Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Karlsson » So 3. Dez 2017, 21:30

motion hat geschrieben:
Der Synchronmotor soll langlebiger und energieffizienter als der Asynchronmotor sein, dafür aber seltene Erden enthalten. Stimmt das so?

Nicht ganz. Der permanent erregte Synchronmotor (mit Magneten und seltenen Erden) ist vom Wirkungsgrad besser. Fremderregte Synchronmotoren (Zoe) kommen auch ohne seltene Erden aus, haben dann aber wieder Schleifringe und brauchen eben noch den Erregerstrom. Der Asynchronmotor lässt sich besonders robust und langlebig bauen und kommt ohne seltenen Erden aus. Ich meine er bietet auch einen Vorteil beim breiteren Drehzahlband. Das zusammen mit den wegfallenden seltenen Erden könnte BMWs Motivation sein.

Bennysnaucum hat geschrieben:
Die Karosse vom i3 hält allerdings auch ohne Pflege die nächsten 30 Jahre, zudem soll sie auch gut verwertbar sein.

Wenn der Rest auch so lange hält. Und besser verwertbar als Stahl oder Alu geht kaum. Das presst man zusammen, schmilzt es ein und macht was neues draus.

Ecano hat geschrieben:
Ich dachte immer, Carbon werde energieintensiv hergestellt und lässt sich schlecht bzw. nicht recyceln.

Ja, energieintensive Herstellung und meines Wissens kann man das fast gar nicht recyclen, bzw kann die Fasern nur in sehr minderwertiger Form weiter verwenden.

Bennysnaucum hat geschrieben:
Es wird also Zeit den 3D Stahldruck flächendeckend einzusetzen ;-)

Für Karossen ist 3D Druck völlig ungeeignet. Die bestehende Form aus Stahl- oder Alublechen ist hier schon sehr gut.

Bennysnaucum hat geschrieben:
Es wird kein Weg am Umdenken vorbeiführen.

Der Ruf nach Minimalismus ist nicht neu, damit bis Du allerdings selbst in diesem Forum in der Minderheit. Bei der breiten Bevölkerung sowieso, die wollen jetzt ja alle große SUV. Oder am besten gleich jeder zwei.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Bennysnaucum » So 3. Dez 2017, 22:32

Ja wegen der Recycling Sache nahm ich meine Aussage ja schon zurück.
3D Druck ist bei komplexen Strukturen sinnvoll bei denen es Materialmix und Hinterschneidung gibt die man durch Guss,Schmiede oder Spritzverfahren nicht mehr herstellen kann oder bei Individualteilen bzw. Einzelstück.
Ich glaube auch fest daran das sich hier in den nächsten Jahren viele Felder öffnen werden.
Minimalismus klingt da schon deutlich positiver als Verzicht.

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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon novalek » Mo 4. Dez 2017, 13:12

Um dem Deuteln ein Ende zu machen, sogar mit ganz viel Beladungslast werden die Verbräuche noch geringer.
Und die Uni-Propheten sagen eines deutlich: "die Rekuperation-Wirkung steigt mit der Masse", in Messwerten mit 300kg Zuladung-> I3 = 3,6 // Modell S = 4.1 kWh; wodurch der Mehrverbrauch beim Beschleunigen kompensiert wird.
Gilt sicherlich nicht für Langtrecken.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Bennysnaucum » Mo 4. Dez 2017, 13:30

Das hängt aber denke ich doch weniger vom Gewicht als eher vom Wirkungsgrad ab.
Der i3 Akku ist deutlich kleiner und hat evtl auch einen höheren Ri.
Die Schwungmasse verhält sich auch anders usw.
Stellt sich zudem die Frage bei welcher Geschwindigkeit...
Am Energieerhaltungssatz ändert sich durch mehr Gewicht nämlich gar nichts.
Wenn das MS den Berg hoch 10kwh und der i3 nur 7kwh dann sollte bei annähernd gleichem Wirkungsgrad das Model S auch mehr Rekuperieren.
Fakt ist aber das MS nen schlechteren Wirkungsgrad und mehr Rollwiderstand hat als der i3.


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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Helfried » Mo 4. Dez 2017, 13:36

Das Gewicht ist kein Thema bei E-Autos. Der relativ schwere Ioniq fährt 3000m hohe Pässe mit nur 10kWh pro 100km!
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon flieger_flo » Mo 4. Dez 2017, 15:04

Helfried hat geschrieben:
Das Gewicht ist kein Thema bei E-Autos.


Pauschalaussagen sind immer falsch ;)
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Helfried » Mo 4. Dez 2017, 15:10

Ich habe es aber selbst getestet (siehe anderer Thread mit Großglockner).
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon Odanez » Mo 4. Dez 2017, 15:22

"kein" Thema ist aber auch falsch. Es macht halt deutlich weniger Unterschied als beim Verbrenner, aber es macht einen Unterschied. Und das liegt alleine daran, dass man beim Beschleunigen sowie Bremsen keinen 100%igen Wirkungsgrad hat, und da geht ganz einfach bei einem schwereren Fahrzeug mehr Energie verloren, das ist nunmal die Physik.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon gekfsns » Mo 4. Dez 2017, 20:11

Ich find die Kohlenstoff Karosse eine tolle Sache, bessere Beschleunigung (freude am Fahren) und gute Aussicht auf eine sehr lange Lebensdauer. Sollte es einen Ersatzakku zu einem realistischen Preis geben, dann könnte man das Auto vielleicht wirklich über 20 Jahre fahren, dann spielt auch der höhere Anschaffungspreis keine große Rolle mehr. Finde sowas auch als wichtigen Punkt bei einem EV wo man ja meist nicht nur beim Verbrauch umweltfreundlich sein will.
Ich finde, das hat eine Ähnlichkeit mit dem Audi A2, mit der Alu-Karosse sehe ich immer noch viele davon rumfahren - mir war er damals zu teuer.
Den einzigen Fehler den BMW in meinen Augen macht, sie haben nach dem i3 einfach aufgehört was neues, z.B. einen echten Familienwagen zu bringen. Ein größerer familien- und autobahntauglicher i3 wäre ein Traum gewesen. So musste ich auf den Ioniq ausweichen der ein echt tolles Auto ist, nur 20 Jahre ohne jeglichem Rost traue ich ihm nicht zu.
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Re: Kohlenstoff-Verbund-Karosse - das war's ?

Beitragvon motion » Di 5. Dez 2017, 00:59

Mein Reden. Und ja, der Vergleich mit dem A2 ist nicht abwegig. Beide Autos waren ihrer Zeit vorraus.
Schau dir mal an was der Sprit gekostet hat, als der verbrauchsoptimierte A2 auf den Markt kam.
Gleichzeitig war der Preis in dieser Klasse neu, denn teure Lifestyle-SUVs in der Kompaktklasse gab es noch nicht.

Da Audi nicht genug A2 absetzen konnte (176 000) machte man pro Auto einen Verlust von 7.000€, da die Produktion der Voll-Aluminiumkarosserie so teuer war.

BMW bräuchte den i3 nur um 20-40cm verlängern, schon hätte man einen geräumigen Minivan. Mit genügend Reichweite und 4 vollwertigen Türen.
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