Renault ZOE: sd card clonen

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Dieser Schritt ist nur notwendig, wenn die Original-SD-Karte nicht groß genug ist, um das gewünschte Update aufzunehmen.

  • Zunächst mal muss man wissen, dass der R-Link Explorer keine Software von Renault ist. Vielmehr handelt es sich offenbar um ein recht handgestricktes Tool von einem privaten Enthusiasten:

http://tomtomax.fr/forum/viewtopic.php?f=215&t=40484

  • Wem die französische "Homepage" (die auch nur ein Thread in einem TomTom-Forum ist) unheimlich ist, der findet bei GoingElectric eine eigene Wiki-Seite zum R-Link Explorer:

R-Link-Explorer (Windows Variante) in: Renault ZOE: POI zum R-Link hinzufügen

  • Es gibt keine "Clone" oder "Karte kopieren"-Funktion im R-Link Explorer, die so benannt wäre. Man muss über "Werkzeuge" > "Build new SD card" gehen. Wenn man den Anweisungen folgt, kommt beiläufig die Frage, ob man die Daten von einer existierenden Karte gern auf die neu zu erstellende Karte übernehmen möchte, zusammen mit der Warnung, dass das sehr lange dauern würde. Angesichts dieser Warnung, und der Tatsache, dass einem vielleicht nicht ganz klar ist, woher man die Daten der originalen SD-Karte nehmen soll (denn im SD-Card-Reader steckt ja schon die neue Karte, und man will auf keinen Fall, dass die Original-Karte womöglich formatiert wird!), ist man versucht, an dieser Stelle "Nein" zu klicken. Somit wird zwar eine neue SD-Karte erstellt, diese ist aber vollkommen unbrauchbar! Die R-Link Toolbox (also diesmal die Software von Renault) sagt dann nur "nicht verbunden".
  • Offenbar funktioniert es so: Der Account bei MyRenault ist verbunden mit dem Fahrzeug (über die Fahrgestellnummer). Ferner ist auf der Karte eine ID drauf, die von der R-Link Toolbox ausgelesen und an den Renault-Server geschickt wird. Der Renault-Server kann die ID offenbar dem Fahrzeug zuordnen, wodurch letztlich die Verknüpfung mit dem eigenen MyRenault-Account hergestellt wird. Das bedeutet: Man muss (und kann) in der R-Link Toolbox nicht die Account-Daten von MyRenault eingeben (wie man eigentlich erwarten würde). Die Verbindung zum Account wird stattdessen auf magische Weise automatisch hergestellt -- aber eben nur, wenn die richtige SD-Karte im Laufwerk liegt!
  • Zunächst einmal muss man die R-Link Toolbox (die Software von Renault, die nur im Windows System Tray sichtbar ist) komplett beenden, weil sie sonst auf die SD-Karte zugreift und der Zugriff mit dem R-Link Explorer (dem Tool aus dem französischen Forum) nicht mehr möglich ist. Ich habe kurz einen offiziellen Weg gesucht, die Toolbox zu beenden, und keinen gefunden. Also Taskmanager, Prozess beenden, fertig.
  • Dann sollte man nicht den Schreibschutz (den kleinen Schieber an der Seite) an der Original-SD-Karte aktivieren, obwohl man natürlich diese Karte möglichst unberührt lassen möchte. Solange der Schreibschutz gesetzt ist, kann der R-Link Explorer nicht zugreifen. Ist gruselig, aber ist so.
  • Jetzt richtet man sich auf seiner Festplatte ein hübsches Unterverzeichnis ein, vielleicht "R-LINK Kopie 2016-03-25" oder so. Dann klickt man im R-Link Explorer auf das Laufwerk mit der SD-Karte, und markiert alle enthaltenen Dateien. Die Dateien haben Namen wie "TOMTOM.000". Diese Dateien sind (auf dem Rechner meiner Eltern) nur im R-Link Explorer zu sehen, nicht im Windows Explorer!
  • Man zieht jetzt diese Dateien mit der Maus aus dem R-Link Explorer in das Verzeichnis, was man sich für diesen Zweck erstellt hat. Wenn man los lässt, kopiert der R-Link Explorer die Dateien in das Verzeichnis auf der lokalen Festplatte. Auch auf der lokalen Festplatte sind die Dateien im Windows Explorer (zumindest bei den Einstellungen auf dem Rechner meiner Eltern) nicht zu sehen! Wenn man sich aber die Verzeichnis-Eigenschaften ansieht, ist klar, dass sie trotzdem da sind und Speicherplatz belegen. Sicherheitshalber habe ich mir eine Datei "Dieses Verzeichnis ist NICHT leer.txt" im selben Verzeichnis angelegt, damit ich es nicht aus Versehen später mal lösche.
  • R-Link Explorer beenden, Original-SD-Karte "sicher entfernen" und an einen sicheren Ort legen, und die neue, größere SD-Karte wieder einlegen.
  • Nach diesen Vorbereitungen können wir jetzt zu Schritt drei zurückkehren und erneut versuchen, die Original-Karte zu "klonen": Wir gehen über "Werkzeuge" > "Build new SD card", und wenn wir diesmal gefragt werden, ob wir existierende Dateien auf die neue Karte übertragen wollen (was lange dauern wird), dann klicken wir "Ja". Im folgenden Dialog suchen wir das Unterverzeichnis mit den Kopien der Dateien, die im R-Link Explorer ja zum Glück nicht unsichtbar sind, und wählen "TOMTOM.000". Das genügt, die anderen Dateien findet der R-Link Explorer dann selbst.
  • Der Vorgang dauert tatsächlich eine Weile (so 5 bis 10 Minuten), dann hat man, endlich, eine ausreichend große SD-Karte, die von der R-Link Toolbox auch akzeptiert wird!