Zelltyp Traktionsbatterie

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon online » So 21. Dez 2014, 10:34

Hallo,
anscheinend verwendet VW im e-up! 204 Zellen vom Typ Sanyo UF261591.

Eine Google Suche nach "Sanyo e-up" fördert ein interessantes Dokument der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zu Tage: http://www.bam.de/de/service/amtl_mitteilungen/amtl_mitteilungen_medien/amts_u_mitteilungsblatt_medien/aum_01_2012.pdf

Vielleicht können die Experten hier im Forum einschätzen, ob die etwas taugen oder nicht.
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Spüli » So 21. Dez 2014, 11:18

Moin!
Ich fand die Seite 31 ganz spannend.
Es gibt demnach unterschiedliche Anzahl von Zellen. Da hat wohl jemand mal ein paar Testwagen mit größerem Akku auf die Straße geschickt.
Gruß Ingo
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon DaCore » So 21. Dez 2014, 11:27

Anders gefragt, warum sollten sie nichts taugen? Sanyo/Panasonic ist einer der führenden Hersteller. Tesla vertraut nur auf Panasonic, obwohl sie mit der 18650er etliche Alternativen hätten.

Siehe auch Artikel ganz unten:

https://adacemobility.wordpress.com/2011/10/05/„wir-haben-fur-den-mute-ungefahr-2000-batteriezellen-getestet“/
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Ernst_Prius » Mo 29. Dez 2014, 21:22

Hallo,
der Toyota Prius Plugin verwendet die gleichen Zellen wie der e-Up und der e-Golf
Gruß Ernst
Prius 1 Pionier, jetzt Yaris hybrid.
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Ladeheld » So 4. Jan 2015, 19:11

Spüli hat geschrieben:
Ich fand die Seite 31 ganz spannend.
Es gibt demnach unterschiedliche Anzahl von Zellen. Da hat wohl jemand mal ein paar Testwagen mit größerem Akku auf die Straße geschickt.

Schade! Eine zusätzliche und grössere Akkuoption was etwas mehr Reichweite und Wärme im Winter bedeuten würde wäre nicht schlecht.
Dann aber nur mit 22kW Lader. 8-)
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Twizyflu » So 4. Jan 2015, 23:51

Sehr interessant :)
Auch weiter oben was über R8 e-tron steht ;)
Shop https://www.nic-e.shop | YouTube-Kanal https://www.youtube.com/channel/UC7uzeZzsjUvhpjX1cN4L5ig
01/14 bis 08/15 - ZOE Q210 | 08/15 bis 01/17 - Leaf | 01/17 bis 04/17: ZOE Q90 | seit 04/17: IONIQ Elektro
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Maverick78 » Mo 5. Jan 2015, 00:05

Viel interessanter ist das die Autos als Gefahrgut Klasse 9 ( UN 3166/3171) transportiert werden müssen . Heißt das Abschlepper brauchen jetzt einen ADR Schein und ADR Ausrüstung?
Maverick78
 

Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Hildesheim » Mi 7. Jan 2015, 13:35

Maverick78 hat geschrieben:
Viel interessanter ist das die Autos als Gefahrgut Klasse 9 ( UN 3166/3171) transportiert werden müssen . Heißt das Abschlepper brauchen jetzt einen ADR Schein und ADR Ausrüstung?


Beim Schleppen (kein Nothilfegedanke, ggf. Genehmigungspflichtig) wird das Fahrzeug als Ladung aufgefasst. Beim Abschleppen, betriebsunfähiges Fahrzeug nach §15a StVO, ist das Fahrzeug unverzüglich zu verbringen und wird soweit ich mich erinnere nicht als Ladung bezeichnet. Der VDA bestätigt, dass ADR nicht beim Abtransport greift. (es gibt zu dem Thema eine Handreichung auf deren Seite)
Dennoch hat der Fahrer etwas zu beachten. Jeder der gewerblich mit Elektrofahrzeugen zu tun hat muss sich an dem Fahrzeug unterweisen lassen, das er bewegen/bearbeiten will. So wollen das die Berufsgenossenschaften. Für das Abschleppen und Bergen greift die BGI5065. Hier ist zu beachten, dass jegliche Form von Pannenhilfe zu unterbleiben hat, es sei denn der Helfer ist zusätzlich gemäß BGI 8686 geschult.
Die BGI5065 klärt die Mindestanforderungen an den Fahrer und erwähnt zu HV-Fahrzeugen unter 6.10.3, dass Ketten und Seile nicht über HV-Leitungen zu führen sind. Wünschenswert wäre eine weiterführende Qualifikation nach BGI 8686 Stufe 1 für "nicht elektrotechnische Arbeiten (Umfang 2-4UE), die es dem Mitarbeiter zumindest ermöglichen würde die Komponenten zu identifizieren und mechanische Arbeiten durchzuführen (Wegbiegen von Karrosserieteilen, etc.), dieser wüsste dann auch über Standklimatisierung und plötzlich startende Komponenten bei Hybriden bescheid.

Der VDA gibt zur Bergung überdies folgende Empfehlung für havarierte Fahrzeuge:
"Bei leichten Unfällen ist nicht von einer Gefährdung auszugehen.
Wenn das Fahrzeug 12V-seitig einen Service-Disconnect für Rettungskräfte (s. Rettungskarte) besitzt, so kann dieser betätigt werden. Bei schweren Unfällen, bei denen nicht abgeschätzt werden kann, ob eine Gefährdung besteht, sollte über die Leitstelle der Feuerwehr „eine für Hochvolt-Systeme qualifizierte Elektrofachkraft“ an den Unfallort bestellt werden." Beschädigte Komponenten sollen nicht berührt werden.

Hier versteckt sich wiederum eine Tücke:
KFZ-Mechaniker (Ausbildung nach 1973) (die oft auch Abschleppen) können in Kursen den Umgang mit HV-Fahrzeugen lernen, für den E-Up reicht der Kurs für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen, alle nicht eigensicheren Systeme erfordern deutlich mehr Unterrichtseinheiten. Bei havarierten Fahrzeugen sind sich die Hersteller jedoch auch nicht einig, ob die Eigensicherheit bei Unfällen noch gegeben ist, daher muss hier alles geschult werden, auch "Arbeiten unter Spannung". Jetzt nicht gleich aufschreien, wenn ihr Elektriker seid und wisst, dass Arbeiten unter Spannung in der Regel verboten sind. Hier sind u.a. Arbeiten am Akku zu nennen.
Eines kann aber der KFZler nicht werden: Elektrofachkraft, dies ist Elektrikern vorbehalten. O.g. "Für HV-Systeme qualifizierte Elektrofachkraft" also jemand der von Strom wirklich Ahnung hat und auch die Messungen interpretieren kann, kann nur ein Elektriker mit Fortbildung nach BGI 8686 werden oder ein KFZler mit Ausbildung zum Elektriker und nach BGI 8686, der auch aktiv als Elektriker arbeitet.
Die Rettungsdatenblätter (http://www.vda.de und http://www.vdik.de) geben einen ersten Hinweis wie verfahren werden soll.
Beim Abschleppen ist immer zu beachten, dass sich die Antriebsachse nicht dreht. Schrittgeschwindigkeit geht, bei höherer Geschwindigkeit können Komponenten durch den entstehenden Strom beschädigt werden. Beschädigte Fahrzeuge sind zu kennzeichnen und im Freien abzustellen.
Zuletzt geändert von Hildesheim am Mi 7. Jan 2015, 14:20, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Maverick78 » Mi 7. Jan 2015, 13:41

Das war ja mal ausführlich :thumb: Ich hatte das aber eher als Spass gemeint :lol:
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Re: Zelltyp Traktionsbatterie

Beitragvon Hildesheim » Mi 7. Jan 2015, 14:04

Maverick78 hat geschrieben:
Das war ja mal ausführlich :thumb: Ich hatte das aber eher als Spass gemeint :lol:

Du, ich musste die Frage schonmal beantworten, denn diesbezüglich herrscht immernoch Unklarheit. Streng genommen kannst du mit deinem Auto zu jeder Reifenbude fahren - der Inhaber, der aber im Sinne der BG handelt müsste dich wegschicken, wenn er keinen HV-Sensibilisierten Mitarbeiter hat. "Elektrisch-unterwiesene Person" = EUP , passt ja... :lol:
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