ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz unserer

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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon ederl65 » Mi 21. Mär 2018, 11:28

@Vanellus
Du hast recht. Ich war in meiner Argumentation teilweise zu ungestüm. Sorry!
Zuviel ist nicht genug. ;)
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon JoDa » Mi 21. Mär 2018, 12:05

@Vanellus
Danke für deine Mühe.
In deinem Link steht am Schluss:
"Kritik, Lob, Anregungen? Schreiben Sie uns: redaktion.motorwelt@adac.de "
Würde deinen Bericht an deiner Stelle den ADAC schicken.

@ All
Lese auch keine Berichte in den deutschen Medien mehr.
In Österreich ist die Berichterstattung kaum besser.
Wenn mich einer fragt ob ein Elektroauto umweltfreundlicher ist als ein Verbrenner, dann sage ich einfach:"Ja! Schon heute, und in Zukunft mit Ökostrom noch viel mehr. Wenn dus nicht glaubst, dann schau einfach im Internet auf die Seiten des Umweltbundesamtes."
Österreich: Ökobilanz alternativer Antriebe
Deutschland: Umweltbilanz von alternativen Antrieben
Leider hat das österreichische und das deutsche Umweltbundesamt erst Ende 2016 entsprechende Studien veröffentlicht.
Seitdem wird selbst in den deutschsprachigen Medien nur mehr selten behauptet das das Elektroauto umweltschädlicher ist.
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Turbothomas » Mi 21. Mär 2018, 14:03

Off Topic
Seit froh dass ihr die Krone habt. Da werden Themen angesprochen die bei uns unter dem Teppich gehalten werden. Und wenn man anregt im Nachbarland zu lesen werden die Kommentare nicht freigegeben (Focus, Zeit, FAZ).
Ciao
Thomas
- Standard AC43kW-Normalladung für alle!
- 22kW AC als Notfalllader, darunter nicht notfalltauglich!
- Wer DC-Lader (CCS) kauft unterstützt die Abzocke zukünftiger E-Mobilisten
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Vanellus » Mi 21. Mär 2018, 17:05

JoDa hat geschrieben:
@Vanellus
Danke für deine Mühe.
In deinem Link steht am Schluss:
"Kritik, Lob, Anregungen? Schreiben Sie uns: redaktion.motorwelt@adac.de "
Würde deinen Bericht an deiner Stelle den ADAC schicken.



Das habe ich am Montag gemacht. Und heute eine Antwort erhalten. Ich will nicht indiskret sein und sie hier veröffentlichen. Nur soviel: dort ist Stress. Zumindest aufgrund einer größeren Anzahl von E-Mails. Denn die Antwort besteht aus flüchtig angepassten Textbausteinen, die in meinem Fall zwei Fehler enthalten, wo Dinge zurück gewiesen werden, die ich nicht behauptet habe.
Ich verstehe es ja menschlich, weil ich sowas beruflich kenne. Da kommen plötzlich hunderte E-Mails zum gleichen Thema. Eine Antwort geht nur per Textbaustein. Aber wer soll einen Unfug veröffentlicht, darf sich nicht wundern.

Hier meine Antwort:
Sehr geehrter Herr XY,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Eine Aussage, der ADAC spiele mit falschen Karten, habe ich nicht gemacht.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass der ADAC „gegen Elektroautos“ wäre. Das muss jemand anderes gewesen sein. Ich habe alle Artikel in der Motorwelt dazu gelesen.

Es bleibt dabei, es handelt sich um eine CO2-Bilanz, was ja ok ist, nur sollte man es nicht Ökobilanz nennen, weil dazu deutlich mehr gehört. Z.B. die Frage, wer denn in der Stadt Stickoxide emittiert, was in der aktuellen Diskussion um Fahrverbote von größerer Aktualität gewesen wäre.

Das Hauptversäumnis Ihrer Studie ist m.E. dass mit dem Strommix von 2013 gerechnet wurde. Sie versuchen zwar zu erklären, wie es dazu gekommen ist, aber: Die aktuellen Zahlen für 2017 hat das UBA veröffentlicht und zwar ohne einen Vorbehalt. Selbst wenn Sie nur die Zahlen von 2013 hätten nehmen können, ändert das aber nichts am Grundproblem: diese Zahlen sind veraltet und alle Rechnungen, die darauf basieren sind es ebenfalls. Dies ist umso gravierender, als Ihre Top-Meldung: "Das Elektroauto ist nicht immer klimafreundlich!“ sich ausschließlich auf die obere Mittelklasse bezieht und hier nur auf den Einsatz des Strommixes. Der aber ist heute ganz anders. Und zwar nicht um Stellen hinter dem Komma, sondern um 50% besser als 2013.
Ich habe nicht behauptet, dass Elektromobilität „der Weisheit letzter Schluss“ sei, aber ich kenne derzeit kein besseres Konzept und besser als die Verbrennung von Erdölprodukten im Einwegverfahren ist sie allemal.

Der ADAC ist mit dieser Veröffentlichung seiner Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit leider nicht gerecht geworden. Sie schadet dem Ruf und der Glaubwürdigkeit des ADAC erheblich. Bringen Sie eine Korrektur in der nächsten Motorwelt.

Auf meine anderen Einlassungen gehen Sie leider nicht ein.

Mit freundlichen Grüßen,
Zoe Zen seit 10.7.2013, perlmuttweiß
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon motion » Mi 21. Mär 2018, 21:15

Da steht es schwarz auf weiß. Bei CNG erst ab 70.000km. :)

Nur, man kann auch mit regenerativen CNG fahren. Und dann gewinnt das E-Auto auf Lebenszeit nicht, was den CO2-Austoß betrifft.

Bild

Umso größer das E-Auto (größere Batterie) ist, desto besser ist die Klimabilanz bei CNG, bei einem gleich großen Auto.

Ich sehe, alles richtig gemacht. :) Ganz entspannt zurücklegen, bis die interessannten E-Modelle verfügbar sind.
Von den Kosten liegt man auch sehr gut. :P :P :P
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Vanellus » Mi 21. Mär 2018, 22:36

Du hast aber schon mitbekommen, dass die Zahlen für das E-Auto mit Strommix falsch sind? Es liegen die veralteten Zahlen für den Strommix von 2013 zugrunde.
Ich könnte ja auch mal auf der Grundlage der Benzinpreise von 2000 (ein €/l) beweisen, dass man mit Benzin heute am billigsten fährt :roll:

Das heißt: schon in der Kompaktklasse hat das E-Auto bereits nach 23.000 bis spätestens etwa 40.000 km einen CNG-Wagen überholt weil die CO2-Emission beim E-Auto niedriger ist als bei CNG. Es ist zu erwarten, dass jedes E-Auto diese Fahrleistung erreicht.
Zu der von dir gezeigten ADAC-Tabelle: die Zahlen für Elektro (100% regenerativ) stimmen, die für Elektro (Strommix) liegen deutlich niedriger als angegeben.
Bei der oberen Mittelklasse allerdings unter dem Vorbehalt, dass man bei Benziner und Diesel einen Mercedes E-Klasse herangezogen hat und als Elektro-Vergleichsmodell das Tesla Model X, was irgendwie nicht dieselbe Fahrzeugklasse ist. Diese Tabelle (obere Mittelklasse) ist also vollständig falsch.

Wie du zu der Aussage kommst: "Umso größer das E-Auto (größere Batterie) ist, desto besser ist die Klimabilanz bei CNG, bei einem gleich großen Auto." verstehe ich nicht, denn CNG wurde nur in der Kompaktklasse zum Vergleich herangezogen.
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon motion » Mi 21. Mär 2018, 23:10

Schauen wir mal. Weniger Atomkraft (was gut ist), aber sonst kann man von keiner Wende sprechen.
Der Grund ist weiterhin der hohe Anteil von Kohlekraft.

Bild

Bild

Na ein Tesla hat nun mal einen grö0eren Akku als ein e-Golf. Und demnach ein schlechte CO2-Bilanz, weil Herstellung mehr Energie benötigt. Ganz einfach oder?
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Alex1 » Do 22. Mär 2018, 00:26

Wäller hat geschrieben:
Tja, was ist von einer "Industriehure" wie dem ADAC sonst zu erwarten?
Wo Du Recht hast, hast Du Recht :mrgreen:
Herzliche Grüße
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Alex1 » Do 22. Mär 2018, 00:33

motion hat geschrieben:
Schauen wir mal. Weniger Atomkraft (was gut ist), aber sonst kann man von keiner Wende sprechen.
Der Grund ist weiterhin der hohe Anteil von Kohlekraft.
Naja, von 45 auf 40%-Punkte sind schon mal 11% Reduktion. Das ist doch schon beachtlich. Trotz hinhaltenden Widerstands von Mutti gegen die EU-Beschlüsse :evil:
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Re: ADAC vom 20.März 2018:Die erste Studie zur Ökobilanz uns

Beitragvon Poolcrack » Do 22. Mär 2018, 10:38

motion hat geschrieben:
Schauen wir mal. Weniger Atomkraft (was gut ist), aber sonst kann man von keiner Wende sprechen.
Der Grund ist weiterhin der hohe Anteil von Kohlekraft.

Wenn ich aber auf Deine Zahlen schaue, die von zwei unterschiedlichen Quellen stammen, sehe ich, dass die Stromerzeugung aus Braunkohle von 162 TWh auf 134 TWh, aus Steinkohle von 124 TWh auf 83,3 TWh und aus Erdgas von 66 TWh auf 45,6TWh zurückgegangen ist. Das wäre sehr erfreulich. Aber leider bezieht sich die erste Statistik auf die Nettostromerzeugung und die zweite auf die Bruttostromerzeugung. Somit nicht vergleichbar. Aber eines kann man doch sehr schön herauslesen: Wenn die fossilen Energieerzeuger nicht bevorzugt ins Netz eingespeist würden, hätten wir einen viel saubereren Strommix in Deutschland.

motion hat geschrieben:
Na ein Tesla hat nun mal einen grö0eren Akku als ein e-Golf. Und demnach ein schlechte CO2-Bilanz, weil Herstellung mehr Energie benötigt. Ganz einfach oder?

VW bezieht die Zellen aus Fernost mit einem wahrscheinlich sehr deutlich schlechterem Strommix als Tesla in der Gigafactory. Der CO2 Anteil könnte bei VW sogar größer sein. Aber ohne Zahlen kann man da viel behaupten.
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