Gerds Zero SR



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Besitzer
sonjagerhard
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Webseite
Name
Gerds Zero SR
Zero SR, E-Motorrad aus Kalifornien. Baujahr 2015 als Vorführmaschine im März 2016 gekauft mit 3000 km. Jetzt (Okt. 2016) hab ich 10.000 km drauf und bin begeistert.
Hersteller
Zero
Modell
Zero SR
Baujahr
2015
erstellt
06.10.2016
bearbeitet
16.07.2018
Motor
60 kW
Getriebe
keines
Ritzel des E-Motors geht über Zahnriemen direkt auf das Hinterrad
Batterien
Litium Ionen
Systemspannung
105 Volt
Kapazität
11 kWh
Ladegerät
1kW 230V
wird übernacht in der Garage an normaler 230V Steckdose geladen. Dauert ca. 9 Stunden. Schnell-Ladegerät gibt es zum Nachrüsten, hab ich aber noch nicht. -----
Habe das Schnellladegerät nachgerüstet. Kommt in die Tankattrappe. An Typ2-Steckdose der Ladesäulen ist Ladevorgang in ca. 3 Stunden möglich (ganz leer auf ganz voll).
Dadurch geht Laden zuhause auch schneller in ca. 6 Stunden.
Instrumente
Digital
Geschwindigkeit, gefahrene Strecke, Reichweite, Restkapazität in Prozent, Drehmoment und Leistung werden direkt angezeigt. Per Smartphone können noch wesentlich mehr Daten (auch in Echtzeit) ausgelesen werden.
Heizung
nur die Sonne ;-)
Höchstgeschwindigkeit
160 km/h
Beschleunigung
3,3 sek 0-100 km/h
Da keine Zeit fürs Schalten und Kupplungschleifen verloren geht, wird von 0 auf 100 (und mehr) kontinuierlich und gleichmäßig beschleunigt. Ich bin über die Kreuzung, wenn die Autos grade mal über den Haltestrich drüber sind.
Reichweite
150 km
Auf der Landstraße mit flottem Fahrstiel komme ich 150 km weit. Auf der Autobahn wäre es deutlich weniger, wenn ich da 130 und schneller fahre. Reinen Stadtverkehr kann ich nicht beurteilen, da ich vom Dorf erst mal in die Stadt fahren muss.
Verbrauch
7 kWh/100km
Siehe Reichweite
Gewicht
180 kg
Mit dem Fahrwerk kommt man gut zurecht. Es geht etwas schwerer in die Kurven als meine große BMW, obwohl die doppelt so schwer war.
Reifen
Diabolo
harte Gummi-Mischung. Hab jetzt 10.000km auf dem ersten Satz Reifen drauf und muss bald wechseln. Bei Kälte oder Nässe greifen diese Reifen nicht besonders gut, da muss man vorsichtiger fahren (sowieso).
Dauer Umbau
-
Kosten Umbau
-
Sonstiges
Type2-Steckdose in Garage
Habe mir eine Typ2-Steckdose gekauft und in der Garage installiert. Es reicht ein einphasiger 230V-Stromkreis. Damit der Ladeschaltung in der Zero eine offizielle Ladesäule vorgegaukelt wird, reicht es, wenn man 12V Gleichspannung über 1kOhm aus einem übrig gebliebenen Ladegerät für Kamera oä. an den entsprechenden Kontakt angelegt werden. Das Puls-Pausen-Verhältnis wertet das Ladegerät der Zero (Baujahr 2017) noch nicht aus. Damit kann dann in 2-3 Stunden vollgeladen werden.

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Kommentare

scorpion32 am 8. Oktober 2016 um 11:03
Coole Sache. Bin im nächsten Jahr auch mit dabei mit einer SR. 2017 kann kommen.
sonjagerhard am 3. Mai 2017 um 10:35
Habe nun den Charge-Tank (Schnelllader) nachgerüstet. An Typ2-Ladesäulen kann ich nun mit 4,2 kW nachladen. Pro Stunde erhöht das die Reichweite um ca. 50 km. - Und zuhause an der 230-Volt Steckdose ist die Ladezeit halbiert von ca. 9 auf ca. 4,5 Stunden. :-)
ZeroPitt am 14. Juli 2018 um 07:27
Charge Tank da bräuchte ich auch einen ist ja schwer herzubekommen. Wo hast du deinen bekommen?
Hast du ihn selbst eingebaut?
sonjagerhard am 20. Oktober 2018 um 18:19
Hallo ZeroPitt, entschuldige die lange Reaktionszeit.
Ich hab den Chargetank über meinen Händler beschafft und musste auch Monate lange warten. Neuere Chargetanks sollen nun 7kW anstelle von 4kW haben. Dann wär der Akku in 1,5 Std voll. Mein Händler befürchtet aber, dass manche Ladesäulen wegen Schieflast abschalten. Die 7kW werden aus einer Phase gezogen und die beiden anderen Phasen bleiben unbelastet.
Eingebaut hab ich ihn selber. Vom Prinzip ganz einfach, aber wegen der Platzknappheit muss man ganz schön tüfteln, die Kabel mit Steckern einzufädeln und machen Schrauben sind eingentlich unzugänglich.
sonjagerhard am 21. Oktober 2018 um 17:40
Erfahrungsbericht nach 3 Sommern mit der ZERO SR

Chargetank + Wallbox Eigenbau


Ladesäulen-Probleme in Verbindung mit Chargetank (BJ 2017)

Ladeverbund Frankenplus
Hier kann man über Typ2-Steckdose ad hoc laden. Man muss eine SMS an die Nr. 841122 senden und als Text die Nummer des Ladepunkts angeben. Es gibt ein zeitliches Problem. Die Zero geht auf Fehler, wenn nicht innerhalb weniger Sekunden nach dem Einstecken Strom fließt. Also zuerst die SMS vorbereiten (ohne Senden), Stecker in die Ladesäule, Zündung an, Stecker in die Zero und sofort SMS senden, Daumen drücken. Wenn das System schnell genug ist, beginnt der Ladevorgang, wenn es zu lange dauert, geht Zero auf Störung und man muss von vorne anfangen. Evtl. wird aber eine Viertelstunde Ladenzeit berechnet ;-(

Meine App für Kontakte hatte eigenmächtig vor die 841122 eine 0 gesetzt, also an 0841122 gesendet. So kam die SMS natürlich nicht an. Ursache war eine Funktion von google, welche die Rufnummern aus den Kontakten in eine „korrekte“ Form bringt und für 6-stellige interne Rufnummern nicht ausgelegt war. Abhilfe: eine andere Kontakte-App hat geholfen.

Einmal war das SMS-System gestört. Die SMS kamen nicht an, aber mit der Ladekarte von Maingau konnte ich den Ladepunkt in Schwaig freischalten.

Zweimal kam es vor, dass der Ladevorgang vor Senden der SMS begonnen hat. Der Strom war somit kostenlos, schön für mich, dumm für den Ladeverbund Frankenplus ;-)

Einmal floss kein Ladestrom, aber mein Kabel war an der Ladesäule verriegelt. Ich musste die Störung anrufen und dann wurde mein Kabel ferngesteuert wieder freigegeben.

Ladepunkt im Parkhaus in Weißenburg
Hier bezahlt man mit Münzen. Der Automat hat aber einen Konstruktionsfehler. Die Hauptsicherung für den Ladestrom hatte ausgelöst, aber der Kassier-Automat „wusste“ nichts davon und hat kassiert und Ladestrom angezeigt.

Ladesäulen auf der Autobahn
Diese haben ein Kabel mit Typ2-Buchse anstelle einer Typ2-Steckdose. Prinzipiell müsste das Ladekabel der Zero auch in diese Buchse passen und einmal ganz am Anfang ist tatsächlich Ladestrom geflossen. Aber Buchse und Stecker tauchen nicht tief genug ineinander ein. Ich hab gelesen, man könnte einen Zentimeter der Ladesteckers der Zero abfeilen/absägen, dann würde es funktionieren, aber ich hab‘s noch nicht ausprobiert. Die Verriegelungsöhse muss dann auch versetzt werden.

Neben den SMS an den Ladeverbund Frankenplus habe ich noch:
- Ladechip von eWald
- Ladechip vor plugsurfing
- Ladekarte von Maingau
- greenmobility (Mitsubishi)

eWald habe ich einige male erfolgreich eingesetzt, ebenso Maingau. Plugsurfing im Notfall, wenn die anderen nicht passen und zu greenmobility gibt es bei mir kaum Ladepunkte.

Aber trotz all der Ladeprobleme: Es macht wahnsinnig Spaß eine Zero zu fahren und ein gutes Umweltgewissen gibt‘s obendrein.
sonjagerhard am 21. Oktober 2018 um 17:56
Chargetank + Wallbox Eigenbau

Der Chargtank (BJ 2017) wird mit einem Kabel Typ2 (Ladesäule) auf Typ1 (Zero) geliefert. An einer Ladesäule angeschlossen wirken beide Ladegeräte (Chargetank und Standardlader) gleichzeitig. So wird mit ca. 1,2 + 2,6 = 3,8 kW geladen.

Zuhause an der Schuko-Steckdose wirkt nun der Chargetank allein mit ca. 2,6 kW. Damit verkürzt sich auch an der Steckdose die Ladezeit auf weniger als die Hälfte.

Damit ich den Chargetank auch zuhause voll nutzen kann, hab ich mir eine Typ2-Steckdose gekauft (bei Conrad) und eine Wallbox gebaut. Die Elektronik habe ich auf ein Minimum reduziert, so dass der Chargetank läuft. Es reicht, wenn man mit einem 12-V-Steckernetzteil eine Gleichspannung von 12 Volt über einen Widerstand von 1kOhm als Signal anbietet. (Mein iOn lädt nicht, aber das brächte auch keinen Zeitvorteil, so dass ich nicht nachrüsten muss). Obwohl die Typ2-Steckdose 3-phasig ist, braucht man für den Chargetank nur eine Phase 230-Volt Wechselstrom aus einer normalen Steckdose. Die muss aber mit 16 A abgesichert sein und für Dauerstrom ausgelegt sein.
sonjagerhard am 21. Oktober 2018 um 18:09
Haltbarkeit von Li-Ionen-Akkus
Ursprünglich stand in der Anleitung der Zero, man sollte die Zero immer an eine Steckdose anschließen, wenn eine erreichbar ist und das Motorrad dauerhaft dran lassen. Später kam eine neue Anweisung heraus: Wenn der Akku voll ist, soll man die Zero von der Steckdose trennen und wenn man längere Zeit nicht fahren will (Winterpause), soll man den Akku auf 60% bringen und überwachen, dass er nicht unter 30% sinkt.
Das deckt sich auch mit anderen Wissensquellen: Mit niedrigem Ladestand soll ein Li-Ionen-Akku länger halten, als wenn er immer voll geladen ist. Die "geladenen" Moleküle sind anfälliger gegen Sauerstoff als die "entladenen". Deshalb kann eindringender Sauerstoff in niedrig geladenen Akkus weniger anrichten.
Ich hab mir eine einfache mechanische Schaltuhr gekauft. Die schaltet nach bis zu 2 Stunden ab und nicht wieder an. So lade ich die Zero nach der Fahrt nicht unbedingt sofort wieder ganz auf, sondern nur weg von der Tiefentladung und warte, bis ich die nächste Fahrt machen will. Wenn in 2 Jahren die Förderung meiner Photovoltaikanlage ausgelaufen ist, dann werde ich die Zero tagsüber mit Solarstrom laden und nicht nachts mit Kraftwerksstrom. So ist zumindest mein Plan.
sonjagerhard am 22. Oktober 2018 um 10:43
Erfahrungsbericht zur Reichweite
Ich fahre mit der ZERO SR hauptsächlich Landstraßen und im Stadtverkehr, selten Autobahn. Auf Landstraßen fahre ich flott, d. h. ich überhole mit kräftiger Beschleunigung LKWs und mehr. Mit diesem Fahrstil erreiche ich ca. 150 km. Wenn ich mal weit kommen muss, und der Fahrspaß unwichtig ist, fahre ich auf der Autobahn hinter einem LKW mit ca. 90 km/h. Dann ist die Reichweite spürbar höher. Der Windschatten hinter großen LKWs spart wirklich deutlich und ist umso wirksamer, je höher die Risikobereitschaft beim Sicherheitsabstand ist ;-)
Das kräftige Beschleunigen an der Ampel wirkt sich eher kaum auf die Reichweite aus. Es dauert ja nur wenige Sekunden. Der erste Original-Reifen vorne hat 13000 km gehalten, der hintere hätte sogar noch Profil gehabt, musste aber wegen eines eingefangenen Nagels mit Luftverlust getauscht werden.

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