Ab wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon bm3 » Mo 6. Jun 2016, 08:40

Das frage ich mich auch immer wieder, 500km am Stück müssen gehen und wenn die dann irgendwann gehen kommt der Nächste mit 1000km am Stück. :lol:
Wenn jetzt ab 2017 der Opel Ampera-e hier kommt und der ist ja nicht ganz so teuer wie die Teslas bisher, dann gehen ja schonmal wenigstens 300-400 km am Stück. ;)
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Poolcrack » Mo 6. Jun 2016, 08:41

Er hat schon Recht, dass, was die Lebensdauer betrifft, bei angenommener gleicher Zellchemie kleinere Ladehübe besser sind als Vollzyklen. Aber derzeit würde ich eher nach 200.000 - 250.000 km eine neue Batterie einplanen als ein Tesla Model S fahren. Einfach weil ich mir ein Oberklassenauto nicht leisten kann. Für sichere 110 km (auch im Winter bei -15 Grad und/oder einer zusätzlicher Stunde im Schnee-Stau) bieten sich derzeit der Leaf 30 kWh oder der i3 mit der größeren Batterie an. Dafür braucht man aber eine Lademöglichkeit beim oder in der Nähe vom Arbeitsplatz (falls man nicht unterwegs laden kann/möchte). Oder man ist nochmal 2-3 Jahre geduldig und wartet auf den Tesla Model 3.
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Schneemann » Mo 6. Jun 2016, 09:21

Das ist aber auch zu einfach, eben schauen, dass man am Arbeitsort eine Steckdose findet. Die Dinger sind auf Pendlerparkplätzen und ähnlichem auch nicht mal eben vorhanden. Und wer bezahlt den Strom dann? Beim täglichen Laden von 10kw/h und mehr kommt ja auch etwas zusammen. Und wie sieht es im Schadensfall beim Laden aus? Kabelbrand oder was auch immer.

Ich glaube nicht, dass das mal eben so zu machen ist. Und wenn es in der Nähe der Firmeneingangstür eine Steckdose gibt und man darf die benutzen, ist man sich des Neids der Kollegen sicher, die 5 Minuten vom Parkplatz zum Büro laufen müssen.

Ich halte diese Argumentation für zu einfach. E-Mobilität erfordert beim aktuellen Stand der Technik auch ein entsprechendes Fahrprofil, sonst wird aus dem hier viel gelobten Fahrspaß schnell Verdruss auf die neue Technik.

Bei einem täglichen Arbeitsweg von 200km (ist eher ungewöhnlich, aber kommt halt vor) würde ich noch nicht umsteigen.
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Poolcrack » Mo 6. Jun 2016, 09:37

Wenn der Arbeitgeber wenigstens einen Stellplatz zur Verfügung stellt mit einem Stromanschluß, dann könnte eine Ladesäule mit einer Abrechnung durch TNM aufgestellt werden. Für den Arbeitbgeber ein minimaler Aufwand mit sehr geringen Investitionskosten. Durch die Abrechnung ist die "Gerechtigkeit" hergestellt. oder einfach pauschal abrechnen und direkt vom Lohn abziehen, je nach Mitarbeiter (z.B. 230 Arbeitstage * x kWh * y €/kWh / 12 Monate, dabei die x kWh als mittlerer Jahresverbrauch schätzen, z.B. NEFZ *1,4).
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Mikele416 » Mo 6. Jun 2016, 09:39

Schneemann hat geschrieben:
Bei einem täglichen Arbeitsweg von 200km (ist eher ungewöhnlich, aber kommt halt vor) würde ich noch nicht umsteigen.

Ich schon! Und bei mir sind's 220 km... :-)


Viele Grüße, Michael
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Schneemann » Mo 6. Jun 2016, 10:12

So verschieden sind wir. ;-) In meiner Situation wäre das ein gewaltiger Aufwand, weil ich nicht mal eben so eine Lademöglichkeit bekommen würde. Aber da ich nur 70km insgesamt habe, ist es für mich problemlos machbar.
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Cavaron » Mo 6. Jun 2016, 10:19

Hi dslonly,
dslonly hat geschrieben:
Ich interessiere mich für Elektroautos, weiss aber nicht wie und wo man sich informieren kann ... Gibt es irgendwelche bekannten Blogs, die über E Autos berichten, wo man die neuen Entwicklungen der Branche beobachten kann?

Deutsche Blogs kann ich nur bedingt empfehlen, selten kommt mal was Gutes auf:
http://www.heise.de/autos/thema/alternative-Antriebe
ich lese meist englisch:
http://insideevs.com/
http://greencarreports.com/

dslonly hat geschrieben:
...zur Zeit ist das einzig sinnvolle ein Plug In Hybride, weil ausser Tesla scheinbar kein anderer Anbieter ca. 500 km Reichweite erreicht...

Das kommt sehr auf das persönliche Fahrprofil an. Ich z.B. pendle unter 50 km in der Woche und fahre alle zwei bis vier WE mal Bekannten, die 200 km entfernt wohnen (einfach). Das geht mit den heutigen Reichweiten und einer Ladepause schon sehr ordentlich.
Ende dieses und Anfang nächsten Jahres kommen erst mal die 300 km "Knacker" (Opel Ampera-e, Leaf 2, 2018 dann Tesla M3 mit noch etwas mehr). Derzeit gibt es wirklich nur Tesla S, X und BYDe6 in Deutschland, die an die 500 km ran kommen. Aber braucht man die wirklich so oft ohne Pause?
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon jonn68 » Mo 6. Jun 2016, 10:25

Die 500km werden immer genannt, weil die Meisten damit auch in den Urlaub fahren wollen und mit der derzeitigen Ladesituation ist das einfach schwierig, zuwenige Schnelllader, unklare Abrechnungssystem...

Vielen würde mit 300km mit einem Auto für eine Familie und 2 Kinder und einer Pause von 30min sehr gut klarkommen, weil nach 300km sollte man spätestens eine Pause machen. Aber schaut euch mal die Autobahnnahen Ladestellen aus?

Da brauchen wir schnellstens Investitionen, für die restlichen 98% der Fahrten würde Autos mit 150km reichen. Bei meiner ersten Arbeitsstelle bin ich aber auch 7 Jahre jeden Tagen 50-75km einfach gependelt, Lademöglichkeiten hätte es auf dem öffentlichen Parkplatz auch nicht gegeben.
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Guin » Mo 6. Jun 2016, 11:24

rolandk hat geschrieben:
Einfache Pendelstrecke 100km? Bist Du sicher, das Du am richtigen Ort wohnst?
Ansonsten eben sehen, das man am Zielort eine Steckdose findet. Die normale Arbeitszeit reicht in der Regel aus um den Wagen selbst über Schuko zu laden.
Dem Akku ist das letztlich ziemlich egal. Natürlich wirken sich Ladezyklen aus. Das ändert sich aber nicht zwangsläufig über einen größeren Akku.

Roland

Ja, ich wohne in einer "ungünstigen" Ecke. Umziehen ist nun mal nicht immer eine Option.
Eine Steckdose steht mir leider nicht zur Verfügung. Erst in ca 2 Jahren, wenn die Firma in ein eigenes neues Gebäude zieht, sind Aussensteckdosen vorgesehen. Dem Ampera-E will ich dennoch eine Chance geben. Die 200 Meilen sind ja nicht NEFZ, sondern ein etwas praxistaublicherer US Standard, oder? Das sind dann grob 320 km, von denen man dann hoffentlich um die 300 km nutzen kann. :)
Bei NEFZ kann man getrost 1/3 abziehen.

Ein etwas zu großer Akku ist schon gut bei meinem Profil. Hätte ich nun einen Drilling, bekäme dieser zwei mal am Tag eine volle Ladung. Ein mittlerer Tesla nur alle 2 Tage. Der Akku altert dann ladebedingt nur noch ein Viertel so schnell (gerade dann, wenn ich im mittleren Ladebereich bleibe).
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Re: AB wann Reichweiten von minimum 500km erreichbar?

Beitragvon Rudi L. » Mo 6. Jun 2016, 11:38

Mit einem Verbrenner realisiere ich Reichweiten bis zu 1000km, normal sind aber 600km mit einem Verbrenner.

Nun schaffe ich mit einem Elektroauto bereits um 350-400km, das reicht in 95% der Fälle aus. Für die restlichen 5% sollte das Auto aber auch taugen, erst recht für das Geld. Das denken die meisten potentiellen Käufer.

Daher, die Kapazität muß noch deutlich höher werden. 90kwh ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Pausen ja, aber die möchte ich bestimmen und nicht vom Auto vorgegeben bekommen, wie es derzeit leider der Fall ist.
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