Zukünftige Batteriegrößen

Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon CyberChris » Sa 27. Jan 2018, 17:42

Nachdem ich gerade diesen Bericht gefunden habe:

https://pushevs.com/2017/08/28/volkswagen-future-battery-upgrades/

Scheint es so zu sein das es die PHEV2 Zellen welche im GTE/e-Golf/e-Up stecken bald als 50Ah Zellen gibt. Und zwar von Samsung SDI, das VW CATL Zellen verwenden wird glaube ich eher nicht.

Diese 50Ah Zellen in einem künftigen GTE würden meinen elektrischen Alltagsbedarf schon fast übererfüllen. Die Zukunft bleibt spannend.

Spannend bleibt auch die Frage ob sich jemand findet der es schafft das BMS eines älteren GTE/eGolf/e-UP so zu modifizieren das es mit den neuen Zellen klarkommt (Theoretisch müsste ja schon das Anpassen der entsprechenden Referenzwerte ausreichen, hat schon jemand mal nachgeschaut ob man die einfach mit VCDS anpassen kann?). Diese Zellen mechanisch in ein älteres Fahrzeug einzubauen ist ja eher trivial.

Grüße,
Christian
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon Log » Sa 27. Jan 2018, 19:36

Ob man das BMS überhaupt anpassen muss glaube ich nicht. Sollt ja schon universell sein. Zellchemie ist ja die selbe. An einem Upgrade wäre ich auch interessiert.
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon CyberChris » Sa 27. Jan 2018, 19:48

Log hat geschrieben:
Ob man das BMS überhaupt anpassen muss glaube ich nicht. Sollt ja schon universell sein.


Ich meinte auch nicht das man es hardwaretechnisch anpassen muss sondern das anpassen der entsprechenden Konfigurationswerte in der Software. VW kann das sicherlich, aber die Frage ist ob das halt auch freien Werkstätten/Umrüsten erlaubt wird. Das könnte schwierig werden, zumal die neue Batteriegröße auch in den Papieren eingetragen werden muss. Das VW selbst mit eine Nachrüstlösung kommt darf wohl derzeit auch bezweifelt werden.

Grüße,
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon Davek » Mo 12. Feb 2018, 00:44

Sicherlich extrem interessant! Ein GTE mit 80km Reichweite wäre schon geil :)

Ich frage mich aber, ob man irgendwas überhaupt anpassen müsste, wenn man größere Zellen einsetzen würde... Das System muss ja sowieso mit der sich ständig ändernden Kapazität des Akkus zurechtfinden, ich hätte also fast gedacht (bzw. gehofft), dass es einfach die neue Kapazität "lernen" würde. Ich bin kein E-Techniker (bloß ein einfacher Maschinenbauer), hätte aber gedacht, dass das System den Akku lädt, bis die Spannung einen gewissen Schwellenwert erreicht und dann andersherum entlädt bis es den unteren Schwellenwert erreicht. Klar, dass da irgendwo ein Wert für die Akkukapazität hinterlegt ist und dass erst mal versucht wird diese Energiemenge zu laden bzw. zu entladen, das System müsste aber irgendwann merken, dass der volle Spannungshub nicht genutzt wird wenn mit der üblichen Energiemenge geladen wird. Oder?

Irgendjemand muss es einfach ausprobieren! Wenn nicht diese blöde 8-Jahre Akkugarantie wären...
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon PowerTower » Mo 12. Feb 2018, 01:02

Anpassung der Steuergeräte wäre nur dann notwendig, wenn z.B. eine andere Ladekurve benötigt wird oder das Temperaturverhalten von den bisherigen Zellen abweicht. Die Kapazität selbst dürfte automatisch angelernt werden. Und ja, ich fände 50 Ah Zellen auch interessant, aber nur wenn sie nicht so überempfindlich sind. Die Robustheit der 25 Ah Zellen habe ich sehr zu schätzen gelernt. Insbesondere das Schnellladeverhalten mit voller Leistung über einen weiten Temperaturbereich von 30°C und immer noch 1C bei 90% SoC ist beeindruckend. Wäre schade, wenn das an dieser Stelle dann einbricht, so wie bei anderen Fahrzeugen, die Zellen mit größerer Energiedichte bekommen haben.

Bei pushEVs bin ich jedoch immer etwas skeptisch. Nachdem sich der Inhalt einiger Artikel in der Vergangenheit nicht bewahrheitet hat, ist das für mich als BILD der Elektromobilität einzuordnen. Auf die sicher geglaubten 37 Ah Zellen im e-up! warte ich noch heute. Immerhin wird es die 50 Ah PHEV2 Zellen wohl wirklich geben, Samsung hat sich ja diesbezüglich schon geäußert.

Leider sind meine Hoffnungen auf ein Batterieupgrade bestehender Fahrzeuge äußerst gering. Sollte ich eines Tages einen Anruf vom Autohaus bekommen oder ein Schreiben im Briefkasten finden, würde ich wahrscheinlich vom Glauben abfallen. Aber warum soll VW nicht auch mal durch positive Überraschungen Schlagzeilen machen.
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon malte_GTE » Mo 12. Feb 2018, 08:52

ich glaube solange die Hersteller die aktuelle Nachfrage nach (teil-)elektrischen Autos nicht bedienen können, werden sie auch nicht die Kapazität haben für die breite Masse Austauschakkus anzubieten. Interessant wäre es auf jeden Fall, aber ich glaub da hätte der Verbrenner noch mehr Stillstandszeiten, als er bei vielen sowieso schon hat.
Dann vielleicht am besten gleich ins komplett elektrische Lager wechseln ;)
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es für den Golf 8 GTE bei 50km bleibt auch mit besseren Zellen. Warum sollte VW das Auto teurer machen wenn doch für die meisten Märkte nur 30-50km elektrische Reichweite für die steuerliche Bevorzugung benötigt werden. Denke daher, dass Zellen für 50km eingebaut werden, dadurch weniger Zellen und das Auto insgesamt ein bisschen günstiger. Als Sonderausstattung 80km wäre auch noch eine Option...
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon Helbig » Mo 12. Feb 2018, 14:12

Der Golf 8 GTE erhält neue Zellen und fährt daher damit dann elektrisch auch weiter. Der Wagen wird dadurch nicht teurer, er wird nur an die Erfordernisse/ Anforderungen an verschiedene Märkte aktualisiert, siehe z.B. China. Ein Upgrade der Zellen war aber auch ohne China schon eingeplant. Die Reichweite sollte dann von 50km auf etwa 70km steigen.

malte_GTE hat geschrieben:
ich glaube solange die Hersteller die aktuelle Nachfrage nach (teil-)elektrischen Autos nicht bedienen können, werden sie auch nicht die Kapazität haben für die breite Masse Austauschakkus anzubieten. Interessant wäre es auf jeden Fall, aber ich glaub da hätte der Verbrenner noch mehr Stillstandszeiten, als er bei vielen sowieso schon hat.
Dann vielleicht am besten gleich ins komplett elektrische Lager wechseln ;)
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es für den Golf 8 GTE bei 50km bleibt auch mit besseren Zellen. Warum sollte VW das Auto teurer machen wenn doch für die meisten Märkte nur 30-50km elektrische Reichweite für die steuerliche Bevorzugung benötigt werden. Denke daher, dass Zellen für 50km eingebaut werden, dadurch weniger Zellen und das Auto insgesamt ein bisschen günstiger. Als Sonderausstattung 80km wäre auch noch eine Option...
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon Gulfoss » Mo 12. Feb 2018, 19:51

Es wird sich zwar finanziell nie rechnen, aber interessant wäre es schon, wenn man nachrüsten könnte auf die größere Akkukapazität...
A3 e-tron. Rechts vor links gilt nicht bei Spielstraßen ! Diese haben keine Vorfahrt.
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon Bernd_1967 » Mo 12. Feb 2018, 20:05

Wäre schön, wenn man den GTE effizienter gestalten könnte. Erst dann bringt das rein elektrische Fahren wirklich was.
Mit meinem Passat GTE brauche ich etwa das Doppelte wie mit dem e-Golf. Gerade im Winter geht hier viel Heizenergie über die große Karosserie verloren.
Wäre gut, wenn der GTE mit Standheizung während der Fahrt heizen könnte. Vielleicht lässt sich ja noch was verbessern.
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Passat Variant GTE seit 06.02.2017
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Re: Zukünftige Batteriegrößen

Beitragvon Davek » So 4. Mär 2018, 11:36

Ich kann jetzt glaube ich bestätigen, dass ein Upgrade mit neuen Zellen zumindest theoretisch leicht machbar sein sollte. Ein freund der bei einem OEM solche Themen bearbeitet hat mir neulich gesagt, dass das Batteriemanagementsystem (sofern es nicht total dämlich programmiert ist) die Kapazität der Zellen selbst erlernen sollte und sich an die neuen Zellen anpassen sollte. Das BMS bekommt am Anfang eine voreingestellte Batteriekapazität damit es die Zellen nicht durch überladen schon im ersten Zyklus zerstört. Im nächsten Zyklus merkt das System aber schon, dass da mehr rein passt. Das setzt aber alles wie gesagt voraus, dass das BMS anständig programmiert ist und dazu in der Lage ist den Zustand der einzelnen Zellen zu überwachen.

Also: Her mit den großen Zellen und einen GTE, dass aus der Garantiezeit raus ist! Wäre ein schönes Projekt für ein Bastler! Es sei denn VW will selber mal ausnahmsweise was gutes tun ;)
Im Golf GTE seit 2018-03 (hauptsächlich) elektrisch unterwegs!
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