Laden an der Steckdose

Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon schnapper » Sa 16. Dez 2017, 12:11

Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe das Kabel ENECEN 1031205 bei Amazon gefunden.

Im Rückwärtsfahren war ich noch nie sehr gewandt. Ich befürchte, ich würde mir dabei Schrammen ins Auto fahren oder irgendwo anstossen. Das wäre natürlich ungünstig.

Ich habe ja nur eine ganz normale 1,5 qmm-Leitung in die Garage. Kann ich diese tatsächlich mit einem 2,5 qmm-Kabel verlängern?

Oder anders gefragt:

Ich könnte in meiner Wohnung an allen Steckdosen ein 2,5 qmm-Verlängerungskabel verwenden, und das würde funktionieren?

Ich dachte immer, man kann nur eine 2,5 qmm-Leitung mit einem 2,5 qmm-Verlängerungskabel überbrücken.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon Zoidberg » Sa 16. Dez 2017, 12:56

schnapper, das Schukoladekabel ist genauso lang wie das Typ 2 Ladekabel: 6 m. Mit Stecker etwa 6,30 m.

Du kannst es direkt am Gerät von 10 A auf 8 A umstellen. Stecker in die Schuko stecken, Taster drücken, Typ 2 ins Auto stecken. Die LED blinkt dann langsamer als bei 10 A Ladung.
Zur Not den Ladestrom im Discover Pro runter einstellen.

Ich finde die Qualität gut, es hat dicke Kabel und hat bei mir nicht einmal die Ladung abgebrochen. Allerdings nutze ich es nicht dauerhaft. Nur einen Monat als meine Ladesattion defekt war habe ich es fast täglich verwendet. Der Stecker ist nicht heiß geworden, ich habe aber auch nur an ziemlich neuen Markensteckdosen geladen. Eine alte Installation oder sollte man im Auge behalten.

Verlängerungen sollen offiziell nicht verwendet werden, weil deren Kabelquerschnitt möglicherweise zu dünn sein könnte und jede weitere Steckverbindung ein Problem sein könnte (Übergangswiderstand). Zudem zudem wird die erste Steckverbindung an der Gebäudeinstallation nicht mehr temperaturüberwacht.

Der e-Golf hat serienmäßig Parksensoren, dessen Töne vielleicht nicht gerade deaktivieren (falls das mit VCDS überhaupt möglich ist). Bestell die RearView Camera mit dazu, die ist top. Da sie hinter dem Emblem sitzt und erst beim Einlegen des Rückwärtsgangs aufklappt, ist sie immer schön sauber und auch bei Dunkelheit funktioniert sie erstaunlich gut. Lass die Scheibentönung hinten weg. Damit sollte das Einparken super klappen.
Zusätzlich kannst du ja mal den optionalen Park Assistent ausprobieren, ob der alleine einen Golf in deine Garage manövriert bekommt.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon PowerTower » Sa 16. Dez 2017, 13:16

schnapper hat geschrieben:
Ich habe ja nur eine ganz normale 1,5 qmm-Leitung in die Garage. Kann ich diese tatsächlich mit einem 2,5 qmm-Kabel verlängern?

Ja und das ist auch sinnvoll.
- Die 2,5 mm² Leitung bleibt kühler, dadurch kann diese die an den Kontakten entstehende Wärme besser abführen.
- Du hast etwas weniger Übertragungsverluste (in deinem Szenario eher vernachlässigbar).

Das zum Fahrzeug zugehörige Schuko-Kabel hat übrigens auch 2,5 mm² und dieses darfst du trotzdem an eine Steckdose mit 1,5 mm² anschließen. ;) Natürlich wäre es besser, wenn deine Garage einen dickeren Querschnitt aufweisen würde und bei der Gelegenheit gleich die Position der Steckdose korrigiert werden könnte. Ist halt nicht, wird auch so gehen. Sollte sich jedoch in Zukunft die Möglichkeit ergeben, ein neues Kabel in die Garage zu legen, dann würde ich das an deiner Stelle tun. Wenn du bemerkst, dass die Steckdose zu warm wird, stellst du das ICCB eben wie gesagt auf 8 A ein.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon schnapper » Sa 16. Dez 2017, 21:06

Vielen Dank für die hilfreichen Informationen. Dann kaufe ich mir das 2,5 qmm-Kabel, denn das habe ich auch noch nicht gewusst, dass das Notladekabel von VW ebenfalls 2,5 qmm hat. Gut, dass es dieses Forum gibt, ich hätte sonst ein ganz normales 1,5 qmm-Verlängerungskabel gekauft.

Ich werde mal versuchen, den e-Golf mit 10 Ampere zu laden. Falls das nicht klappt und es Verbindungsabbrüche gibt, stelle ich auf 8 Ampere um, aber dann lädt der Akku halt noch langsamer.

Mit wieviel Ampere geladen wird kann ich im Menü des e-Golf einstellen, richtig?

Ich werde meinen e-Golf 300 gebraucht kaufen, da habe ich dann leider keine Konfigurationsmöglichkeiten mehr. Eine Rückfahrkamera ist aber nicht drin. Aber die kann man doch hoffentlich nachrüsten.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon PowerTower » Sa 16. Dez 2017, 22:51

Die Ladegeschwindigkeit kannst du entweder im Fahrzeug einstellen oder direkt über die Taste am Ziegel. Ich bevorzuge letzteres, weil man sonst bei der Nutzung öffentlicher Ladesäulen daran denken muss, den Wert im Fahrzeug wieder auf 16 A zu stellen. Aber du kannst es ja zunächst mit voller Leistung probieren und dabei jede halbe Stunde die Temperaturänderung prüfen.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon klausdieter » Di 16. Jan 2018, 17:20

hallo in die Runde,

habe Euere Beiträge leider erst jetzt gelesen. Seit die öffentlichen Stromtankstellen kostenpflichtig sind, lade ich auch vorwiegend in der Garage. Die Schukosteckdose habe ich gegen eine CEE-Dose ausgetauscht. Dazu habe ich mir im Baumarkt ein Adapterkabel CEE auf Schukokupplung besorgt (16A). Dadurch wird das Ladekabel verlängert und die Temperaturueberwachung im Schukostecker des Ladekabels funktioniert auch. Bei 10A Ladung bleibt alles schön kalt.
Wenn ich schneller laden möchte, verwende ich ein zusätzliches Ladekabel für 12 und 16A mit CEE-Stecker. Da wird auch nichts warm. Damit lade ich dann genauso schnell wie an den Stromtankstellen (190er e Golf).
Empfehlen kann ich noch, die Ladung fernzusteuern. Dazu braucht man nur einen Funk-Aufputzschalter (z.B. von Conrad für 47 Euro) den man vor die Schuko bzw. CEE Dose setzt.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon Horse » Do 18. Jan 2018, 00:28

AndiH hat geschrieben:
Ich kann mir jetzt nicht so richtig vorstellen warum das e-Golf Ladekabel soviel schlechter sein soll bzw. soviel wärmer wird als das vom e-Up!. Dort sind die 10A überhaupt kein Problem solange der Knochen nicht bei 30°C in der Sonne liegt. Solange die Schuko Dose neu, sauber und mit ordentlich Federkraft ist sollte es kein Problem sein. Problematisch sind eher die alten Lüsterklemmen in der Installation oder Schukos die ihre besten Jahre bereits lange hinter sich haben und der Stecker schon von alleine raus fällt oder die Kontakte nicht mehr metallisch glänzen.

Gruß

Andi
Danke, das beruhigt mich - da ich mir das praktische CCS-Laden wieder mehr abgewöhnen wollte und daher aufs langsame Schukoladen ausweiche; nachdem ich die Hinweise hier gelesen habe: www.goingelectric.de/forum/vw-e-up/e-up ... 53-20.html
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon energieingenieur » Do 18. Jan 2018, 01:30

Ich installiere beruflich Ladesysteme. Sowohl für zu Hause, als auch große auf öffentlichen Flächen. Es mag hier hinreichend Menschen geben, bei denen an der eigenen Schuko-Dose zu hause NOCH nichts passiert ist. Man muss aber ganz klar sagen: Schuko ist keine sichere Lademöglichkeit! Ich habe schon 3 geschmolzene Schukos gesehen. Das ging monatelang und im längsten Fall sogar 3 Jahre lang gut mit der Schuko-Ladung, bis die Dose dann geschmolzen, bzw. wortwörtlich abgefackelt ist. Zum Glück ist in allen drei Fällen nicht mehr als ein Totalschaden des ICCB, der Schuko und des Wandbereiches passiert.

Fakt ist: Schukoladung kann unter angemessenen Umständen funktionieren. Es gibt aber auch auch Umstände, die zu gefährlichen Situationen führen: Dies können alte Schukodosen, spröde oder ausgeleierte Dosen sein, schlecht aufgelegte Leiter, schlechte Kontaktierungen, sowie externe thermische Effekt (Sonneneinstrahlung auf die Ladende Schukodose), uvm. sein. Kurzum: Ein Laie kann diese Faktoren nicht mit letzter Sicherheit ausschließen. Und auch wenn die Schukoladung 2 Jahre problemlos funktioniert hat, ist das kein Garant dafür, dass es weitere 2 Jahre gefahrlos klappt. Insbesondere durch die thermische und auch mechanische Belastung der Dose unterliegt diese einem Alterungsprozess. Dies kann dazu führen, dass die Kontaktierung mit der Zeit nachlässt und die Dose dann wärmer wird - bis es irgendwann zu einer Überhitzung kommt.

Wer elektrotechnisches Verständnis hat und diese Faktoren regelmäßig kontrolliert, der kann durchaus mit recht geringem Risiko per Schuko laden. Aber der größte Teil der Bevölkerung hat dieses technische Verständnis eben nicht und deshalb halte ich es für grob Fahrlässig zu sagen: "Schuko laden ist sicher."

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, der kauft sich eine Typ2-Wallbox. Und damit jetzt nicht jeder sagt: "Klar, dass der das sagt, der will ja Ladesysteme verkaufen"... Nein... ich sage im gleichen Atemzug: Eine CEE-Verbindung ist elektrotechnisch genauso sicher, wie Typ2 - nur nicht ganz so komfortabel. Aber in beiden Fällen, sind die Stecker bzw. deren Kontaktflächen wirklich für eine lange und hohe Strombelastung ausgelegt. Diese Verbindungen kann man über Jahre hinweg absolut sicher benutzen. Für die Schukoladung gilt das nicht.

Wer nach wie vor von Schuko überzeugt ist, dem rate ich dringend, zumindest regelmäßig den Zustand der Dose und die Temperaturentwicklung beim Laden zu beobachten, damit es keine Böse Überraschung gibt. Und wenn eure Garage mit im Gebäude liegt, baut euch wenigstens einen Rauchmelder ein. Im Notfall verhindert der zumindest einen Personenschaden.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon mimikri » Do 18. Jan 2018, 08:34

schnapper hat geschrieben:
Ich habe leider nur eine 1,5 qmm-Leitung bis zur Garage. Da hat mir der Elektriker gesagt, dass ich da nicht mehr als 10 Ampere Dauerlast drauflegen darf, sonst wird das Kabel zu heiß. Die CEE-Stecker-Lösung ist mir bekannt, aber dazu bräuchte ich eine 2,5 qmm-Leitung. Für meine 1,5 qmm-Leitung sind nur 10 Ampere Dauerlast freigegeben.......

Die Absicherung für eine Schuko-Steckdose beträgt normalerweise 16A. Für diesen Strom ist eine ordnungsgemäß installierte Schucko-Steckdose zugelassen. Die Einschränkung beim Kabel in die Garage besteht nicht im Querschnitt, sondern in der Leitungslänge.
Unabhängig davon: der Elektriker darf dir keine Leitung verlegen und dann sagen "Du darfst nicht....". Er muß sicherstellen, daß im Problemfall die Sicherung korrekt und automatisch auslöst und deswegen den Leitungsquerschnitt (abhängig von der Länge) so wählen, daß die Steckdose die zugelassene Leistung liefern kann.
Anders herum: wenn ein Kurzschluß an der Steckdose vorliegen würde, dann muß ein Strom fließen können, der die Sicherung auslöst. Die Leitung muß deswegen diesen Strom sicher führen können und darf nicht das bergrenzende Element sein!
Abhängig von der Leitungslänge kann auch eine CEE-Steckdose über eine (5x) 1,5 qmm Leitung angeschloßen sein. Auch hier ist die Leitungslänge massgebend, nicht der Querschnitt.
Gruß, Jürgen
Die Dauer um von A nach B zu kommen, wird von Wegstrecke und Durchschnitts-Geschwindigkeit bestimmt, NICHT von der Maximal-Geschwindigkeit.
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Re: Laden an der Steckdose

Beitragvon PowerTower » Do 18. Jan 2018, 09:28

Selbstverständlich spielt auch der Querschnitt eine Rolle, nämlich beim Thema Temperatur. Es muss sicher gestellt werden, dass eine Manteltemperatur von 70°C nicht überschritten wird. Dafür gibt es die Tabelle der Verlegearten. Und da dürfen 1,5 mm² in bestimmten Fällen nicht mit 16 A belastet werden. Das was du betrachtest ist lediglich der Spannungsabfall, aber auch hier spielt das Verhältnis von Leitungslänge UND Querschnitt eine große Rolle. Der Elektriker muss dafür garantieren, dass der Spannungsabfall unter 3% bleibt.

Des Weiteren hatten wir ja bereits festgestellt, dass eine mit 2,5 mm² angeschlossene Schuko Dose an den Kontakten kühler bleibt. Denn wenn der Problemfall darin besteht, dass die Schuko-Dose bei 16 A wegschmilzt, dann kann der Elektriker selbstverständlich nicht dafür garantieren, dass die Garage nicht doch in Brand gerät. Der Leitungsschutzschalter bekommt davon gar nichts mit löst demnach auch nicht aus. Das Risiko lässt sich aber minimieren, wenn man die Steckdose mit höchstens 10 oder 13 A absichert. So würde ich es jedenfalls tun. Wer dann doch mit 16 A laden will, wird nach einiger Zeit Bekanntschaft mit der thermischen Aulösung des Leitungsschutzschalters Bekanntschaft machen.

Insofern bitte Vorsicht mit solchen Aussagen. Ich habe schon eine ordnungsgemäß installierte Schuko-Dose bei 10 A nach zwei Stunden zum schmelzen gebracht. Soviel zum Thema problemloses Laden mit 16 A. Ich habe nicht das Gefühl, dass du eine elektrotechnische Ausbildung hast, oder?
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