Die Bombe ist geplatzt

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon NotReallyMe » Fr 17. Jan 2014, 23:32

Auch aus Österreich habe ich heute die gleichen schlechten Nachrichten zur (nicht) garantierten Restkapazität erhalten. Von 80% ist nun plötzlich nicht mehr die Rede, es wird stattdessen einfach keinerlei Kapazität garantiert. Damit ist für mich jetzt klar, daß VW nicht zu seinem Versprechen "80 %" steht und seinen Kunden keine Absicherung in dieser Hinsicht bieten kann. Einzig in Norwegen und Dänemark werden für den E-Up immerhin 70% garantiert. Ein Reimport von dort ist mir aber zu stressig, deshalb ist der E-Up jetzt für mich gestorben. Echt schade, besonders wenn man sieht was im benachbarten Ausland an Preisen und Zusatzleistungen (in Holland z.B. brauchbares Leasing incl. Strom) geboten wird. Ich wäre echt gerne bei VW geblieben, warte aber jetzt nach dieser "Vorstellung" auch nicht mehr auf den E-Golf sondern habe heute für ein anderes Elektroauto unterschrieben. Der Grund für meine Entscheidung lag klar in dem was zur Batterie garantiert wird, aber auch welche Maßnahmen zur Schonung des Akkus bei dem anderen Hersteller geboten werden (Stichwort "Konditionierung"). Da fehlt mir bei VW einfach was, mindestens das Vertrauen.
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Beitragvon Twizyflu » Sa 18. Jan 2014, 00:25

Und was wirds wenn man fragen darf?
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon Manuel001 » Sa 18. Jan 2014, 08:22

Ich habe jetzt auch eine Aussage für Österreich per Mail erhalten.
Das einzig Positive war die Reaktionszeit (nach ein paar Stunden)
Hier der Mailtext:
--------------
Ich:
...Ich betreibe diese Homepage: http://elektroautos.bplaced.net/
Natürlich darf da auch der VW eUp nicht fehlen.
Könnten Sie mir ein Foto mailen bzw. einen Link auf ein Foto geben, welches ich verwenden darf?

Eine Frage habe ich noch bezüglich Garantie auf den Akku.
In der Preisliste steht:
...8 Jahre bzw. 160.000km Laufleistung Garantie auf die Hochvolt-Batterie...
Eine Verringerung der Kapazität der Batterieleistung über die Zeit ist bauteilbedingt und stellt keinen Mangel im Sinne dieser Garantie dar.

Bekommt man also den Akku auch nicht ersetzt, wenn die Restkapazität nur mehr 30% ist?
Ohne Nennung einer Restkapazität ist die Garantie sinnlos.

Es wäre schön, wenn ich eine Rückmeldung erhalte, sonst muss ich es so auf meiner Homepage erwähnen.

Mit freundlichen Grüßen
Manuel Fellner
---------------
Porsche Austria:
...mit der alleinigen Aussage 8 Jahre bzw. 160.000 km sind wir ja nicht isoliert (siehe Tesla). Hier erwähnen Sie aber nicht, dass es auch hier offensichtlich keine Aussage zu der Restkapazität gibt.
Der Hinweis, dass eine Verringerung der Kapazität der Batterieleistung über die Zeit
bauteilbedingt ist und keinen Mangel im Sinne dieser Garantie darstellt, ist ein "Rechtstext", damit es zu keinen ungerechtfertigten Forderungen kommt.
Reine Absicherung, dass ist an und für sich nichts Besonderes.
Auch wir haben hier keine offizielle Aussage dazu. Sie können aber davon ausgehen, dass sich Volkswagen ähnlich verhalten wird.
---------------
Ich:
...bei Tesla habe ich es mittlerweile schon eingetragen. Dieser Stand war aber noch nicht online. (Die Homepage ist gerade im Entstehen.)
VW sollte sich aber eher an Herstellern wie BMW oder Nissan orientieren.
Ein Tesla Model S kommt für einen Normalverdiener sowieso nicht in Frage. Und wenn ein Model S die halbe Reichweite hat, ist es trotzdem noch mehr als genug.
Wenn ich mir einen eUP kaufe und in ein paar Jahren ist die Reichweite sehr stark eingeschränkt, möchte ich nicht darauf hoffen, dass VW die für mich richtige Entscheidung trifft.
Vor allem bei einem Elektro-Kleinwagen sollte die Investition halbwegs wirtschaftlich sein.
Um die Wirtschaftlichkeit abzuschätzen, braucht man zu diesem Thema eine zuverlässige Aussage, weil ja der Akku ein ziemlich großer Kostenfaktor ist. ...
-------------

Vielleicht hilft es ja, wenn genug Leute eine Aussage haben möchten.
Manuel001
 
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon Mei » Sa 18. Jan 2014, 09:02

Hallo,

ein wenig realistisch muss man schon bleiben.
Wer hat den einen Laptopakku oder Handyakku der 8 Jahre alt ist und noch 80% Kapazität hat?

Im Moment sehe ich das einzige was brauchbar ist ein Mietmodell vom Akku.

Bei so ungewissen Betriebsbedinungen z.B: Winter -20°C oder Sommer +40°C sehe ich eher, dass man Glück hat, wenn der Akku nach 5 Jahren überhaupt noch geht.

Ist zwar jetzt eine schlechte Aussage für VW, aber so ist es eben Momentan mit den Akkus.
Würde man LiFePO4 von A123 verwenden, dann würde ich sofort sagen, 5 Jahre und 90% kein Problem. 10 Jahre und 80% kein Problem.
Von der Energiedichte würde aber die Reichweite auf die Hälfte sinken.

Grüße
GTE 10/17
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon endurance » Sa 18. Jan 2014, 09:49

Mei hat geschrieben:
Hallo,

ein wenig realistisch muss man schon bleiben.
Wer hat den einen Laptopakku oder Handyakku der 8 Jahre alt ist und noch 80% Kapazität hat?

Ich :) - Dell Laptop läuft immer noch stundenlang - also es geht schon - kommt eben extrem auf Benutzungsgewohnheit und BMS an.

Aber je ungewisser, desto wichtiger ist doch die Garantieklausel...
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon agentsmith1612 » Sa 18. Jan 2014, 10:48

endurance hat geschrieben:
Mei hat geschrieben:
Hallo,

ein wenig realistisch muss man schon bleiben.
Wer hat den einen Laptopakku oder Handyakku der 8 Jahre alt ist und noch 80% Kapazität hat?

Ich :) - Dell Laptop läuft immer noch stundenlang - also es geht schon - kommt eben extrem auf Benutzungsgewohnheit und BMS an.


Eben man muss das BMS halt so gestallten, dass diese Extrembedingungen gehandhabt werden könne, spricht beste Kühlung und im Winter gute Heizung, wenn das nicht gemacht wird kann man auch keine Garantie geben, weil der Akku es dann sicher nicht schaffen wird.
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Re: AW: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon Karlsson » Sa 18. Jan 2014, 12:27

Mei hat geschrieben:
Hallo,

ein wenig realistisch muss man schon bleiben.
Wer hat den einen Laptopakku oder Handyakku der 8 Jahre alt ist und noch 80% Kapazität hat?

Im Moment sehe ich das einzige was brauchbar ist ein Mietmodell vom Akku.

Bei so ungewissen Betriebsbedinungen z.B: Winter -20°C oder Sommer +40°C sehe ich eher, dass man Glück hat, wenn der Akku nach 5 Jahren überhaupt noch geht.

5 Jahre sind aber nicht besonders viel. Mit dem Handy darf man es auch nicht vergleichen. Mein Smartphone kriegt eigentlich jeden Tag mehr als einen Vollzyklus und liegt damit jetzt bei deutlich über 1000 Vollzyklen nach 3 Jahren. 80% hat das wohl noch. Wären übertragen auf einen E-Up ja schon ein Stück über 100tkm.
Von den Lifepos in Rollern hab ich auch gutes gehört, wo nach 5 Jahren die Reichweite noch nicht nennenswert gesunken ist. Defekte gibt es zwar auch öfters, sind aber in der Regel auf ein schlechtes oder gar nicht erst vorhandenes Bms zurück zu führen, wodurch die schwächsten Zellen dann früh in den Tod getrieben werden.
Mein erstes Notebook hatte nach 5 Jahren noch nen top Akku. Dann war was anderes kaputt. Also viele Elektronikgeräte werden ja gar keine 8 Jahre. Autos dagegen oft deutlich älter.
Da ist ein gutes Bms und berücksichtigung der Temperatur natürlich Pflicht.
Nicht alle Zellen dürfen bei Minusgerade überhaupt geladen werden und wenn doch, ist die Spannung eine andere. Dem kann man aber durch Akkuheizung und angepasster Spannung begegnen.

Fragt sich natürlich, wie das getan wird und wie erfolgreich man dabei ist.
Das Problem an den Mietmodellen ist, dass ich erwarte, dass kaufen billiger kommt.
Wenn der Akku beim Leaf 6 Jahre beim moderaten Kilometern durchhält, fängt man an, was mit dem Kaufmodell zu sparen - wenn man von den 6000€ Unterschied ausgeht.
Aus den USA haben wir jetzt aber ja schon deutlich niedrigere Preise für Akkuersatz gehört. Hieße, dass man mit dem 2. Akku dann noch früher spart.
Wenn die Miete denn einem Akku in 10 Jahren entspräche oder beim Vielfahrer halt auf die Kilometer gerechnet attraktiv wäre...
Ist momentan auch alles noch wenig transparent, weil viele Akkupreise nicht bekannt oder es gibt nur Miete oder nur Kauf.
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Re: Die Bombe ist (nicht mehr) geplatzt

Beitragvon NotReallyMe » Mi 22. Jan 2014, 21:08

Heute kam nun die finale und schließlich klare Antwort von VW. Die Formulierung erinnert mich ein klein wenig an meinen Antwortvorschlag von vor ein paar Tagen (ob VW hier wohl mitliest ?):

"Bei sachgemaessem Gebrauch liegt die Restkapazitaet der Hochvoltbatterie bei mindestens 70 % nach einer Dauer von acht Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometer ab Tag der Erstzulassung. Sollte es innerhalb der Gewaehrleistungszeit zu einer niedrigeren Restkapazitaet kommen, wird die Batterie im Rahmen der Gewaehrleistung getauscht oder kostenfrei repariert."

Für mich persönlich kam das jetzt zwar zu spät, aber vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen bei der Entscheidung. Diesen Satz wird man jetzt wahrscheinlich auch schriftlich beim Kauf in die Garantie aufgenommen bekommen. Falls das bei eurem Händler Probleme macht bitte PN an mich, ich leite euch dann die vollständige Mail von Volkswagen weiter. Ich frage jetzt noch nach, ob das auch für E-Ups gilt die in Österreich oder in den Niederlanden gekauft wurden...
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Re: Die Bombe ist (nicht mehr) geplatzt

Beitragvon meta96 » Mi 22. Jan 2014, 21:31

helmutnn hat geschrieben:
Heute kam nun die finale und schließlich klare Antwort von VW. Die Formulierung erinnert mich ein klein wenig an meinen Antwortvorschlag von vor ein paar Tagen (ob VW hier wohl mitliest ?):

"Bei sachgemaessem Gebrauch liegt die Restkapazitaet der Hochvoltbatterie bei mindestens 70 % nach einer Dauer von acht Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometer ab Tag der Erstzulassung. Sollte es innerhalb der Gewaehrleistungszeit zu einer niedrigeren Restkapazitaet kommen, wird die Batterie im Rahmen der Gewaehrleistung getauscht oder kostenfrei repariert."

Für mich persönlich kam das jetzt zwar zu spät, aber vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen bei der Entscheidung. Diesen Satz wird man jetzt wahrscheinlich auch schriftlich beim Kauf in die Garantie aufgenommen bekommen. Falls das bei eurem Händler Probleme macht bitte PN an mich, ich leite euch dann die vollständige Mail von Volkswagen weiter. Ich frage jetzt noch nach, ob das auch für E-Ups gilt die in Österreich oder in den Niederlanden gekauft wurden...


Also Hut ab VW,
70 % garantierte Mindestkapazität für 160.000 Kilometer bzw. acht Jahre
ist eine feine Sache. Das ist die Planungssicherheit, die man bei einer 27.000€ Investition sehen möchte, bravo :!:

(P.S.: @helmutnn, Danke für die Klärung!)
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon Twizyflu » Mi 22. Jan 2014, 21:40

Naja die Frage ist.
Ist das realistisch?

Wieviele Zyklen müsste man da haben um vor Ablauf der 160.000 km bzw. 8 Jahre das zu schaffen?
Das würde ja bedeuten, dass VW davon ausgeht, dass im Normalfall innerhalb der 8 Jahre das nicht passieren wird.
SO und jetz kommts (kurz über den Tellerrand geschaut):

Renault gibt 75%. Wenn also VW sich das gescheit berechnet haben sollte, dann heißt das für mich, dass auch Renault ähnliche Zahlen hat und deshalb 75% gibt.

Heißt für mich: Ich darf davon ausgehen, dass die Batterie im Zoe auch solange wie die im e-up hält und davon, dass ich also 8 Jahre 86 Euro im monat (also 8000 Euro ca.) reinpulvere bis da mal das Ende erreicht ist.

Na mit 8000 Euro durch den Kunden bei sinkenden Batteriepreisen freut sich Renault bestimmt über die vielen Gratis erkauften Batterien ;)
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