e-up Erste Erfahrung

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Jur » So 9. Feb 2014, 16:51

Hallo,

nachdem ich wochenlang hier gelesen und viele Informationen bekommen habe, möchte ich mich revanchieren.

Meine Frau fährt als Zweitwagen und als Kindertaxi momentan einen Opel Combo Erdgas. Gekauft wurde er als Sparmobil, d. h. bei Anschaffung lag der Preis für ein Kilogramm Erdgas unter 1,- Euro. Der Wagen hatte aber teure Defekte, so dass wir nicht wirklich günstig damit gefahren sind. Wir möchten uns umorientieren.
Momentan fährt meine Frau für etwa 7,5o Euro/100 Kilometer.

Wir haben uns nun wochenlang für den e-up interessiert, Angebote eingeholt und nun den Wagen für ein Wochenende geliehen.
Bei der Fahrt vom Händler nach Hause, kam von den Kindern auf der Rückbank der erste Kommentar: Der hat nur zwei Gurte hier hinten. Dafür hatte ich mich nie interessiert, sondern bin von einem Fünfsitzer ausgegangen. Der up ist aber nur ein Viersitzer!

Das Fahrzeug habe ich über Nacht geladen (19 Stunden), beim Einsteigen heute morgen zeigte er bei 7 Grad Außentemperatur 146 km Reichweite an. Wie kommt VW auf 160 km Reichweite?

Wir (2 Kinder und ich) sind dann zum Handballspiel meines Sohnes gefahren. Hin und zurück waren das 82 km, Licht und Radio waren aus, Heizung auf 20,5 Grad. Der Wagen zeigt einen Rest von 30 km an. (Da wurde mir aber schon mulmig.) Ich bin sehr bewusst gefahren. Landstraße max. 90 km/h, durch Städte und Dörfer vorschriftsmäßige 50 km/h, Rekuperation auf Stufe 1 und 2 (bei 2 bremst er mir schon zu stark ab; ich wollte mit einem Leihfahrzeug keinen Auffahrunfall riskieren).
Laut Verbrauchszeige habe ich einen Durchschnitt von 14,7 kwh erzielt. Noch weniger ginge m. E. nur als Verkehrshindernis.
Das macht für mich 4,25 Euro auf 1oo km.

Fazit: In Anbetracht der Kosten für einen Akkutausch von 13.000 Euro und nur zwei Jahre Garantie auf den Rest des Fahrzeuges kommt das Fahrzeug für uns nicht in Betracht. Der e-up ist uns einfach zu teuer.
Das ist schade, denn den e-up zu fahren, macht wirklich Spaß (Macht ein Porsche aber auch).

Wir werden uns wohl für ein Auto mit 5 bzw. 7 Jahren Garantie im Preissegment bis 15.000 Euro entscheiden (für den Preisunterschied können wir oft tanken) und die Elektroautoentwicklung aufmerksam beobachten. Momentan sind uns E-Auto zu teuer und mit zu vielen Fragezeichen versehen. Warum gibt VW z. B. nicht acht Jahre Garantie auf das gesamte Fahrzeug? Ich habe mich mal drunter gelegt - viel kann an so einem e-up nicht kaputt gehen (es ist nämlich nicht viel dran).

Grüße
Jur
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Twizyflu » So 9. Feb 2014, 17:22

Kennst du ein normales Auto mit 8 Jahren Garantie?
Ich nicht.

Es geht um die Akkus, die sind das Herzstück, deshalb will man den Leuten die Angst nehmen und setzt den Akku unter längerer Garantie.

Wenn man die Kosten für Versicherung, Sprit, Service, Reparaturen (die kommen weil es einfach soviele Teile gibt beim Verbrenner) gegenrechnet naja. Das wiegt sich schon auch auf. Vorallem weil beim e-up die Batterie im Kaufpreis inkludiert ist.

Bei nem 10.000 Euro VW Polo mit Standardausstattung klar.
da wirst du den Sprit niemals verbrauchen um das aufzuwiegen aber jeder muss das für sich selbst entscheiden.
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Jur » So 9. Feb 2014, 17:37

Hallo Twizyflu,

es gibt Hersteller, die bieten 5 und 7 Jahre Garantie. War auch nur eine Idee. Auch unter 20.000 Euro wäre der e-up interessant.
Zum Akku: VW gibt 3000 Ladezyklen an, bei täglicher Ladung macht das 8,2 Jahre Lebensdauer. So kommen wohl auch die acht Jahre Garantie zustande ...
Und danach? Ein so teures Fahrzeug macht nur bei langer Nutzung Sinn. Aber: Akkutausch = 13.000 Euro.

Wie geschrieben, ich finde den e-up wirklich toll, finde ihn aber zu teuer und mit zu vielen Fragezeichen versehen.
Tut mir leid, ich bin nicht so idealistisch, diese VW-Lotterie mitzumachen.
Wir suchen ein zuverlässiges Auto mit geringen Betriebskosten. Auch diesbezüglich hatte ich mir vom e-up etwas mehr versprochen. Mir machen zwar die vier bis fünf Kaltstarts unseres Zweitwagens täglich Bauchweh, aber für einen e-up bekomme ich zwei andere, z. B. Kia, die dann 7 Jahre Garantie haben.

Gruß
Jur
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Twizyflu » So 9. Feb 2014, 17:43

Informiere dich dennoch genau zb bei Kia worauf sich die Garantie bezieht. Also die 7 Jahre.
An der Zuverlässigkeit der Verschleißteile ändert das ja nix.
Erhaltung kostet, Anschaffung auch aber das ist 1 mal.

Weiters: 3000 Zyklen - wie oft lädst du denn?
Ein Zyklus ist 0 bis 100% oder 50% auf 100 und wieder 50%.
Du musst ja wissen, wie oft du laden musst.

Und naja teuer ist halt relativ. Den Zoe gibt's auch ab 21.000 aber die Batteriekosten in 8 Jahren dann ist man auch auf 30.000. Rechne mal den Sprit aus was der kostet bei deiner jährlichen Fahrleistung. Außerdem: der Akku ist sicher nicht so teuer. Das sagt VW jetzt. Die kwh Preise fallen monatlich. In 8 Jahren sind wir schon ganz woanders.

Glaube mir das ist nicht gelogen. Aber es ist deine Entscheidung denn du musst zufrieden sein.

Nur blenden lassen darf man sich nicht.
Ich habe bewusst keinen VW gekauft. Für was
Der Zoe ist mir da lieber.

Zuverlässigkeit ist bei Elektroautos ganz sicher gegeben.
Sie sind nahezu unabhängig von Kälte, ein e-Motor muss nicht warmgefahren werden, es gibt viel weniger teilen, die kaputtgehen können usw.

Wie gesagt niemand soll dir was einreden.
Aber ich glaube eher, dass nicht der VW sondern die Elektromobilität allgemein für dich noch Fragezeichen haben.
Dafür sind wir da. Man soll dich ja unterstützen.
Und wenn es ein normales Verbrennerauto wird ist das genauso zu akzeptieren. Man will dir ja nur helfen :)
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon silberstrom » So 9. Feb 2014, 19:12

Das Fahrzeug habe ich über Nacht geladen (19 Stunden), beim Einsteigen heute morgen zeigte er bei 7 Grad Außentemperatur 146 km Reichweite an. Wie kommt VW auf 160 km Reichweite?
Wenn die Herstellerangabe bei 7 Grad um 14 km verfehlt wird, ist das doch vollkommen in Ordnung. Einen Benziner Up! kann ich statt mit 4 auch mit 8 L/100 km fahren.

Insgesamt ist zu sagen, dass der e-Up! kein Fahrzeug ist, mit dem man viel Geld sparen kann. Mit der Differenz des Neupreises zum Benziner lanm man ja schon Treibstoff für über 150.000 km kaufen. Dafür hat die Elektrovariante andere Vorzüge, die den Mehrpreis ggf. rechtfertigen.

dennoch danke für deine Erfahrungen :)
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon mstaudi » So 9. Feb 2014, 20:36

Twizyflu hat geschrieben:
...
Zuverlässigkeit ist bei Elektroautos ganz sicher gegeben.
...

Na, ja. Wen was verreckt ist es doch die Elektronik, Sensoren, usw, was dann oft auch teuer ist. Meine Erfahrung
@Jur
Da bist du aber auf Anhieb sehr sparsam gefahren :D Schafft nicht Jeder.

Und rechnerisch hast du sicher recht. so ein E-Mobil rechnet ich nur unter optimistischsten Annahmen.
Und trotzdem: ich werde mir keinen Verbrenner mehr kaufen :shock: ganz sicher :mrgreen:
Es ist wie bei vielem im Leben: Man kann immer am Billigsten, man kann aber auch bewusst Wert auf bestimmte Dinge legen.

Gruß, mstaudi
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Twizyflu » So 9. Feb 2014, 21:48

mstaudi hat geschrieben:
Twizyflu hat geschrieben:
...
Zuverlässigkeit ist bei Elektroautos ganz sicher gegeben.
...

Na, ja. Wen was verreckt ist es doch die Elektronik, Sensoren, usw, was dann oft auch teuer ist. Meine Erfahrung
@Jur
Da bist du aber auf Anhieb sehr sparsam gefahren :D Schafft nicht Jeder.

Und rechnerisch hast du sicher recht. so ein E-Mobil rechnet ich nur unter optimistischsten Annahmen.
Und trotzdem: ich werde mir keinen Verbrenner mehr kaufen :shock: ganz sicher :mrgreen:
Es ist wie bei vielem im Leben: Man kann immer am Billigsten, man kann aber auch bewusst Wert auf bestimmte Dinge legen.

Gruß, mstaudi


Du hast sicher recht aber es sind viel weniger mechanische und thermische Probleme wie beim Verbrennungsmotor. Von den vielen Teilen ganz zu schweigen.
Kaputt gehen kann immer was aber das Pech kann man bei ner S Klasse genauso haben wie bei einem Dacia.
Wenns mir nur ums Geld gegangen wäre würde ich heute noch meinen bj 2011er Mitsubishi Lancer Instyle Diesel fahren ;)
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Klingon77 » Mo 10. Feb 2014, 00:14

hi,

wenn man die heutigen Elektroautos mit dem spitzen Bleistift gegen eine entsprechende Verbrennervariante rechnet dann wird es wohl so sein das die Verbrenner (noch) über die geplante Nutzungsdauer günstiger sind.

E-Auto fahren bietet andere Vorteile welche sich nicht direkt in barer Münze berechnen lassen ;)
Wenn Du ein wenig hier im Forum mitliest wirst Du diese erkennen und ggf. auch zu schätzen lernen.


Du schreibst von Deinen Kindern.
Die Elektromobilität scheint mir, ohne das ich nun Ökologie oder ein anderes Umweltfach studiert habe, die geeignetere Variante zu sein unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt zu erhalten.
Das wäre sicher nur ein kleiner Beitrag; aber irgendwie müssen wir beginnen.
Wenn dies nicht in den reichen Industriestaaten der nördlichen Hemisphäre geschieht, rasen wir weiter "mit Volldampf auf den Abgrund zu".


Das wäre aber nur eines der vielen guten Argumente welche für die Elektromobilität sprechen.
Hier wirst Du noch viele andere, welche den direkten persönlichen Bereich tangieren, finden.

Die Entscheidung muß jeder Mensch für sich selber treffen; er handelt ja aus eigener Verantwortung.


liebe Grüße,

Ralf
www.ad-kunst.de Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln :-)
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Manuel001 » Mo 17. Feb 2014, 05:16

Woher stammt eigentlich der Preis für den Akkutausch von 13.000 Euro?
Das kommt mir ziemlich viel vor. Selbst wenn es so ist, würde ich mir darüber nicht so viele Gedanken machen, weil in 8 Jahren die Akkus wesentlich günstiger sein werden als heute.

Zum Viersitzer:
Der eUp ist ein Kleinstwagen. Alle mir bekannten Kleinstwagen sind nur Viersitzer. Das wissen aber viele Besitzer gar nicht.
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Re: e-up Erste Erfahrung

Beitragvon Cavaron » Mo 17. Feb 2014, 08:35

Also gut 14kwh auf 100km ist eine sehr gute Leistung. Mein alter E-Berlingo schafft mit seinen 16kwh so 80km (als Verkehrshindernis mit 60 auf der Landstraße auch mal 100km).

Es gibt viele Gründe für die Anschaffung eines E-Autos, wenn man Geld sparen will, kann dieses Ziel aber derzeit nur mit einem gebrauchten Fahrzeug erreicht werden. Ich empfehle einen der Drillinge (i-MiEV und co.), gibt es derzeit um die 10.000 gebraucht. Fahrleistung und Platz sollte identisch zum up sein, beim Komfort muss man aber ein par Abstriche machen.
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