Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon spark-ed » Fr 24. Apr 2015, 06:14

kai hat geschrieben:
Mei hat geschrieben:
Heute könntest Du dich in die Fußgängerzone stellen und ein E-Auto verschenken, es würden nur wenige wollen.

Mindsetting
Presse
Berichterstattung
Nachbarn die überall diese Autos wahrnehmen
Ein Schnelladenetz an Autobahnen
Freier AC-Strom mit 3,7kw überall

DAS muss angegangen werden.


Leider 100% richtig.
Man sieht, daß selbst lukrative Förderprogramme (wie in Frankreich) die träge Masse nur sehr langsam anschieben können.
Was mich tröstet ist die Tatsache, daß ich niemanden kenne der ernsthaft je wieder auf den Verbrenner zurück möchte, wenn er nur lange genug elektrisch gefahren ist.
Dies führt zu einer unaufhaltsamen Entwicklung.
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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon DCKA » Fr 24. Apr 2015, 09:08

@mods kann bitte einer von euch die Kofferraumdiskussion in einen seperaten Thread verschieben?
„Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“

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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon Klebaer » Fr 24. Apr 2015, 10:54

Eine Förderung kann aber auch positiv sein!
1. zusätzlicher Kaufanreiz für bereits überzeugte E-Fans (wie ich einer bin).
2. Die breite Masse bekommt einen weiteren Grund sich mit EV zu beschäftigen und könnten so ebenfalls begeistert werden.

Es dürfte aber nicht als Förderung vermarktet werden, sondern als Umweltbonus oder sowas.
Nissan Leaf Acenta Baujahr 2014 :D
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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon DCKA » Fr 24. Apr 2015, 11:12

Du hast recht, aber dafür muss es sie GEBEN und nicht immer nur REDEN. Politiker reden immer zu viel, teilweise um sich in den Vordergrund zu spielen, teilweise um die Schuld jemand anderem zu geben (oder jemand anders soll es bezahlen - Bund, EU). Einfach mal machen! Herr Ließ fördern sie jetzt (auch wenn er es nur in Niedersachsen umsetzen kann, warum macht er es nicht?) - nicht irgendwann vielleicht unter umständen!
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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon Karlsson » So 26. Apr 2015, 13:29

Mei hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
.....von 90% auf 99% bedeutet 90% weniger Verluste. ....

das wäre dann aber genau eine typische Verbrennerwerbung ;)
"wir haben 5 Mio Forschungsgeld verbraten, um die Verluste um 90% zu verringern"....

Da liegst Du komplett daneben. Sie geben 50 Millionen aus, um die Verluste 2 oder 5% zu verringern. Wenn sie die Verluste des Verbrenners um 90% reduzieren könnten, käme das einer Revolution gleich.

Mei hat geschrieben:
Das heutige Elektroauto krankt nicht an dem Wirkungsgrad, auch nicht an der Leistung, auch nicht an der Reichweite.
Es ist einfach zu teuer.

Ein Kostenproblem hat es auch, ja. Aber das ist nicht der primäre Hinderungsgrund. Der liegt in den miesen Lademöglichkeiten. Schau Dir mal an, wo Du Chademo oder CCS Fahrzeuge laden kannst. Die DC Schnelllader sind so selten, dass viele aus einem 50km Radius gar nicht raus kommen, ohne eine mehrstündige Schnarchladung in Kauf nehmen zu müssen. Dazu sind die Säulen oft belegt, von Verbrennern zugeparkt oder defekt.

Mei hat geschrieben:
Selbst hier im Forum wird nach immer mehr Leistung und mehr Reichweite geschrien.
Das ist nicht gerade förderlich für die EVs.

Nach mehr Leistung wird hier kaum geschrien. Nach mehr Reichweite definitiv! Und die ist auch bitter nötig. Je höher die Reichweite, desto schlechter kann die Infrastruktur sein. Nach Westen habe ich hier den nächsten Chademo Lader in 200km Entfernung. Mit 230km Reichweite ginge das. Mit maximal 150km geht es nicht.

Mei hat geschrieben:
2 Türen, 50PS, Akkumiete 20€/monat, 150km Reichweite, für 15k€.
Natürlich 15k€ mit verwendbarer Ausstattung und nicht wie heute üblich "ab...".


Die Akkumiete ist höher, dafür 88PS und 4 Türen - ist doch nahe dran:

Bild

Jan hat geschrieben:
Verbrenner zerlegen und wieder zusammen basteln hat mir nie Probleme bereitet

Na, sag das nicht...bei modernen Verbrenner steckt so viel drin...das ist nicht mehr der gute alte Käfermotor.
Schon meinen kleinen simplen 2T Motor vom Motorgleitschirm gebe ich demnächst zum Hersteller, um ein Lager auszuwechseln, wo mir die nötigen Werkzeuge zum Einpressen fehlen.
Und bedenke auch, dass Du am E-Motor zwar kaum was tun kannst, es aber auch kaum was zu tun gibt.
Also wenn bei Deinem PC der Arbeitsspeicher aufgerüstet werden soll, kannst Du selbst die Module stecken. Aber reparieren tust Du da auch nichts. Es ist rein nur Teile tauschen. So sieht das beim E-Auto dann halt auch auch mit der Elektronik.
Aber wenn Du vorher Stossdämpfer selbst gewechselt hast, kannst Du das beim E-Auto auch weiterhin tun. Oder irgendwelche Birnchen tauschen oder was am Scheibenwischer reparieren. Vieles bleibt ja auch.

Jan hat geschrieben:
Blackboxen in die man nur noch mit Messgeräten sehen kann, was abgeht. Kenne ich mich leider nicht mit aus.

Die Werkzeuge sind andere. Aber auch die kannst Du bekommen. Das schöne an digitaler Technik ist da ja, dass man was auslesen und diagnostizieren kann. Stell Dir mal analoge E-Technik vor...

Jan hat geschrieben:
Bald gibt es dann z.B. Bausätze für die kühleinspritzung um kurzzeitig bessere Beschleunigungswerte zu erzielen. :)

Ne, das ist ja wie Chiptuning...geht alles nur auf die Lebensdauer.
Man müsste dann schon andere Hardware verbauen. Mehr Zellen, mehr Spannung... aber das ist nicht so einfach mal eben machbar.

kai hat geschrieben:
Beispiel Tesla. Die sind günstiger und besser und haben in der Oberklasse mit 160.000 verkauften Einheiten gerade 1% Marktanteil. Warum ?

- Tesla kann nicht schneller produzieren
- 5er BMW mit 2 Liter Diesel ist schon noch deutlich billiger, da gibts zur Zeit noch keine richtige elektrische Konkurrenz. Erst wenn man Model S mit der S-Klasse vergkeicht, wird er preislich richtig attraktiv.
- die Leute sind auch konservativ. Tesla ist noch neu am Markt, hat sich noch nicht 30 Jahre bewährt. Man weiß auch nicht, wie lange die Akkus dann wirklich halten. Auch ist die Qualität bei Tesla den Berichten nach im Detail nicht wirklich toll.

eDEVIL hat geschrieben:
Der Zoe Kofferaum ist shcon ziemlich klein und nicht mit dem eGolf auf einer Stufe.

Den empfinde ich aber für seine Klasse schon als sehr groß. Passt deutlich mehr rein als in meinen Corsa....bei dem kann man allerdings die Sitze wirklich flach legen und die Rücksitzbank ist geteilt. Hab ich neulich wirklich in 8 Jahren das erste Mal gebraucht, weil Schwiegeromas Rollator nicht ohne Umklappen rein ging und wir zu dritt unterwegs waren.

m.k hat geschrieben:
Naja, ich muss gestehen wenn ich das Geld hätte würd ich vermutlich auch keine Zoe kaufen. Einfach aus dem Grund, das man für das gleiche Geld in 3 Jahren vermutlich mehr bekommt.

Das stimmt wohl. Aber 3 Jahre halte ich nicht mehr durch, das Polster ist langsam aufgezehrt ;)

m.k hat geschrieben:
Jah, trotzdem weiß ich nicht ob ich bei nem Lottogewinn unter 50000€ direkt eins kaufen würde.. :cry:

Würde bei mir quasi gar nichts ändern. Dann muss ich beim Haus halt 50.000€ weniger zu <2% finanzieren. Aber über ist immer noch nichts.

Klebaer hat geschrieben:
Eine Förderung kann aber auch positiv sein!
1. zusätzlicher Kaufanreiz für bereits überzeugte E-Fans (wie ich einer bin).
2. Die breite Masse bekommt einen weiteren Grund sich mit EV zu beschäftigen und könnten so ebenfalls begeistert werden

Genau, die wissen jetzt, dass da was kommt und kaufen deshalb erstmal NICHTS, obwohl sie vorher vielleicht schon drüber nachgedacht haben.
Dann wird da erstmal ein paar Jahre diskutiert, die Leute fahren so lange weiter Verbrenner und am Ende wird der Vorschlag dann doch verworfen weil zu teuer.
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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon e-lectrified » So 26. Apr 2015, 13:52

Karlsson hat geschrieben:
Da liegst Du komplett daneben. Sie geben 50 Millionen aus, um die Verluste 2 oder 5% zu verringern. Wenn sie die Verluste des Verbrenners um 90% reduzieren könnten, käme das einer Revolution gleich.


Und wenn wir dann in der Praxis vergleichen verbrauchen die *BlueMotionichhaballesversuchtabernichtserreicht*-Verbrenner-Pleitemotoren SOGAR MEHR als die alten Fahrzeuge! Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Vergleich zwischen einem alten Golf II-er oder I-er gegen einen hypermodernen BlueMotion-Schlagmichtot Golf. Im Verbrauch hat letzterer ganz klar verloren! Sprich: das ist alles Kundenverärgerung ohne Hand und Fuß!

Schau Dir mal an, wo Du Chademo oder CCS Fahrzeuge laden kannst. Die DC Schnelllader sind so selten, dass viele aus einem 50km Radius gar nicht raus kommen, ohne eine mehrstündige Schnarchladung in Kauf nehmen zu müssen.


Warten wir die Entwicklung 2015 und 2016 mal ab. Ich sehe gar nicht mehr so schwarz!
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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon Karlsson » So 26. Apr 2015, 14:01

e-lectrified hat geschrieben:
Und wenn wir dann in der Praxis vergleichen verbrauchen die *BlueMotionichhaballesversuchtabernichtserreicht*-Verbrenner-Pleitemotoren SOGAR MEHR als die alten Fahrzeuge!


Hatte nen Golf Variant 1.9 TD BJ95 mit 75PS. Der hat in der Praxis immer 7,5 Liter Diesel verbraucht.
Mein Corsa Corsa C 1.7CDTI Bj04 mit 101PS verbraucht im Mittel seit 8 Jahren 5,2 Liter, hat EU4 statt EU2, ist WESENTLICH potenter und auch noch leiser. Vom Innenraum sind Golf 3 und Corsa C in etwa vergleichbar. Er ist auch nur 20kg leichter.
Bei Spritmonitor liegen die neueren Sparmodelle ingesamt nochmal unter meinem Verbrauch. Dann vielleicht so 4,7 im wirklichen Leben.
Also die Katalogwerte werden im Mittel nicht erreicht, aber einen Abwärtstrend gibt es schon.
Wunder sind allerdings keine mehr zu erwarten und die Fahrzeuge werden immer teurer und anfälliger.

e-lectrified hat geschrieben:
Warten wir die Entwicklung 2015 und 2016 mal ab. Ich sehe gar nicht mehr so schwarz!

Wenn es denn so wäre...da wäre mir ein Leaf ja auch lieber als Zoe.
Aber mit den momentanen Chademoladern entlang meiner heutigen Strecken ist die Franzosen-Zicke mit AC Lader wirklich die bessere Wahl trotz Akkumiete. Sieht wenigstens auch besser aus.
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Re: Autobauer bevorzugen Verbrennungsmotor

Beitragvon Jack76 » So 26. Apr 2015, 18:31

Karlsson hat geschrieben:
...Aber mit den momentanen Chademoladern entlang meiner heutigen Strecken ist die Franzosen-Zicke mit AC Lader wirklich die bessere Wahl trotz Akkumiete. Sieht wenigstens auch besser aus.


...und so zickig ist die Französin im täglichen Betrieb auch nicht (mehr)... ;)
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