Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon Ahvi5aiv » Sa 9. Jan 2016, 01:03

energieingenieur hat geschrieben:
Es gibt Dinge, die man sicht nicht vorstellen kann, bis sie passieren... Heute ein kurzer Bericht aus der Praxis: Es heißt ja immer so schön, dass die Typ2-Dosen sicher sind und Spannung erst anliegt, wenn die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule funktioniert hat.

Das war nicht zufälligerweise auf einem größeren Parkplatz in Wunstorf an einem gewissen "Vollversorgerladen?"

2) Vertraut trotz der ganzen Technik und Normgebung nicht darauf, dass eine Typ2-Dose in einer Ladesäule spannsungsfrei ist, solange kein Fahrzeug dranhängt.

Sollte man sowieso nie. Ich hatte schon klebende Schütze.
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 9. Jan 2016, 06:18

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Ich hatte schon klebende Schütze.

Wäre kein Problem, wenn das Auto das Laden verweigert, wenn schon Spannung anliegt obwohl vom Fahrzeug die Ladung noch nicht angefordert wurde. Dann wäre das jeweilige Fahrzeug das sogenannte Entdeckerauto und der Fahrer würde die Dose als defekt melden können. Dieses Verfahren wird bei der Eisenbahn u.a. bei Bahnübergangsanlagen auf Nebenstrecken angewendet. Das ist dann der Entdeckerzug. Ob das Laden vom Auto verweigert wird, wenn die Spannung zu früh anliegt, habe ich noch nicht geprüft.
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon Berndte » Sa 9. Jan 2016, 11:11

Wenn Netzspannung auf der Dose ist, dann erscheint beim Zoe SOFORT das rote Blinklicht am Ladeanschluss!
Außerdem knistert es evtl. beim Einstecken ein bisschen, da sich die Kondensatoren aufladen.

Also Zoe als Dosentester kaufen ;)
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon Elektrofix » Sa 9. Jan 2016, 11:44

Berndte hat geschrieben:
… Also Zoe als Dosentester kaufen ;)
Typisch, erst so eine Dreckslader mit Gleichspannungsrückführung ins Netz konstruieren, dann Spannungs- und PE-N-Überwachung einbauen müssen, damit das ganze auch funktioniert :mrgreen:
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon Ahvi5aiv » Sa 9. Jan 2016, 13:22

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ahvi5aiv hat geschrieben:
Ich hatte schon klebende Schütze.

Wäre kein Problem, wenn das Auto das Laden verweigert, wenn schon Spannung anliegt obwohl vom Fahrzeug die Ladung noch nicht angefordert wurde. Dann wäre das jeweilige Fahrzeug das sogenannte Entdeckerauto und der Fahrer würde die Dose als defekt melden können. Dieses Verfahren wird bei der Eisenbahn u.a. bei Bahnübergangsanlagen auf Nebenstrecken angewendet. Das ist dann der Entdeckerzug. Ob das Laden vom Auto verweigert wird, wenn die Spannung zu früh anliegt, habe ich noch nicht geprüft.

Manche Laien meinen das es ausreicht das man den Lichtschalter aus schaltet um eine neue Leuchte zu installieren.

Es ist doch so, das manche Leute gerne mal auf eine Prüfung verzichtet, weil vielleicht das Prüfgerät das die Spannungsfreiheit feststellen soll nicht zur Hand ist.
In dem Fall, das da doch sowieso nur Strom drauf ist wenn ein Auto dran steckt und nicht der Finger, wird gerne vergessen, das ein Defekt im Gerät (klebendes Schütz) diese Leute gerne mal "evolutionär" aussortiert.
Daher halte ich Aussagen wie, da kann nix passieren, weil das wird nur eingeschaltet wenn ... für gefährlich. Nicht umsonst gibt es die 5 Sicherheitsregeln die mindestens jede eingewiesene Elektrohilfskraft (gibts die noch? Das waren z.B. speziell eingewiesene Schlosser die E-Motoren auch selber welchseln durften.) kennen muss.

PS: Was sagen eigentlich die Fahrzeuge wenn am CP dauerhaft das Signal zur Freigabe von xxx A anliegt? Müsste man eigentlich mal einfach testen, auch wenn es sich nicht wirklich lohnt.
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon Alex1 » Sa 9. Jan 2016, 16:20

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Nicht umsonst gibt es die 5 Sicherheitsregeln die mindestens jede eingewiesene Elektrohilfskraft (gibts die noch? Das waren z.B. speziell eingewiesene Schlosser die E-Motoren auch selber welchseln durften.) kennen muss.
Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten heißt das glaubich. Der Titel soll die ganzen Handwerker schützen, die Badezimmerschränkchen mit Beleuchtung oder Heizkessel installieren und nicht jedesmal einen Elektriker rufen müssen, wenn sie die Geräte an ein funktionierendes(!) Netz anschließen wollen.

Berühmte letzte Worte. Heute der Heimwerker: "Erna, dreh die Sicherung rein!" :lol:
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon Berndte » Sa 9. Jan 2016, 21:06

Elektrofix hat geschrieben:
Berndte hat geschrieben:
… Also Zoe als Dosentester kaufen ;)
Typisch, erst so eine Dreckslader mit Gleichspannungsrückführung ins Netz konstruieren, dann Spannungs- und PE-N-Überwachung einbauen müssen, damit das ganze auch funktioniert :mrgreen:



Komisch, dass dieser "Dreckslader" ein so weit gefächertes Spektrum hat, dass der Zoe so ziemlich überall laden kann.
Zwischen Schukosteckdose bei Oma mit 10A und Baukran mit CEE63 geht praktisch alles.
Gleichspannungsrückführung gibt es im Normalbetrieb nicht, das ist ein theoretischer Fehlerfall. Da müsste man auch jeden modernen Wärmepumpentrockner oder Miele-Waschmaschine verteufeln.

Das der Zoe bei 210V Netzspannung aussteigt ist doch gut so... so eine geringe Spannung ist absolut unüblich und deutet auf einen zu geringen Leitungsquerschnitt der Zuleitung oder eine sich zersetzende Klemmverbindung in einer Dose hin.
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 9. Jan 2016, 22:21

Berndte hat geschrieben:
Das der Zoe bei 210V Netzspannung aussteigt ist doch gut so... so eine geringe Spannung ist absolut unüblich und deutet auf einen zu geringen Leitungsquerschnitt der Zuleitung oder eine sich zersetzende Klemmverbindung in einer Dose hin.

207V ist die unterste Toleranz der Netzspannung (230V - 10%). Es entspricht nur der Norm, wenn die dann abschalten. Dient aber eher dem Schutz der Ladeelektronik, weil sonst die Ströme zu groß werden und die Schaden nehmen könnte. Wenn aber die schon bei 210V abschaltet ist das ein Sachmangel, da die EN nicht eingehalten wird.

Wenn an einer Klemmverbindung ein Spannungsabfall von 20V stattfindet überlebt die Klemmverbindung nur wenige Augenblicke. Bei einer Ladeleistung von 22 kW sind das locker mal 640W an der Klemmverbindung. Die glüht dann nur noch kurz auf segnet das Zeitliche.
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon eMarkus » Mo 18. Jan 2016, 23:37

Abgesehen von der fehlenden Fortbildung ist doch auch das Problem, dass keiner weiß was die Steuerungsgeräte machen. Ewig nach einer Chademo Beschreibung gesucht und keine gefunden.
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Re: Wenn ein Nicht-Fachmann an einer Ladesäule bastelt!

Beitragvon eDEVIL » Di 19. Jan 2016, 08:26

Chademo ist ne ganze andere Baustelle.
Damit kommen die gefährlichen Halbwissen hoffentlich nicht in Berührung.

Das Zoe einach nicht lädt ist schon ein Mangel.
Der Nutzer müsste zumindest eine reduzierte Leistung angeboten werden.
Am besten wie beim Model S
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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