Argumente für E-Auto?

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Argumente für E-Auto?

Beitragvon Lisa » Mi 23. Nov 2016, 09:02

Moin!

Vielleicht habt ihr ein paar Ideen, welche Argumente noch ziehen könnten.
Es geht darum wie ich jemanden überzeugen kann, ein E-Auto zu kaufen statt eines Verbrenners.

Der erste Schritt, durch das eigene "Vorleben" ist bereits getan: Es wird immerhin in Betracht gezogen.
Leider sind diese Argumente "dagegen" für mich schwer zu widerlegen:
1. E-Autos sind zu teuer
2. E-Autos sehen sch<piep> aus
3. E-Autos haben eine zu kleine Reichweite

Meine Argumente bisher:
E-Autos sind leise.
E-Autos sind im Unterhalt günstig.
E-Autos sind leicht zu fahren und machen Spass.
E-Autos schaden der Umwelt weniger.

Tatsächlich wird an jedem dieser Argument rumgemäkelt: Da bekomme ich dann sowas zu hören:
Leise? Das ist ja gefährlich, da passieren mehr Unfälle.
Günstig? Da fällt ja Batteriemiete an, und Batterie hält ja nicht lang, sonst gäbe es diese Miete ja nicht.
Spass machen soll das nicht: Mein Sohn soll gesittet fahren, und meine Frau kommt mit der Technik bestimmt nicht zurecht.
Die Herstellung der Batterie macht die Umwelt kaputt.

Diese Argumente konnte ich zum großen Teil leicht mit Fakten erklären und beseitigen, aber da seht ihr schon das Problem:
In dem Moment, wo man jemanden vom Gegenteil seiner Meinung überzeugen muss, hat man schon ein Problem.
So ist die Reichweite bei einer täglichem Strecke unter 30km ja bei keinem Auto ein Problem, doch
"Aber wenn ich damit nach XXX will (1x im Jahr?), dann geht das nicht, und Pausen mache ich grundsätzlich nicht"
Am Ende wird ein Polo mit Diesel gekauft :-( Der ist schön Deutsch, sieht gut aus, stinkt und war billig.
Ich befürchte, ihr kennt das...

Jetzt habe ich das "Problem" erneut:
Da unser "Drilling" es mit "das ist kein Auto" schwer hat, einen potenziellen SUV Fahrer zu überzeugen, bin ich dazu übergegangen, auf eine Probefahrt mit _irgendeinem_ E-Auto zu drängen. Aber auch das ist schon wieder schwierig:
Die Händler haben gar keine E-Autos da: mal eben eine Probefahrt? Wird schwierig. Bei welcher Marke hat man da die besten Chancen?

Wie macht ihr das? Versuchen will ich das jedenfalls weiter...

Uli
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon SL4E » Mi 23. Nov 2016, 09:13

Solche Leute überzeugst du nicht. An meinem Schreibtisch im Büro hock mir so einer gegenüber. Er fährt jeden Tag mit seinem BMW 330xd (3L Diesel + Allrad) 6km zur Arbeit und 6km zurück und wegen 1x pro Woche 130km taugt kein e-Auto für ihn. Davon ist er so überzeugt, ich habe es aufgegeben.
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Mei » Mi 23. Nov 2016, 09:16

Lisa hat geschrieben:
...Wie macht ihr das? ...


gar nicht.
Ich sag wie es ist und wo die Vorteile sind.
Ich lasse mal mitfahren.
Mehr geht eh nicht.
GTE 10/17
iOn 09/16
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon rolandk » Mi 23. Nov 2016, 09:30

SL4E hat geschrieben:
Solche Leute überzeugst du nicht.


+1

sehe ich genauso. Die wollen einfach nicht. Wirst Dich aber wundern, in einigen Monaten/Jahren sind die mit einmal Feuer und Flamme für das Thema.

Ich mache dann auch gerne das Angebot: Stelle in eine Garage einen Clio (oder irgendeinen anderen Verbrenner) und in die andere Garage einen Zoe. Beide Fahrzeuge anlassen. Such Dir ein Tor aus, gehe hinein, und mach dann das Tor zu.

Außerdem: eine Fahrt machen, eine Fahrt machen lassen. Manchmal wirkt das. Wenn auch nur, um den Virus schon mal zu übertragen.

Bezgl.: Preise - Die Kosten würde ich nicht heran ziehen. Momentan ist ein E-Fahrzeug in Anschaffung UND Unterhalt wenn man Glück hat gleich teuer. Einen gebrauchten Diesel kann ein E-Fahrzeug preislich nicht schlagen und das wird sich sicher auch in Zukunft eher sogar verschlechtern. Evtl. bekommt man für den Diesel auch noch Geld dazu.

Wer aber mit Neuwagen rechnet, sollte auf jeden Fall etwas elektrisches in Betracht ziehen.

Langstrecke: ist 'ne Kopfsache. Das ist wie eine Diät, wenn das nicht im Kopf ist, funktioniert es nicht. Langstrecke kann nicht nur der Tesla, auch Leaf, e-Golf und Zoe sind dazu in der Lage.

Wenn der Kandidat wenigstens flexibel ist, dann zu einem Fahrertreffen mitnehmen: Termine stehen im Wiki/Kalender.

Und zuletzt:
Aber, he, was soll's, fahr weiter deinen Verbrenner. Ich müßte sonst damit rechnen, das Du mir die Ladestelle blockierst.

Ach ja.... und dann möchte ich noch ziemlich frei EVDuck zitieren: wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe...

Von daher, wer nicht will......

Roland
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Schneemann » Mi 23. Nov 2016, 09:31

Ich versuche nicht, alle meine Mitbürger zu überzeugen, sondern nur die Interessierten. Und die kommen nicht mit Gegenargumenten, sondern mit Fragen. Wer immer gegen meine Aussagen argumentiert, dem gebe ich noch etwas Zeit. Denn ich kann bestimmte Argumente derzeit nicht entkräften.

Wichtig ist es in dieser Zeit, dass wir mehr Fahrzeuge unters Volk bringen. E-Mobilität ist seit einigen Wochen ein verstärktes Thema in den Medien. Jetzt müssen die Fahrzeuge auch verstärkt im Straßenverkehr auftauchen. Ich sehe mich da als wichtiges Vorbild. Meine Kollegen sehen mein Auto jeden Tag auf dem Parkplatz. Sie sehen also, dass ich es jeden Tag zur Arbeit und zurück schaffe. Die Nachbarn sehen es in der Einfahrt. Aha, er kommt also mit seiner Reichweite hin.

Wenn ich argumentiere, dann setze ich verstärkt auf den Elterninstinkt. Jedes zweite heute Neugeborene hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren. Das geht aber nur, wenn eine gesunde Umwelt auch noch eine Lebenserwartung von 100 Jahren hat. Und dafür müssen wir soviele Emissionen wie möglich abstellen. Die Urenkel meiner Nachbarn, die sie vielleicht noch kennenlernen, könnten das Jahr 2200 einmal noch erleben. So weit denkt heute kein Mensch, aber wenn du es ihnen vorrechnest, kommen die wirklich Interessierten ins Grübeln und hören wirklich zu.

Die E-Mobilität ist ein wichtiger Faktor der Energiewende. Das Potential eines vollkommen emissionsfreien E-Autos ist vorhanden. Wir decken schon jetzt ein Viertel des dafür benötigten Stroms regenerativ ab. Den Rest schaffen wir doch auch noch.

Die gestressten Workaholics und Pfennigfuchser versuche ich nicht zu bekehren. Die wird die Gesellschaft und das System in 10 oder 15 Jahre bekehren. Jetzt gilt es, die wankelmütigen zu überzeugen und ins Boot zu holen.
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

In the year 5555
Your arms hanging limp at your sides
Your legs got nothing to do
Some machine’s doing that for you
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Greenhorn » Mi 23. Nov 2016, 09:40

@ Schneemann
+1
Genau so ist es.
Wenn jemand nur gegen Dich argumentiert will er gar nicht überzeugt werden. Sonst würde er mit Dir diskutieren und nachfragen.
Gruß Bernd
Seit 26.02.15 Leaf Tekna: schon über 65.000 km Erfahrung :-)
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende" (Oscar Wilde)
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Helfried » Mi 23. Nov 2016, 09:46

Argumente sind alle minder wichtig bzw. ziehen ohnedies nur mangelhaft.

Schenkt einem potentiellen Kandiaten DriveNow (BMW i3)-Gutscheine, das macht schnell süchtig! Oder nehmt ihn einfach mit auf eine Testfahrt!
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Buschmann » Mi 23. Nov 2016, 09:56

Lisa hat geschrieben:
Leise? Das ist ja gefährlich, da passieren mehr Unfälle.
Frühe wurde mir gelehrt nach rechts und links zu sehen.

"Aber wenn ich damit nach XXX will (1x im Jahr?), dann geht das nicht, und Pausen mache ich grundsätzlich nicht"
Ein Kollege von mir sagt auch, das ein Auto in einer Tour bis nach Spanien fahren können muss, weil er dort hin in den Urlaub fährt.

Jetzt habe ich das "Problem" erneut:
Da unser "Drilling" es mit "das ist kein Auto" schwer hat, einen potenziellen SUV Fahrer zu überzeugen, bin ich dazu
Ich bin dazu übergegangen überhaupt nicht mehr zu diskutieren oder jemanden überzeugen zu wollen. Warum sollte ich mir das überhaupt antun. Ein anderer Kollege hat einen Pathfinder gekauft. Auf meine Frage hin, warum er solch eine Kiste fährt, erklärte er mir, das er einmal in Jahr Holz aus dem Wald holt. Das ginge mit seinem alten Auto nicht. Letztens hatte er sich geärgert, das er ein neues Radlager brauchte und nur die Teile gut 500€ kosten sollten. Letztlich fährt er das Auto aber, weil seine Jagdfreunde auch Geländewagen fahren und man da mitziehen will und auch noch etwas grösser zeigen will.


Wie macht ihr das? Versuchen will ich das jedenfalls weiter...

Uli


Du kannst die meisten Leute nicht von ihrer Meinung abbringen. Die Meinung derer ändert sich, wenn es schmerzt. Entweder im Geldbeutel oder weil man merkt das man plötzlich keine Parkplatz mehr findet weil die Karre zu groß ist. Wenn "vernünftige" Fragen kommen, beantworte ich die gerne. Sobald aber jemand mir blöde kommt, breche ich die Unterhaltung ab. Hier im Landkreis wurde an vielen Stellen Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet. Die Begründung ist Baumunfälle und viele Tote in den letzten Jahren. Da gibt es doch nun allen ernstes Leute welche nun der Meinung sind, das die Strassenbäume gefällt werden müssten, weil die zu gefährlich sind. Das muss man nicht weiter diskutieren.

Der Zoe ist ein Kleinwagen und für "meinen" Alltagsbetrieb und unsere Privatfahrten ausreichend. Mehr Auto benötige ich nicht. Ich muss mich auch anderen gegenüber nicht erklären weshalb und wieso ich elektrisch fahre. Ich muss keine Überzeugungsarbeit leisten. Das die E-Mobilität kommt, ist langsam erkennbar. Wenn die ersten Städte die Verbrenner verbannen, wird der Umstieg schneller gehen. Deutschland wird da aber nicht der Vorreiter sein! Dafür wird schon von politischer Seite her gesorgt, die Lobbyisten habe da noch viel mitzureden.
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Herr Fröhlich » Mi 23. Nov 2016, 09:58

Überzeugen ist viel zu groß aufgehangen und frustriert dich auf Dauer.
Informieren und mit gutem Wissen und Spaß voran gehen.
Wie oft sehe ich dann in erstaunte Gesichter, die überrascht sind: "Wie ... der braucht gar kein Öl" !!??
"Wie, du tankst in deiner Garage"!!?? Ach, du bekommst den Strom vom Dach..... das geht !1??
"Eine Spule die sich um einen Magneten dreht..... damit kann man fahren"!!??
Ich sage am Liebsten einfach nur: "Also in der Praxis ist es so einfach und angenehm zu fahren"!

Ja, im Moment höre ich immer wieder das Argument, so ein eAuto wäre genau so umweltschädlich :shock:
Die Autolobby spielt halt alle Trumpfkarten aus die sie zu haben glaubt.
Allein die Information, dass einige Länder den Komplettausstieg planen, schreckt viele auf und macht die Ernsthaftigkeit deutlich.
"Ja dann müsste ich mich mal informieren!! :idea: das ist ja interessant..... jetzt mit 400km Reichweite boaarr, das hört sich aber gut an !

Und das es ein paar "Ewiggestrige" immer noch glauben die Welt sei eine Scheibe ......... 8-)
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Re: Argumente für E-Auto?

Beitragvon Poolcrack » Mi 23. Nov 2016, 10:05

Noch ein Argument gegen Dieselfahrzeuge: "Dem drohen Fahrverbote." Siehe z.B. Paris oder Düsseldorf.
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >85.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,8 kWh/100 km im BC (=netto)
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