GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon Rufjetkin » Mi 29. Mär 2017, 18:59

Hallo!

(vorweg: ich habe intensiv die SuFu genutzt, konnte aber leider keine passenden bzw. nur Teilantworten auf meine Fragen finden)

Ich überlege seit einiger Zeit, mir einen Golf GTE zuzulegen. Habe mich daher auch mit Begeisterung in dieses Forum hier eingelesen und mich nun angemeldet.
Dazu habe ich einige Fragen bzw. möchte wissen, ob die Anschaffung an einigen gegebenen Faktoren scheitern könnte, an denen ich leider nichts ändern kann.

Ich wohne derzeit zur Miete und das Mehrparteienhaus verfügt über keinerlei Außensteckdosen.
Den Strom für meinen GTE könnte ich also nur beziehen über eine ganz normale Haushaltssteckdose.
(Würde mich bei einer Ladedauer von 3-4h beim GTE auch gar nicht mal so stören)
Da alle verfügbaren Steckdosen im Inneren des Hauses liegen, müsste ich in jedem Fall ein Verlängerungskabel von drinnen nach draußen legen.
Das würde entweder über die Steckdose erfolgen, die in der Nähe des Badezimmerfensters (1. OG, siehe Foto) ist und ich würde das Kabel dann immer runterlassen müssen zum Auto.
Oder über das Fenster meines Kellerraumes (siehe Foto).
Das Auto steht direkt neben dem Kellerfenster bzw. direkt unter dem Badezimmerfenster - na immerhin.


Frage 1: Wenn ich so ein Verlängerungskabel benutzen muss, kann das die Sicherheit des Ladevorganges erheblich beeinträchtigen? Ich denke da z.B. an das Szenario, das ich auch mal über Nacht laden muss und es heftigen Niederschlag während der Nacht gibt. Gibt es da entsprechendes, sicheres Equipment?


Frage 2: Standard-Ausstattung beim GTE ist ja ein "Netzladekabel für Haushalts-Steckdose"
Aufpreispflichtig kann man ein "Kabel für Wechselstrom-Ladestationen inkl. serienmäßigem Netzladekabel für Haushalts-Steckdose" dazubestellen. Wozu genau brauche ich dies? Ist das für bestimmte öffentliche Ladesäulen?
Ist das gleichzusetzen mit ICCB?
Dass man es für den (geringen) Mehrpreis dazubestellen sollte, habe ich schon mitbekommen, da der Kaufpreis als Ersatzteil wohl wesentlich teurer ist.


Frage 3: Das Haus ist aus den 90ern. Und bei einigen banalen Gelegenheiten ist der FI-Schutzschalter schon rausgeflogen. Beispielsweise wenn man einen Raclette-Grill oder einen Elektro-Grill angeschlossen hat. War dann auch ein dauerhafter Zustand. Das Gerät konnte also nicht mehr verwendet werden. In jedem anderen Haushalt (Haus der Eltern, des Bruders...) haben die Geräte einwandfrei funktioniert.
(Könnte daran liegen, dass Wohnzimmer, Balkon, Schlafzimmer, Bad und die Flur-Steckdosen auf einer Sicherung liegen ...?)
Ich schätze mal, hier wird eine "Ferndiagnose" ohnehin nicht möglich sein. Bin dennoch gespannt auf eure Erfahrungen / Meinungen.
Möchte da einfach vermeiden, dass ich den Wagen aus der Autostadt hole und mir mein FI-Schalter dann nach 2min Ladevorgang sagt: Sorry, das war's ...
Habt ihr mit so etwas schon Erfahrungen gemacht oder sind euch Fälle bekannt, wo das Aufladen aufgrund der Gegebenheiten einfach nicht möglich war?


Am liebsten würde ich mir einfach mal einen GTE ausleihen - zum Aufladen :D
Und dann würde ich ja sehen, ob irgendwas nicht richtig funktioniert. Aber die Möglichkeit habe ich leider nicht.

Möchte mir ungerne das Auto zulegen, wenn es dann im Endeffekt nur ein 1.4er TSI ist, der als Generator für einen Akku dient :-|
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon Log » Mi 29. Mär 2017, 19:15

Hallo, ich werde mir auch den GTE zulegen.
Du kannst den Ladestrom reduzieren am Ladegerät meine ich, so fliegt die Sicherung nicht raus. Deine Ladeposition sieht doch ok aus und sollte keine Probleme darstellen. Passe aber auf dass nichts nass wird. Würde vom Kellerfenster aus laden. Das Wechselstromkabel ist für öffentliche Ladestationen oder halt Stecker gut. Braucht man bicht unbedingt.
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon bm3 » Mi 29. Mär 2017, 19:21

Hallo,

ich würde versuchen zusammen mit dem Vermieter eine Lösung für eine Außensteckdose zu finden. Das Einfachste wäre wohl die Steckdose aus deinem Kellerraum zu führen, vorausgesetzt er hängt an deinem Stromzähler und ist ausreichend abgesichert. Kann von Innen abschaltbar (auch mit Funkschalter) ausgeführt werden und das kostet auch nicht die Welt. Das kann man auch so machen dass es notfalls einfach wieder rückbaubar ist.

VG:

Klaus
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon TomTomZoe » Mi 29. Mär 2017, 19:26

@Rufjetkin
Herzlich Willkommen im Forum!
1. Das Verlängerungskabel muß für den Außeneinsatz konzipiert sein, damit z.B. UV-beständig und wasserfest. Um Leistungsverluste bei geschätzten 10A Dauerstrom und vermuteter Länge von 10m zu vermieden sollte es nicht nur 1.5qmm sondern 2.5qmm Querschnitt haben. Der Mehrpreis zahlt sich schnell aus, da Du damit mit höherem Gesamtwirkungsgrad laden kannst
2. Kabel für Haushaltsdose ist der ICCB mit Schukostecker (auch Notlader genannt). Kabel für Ladestation ist ein Typ-2 Kabel, im Fall vom GTE ein einphasiges. Typ2 ist der Quasi-Standard für Ladesäulen bis 22kW, abgesehen von uralten Schuko, der nicht so oft anzutreffen ist.
3. Wenn der FI fliegt dann liegt das nicht an Überlast weil zuviele Räume an nur einem 10A oder 16A Sicherungsautomaten hängen. Der Fehlerstromschutzschalter (FI) sorgt dafür daß der Stromkreis getrennt wird, wenn der Strom mal nicht wie er soll durch Phase und Nullleiter fließt, sondern wegen Gerätedefekt oder weil Du mit dem Fön in der Badewanne hantierst der Strom durch Deinen Körper oder das defekte Gerät fließen will. Vermutlich ist die Leitungsinstallation nicht 100%ig sauber durchgeführt, oder es sind Geräte an Steckdosen angesteckt die schon selbst einen kleinen Fehlerstrom verursachen. Wenn dann noch der Grill dazu kommt der vielleicht auch einen minimalen Fehlerstrom beiträgt wird es dem FI zuviel und er schaltet ab.
Gut eingefahrene Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853).
Seit 08/2016 schon 44t ekm (Diesel 07/2017 verkauft).
Ab 01/2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-16,9kWh/100km (Sommer-Winter)
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon Pivo » Mi 29. Mär 2017, 19:35

Willkommen hier.

Habe zwar keinen GTE (mit dem ich mich auch nicht auskenne) sondern einen Leaf.
Trotzdem habe ich eine ähnliche Situation wie du, weil ich zur Miete wohne und keine Heimladestation habe.
Daher lade ich eigentlich fast immer öffentlich.
Dennoch: Gelegentlich lade ich ähnlich, wie du es vor hast, per Schukoverlängerungskabel aus einer 230V Dose.
Dazu lege ich das ICCB "Ladeziegel" auf eine kleine Holzpalette zusammen mit der Kupplung vom Verlängerungskabel.
Das ganze schiebe ich dann unter das Auto und führe das Ende mit dem Autoanschluss am Wagen hoch zum Ladeanschluss.
So liegt das ICCB und die Kupplung nicht in den Pfützen bzw. Schnee und Wasser kann ggf. abtropfen.
Der Ladeanschluss am Auto sollte, besser muss, normalen Regen abhaben können.

Das Verlängerungkabel sollte unbedingt von guter Qualität sein.
Die kleine Holzpalette habe ich von Verpackungsmaterialresten, es düfte aber auch etwas ähnliches gehen.

Üblicherweise ziehen die ICCBs um die 10A an 230A.
D.h. die Steckdose am Haus sollte belastbar sein und es sollte möglichst sonst nix am gleichen Stromkreis zur Sicherung hängen.
Ganz gut gehen die Steckdosen, an denen sonst die Waschmaschine dran hängt.

Ansonsten nimm das Typ2 Kabel dazu und interessiere dich für die öffentlichen Ladestationen, an denen du vorbei kommst bzw. du dich manchmal aufhälst.
Schaue einfach mal hier in Stromtanstellenverzeichnis, vielleichtist ist ja was für dich dabei.
Pivo
 
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon Rufjetkin » Mi 29. Mär 2017, 20:04

Vielen Dank an euch alle für die schnellen und ausführlichen Antworten!
Hat meine Zweifel definitiv etwas gemildert! :)

Log hat geschrieben:
Du kannst den Ladestrom reduzieren am Ladegerät meine ich, so fliegt die Sicherung nicht raus. Deine Ladeposition sieht doch ok aus und sollte keine Probleme darstellen. Passe aber auf dass nichts nass wird. Würde vom Kellerfenster aus laden.


Wäre auch meine erste Option gewese mit dem Keller. Ist insgesamt einfacher als von oben.
Es gibt ja auch solche Safeboxen für die Steckverbindungen, die wetterfest und abschließbar sind.


Pivo hat geschrieben:
Dennoch: Gelegentlich lade ich ähnlich, wie du es vor hast, per Schukoverlängerungskabel aus einer 230V Dose.
Dazu lege ich das ICCB "Ladeziegel" auf eine kleine Holzpalette zusammen mit der Kupplung vom Verlängerungskabel.
Das ganze schiebe ich dann unter das Auto und führe das Ende mit dem Autoanschluss am Wagen hoch zum Ladeanschluss.
So liegt das ICCB und die Kupplung nicht in den Pfützen bzw. Schnee und Wasser kann ggf. abtropfen.


Vielen Dank! Könntest du davon bei Gelegenheit mal ein Foto machen?
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon Pivo » Mi 29. Mär 2017, 20:19

Rufjetkin hat geschrieben:
Vielen Dank! Könntest du davon bei Gelegenheit mal ein Foto machen?


Gute Idee, habe selbst kein Foto davon, aber es ist schon stockdunkel...
Gedulde dich 1-2 Tage.
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon CyberChris » Do 30. Mär 2017, 17:47

Frage 1: Wenn ich so ein Verlängerungskabel benutzen muss, kann das die Sicherheit des Ladevorganges erheblich beeinträchtigen? Ich denke da z.B. an das Szenario, das ich auch mal über Nacht laden muss und es heftigen Niederschlag während der Nacht gibt. Gibt es da entsprechendes, sicheres Equipment?

Mit einem guten Verlängerungskabel kannst Du das machen aber es bleibt eine Notlösung. VW schreibt übrigens in der Betriebsanleitung das man keine Verlängerungskabel am ICCB benutzen soll, die möchten sich halt in Sicherheit wiegen.
Frage 2: Standard-Ausstattung beim GTE ist ja ein "Netzladekabel für Haushalts-Steckdose"
Aufpreispflichtig kann man ein "Kabel für Wechselstrom-Ladestationen inkl. serienmäßigem Netzladekabel für Haushalts-Steckdose" dazubestellen. Wozu genau brauche ich dies? Ist das für bestimmte öffentliche Ladesäulen?
Ist das gleichzusetzen mit ICCB?

ICCB = In Cable Control Box, das ist die Schutzeinrichtung im Kabel eingebaut, ein Typ2 Kabel ist 'dumm', denn da steckt die Elektonik in der Ladesäule.
Frage 3:
Habt ihr mit so etwas schon Erfahrungen gemacht oder sind euch Fälle bekannt, wo das Aufladen aufgrund der Gegebenheiten einfach nicht möglich war?


Wie schon in einem anderen Beitrag beschrieben, wenn der FI fliegt besteht ein Isolierungsproblem in einem Gerät, oder in der Hausinstallation liegt ein Problem vor. Das muss aber nicht zwingend das Laden des GTE verhindern, wenn der Stromkreis zum Keller ein anderer ist als der der Wohnung. Im Zweifelsfall solltest Du die Installation von einem Elektriker prüfen lassen.

Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur empfehlen mit deinem Vermieter zu sprechen um eine feste Steckdose zu installieren. Dann am besten gleich eine CEE Dose damit Du ein 16A ICCB benutzen kannst. Das mit dem Verlängerungskabel ist keine gute Idee und die hantiererei damit wird Dich auf Zeit ganz schön nerven.

Grüße,
Christian
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon Rufjetkin » Sa 1. Apr 2017, 17:24

Hat denn jemand von euch Erfahrungen mit so einer abschließbaren Außensteckdose? So wie dies hier:
Bild
(Noch die Frage: Ist der Stecker vom Ladekabel abgewinkelt oder gerade?)

Und wie sind eure Erfahrungen -von denen die "draußen" laden und nicht in der Garage- mit Mardern?


CyberChris hat geschrieben:

Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur empfehlen mit deinem Vermieter zu sprechen um eine feste Steckdose zu installieren. Dann am besten gleich eine CEE Dose damit Du ein 16A ICCB benutzen kannst. Das mit dem Verlängerungskabel ist keine gute Idee und die hantiererei damit wird Dich auf Zeit ganz schön nerven.

Grüße,
Christian


Dankeschön!
Bei mir gäbe es die Möglichkeit, die Steckdose, die ich im Kellerraum habe zu verlängern und dann draußen eine Steckdose zu montieren. Was muss denn erfüllt sein, wenn ich die Haushalts-Steckdose verlängere, dass ich draußen die CEE Dose nutzen kann?
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Re: GTE-Kauf: Scheitern durch Gegebenheiten der Wohnung?

Beitragvon CyberChris » Sa 1. Apr 2017, 17:56

Also zumindest bei meinem 2015'er ist der Schukostecker gewinkelt. Da es aber verschiedene Zulieferer für das ICCB bei VW gibt, die etwas unterschiedlich aussehen, weiß ich jetzt nicht ob das bei allen der Fall ist. Den Stecker tauschen geht nicht, der ist vergossen und er enthält einen Temperatursensor.

Wenn Du am Ende der Leitung eine CEE(Blau) Dose Montieren möchtest muss der Querschnitt der Leitung ausreichend sein, das hängt auch von der Länge der Leitung ab, genau kann das Dir der Elektriker, oder ein Blick auf die entsprechende Vorschrift sagen. Faustregel, bei 16A sollte 2.5^mm Leitung verlegt werden.

Die Frage ist bei Dir dann schon mal was liegt vom Zähler zum Keller, wenn Du den Strom dort abgreifen möchtest.

Grüße,
Christian
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