Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon Toumal » Di 29. Aug 2017, 05:09

Es geht ums erschleichen. Denn als Firma kann ich z.b. mich dafuer entscheiden, ein Produkt nicht an Airbus zu verkaufen. Das geht aber nicht wenn Airbus das ueber eine Briefkastenfirma macht. (Airbus sei hier nur als random Beispiel genannt)

Zugegeben, ein Produkt der Luftfahrt ist kein Auto, aber dennoch. Wir hatten einen aehnlichen Fall und es mussten sich die Anwaelte damit beschaeftigen.
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon kub0815 » Di 29. Aug 2017, 06:05

Toumal hat geschrieben:
Jetzt komm aber nicht mit Datenschutz und Persoenlichkeitsrecht. Daimler sollte besser aufpassen dass hier nicht Ermittlungen wegen Konkurrenzspionage auf sie zukommen. Denn genau darum handelt es sich hier..


Du hast eine Hang zur Übertreibung! Check!
Spionage ist es wenn sie Baupläne aus den Werk klauen! Check
Auf keinen Fall ist es Spionage wenn sie sich einen über eine steetscooter über eine zweitfirma kaufen!
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon graefe » Di 29. Aug 2017, 06:27

Pepe-VR6 hat geschrieben:
Was ich krasss finde, ist dann das Fahrzeug zu tracken und dann die GPS Daten zu veröffentlichen.

Jupp, und auf einmal findet die ganze Story (aufgehübscht mit ein paar weiteren Anekdoten) seinen Weg in die Presse und die Öffentlichkeit...
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon Kaylee » Di 29. Aug 2017, 08:37

Also, ein bißchen merkwürdig kommt mir die Story schon vor. Bevor ich an ein mir unbekannte Firma vermiete, prüfe ich doch normalerweise, ob das plausibel ist... und so ein Streetscooter ist doch ein sehr ungewöhnliches Fahrzeug für einen Pflegedienst.
Außerdem habe ich schon Streetscooter auf den Werksgelände (und in der Werkstatt) eines Mercedes-Vertragshändlers stehen sehen, und auch nicht nur einen. Ich könnte jetzt nur nicht beschwören, ob das schon vor April der Fall war... :?: jedenfalls ohne erkennbare Geheimhaltungsabsicht.
(Und ein GPS-Tracker im Streetscooter überrascht mich irgendwie auch, kenne so etwas höchstens von Oberklasse-Fahrzeugen...)
Ganz heimlich infiziere ich unsere Kunden mit dem Virus der E-Mobilität :mrgreen:

Jetzt heißt es warten auf meinen ganz eigenen weißen Ioniq Style 8-)
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon Blue shadow » Di 29. Aug 2017, 08:55

Nettes marketing pro streetscooter und gleichzeitig bashing eines autodinos....

Ford ist ja auch grün geworden, dank chasis lieferung an streetscooter..
ExKonsul leaf blau winterpack ca 34.000 km Spannung und Spass mit Akku und Golfball punktierter Oberfläche zur cw reduzierung....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 40 kwh in 24 monaten
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon acurus » Di 29. Aug 2017, 10:15

Kaylee hat geschrieben:
Außerdem habe ich schon Streetscooter auf den Werksgelände (und in der Werkstatt) eines Mercedes-Vertragshändlers stehen sehen, und auch nicht nur einen. Ich könnte jetzt nur nicht beschwören, ob das schon vor April der Fall war... :?: jedenfalls ohne erkennbare Geheimhaltungsabsicht.
(Und ein GPS-Tracker im Streetscooter überrascht mich irgendwie auch, kenne so etwas höchstens von Oberklasse-Fahrzeugen...)


GPS in einem Flottenfahrzeug überrascht mich nicht.

Das mit der Mercedes Werkstatt ist auch ein guter Punkt: hier in der Gegend läuft Service/Wartung/sonstige Werkstatteinsätze für die Streetscooter über den örtlichen VW Händler. Kann mir also gut vorstellen das woanders Mercedes diese Dienstleistungen erbringt, und auch daher schon Zugriff auf Werkstatt-Dokumente usw hat.

So betrachtet wird die ganze Aufregung noch unverständlicher.
Eine andere Meinung ist kein persönlicher Angriff, und kein Fahrzeug ist das einzig wahre und optimale Fahrzeug!

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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon Pepe-VR6 » Di 29. Aug 2017, 11:03

Der Begriff Spionage in diesem Zusammenhang ist auch völlig daneben.

Hier geht es um State of the art Analyse. Wenn Daimler die Erkenntnisse aus dem Streetscooter jetzt erst für zukünftige Entwicklungen nutzen würde, dann sehen wir solche Erkenntnisse frühestens in 5-7 Jahren in den Fahrzeugen, sprich: Heutige Autos, die frisch auf den Markt kommen, sind in der Entwicklung längst Oldtimer. Die sind meistens fast 2 Produktzyklen voraus.

Übrigens werden die meisten Fahrzeuge für Analysezwecke etc. über Mietgesellschaften geordert. Sixt, Europcar etc. Da gibt es aber halt keine Streetscooter ;)
Der wohl weltweit erste offiziell tiefergelegte Ioniq ;)
Damit es nicht so langweilig wird: Kona Sangl-Nr. 61 bestellt :D
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon Helfried » Di 29. Aug 2017, 11:21

Ich sehe die Geschichte auch halb so wild. Dennoch häufen sich Peinlichkeitsmeldungen bezüglich deutscher Autofirmen in den letzten Monaten rapide.

Man könnte fast ansatzweise meinen, es ginge da eine große Industrie langsam den Bach hinunter.
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon 150kW » Di 29. Aug 2017, 11:36

Logisch häuft sich das, denn derzeit bringt alles Quote wenn es um "Verfehlungen" deutscher Autobauer geht. Da wird auch so eine Nichtigkeit wie die Analyse eines Fremdfahrzeugs aufgebauscht.
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Re: Daimler "ermogelt" sich Streetscooter zum Test

Beitragvon Toumal » Di 29. Aug 2017, 11:37

Pepe-VR6 hat geschrieben:
Der Begriff Spionage in diesem Zusammenhang ist auch völlig daneben.


Also nochmal und ums ganz klar zu sagen: Eine Firma hat bei meinem Arbeitgeber unter falschem Namen ein Produkt gekauft, um es insgeheim zu analysieren. Diese Tatsache ist beschaeftigt jetzt das Gericht.
Wir haben auch noch einen weiteren Fall, da ging es aber darum dass ein Zulieferer einen Exklusivvertrag verletzt hat und an Konkurrenten etwas geliefert hat das er nur uns haette liefern duerfen - aber das ist "nur" Vertragsbruch, da besagter Zulieferer sehr wohl gewusst hat mit wem er da Geschaefte macht.

Dass sich z.b. VW Tesla Model S gekauft hat um sie zu zerlegen ist unerheblich, denn VW hat das ganz einfach normal und ohne falschen Namen bestellt. Selbiges machte z.b. auch Microsoft, die sich regelmaessig neue Apple-Produkte zur Analyse bestellen. Aber eben ohne eine Scheinfirma zu benutzen.

Ob eine Scheinfirma zu benutzen zu Strafen fuehrt kommt auf den Fall an. Blanko-Aussagen ala "ist doch eh normal" sind aber eine Mindermeinung die mit der rechtlichen Situation in Europa nicht im Einklang steht.
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