Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon motion » Mi 25. Okt 2017, 15:00

Odanez hat geschrieben:
Ein leichter Fuß ist für alle Faktoren zum Vorteil, beim Beschleunigen, Bremsen, für den Verbrauch, und für die Reifen. Das kann man denke ich beim E-Auto recht pauschal behaupten


So ist es. Außerdem, wenn man stärker beschleunigt ist das besonders bei regenasser Fahrbahn auch lauter.
Ds gleichte trifft aus das starke Bremsen zu.
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon ganderpe » Mi 25. Okt 2017, 18:01

mir kommt in den sinn:
normalerweise vergleiche ich den energieverbrauch über eine bestimmte strecke.
die kinetische energie ist nur die halbe wahrheit.

zwei fahrzeuge starten an derselben pisition, das eine mit 10 kW das andere mit 60 kW. beim fz mit 10 kW braucht eine rel. grosse strecke, bis die sollgeschwindigkeit erreicht ist, das mit 60 kW erreicht den sollspeed viel schneller, muss dann noch mit diesem speed fahren, bis es die selbe distanz zurückgelegt hat:
- aus der sicht des luftwiderstandes braucht das 10 kW fz weniger energie, um dieselbe strecke zurückzulegen.
- rollwiderstand wird auch fast identisch sein


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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon iOnier » Mi 25. Okt 2017, 18:11

ganderpe hat geschrieben:
- aus der sicht des luftwiderstandes braucht das 10 kW fz weniger energie, um dieselbe strecke zurückzulegen.

Und auch aus "elektrischer Sicht" braucht es weniger, denn bei 60 kW fließt (deutlich) mehr Strom als bei 10 kW - die Ohm'schen Verluste (Wärmeentwicklung bei Stromfluss über Widerstand) aber steigen im Quadrat mit der Stromstärke!

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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon ganderpe » Mi 25. Okt 2017, 18:17

sehe ich anders.
aus elektrischer sicht braucht es auch eher mehr bei 60 kW

das mit der verlustleistung stimmt, aber bei 60 kW ist die zeit kürzer...
und energie = leistung * zeit

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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Helfried » Mi 25. Okt 2017, 18:41

ganderpe hat geschrieben:
- aus der sicht des luftwiderstandes braucht das 10 kW fz weniger energie, um dieselbe strecke zurückzulegen.


Das ist klar, aber bis ca. 60 km/h ist der Unterschied kaum der Rede wert, ob man nun jetzt noch ein wenig langsamer fährt/beschleunigt oder nicht.
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon E-lmo » Mi 25. Okt 2017, 19:11

Laut meinen Verbrauchsfahrten ist der Verbrauch bei Geschwindigkeiten unter 35 km/h messbar höher als beim Bestpunkt von ca 35 km/h. (Zumindest beim e-up und bei konstanter Geschwindigkeit)
Von daher würde ich annehmen, dass folgende Strategie auf den geringsten Verbrauch hinausläuft:

Zügiges Anfahren von 0-30km/h mit nahezu Vollgas, um den ungünstigen Geschwindigkeitsbereich schnell hinter sich zu lassen.
Von 30 bis zur Wunschgeschwindigkeit den Druck auf das Strompedal langsam zurücknehmen, um die ohmschen Verlusste zu minimieren.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon iOnier » Mi 25. Okt 2017, 19:56

ganderpe hat geschrieben:
das mit der verlustleistung stimmt, aber bei 60 kW ist die zeit kürzer...
und energie = leistung * zeit

Ja, aber das geht linear - der Anstieg der Ohm'schen Verluste mit dem Strom jedoch wie gesagt quadratisch, hat also den größeren Effekt.

Eine Rolle spielt aber in der Tat auch der "Grundumsatz", wie der Mediziner oder der Biologe sagen würde, also die Energie, die das Auto quasi zur "Selbstverwaltung" schon im Stand verbraucht. Das schlägt natürlich um so mehr zu Buche, je langsamer man fährt.

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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Enagon » Mi 25. Okt 2017, 20:00

1. Die Verlustleistung geht mit der Energie (kW) im Quadrat ein. Mit anderen Worten der Motor und die Batterien sind ineffizienter als bei geringerer Leistung.

2. Wenn du langsam anfährst, dann bist du länger im langserem Geschwindigkeitsbereich, also (aufgrund des früher eintreffenden höheren Tempos) verbrauchst du weniger Energie.

Aber mal Hand auf das Auto, wenn interessieren diese paar Wh?

Gruß,
Colin
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon Kelomat » Mi 25. Okt 2017, 20:17

Enagon hat geschrieben:
Aber mal Hand auf das Auto, wenn interessieren diese paar Wh?

+1

Der Unterschied wird sich wirklich nur auf ein paar Wh begrenzen. Die ganzen Verluste die hier angesprochen wurden sind nichts im Vergleich zum Reifenverschleiß
iOnier hat geschrieben:
Ja, aber das geht linear - der Anstieg der Ohm'schen Verluste mit dem Strom jedoch wie gesagt quadratisch, hat also den größeren Effekt.
.

Der Ohmsche Widerstand im E-Motor mit 80kW ist so ca. bei 0,5-1 Ohm (oder noch geringer). Also fällt er auch nicht ins gewicht.
Ein E-Motor hat einen großen Induktiven Blindwiderstand. Der ist aber je nach Betriebszustand (Drehzahl, Frequenz,...) unterschiedlich :klugs:
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Ampelstart schnell o. langsam?Was braucht mehr Energie?

Beitragvon iOnier » Mi 25. Okt 2017, 21:43

Enagon hat geschrieben:
1. Die Verlustleistung geht mit der Energie (kW) im Quadrat ein.

Falsch, mit dem Strom (Ampere, A). Sonst würden Überlandleitungen glühen. Tun Sie aber nicht, weil durch die hohe Spannung trotz der hohen übertragenen Leistungen die Stromstärke vergleichsweise gering gehalten wird.
Mit anderen Worten der Motor und die Batterien sind ineffizienter als bei geringerer Leistung.

Das stimmt dann wieder, da bei gegebener Spannung (hier: der Fahrbatterie) die Leistung direkt proportional zum Strom ist.
Aber mal Hand auf das Auto, wenn interessieren diese paar Wh?

Jeden, dessen Auto noch einen Spielzeugakku hat (wie eben mein Drilling) ...

Gruß
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Zuletzt geändert von iOnier am Mi 25. Okt 2017, 21:55, insgesamt 2-mal geändert.
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