Fragen eines E-Golf Testers

Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon Erich2405 » Mi 20. Dez 2017, 09:05

Ich habe seit gester einen 2017er e-Golf leihweise zum testen. Die Ausstattung ist echt gut gegenüber meinen 2016er Leaf. Da ich jeden Tag die gleiche Strecke fahre (82 km einfach zur Arbeit), fällt mir sofort auf, daß der e-Golf einen sehr hohen Durchschnittsverbrauch hat - über 18 kWh !!!
Im Leaf habe ich z.Zt. einen Verbrauch von 15,8 kWh...
Das heisst im Rückkehrschluß, daß ich mit dem Leaf un 30kW genauso weit komme, wie mit dem Golf mit 35kW...

Kann das sein? Wie bekomme ich eine größere Reichweit?

Fahrprofil Normal - Fahre im Modus B. Der Golf hat keine Wärempumpe. Die Heitung steht auf Automatik (Fahrerseits) und Eco (Beifahrerseite)

Kann mir ein versierter e-Golf Fahrer hier weiterhelfen?
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Beitragvon vw-eup » Mi 20. Dez 2017, 09:16

Servus ,

Ich empfehle folgendes :

Auto vorheizen zum abfahrts Zeitpunkt mit timer Programmierung ( oder später. Beim eigenen Fahrzeug über die App 15 min vorheizen am Kabel )bitte hier aufpassen . Heizen und laden kann zusammen oder auch getrennt zum abfahtszeitpunkt erfolgen . Bitte hier Ggf kurz in der Anleitung nachschlagen .( das zeitversetzte laden bringt den einen oder anderen durcheinander )

Fahre im Eco Modus . Das spart eine Menge bei der Heizung ein.direkt nach dem Start aktivieren und losfahren

Die Wärmepumpe wird für dich bei deinem Fahrprofil Pflicht sein . Diese schafft ein Polster von einigen Kilometern .

Fahr mal einige Kilometer am Stück im Eco Modus . Dann geht der verbauch runter und die Heizung fällt nicht so ins Gewicht .
Kurzstrecken sind vom Verbrauch her schon ein Riesen Unterschied als wenn man in ein warmen Datei einstiegt und dann 80
Km fährt . Probier das mal aus.

Viel Spaß beim ausprobieren des egolf
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon acurus » Mi 20. Dez 2017, 09:23

Ja, die Wärmepumpe ist sicher gesetzt, vorklimatisieren auch.

Eco oder Normal hat bei uns (jetzt 5.000km) keinen nennenswerten Unterschied gemacht. Wie sieht denn das Streckenprofil aus?

Und: Den Rekuperationsmodus B nutzen wir eigentlich nur innerorts oder gezielt als "Motorbremse". Ansonsten normal in D, segeln ist effizienter als rekuperieren. D1-D3 nutzen wir nur bei bergabfahrten je nach Bedarf.
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon Misterdublex » Mi 20. Dez 2017, 09:42

Hat der Leaf nicht ab Acenta serienmäßig eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe macht sehr viel aus, spart etwa 60% Energie gegenüber der Standardheizung.

Unser e-Golf (mit Wärmepumpe) hat bei zuletzt 0-5 Grad und Schnee-/Schneeregen-/Regenwetter, über 2 Wochen einen Verbrauch von etwa 17 kWh/100 km. Wir fahren immer nur Kurzstrecke, meist max. 10 km am Stück, innerorts. Am Wochenende vielleicht mal 30 km. Vorgeheizt wird nie, da wir Laternenlader sind.

Das gibt dir vielleicht einen Eindruck was mit Wärmepumpe im e-Golf300 möglich ist.
E-Golf300-Fahrer.
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon SL4E » Mi 20. Dez 2017, 11:37

Ohne WP ist der Verbrauch normal. Der (alte) Leaf braucht von Haus aus mehr, den unterschied macht einfach die WP.
Wenn er aktuell die werkseitigen Stahlfelgen mit den Winterreifen montiert hat, macht das auch noch mal einiges aus. Die Winterreifen ab Werk haben einen enorm hohen Rollwiderstand.
Ich habe das Forum verlassen
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon Niklas » Mi 20. Dez 2017, 22:56

Wir haben auch grade einen e-Golf zum testen hier (geliehen von Strominator in Leipzig) und meine Frau hat auf ihrer Arbeitsstrecke auch 20KWh/100km verbraucht. Der Golf ist auch ohne Wärmepumpe und die Aussentemperatur war um den Gefrierpunkt. Die Strecke geht quasi 35km fast nur Landstraße. Wenn man im Eco Modus unterwegs ist und entsprechend Vortemperiert dann wird das auch noch nach unten gehen.

Bilanz für mich bisher:

e-Golf im Winter am besten mit Wärmepumpe und ggf. besseren Winterreifen (Rollwiederstand)
Reichweite passt für mich aber im Normalfall aber auch schon so :-) Nur noch die Regierung überzeugen...
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon Wolfgang Anger » Do 21. Dez 2017, 01:39

Niklas hat geschrieben:
Wir haben auch grade einen e-Golf zum testen hier (geliehen von Strominator in Leipzig) und meine Frau hat auf ihrer Arbeitsstrecke auch 20KWh/100km verbraucht. Der Golf ist auch ohne Wärmepumpe und die Aussentemperatur war um den Gefrierpunkt. Die Strecke geht quasi 35km fast nur Landstraße. Wenn man im Eco Modus unterwegs ist und entsprechend Vortemperiert dann wird das auch noch nach unten gehen.

Bilanz für mich bisher:

e-Golf im Winter am besten mit Wärmepumpe und ggf. besseren Winterreifen (Rollwiederstand)
Reichweite passt für mich aber im Normalfall aber auch schon so :-) Nur noch die Regierung überzeugen...


Bei der Probefahrt habe ich nicht auf den Verbrauch geschaut.
Der spielt ja auch fast keine Rolle, wenn man am Supermarkt mit Schnellader kostenlos läd.
Arbeitsstrecke einfach 30 km, da reicht alle 2-3 Tage laden.
Viele Grüsse,
Wolfgang
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon Erich2405 » Do 21. Dez 2017, 09:22

Vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Ich habe gestern Abend den Test beendet und war dann über die Reichweite doch ein wenig enttäuscht. Mit 36 kW komme ich so weit, wie mit meinem Nissan mit 30kW....
Was ich wirklich toll finde, ist die Verarbeitung und die Assistenzsysteme vor allem das ACC und das Light Assist.

Jetzt lasse ich mir ein Angebot erstellen - mal sehen wieviel er kostet und wann geliefert werden kann ;)

e-Golf_2017_ProbefahrtJPG.JPG
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon wolfirr » Sa 23. Dez 2017, 01:14

Hallo Erich,
wir hatten auch einen Leaf (MY2015) 24kWh und haben nun den neuen Vorführ eGolf vom nahegelegenen VW-Händler gekauft, wird aber erst am 5.1.2018 übernommen. Da wir ca. 50km einfache Strecke in die Arbeit haben und noch dazu fast ausschließlich auf Schnellstraße und Autobahn, waren die 24kWh im Leaf trotz Top-Ausstattung mit Wärmepumpe nicht wirklich nützlich. Gerade wenn man etwas Furcht vor einer Kapazität <15% hat, dann ist die Fahrt nur noch mit ca. 80km/h möglich im Winter. Das hat zu der Entscheidung zum eGolf geführt, weil er einfach der beste Kompromiss der wenig durchdachten verfügbaren eAutos zur Zeit ist. Bei der letzten Probefahrt im November bei ca 3 Grad Celsius konnten wir die Strecke gut bewältigen und konnten auch schneller als 100km/h fahren. Wobei die fehlende Wärmepumpe auf der langen Strecke nicht so viel den Verbrauch erhöht, als würde man nur relativ kurze Strecken fahren.
Bin dann mal gespannt, wenn wir ihn bekommen, was wir dann für Erfahrungen bei noch niedrigeren Temperaturen machen werden. Aber da würde eine Wärmepumpe auch nicht mehr viel helfen.

Vielleicht treffen wir uns ja mal auf der A6 :)

Viel Erfolg bei der Entscheidung
Wolfgang
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Re: Fragen eines E-Golf Testers

Beitragvon wogue » Sa 23. Dez 2017, 10:27

Moin!

Ich glaube, dem Threadstarter ist nicht bewusst, dass der e-Golf zwar einen 35,8 kWh-Akku eingebaut hat, dass aber das Fenster, das der Kunde nutzen kann, auf 31,5 kWh eingestellt ist.

Im Winter einen e-Golf ohne Wärmepumpe zu testen, wie soll so ein Test schon ausgehen? :|

LG
W.
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