Die Bombe ist geplatzt

Volkswagens erstes Blue-e-Motion Elektroauto auf Basis des up!

Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon Curio » Fr 10. Jan 2014, 21:47

Leute,
ich verstehe die Aufregung hier nicht, "Bombe"...
Das konnte jeder in den Garantiebedingungen nachlesen, bei VW wie bei Tesla - da steht keine Aussage zur Degradation/verfügbaren Mindestkapazität drin. Punkt. Das Thema hatten wir vor Wochen/Monaten hier schon.
Und wer sich auf die mündlichen Versprechungen eines Verkäufers verlässt, der sollte in der Tat ein Blatt mit Nebenabreden vorbereiten, das zwingt im Zweifel den Verkäufer dann doch nochmal genauer in seine Doumentation reinzuschauen, bevor vollmundige Versprechungen gemacht werden. Ähnliches gilt sicher in verstärktem Maß auf einer Messe.

Besonders bemerkenswert finde ich es auch, dass wohl doch immer noch bei einigen hier hartnäckig die Meinung herrscht, Tesla würde eine Garantie für die Kapaziät abgeben. Kann ebenfalls seit Monaten nachlesen, wenn man denn möchte. Ich vermute, hier ist schon das "Reality Distortion Field" von Elon Musk am Werk :|

Und: Wenn in den Garantiebedingungen keine Aussgen zur Kapazität/Degradation etc. drinstehen, dann wird das a priori eben nicht durch diese Garantie abgedeckt. Punkt. Und da keine Kapazitätsgrenze angegeben ist, wird es im Ernstfall sicher spaßig werden, da etwas nach 7 Jahren zu reklamieren - wenn zB das auf 60% oder gar 50% zurückgegangen sein sollte. Ab wann solls denn gelten?

Also: Die BMW Garantie, die ja hier im Forum schon massiv kritisiert worden ist, ist qualitativ konkreter als die von VW oder Tesla und bietet im og. Fall erheblich bessere Chancen auf Ersatz im Rahmen der Garantie.
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Beitragvon ulmerle » Sa 11. Jan 2014, 05:56

Da lobe ich mir die Mietvariante für den Akku und empfehle den Kollegen mit den Kaufakkus schon mal einen "kleinen Bausparvertrag" abzuschließen! :lol:
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon endurance » Sa 11. Jan 2014, 07:01

Curio hat geschrieben:
Also: Die BMW Garantie, die ja hier im Forum schon massiv kritisiert worden ist, ist qualitativ konkreter als die von VW oder Tesla und bietet im og. Fall erheblich bessere Chancen auf Ersatz im Rahmen der Garantie.

BMW & Nissan... == Garantie
Tesla & VW ~~ Absichtserklärung mit Totalverlust-Garantie; wobei man schon davon ausgehen kann, dass sich die Hersteller kulant zeigen werden (zumindest Tesla) um nicht negative Schlagzeile zu produzieren. Bei VW und co bin ich mir da nicht so sicher denn ein wenig E-Angst führt ja evtl. zu mehr Verbrennerverkäufen, evtl. wird da reputationsverlust in Kauf genommen.

Batteriemiete überzeugt mich trotzdem nicht, ich gehe das Risiko (mit Garantie ein eher kleines) ein, dass der Akku die 8 Jahre hält (oder eben entsprechende km) und man dann einen neuen Akku zu weniger Geld bekommt als man für die Laufzeit in Miete gesteckt hätte.
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon dkt » Sa 11. Jan 2014, 08:23

Curio hat geschrieben:
Besonders bemerkenswert finde ich es auch, dass wohl doch immer noch bei einigen hier hartnäckig die Meinung herrscht, Tesla würde eine Garantie für die Kapaziät abgeben. Kann ebenfalls seit Monaten nachlesen, wenn man denn möchte. Ich vermute, hier ist schon das "Reality Distortion Field" von Elon Musk am Werk :|

Und: Wenn in den Garantiebedingungen keine Aussgen zur Kapazität/Degradation etc. drinstehen, dann wird das a priori eben nicht durch diese Garantie abgedeckt.


Was wäre denn, wenn man sich auf den Standpunkt stellte, dass eine Batteriegarantie ohne Einschränkung (% - Angabe) so zu verstehen wäre, dass die Batterie ihre Speicherleistung (zu 100%) behält?

Was sollte denn sonst bei einer Batterie Garantie garantiert werden? Das sie nicht desintegriert? Die Leistungsbeschreibung ist es und die ist doch einfach: Bei Tesla 85 kWh.

Ich bin mal gespannt, was passiert, wenn der erste Tesla S Fahrer eine Reduktion des Batteriespeichers als Garantiefall geltend macht. So wie ich die amerikanische Justiz beurteile, wird da schnell, in der Haftungsfrage, Klarheit herrschen.
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon eDEVIL » Sa 11. Jan 2014, 09:02

Bei den Amis ist alles möglich, aber man kann z.B. bei einem Radlager nicht erwarten, das das 200.000km noch 100% ok ist. :mrgreen:
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon NotReallyMe » Sa 11. Jan 2014, 09:37

Curio hat geschrieben:
Leute,
ich verstehe die Aufregung hier nicht, "Bombe"...
Das konnte jeder in den Garantiebedingungen nachlesen, bei VW wie bei Tesla - da steht keine Aussage zur Degradation/verfügbaren Mindestkapazität drin. Punkt.


Du kaufst den E-Up, weil Du den 160000 km 8 Jahre und 80% des Händlers vertraust und das z.B. gegenüber den 100000km, 8 Jahren 70% für den I3 für deutlich besser hälst. Dann stellt sich aber nach dem Kauf heraus, daß die 80% gar nicht gelten. Wenn die garantierte Haltbarkeit der Batterie der wesentliche Grund für Deine Kaufentscheidung war, dann hast Du Dich falsch entschieden, und das ist nicht Deine Schuld. Punkt.

Ich finde es auch nicht normal oder erwartbar von Volkswagen Standpersonal und Volkswagen Verkäufern mehrfach falsche Angaben zu erhalten, das erwarte ich einfach nicht von VW. Es geht hier um klare Aussagen zur Garantie, 80% bieten keinen Interpretationsspielraum. Und um es klar zu sagen, das Standpersonal und die Verkäufer wurden von Volkswagen so geschult und haben sich das nicht ausgedacht, die Verantwortung liegt also mindestens eine Ebene höher.
Zuletzt geändert von NotReallyMe am Sa 11. Jan 2014, 10:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon NotReallyMe » Sa 11. Jan 2014, 09:51

dkt hat geschrieben:
Was wäre denn, wenn man sich auf den Standpunkt stellte, dass eine Batteriegarantie ohne Einschränkung (% - Angabe) so zu verstehen wäre, dass die Batterie ihre Speicherleistung (zu 100%) behält?


In Deutschland gibt es da den Begriff "Stand der Technik", der oft dann zieht, wenn etwas nicht ganz genau geregelt ist. Da das Bauteil Akku aber unstrittig bei Benutzung einem Verschleiß unterliegt (DAS ist genau Stand der Technik) kann man auf keinen Fall eine langfristige Garantie auf die Nennkapazität annehmen. Einem Gericht brauchst Du auch mit einer Frage ob nun z.B. 50 % oder 70 % nach 160000 km Stand der Technik sind nicht zu kommen, es wird letztlich immer auf Kulanz seitens VW hinauslaufen wenn Du ein Kapazitäts-Problem mit dem Akku hast.

Mir geht es hier aber nicht um die Garantie an sich (das wird ohnehin für den Kunden schwer nachweisbar sein), sondern um den Vertrauensverlust. Nach aktuellem Stand habe ich kein Vertrauen in die Qualitätsaussage von VW zum Akku des E-Up, weil sie wesentlich unvollständig ist.
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon agentsmith1612 » Sa 11. Jan 2014, 10:03

helmutnn hat geschrieben:
Einem Gericht brauchst Du auch mit einer Frage ob nun z.B. 50 % oder 70 % nach 160000 km Stand der Technik sind nicht zu kommen, es wird letztlich immer auf Kulanz seitens VW hinauslaufen wenn Du ein Kapazitäts-Problem mit dem Akku hast.


Auch ein Gericht wird das nicht wissen. Die einzigen die es halbwegs sicher wissen werden sind die Zellenhersteller selber. Aber da hat jeder Hersteller seine andere Testmethode und je nach Bedingungen sieht das wieder anders aus.

Beispiel:
Jemand der jeden Tag mit seinem EV 10 km fährt und immer nur zwischen SOC 40-60 % bleibt wird eine andere Degratation haben als jemand der immer 10-90% per Schnelllader nutzt. Auch wo der Wagen gefahren wird in Norwegen oder in Arizona wird bei der Degratation eine wichtige Rolle spielen.

Da kein Hersteller einen Realtime Test gemacht haben wird können die sich auch nur auf Angaben des Zellherstellers verlassen.

Selber in der VW gewährten Garantie, ist nicht klar definiert was ein Defekt des Akkus bedeutet. Dann wenn er gar keine Spannung mehr liefert? Dann wenn nicht genügend Spannung zum Fahren da ist? Dann wenn man nur noch 5 km weit kommt? Sehr wage das ganze.

Hier hatten wir sogar schonmal eine News dazu wie es sich beim Tesla Roadster verhalten hat:http://www.goingelectric.de/2013/07/15/news/tesla-roadster-batterie-kapazitaet-studie/
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon NotReallyMe » Sa 11. Jan 2014, 10:23

agentsmith1612 hat geschrieben:
helmutnn hat geschrieben:
Einem Gericht brauchst Du auch mit einer Frage ob nun z.B. 50 % oder 70 % nach 160000 km Stand der Technik sind nicht zu kommen, es wird letztlich immer auf Kulanz seitens VW hinauslaufen wenn Du ein Kapazitäts-Problem mit dem Akku hast.


Auch ein Gericht wird das nicht wissen.


Genau das wollte ich damit sagen, so etwas WIRD (aus eigener Erfahrung) ein Gericht nicht entscheiden sondern die Parteien anweisen sich direkt zu einigen. Das bedeutet dann wie beschrieben "Kulanz", wenn wie in diesem Fall sonst nichts geregelt ist. Es geht hier aber um Vertrauen, daß die erhebliche Mehr-Investition in einen Stromer im geplanten Nutzungszeitraum funktioniert. Da muss man als Kunde mit den Angaben der Hersteller rechnen und einfach davon ausgehen können, daß wenn es unter die garantierte Kapazität fällt, unter der man den Wagen dann vielleicht gar nicht mehr wie geplant nutzen kann, innerhalb der Garantie Ersatz bekommt und den Wagen weiter wie geplant nutzen kann.
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Re: Die Bombe ist geplatzt

Beitragvon Adrian » Sa 11. Jan 2014, 22:56

Gerade nochmal auf der dänischen Website gesucht. Kann zwar kein dänisch, aber es sieht so aus, als gibt es in Dänemark die 70% Restkapazitätsgarantie :D ...
Für die E-Up Käufer, ab nach Dänemark! :lol: Ein vollausgesattteter E-Up kostet dort auch ca. 21 T. € (Netto). Wenn man in Norddeutschland wohnt, wäre es wirklich keine schlechte Idee...
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