nicht tun!
VW hat ja auch erklärt, dass alle Grenzwerte eingehalten werden und hat es dann nicht getan...
Natürlich gibt es in jedem Konzern auch noch ewig gestrige. Und jede Aussage von denen wird hier als "Beweis" angeführt...
Naja, wenn es Topmanager und Vorstandsvorsitzende sind...
Ich denke es gibt aber auch immer noch Foristen die glauben, dass der Audi etron quattro oder der Mission E wieder eingestampft werden...
Die Zeiten haben sich geändert. Sie können nicht mehr, auch wenn sie wollten ;)

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden nicht nur Produktionslinien, sondern auch schon gelieferte Autos massenhaft eingestampft. Aber das Gedächtnis des Konsumenten ist kurz...
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon Super-E » Mi 10. Jan 2018, 15:43

Alex1 hat geschrieben:
VW hat ja auch erklärt, dass alle Grenzwerte eingehalten werden und hat es dann nicht getan...


Das ist jetzt Polemik. Es geht hier um die realistische Bewertung von Absichtserklärungen. In den Jahren davor hat VW sich immer für jegliche Ausgaben bei EVs bei den Aktionären fast entschuldigt. Das sah jetzt ganz anders aus! Man könnte große Investitionen in der Presse ankündigen und bei der Aktionärsversammlung nix sagen. So macht man das, wenn man blabla erzeugen will. Außerdem sind die "Ankündigungen" jenseits von bunten Bildchen ziemlich konkret. Das unterscheidet sich auch von früher. Da gab es nur bunte Bildchen und nirgendwo Aussagen, dass man was in Fertigungen etc investiert...

Und diese Differenzierung fehlt mir einfach bei dem "Forscher"

Alex1 hat geschrieben:
Die Zeiten haben sich geändert. Sie können nicht mehr, auch wenn sie wollten ;)


Ich habe nie was über die Motivation gesagt. Natürlich machen die das nicht aus hehren Motiven, sondern weil sie denken es nun zu müssen. China, CO2 Grenzwerte, durch den Abgasskandal brennt ihnen der Arsch.

Immer wieder wird geschrieben, die Autobosse wären wegen des TESLA Erfolgs in Panik. Wer kann denn da ernsthaft denken, dass die das jetzt wieder einstampfen.

Bitte denk nicht mir wäre dieser Laden sympathisch. Ich habe mich 2014 hier tierisch über VW aufgeregt. Auch wegen der ganzen Ankündigungen, die aber immer vage gehalten wurden. Ich denke in 10 Jahren rückblickend wird man sagen der Abgasskandal hat VW viel Geld gekostet, war aber der richtige Motivator (Panikanlass) zum durchstarten. So wie damals die miese Geschäftslage bei Nissan/Renault zu Leaf und Zoe geführt haben...
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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon Alex1 » Mi 10. Jan 2018, 16:32

Super-E hat geschrieben:
Außerdem sind die "Ankündigungen" jenseits von bunten Bildchen ziemlich konkret. Das unterscheidet sich auch von früher. Da gab es nur bunte Bildchen und nirgendwo Aussagen, dass man was in Fertigungen etc investiert...
Ok, die Wahrscheinlichkeit ist höher, weil sie kein Schlupfloch mehr haben. Siehe unten.
Ich habe nie was über die Motivation gesagt. Natürlich machen die das nicht aus hehren Motiven, sondern weil sie denken es nun zu müssen. China, CO2 Grenzwerte, durch den Abgasskandal brennt ihnen der Arsch.
In den USA. Bei uns kaufen die Leute halt mehr Benziner, die Dieselfahrer bekommen ein billiges Patch und gut ist. CO2-Grenzwerte lassen sich immer noch gut durch Mutti entschärfen, Feinstaub und NOx sowieso.
Immer wieder wird geschrieben, die Autobosse wären wegen des TESLA Erfolgs in Panik. Wer kann denn da ernsthaft denken, dass die das jetzt wieder einstampfen.
Sie täten es halt nur allzu gerne... Aber das sagst Du ja auch.
So wie damals die miese Geschäftslage bei Nissan/Renault zu Leaf und Zoe geführt haben...
Ist das so? Weißt Du mehr davon?
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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon Super-E » Mi 10. Jan 2018, 17:56

Das ist jetzt alles schon lang her. Es gab damals eine Zeit, da haben die deutschen Hersteller blendende Zahlen geschrieben, während es Renault/Nissan und den Amis recht dreckig ging. Carlos Goshn hat damals eine Vision für seine Aktionäre gebraucht und die große EV Revolution angekündigt (irgend was muss man als Boss ja machen, wenns schlecht läuft). Die deutschen haben sich halt gedacht. Warum eigentlich? Aber bevor wir den trend verschlafen, machen wir halt das mindeste was nötig ist. Bei BMW gab es ja auch recht lang ein hin und her und innerhalb der Firma lief das wahrlich nicht harmonisch. Ich denke aber das das ungefähr die gleiche absichernde Maßnahme war, wie manche heute noch an der Brennstoffzelle festhalten. Lieber was machen, als am Schluss ganz blank da stehen. Aber alle waren auf die "Stadtautos" fokussiert. Die Idee war ja auch logisch: Es gibt einen Markt an Kurzstreckenfahrzeugen. Den könnte man elektrisch bedienen und das macht sogar ökologisch sinn. Blöd nur, dass die Kisten so teuer sind -> Müsste man in Massenproduktion gehen und selbst dann sind sie noch teuer -> Lieber nicht.

Die Schlussfolgerung war gar nicht so verkehrt, denn obwohl der Leaf das meistverkaufte EV ist, ist er kommerziell als Programm ein Flop. Deshalb ist die EV Familie ja auch bei Nissan nicht gewachsen, obwohl schon seit jahren der Micra als Gerücht rumschwebte. Wäre es kommerziell Erfolgreich, sprießen die Modelle nur so aus dem Boden.

Elon ist einen anderen Weg gegangen. Er hat das EV sexy gemacht. Er hatte auch keine Produktstrategieprobleme (wie z.B. Audi mit dem R8 etron: meine These hier: Den R8 etron musste man teuer verkaufen, damit er sich rechnet. Das Modell mit der besten Marge war aber das Top Verbrennermodell. Der muß aber das best performende Modell sein (um die Kunden nicht abzuschrecken). Deshalb wurde der R8 etron künstlich kastriert, damit er ja langsamer ist. Damit wäre er aber im Vergleich zum Tesla S schlecht abgeschnitten -> peinlich -> wir reden mal besser gar nicht drüber das wir ihn haben). Es ist schon unfassbar, dass selbst als alle gesagt haben Audi hat nix und Audi tatsächlich sogar was hatte sie lieber still geblieben sind, als mit Ihrem R8 Werbung zu machen.

Jetzt haben sich die Zeiten geändert. S und X klauen Kunden. Verbrennerverbote werden laut diskutiert. Die Chinesen lassen sich nicht mehr lang hinhalten und wer zum Geier wird sich noch auf unsere Kanzlerin verlassen? Des Weiteren stellt ja der Müller den Diesel selber in der Presse in Frage!

Und es stimmt eben nicht. Die Ankündigungen verschieben sich nicht wie ein schlechter Meilensteintrend mit dem Datum. Seit einiger Zeit werden immer die gleichen Daten genannt!

Nochmal. Ich rede nicht über die Motive. Nur, dass diesmal was passiert. Glücklicherweise. Obwohl ich nie direkt für die Automobilindustrie gearbeitet habe, haben alle Firmen für die ich bisher gearbeitet habe (und auch meine Brüder und Großteil meiner Freunde) einen großen Teil Ihres Umsatzes damit gemacht...
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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon zitic » Mi 10. Jan 2018, 19:30

Der R8 hatte ja auch unter deutschen Herstellern wohl das nachsehen gegenüber dem MB SLS AMG Electric Drive. Der hatte für jedes Rad einen eigenen Motor und war wohl auch für EVs auf einem ganz anderen Fahrniveau. Da sah auch der R8 alt aus.

Letztlich gilt wohl auch hier, dass man bei der geteilten Plattform mit dem Verbrenner genauso wie bei Großserienwagen ans Limit des Möglichen kommt bei der Akkukapazität.
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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon Eifel-Thomas » Do 11. Jan 2018, 11:12

Viele Grüße vom Eifel-Thomas. Aktuell 3er-Set Zoe (2mal Q210 Intens und 1mal R90 Life). Nie mehr Verbrenner!
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Re: Die Elektrooffensive - Wie immer erst in ein paar Jahren

Beitragvon Alex1 » Do 11. Jan 2018, 20:10

Versagen auf ganzer Linie :evil:
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