E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Chicken » Mo 27. Okt 2014, 11:53

Hallo zusammen,
wann wird endlich das bidirektionale Laden von VW freigegeben / freigeschaltet / nachrüstbar sein ?
Nachdem VW mit dem Projekt INEES mitten im Test steckt hoffe ich auf ein baldiges und positives Ergebnis. SMA hat hierfür die Sunny Wallbox entwickelt (noch kein Kauf möglich). Auch von E3DC (Video bei -> Leben mit der Energiewende TV, Sendung 72, oder auf der E3DC Homepage) gibt es ne Andeutung , wenn ich es richtig verstanden habe, dass man nur noch auf die Freigabe / Umsetzung von VW warte, dann könne man ein entsprechendes Produkt in den nächsten 2-3 Jahren anbieten.

http://www.volkswagenag.com/content/vwc ... erlin.html
http://www.e3dc.com/deutsch/aktuelles.html
http://www.newslab.de/newslab/Leben_mit ... de_TV.html -> Sendung 72.

Ob man sich dadurch einen separaten Stromspeicher sparen kann? Zumindest tagsüber wäre ein zusätzlicher Speicher neben dem E-Up sinnvoll wenn das Fahrzeug nicht zu Hause steht und den PV Strom direkt verbrauchen kann. Abends könnte dann zwar das E-Auto den Strom aus dem Hausspeicher übernehmen und bei Bedarf Nachts zurück ins Haus speisen. Aber was macht dann der Hausspeicher ... mal ganz von den Ladeverlusten abgesehn :roll: ? Eine Zweitverwendung des E-Up Akkus macht also nur Sinn im Verbund mit anderen, oder doch nicht ? Hab da für mich leider noch keine sinnvolle Lösung gefunden.

Was erhofft oder haltet ihr vom "bidirektionalem Laden" mit dem E-Up! ?
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon dedetto » Mo 27. Okt 2014, 16:43

Hallo.

Z.Z. sehe ich es zwiespältig. Mitsubishi bietet es ja schon an.
Wenn meine PV Anlage aus der Förderung fällt werde ich mal darüber nachdenken.

Es zeigen sich ja schon die ersten Auswirkungen.
Nach dem Motto "Wehret den Anfängen" wird ein mir bekannter Versorger seine bislang kostenlosen Säulen auf ein Bezahlsystem umstellen. Er hat sorge das besonders schlaue bei ihm täglich umsonst nachladen und damit zuhause die Elektroöfen speisen.

Die große Zukunftsvision der Energieversorger die privaten Akkus als Puffer ihrer Überschüsse zu nutzen ist ja nett ausgedacht. Da müssen die erstmal etwas zur Vergütung, Abrechnung und Abwicklung sagen.
Wenn die zusätzlich die Batterie stressen, wer hat den Ärger mit der Garantieabwicklung?
Und wer wird freiwillig im Winter Reichweite zur Verfügung stellen?
Wer haftet für "Liegenbleiber" weil zu viel entnommen wurde, bzw. durch einen früheren Start nicht wieder nachgeladen werden konnte?

Privat zur Optimierung der vorhandenen PV Anlage in Eigennutzung ist das interessant.
Aber über den Ladezustand die Kontrolle des Autos an einen Energieversorger abgeben... Nur wenn die mir den Wagen umsonst hinstellen. Ich steuere dafür den "Stellplatz" bei und darf den Wagen 10.000 km im Jahr fahren. Dann können wir drüber reden...
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Ladeheld » Mo 27. Okt 2014, 17:33

Solange es nur eine Handvoll Elektorautos gibt, ist das eher eine akademische Frage. Wenn es aber 2020 wirklich einen Mio E-Autos geben soll / wird sieht das ganze schon anders aus. Der e-up! ist mit max. 3,7 kW am Netz noch ein richtiger Schnarchlader und zieht nicht viel mehr als ein Backofen. Sobald die Autos aber mehr als 11, 22 oder 43 kW am Netz ziehen wird das für den Netzbetreiber schon merklich, vorallem wenn es im 6 oder sogar 7 stelligen Autozahlen-Bereich geschieht. Dann hat das sehr wohl einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Stabilität des Netzes. Dann ist es nicht mehr sinnvoll einfach nach Lust und Laune und möglichst alle gleichzeitig das Netz in die Knie zu zwingen.

Hier sind neue Modelle jenseits der alten Netzstrukturen gefragt und dringend erforderlich, wenn der Verbrenner nicht alternativlos bleiben soll. Jedes Auto sollte seinen eigenen Stromzähler haben und auch für die Dienstleistung der Netzstabilisierunge einen eigenen Tarif erhalten. Gerade zusammen mit den erneuerbaren Energien wird das besonders sinnvoll werden. Je größer und kostengünstiger die Akkus hier werden, um so mehr Chancen ergeben sich, Wind- und Solarstrom tagesaktuell zwischenzuspeichern. Die Akku Ladezykeln sind schon jetzt kein Thema mehr. Aber Kohlestrom im Elektroauto ist heute schon kontraproduktiv.

Ich hoffe der Gesetzgeber kommt hier endlich in die Gänge (was ich aber nicht erwarte). Einfach nur eine Mio E-Autos bis 2014 zu proklamieren und dann nichts gesetzgeberisch innovatives dafür zu tun ist nur ein Schönreden. Das sind wir leider die letzen Jahre so gewohnt. (Busspuren benutzen ist keine Lösung.) Dieses neue Strommodell wird zu Lasten der 4G gehen. Doch die sind überwiegend trotz Privatisierung überwiegend in Staats- oder Kommunalhand (tiefer Staat) und denken zentralistisch. Somit ist von echtem Wettberwerb auf dem Strommarkt wenig zu spüren.

Aber wenn unsere Regierung hier noch eine Weile blockiert oder einfach nichts macht werden andere Länder (Californien) die Standards definieren und Fakten schaffen. (Das tun sie (Californien) eh schon: Kat in den 80ern, Akkufertigung jetzt aktuell.)
Zuletzt geändert von Ladeheld am Di 28. Okt 2014, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Chicken » Di 28. Okt 2014, 09:14

dedetto hat geschrieben:
Privat zur Optimierung der vorhandenen PV Anlage in Eigennutzung ist das interessant.

Auf diesen Punkt wollte ich hinaus. So lange es keinen geeigneten Masterplan gibt müssen wir (E-Auto + PV-Besitzer) das beste daraus machen. Daher die Frage ob bidirektionales Laden zu Hause sinnvoll genutzt werden kann.

Ladeheld hat geschrieben:
Hier sind neue Modelle jenseits der alten Netzstrukturen gefragt und dringend erforderlich ...

Eine interessante Möglichkeit wäre das hier:
http://www.photovoltaikforum.com/magazi ... aden-2510/
-> Sehr interessant ! Aber das sehe ich wie dedetto :
dedetto hat geschrieben:
Aber über den Ladezustand die Kontrolle des Autos an einen Energieversorger abgeben ...

Ob Hausspeicher oder E-Auto, würde ich auch nur tun wenn ich davon profitieren kann. Aber vorerst geht es mir persönlich NUR ums eigene Hausnetz.

-> Schwarzmalerei-Modus an:
Wenn ich in Berichten lese dass die Regierung die Erzeuger (PV Besitzer) noch mehr kontrollieren und deren PV-Anlagen genauer steuern will ,dann braucht sich doch niemand mehr wundern wenn sich manche immer mehr mit ihrer Anlage abschotten wollen (Inselanlage). Die EU lässt ja öfter verlauten dass sie die Entwicklung "Bürger machen sich unabhängig" (Endsolidarisierung) mit Sorge betrachtet. Je mehr Gängelungen es für die PV-Besitzer (Eigenstromverbraucher) geben soll, um so mehr treibt es mich zur dezentralen / Insel Lösung. Ein Wort das das ganze immer ganz gut beschreibt ist "Enteignung". Die kleinen Leute tragen erst das Risiko (E-Auto + PV) und sollten ihre Anschaffung trotzdem für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Es wird evtl. erst besser wenn auf jedem Haus ne PV und in jeder Garage ein E-Auto steht. Dann muss nur noch eine faire Regelung her.
Würde mich nicht wundern wenn die Regierung mit den deutschen Autoherstellern schon Entwürfe in der Schublade hat wo das bidirektionale Laden nur gewünscht ist wenn das E-Auto dem öffentlichem Netz zur Verfügung steht ... :roll:
-> Schwarzmalerei-Modus aus !

Irgendwie vertrage ich die Zeitumstellung und das Wetter nicht , zu viel negative Energie ;)
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Ladeheld » Di 28. Okt 2014, 15:17

Hallo Chicken!
Irgendwie vertrage ich die Zeitumstellung und das Wetter nicht , zu viel negative Energie ;)

Dann schau es Dir doch einfach durch die rosa-amerikanische Brille an:

http://detroit-electric.com/our-vision.html: Detroit Electric’s bi-directional charge technology.
Die Amis gehen da lockerer mit um. :D

Diese Version von 1939 konnte das noch nicht. :P
http://www.detroitelectric.org/
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Solarstromer » Di 28. Okt 2014, 17:36

Ist eigentlich bekannt, ob die CCS Ladetechnik welche im eUp! und eGolf verbaut ist bidirektional ist?
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon DaCore » Di 28. Okt 2014, 18:14

Solarstromer hat geschrieben:
Ist eigentlich bekannt, ob die CCS Ladetechnik welche im eUp! und eGolf verbaut ist bidirektional ist?


Physikalisch wird ja direkt auf die Batterie durchgeschaltet. Die Frage ist, ob das BMC die Schütze einfach aufreißt, wenn statt geladen entladen wird.

Probieren geht über studieren, einfach die DIN SPEC 70121 implementieren und zwei Tauchsieder in Reihe... :mrgreen:

Ich persönlich glaube nicht an das Fahrzeug als Energiespeicher. Wenn die Gigafactory den Preis drückt, dann werden reine Heimspeicher wieder interessanter. Musk ist an Solarcity beteiligt und plant genau dieses Szenario.
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Alex1 » Di 28. Okt 2014, 18:26

Tolle Sache das! Geht wohl mit der Zoe nicht so schnell... 8-)
Herzliche Grüße
Alex
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So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Chicken » Mi 29. Okt 2014, 16:04

Ladeheld hat geschrieben:
Dann schau es Dir doch einfach durch die rosa-amerikanische Brille an


Wenn ich den SP01 in der Garage hätte, wäre mir das bidirektionale Laden wohl erst mal egal ;)
Denke wenn ich mir den leisten könnte hätte ich auch Geld für nen groooßen Hausspeicher. Dann wäre auch die Insel nicht mehr weit.
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Re: E-Up! - bidirektional Laden sinnvoll ?

Beitragvon Chicken » Mi 4. Mär 2015, 12:29

hier mal ein paar Neuigkeiten zum bidirektionalen Laden, wenn auch nicht von VW :(

http://electrify-bw.de/stromspeicher-trifft-mobilitaet/
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