Ausstieg aus der Kohle.

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Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Jan » Sa 13. Jun 2015, 08:01

Ja, da werde ich dann noch etwas warten müssen, aber dann wird gefeiert. :)

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 37754.html
Zuletzt geändert von Jan am Sa 13. Jun 2015, 08:21, insgesamt 1-mal geändert.
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
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Re: Ausstieg aus dem Öl

Beitragvon Maverick78 » Sa 13. Jun 2015, 08:11

da geht es um Kohle und nicht um Öl. Topic ist falsch.
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Re: Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Jan » Sa 13. Jun 2015, 08:32

Ja stimmt, wobei, erst Holz, dann Kohle, dann Öl. :)
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
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Re: Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Maverick78 » Sa 13. Jun 2015, 18:25

Ein Ausstieg aus Holz macht keinen Sinn. Holz ist CO2 Neutral. Oder wie meinst du das?
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Re: Ausstieg aus dem Öl

Beitragvon Aye up! » So 14. Jun 2015, 06:30

Maverick78 hat geschrieben:
da geht es um Kohle und nicht um Öl. Topic ist falsch.
Na ja, Dekarbonisierung bedeutet, dass bei der "Erzeugung" von Energie kein CO2 mehr entstehen soll.

Maverick78 hat geschrieben:
Holz ist CO2 Neutral.
Ehm... nein. Bei der Holzverbrennung wird CO2 freigesetzt, wenn Du den Baum stehen lässt, wird stattdessen CO2 gebunden.
Selbst wenn Du für jeden verbrannten Baum einen neuen pflanzen würdest, würdest Du den CO2-Fußabdruck sozusagen um eine Baum-Generation verschieben...
Und dann sei da noch der ganze Feinstaub erwähnt, bei der Verbrennung von Holz ganz besonders schlimm.
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Re: Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Maverick78 » So 14. Jun 2015, 09:37

Das ist soweit korrekt Aye up, aber du betrachtest nur einen kleinen Ausschnitt, dieses komplexen Systemes. Die Verschiebung des "CO2-Fußabdruckes" hast du immer, sobald ein Baum, auch auf natürliche Weise, stirbt.
Wo fangen wir an? Nehmen wir als Beispiel eine Buche, gilt aber eigentlch fast für jede Art von Baum.
Eine ausgewachsender Buche bindet kaum noch CO2 langfristig. Das was die Buche noch bindet verliert sie größtenteils im Herbst meist wieder in Form von Laub. DIeses Laub setzt das gebundene CO2 recht kurzfristig wieder frei. Insgesamt sind in einer ausgewachsenen Buche ca 10t CO2 gebunden. Bei der Verbrennung werden aber nur ca 50% frei gesetzt, da nur der obere Teil des Baumes genutzt wird. Die andere Hälfte des CO2 verbleibt in der Wurzel und wird Teil des natürlichen Prozesses.
In einer normalen Holzwirtschaft werden für jeden gefällten Baum 3-4x soviel Bäume gepflanzt, da die Pflanzung deutlich dichter erfolgt und später ausgelichtet wird. Dadurch wird CO2 recht schnell wieder fest gebunden. Durch dieses Prinzip erreicht man einen theoretischen CO2 Kreislauf von max 10 Jahren. Kurzfristig geht dies sogar schneller, da auf den "belichteten" Flächen durch andere Pflanzen die jetzt wachsen können, es sogar kurzfristig schneller gebunden wird.
Das Problem ist aber momentan, das Aufgrund des "Öko-Bewusstseins" der Deutschen aktuell ein Raubbau in der Holzwirtschaft erfolgt. Es wird aufgrund der Nachfrage mehr abgeholzt und verbrannt, wie im gleichen Zeitraum nachwachsen kann. Dazu kommen noch die vielen abgeholzten Flächen, die nicht mehr bewirtschaftet werden, z.b. durch Wohnflächen oder Ackerbau um Raps oder andere Bio-Spritpflanzen anzubauen.
Wenn ich mir die Mengen an Holz anschaue die z.b. in Wittenberg (https://www.swl.de/web/swl/DE/Unternehm ... ftwerk.htm) verfeuert werden, sollte jedem klar sein, das solch eine Holzwirtschaft nicht mehr Gesund für das Klima ist. Die Menge die da verfeuert wird, reicht zu um ca 10000 Einfamilienhäuser mit einem modernen Holzvergaser (samt Feinstaubfilter) zu beheizen.
Und solange das so ist, ist Holz nicht mehr CO2-Neutral, da der gnaze Kreislauf aufgrund dieser Wirtschaft empfindlich gestört ist.
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Re: Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Aye up! » So 14. Jun 2015, 18:52

Du kennst Dich ja doch sehr gut aus... wirkte auf mich um Post davor nicht ganz so...
Ich als Laie behaupte: Natürlich wird bei einem verwesendem Baum CO2 freigesetzt, aber es wird doch relativ Bodennah wieder gebunden, bzw. zu großen Teilen sedimentiert. Solange der Baum steht (oder liegt), ist Lebensraum für viele Tiere.
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Re: Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Maverick78 » So 14. Jun 2015, 20:10

Emm ja Zwangsweise ;) Ich wohne im Wald und hab da ein paar m² Bäume die ich mein eigen nenne ;)
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Re: Ausstieg aus der Kohle.

Beitragvon Heckes » So 14. Jun 2015, 20:33

N'Abend zusammen

Wie ich es auch immer gerne erkläre:
Der verwesende, verbrennende Baum gibt zwar seinen gespeicherten Teil CO2 wieder schnell ab, aber erdgeschichtlich ist der Lebenszeitraum eines Baumes nicht relevant. Deswegen pendelt der CO2-Anteil durch einen hundertjährigen Baum nicht (wesentlich). Die in Kohle oder Öl gespeicherte Menge CO2 ist aus unserem athmosphärischen Gleichgewicht aber schon lange raus. Die Erde hat sich gemerkt, dass es nicht wieder zum Vorschein kommt.
Und nun kommen wir, und setzen das CO2 innerhalb weniger Jahrhunderte wieder frei, welches in Jahrmillionen festgesetzt wurde und seit einiger Zeit schon nicht mehr im Gleichgewicht berücksichtigt werden.

Damit ist auch klar, dass E-Mobilität nicht nur rein wirtschaftlich gesehen werden darf. Erst recht nicht für den Privathaushalt. Für mich ist es ein kleiner Teil, den ich eben nicht wieder freisetze, sondern dessen Freisetzung ich etwas hinauszögern kann.

Bis dahin,
der Jürgen
Wer nicht denken will, fliegt raus.
[Joseph Beuys]

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