Fahren bei minus 19,5 Grad

Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon spark-ed » Di 6. Feb 2018, 13:37

Die geringere Reichweite unabhängig von heizbedingt resultieren aus:
- kältere Batterie = höherer Innenwiderstand = höhere Verluste
- kältere Batterie hat geringere nutzbare Kapazität
- Winterreifen haben häufig höheren Rollwiderstand
- höhere Luftdichte bei Kälte = höhere Verluste durch Aerodynamische Einflüsse
- Im Winter häufiger starker Wind/ Sturm. Selbst Seitenwind wirkt durch Turbulenzen nachteilig
- ggf. Zusatzverbraucher für Batterieheizung
- kalte Schmierstoffe in Getriebe/Lagern verursachen höhere Reibung
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Odanez » Di 6. Feb 2018, 13:38

Also meine Verbrauchsvergleiche am Bordcomputer habe ich mal über den Sommer mit Winter verglichen, und zurückgesetzt, sobald ich die Winterreifen drauf hab. Ergebnis (Nissan Leaf):

Sommer: 13,3kWh/100km
Winter: 15,2kWh/100km

Man beachte, dass meine Winterreifen bestimmt 5% mehr Verbrauch verursachen, und dass dieser Winter auch noch nicht besonders kalt war bis jetzt, oft wurde bei Temperaturen um 0°C gefahren, nur selten deutlich drunter. Bei längeren Fahrten von -10°C düfte der Verbrauch nochmal hochgehen.

Woran ich mich aber erinnern konnte: Wenn der Akku kalt ist (2/12 Striche) dann leidet die Reichweite nochmal erheblich, und die Ladeleistung ist auch deutlich langsamer. Man kann schon damit rechnen, dass man im tiefsten Winter nur noch halb so weit kommt wie bei besten Wetterbedingungen.
Was ich auch mal erlebt habe, ist das Aufladen bei um -10°C an einem Triple Charger mal erst nach dem 5. Versuch funktioniert hatte, da eine Verbindung zum Fahrzeug nicht hergestellt werden konnte. Lag vermutlich an der Temperatur. (Chademo)

So, das waren meine Erfahrungen dazu.
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon klausdieter » Di 6. Feb 2018, 14:00

Hallo Misterduplex

Du bist ein Spaßvogel; aber Koniu12 erwartet doch sicherlich eine logische nachvollziehbare Antwort.
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Alex1 » Di 6. Feb 2018, 14:36

Misterdublex hat geschrieben:
Du meinst also, die höhere Viskosität kalter Luft hat keinen entscheidenden Einfluss?
Kältere Luft hat eine geringere Viskosität. Klingt komisch, is aber so :D

Aber durch die größere Dichte muss ich mehr Luft zur Seite schaufeln. Das ist das Entscheidende. Allerdings bei 30 Grad kälterer Luft auch nur 10% mehr. Obwohl, zwischen 40,5 und 19,5 Grad sind das schon 20%, also gut mal 3 kWh/100 km.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Alex1 » Di 6. Feb 2018, 14:45

koniu12 hat geschrieben:
Wie sieht es mit dem Laden aus ? Bei Stellung "B" merkt man, daß die Rekuperation wesentlich geringer als bei Plusgeraden greift. Das Laden ist also nicht "gesund" für den Akku bei Minusgeraden. Wie soll man sich dazu verhalten ?
Beim Laden ist das prinzipiell kein Problem, die Ströme beim Fahren sind ja eh höher. Ich kenne den eGolf nicht, aber die Zoe reduziert die Lade- wie auch die Rekuperationsleistung, wenn es ihr zu kalt wird.
Wie lädt Ihr die Akkus auf ? Immer voll soll auch nicht gut sein. Wie weit sollte man entladen ? Für ein paar Antworten wäre ich dankbar.

MFG
Adam
Tagelang stehen Lassen mit 100% SoC soll nicht gut sein. Ich weiß nicht, ob der eGolf einen SoC-Begrenzer hat, die Zoe hat keinen :cry: Hilfsweise kannst Du evt. was über den Ladetimer regeln, also die Zeit abschätzen, bis 80 oder 90% erreicht sind. Oder über die App... Oder über eine Eieruhr... :lol:
Herzliche Grüße
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Helfried » Di 6. Feb 2018, 14:59

Odanez hat geschrieben:
Was ich auch mal erlebt habe, ist, (dass) das Aufladen bei um -10°C (!) an einem Triple Charger mal erst nach dem 5. Versuch funktioniert hatte


Willst du den Akku killen oder hast du Garantie?
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Volker.Berlin » Di 6. Feb 2018, 15:15

Helfried hat geschrieben:
Willst du den Akku killen oder hast du Garantie?

Was soll denn diese Bemerkung? Sind E-Autos etwa reine Schönwetterautos, für deren Benutzung ein abgeschlossenes Studium in Physik und Chemie vorausgesetzt wird?

Das E-Auto muss einfach funktionieren, so wie man das von einem Verbrenner auch selbstverständlich erwartet, und zwar in allen praktisch relevanten Fällen. Temperaturen von -10 °C gehören definitiv dazu. Grobe Bedienfehler müssen by design ausgeschlossen werden, nicht by Zeigefinger. Ich würde niemandem einen Vorwurf machen, der bei Minusgraden einen Schnelllader ansteuert. Wenn es da ein Problem gibt, müssen die Hersteller das lösen (Akkuheizung etc.). Ich kann doch nicht einfach Auto stehen lassen, bloss weil mal einen Tag ein etwas frischerer Wind weht?
Zuletzt geändert von Volker.Berlin am Di 6. Feb 2018, 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Odanez » Di 6. Feb 2018, 15:17

Helfried hat geschrieben:
Odanez hat geschrieben:
Was ich auch mal erlebt habe, ist, (dass) das Aufladen bei um -10°C (!) an einem Triple Charger mal erst nach dem 5. Versuch funktioniert hatte


Willst du den Akku killen oder hast du Garantie?

Außentemperatur war -10°C, der Akku hatte 2-3 Striche, hab den bereits leergefahren. Davon abgesehen macht das BMS den Rest um den Akku zu schützen - wenn der Akku wirklich extrem kalt ist, dann ist die Ladeleistung halt auch sehr gering, sehe da kein Problem oder Risiko
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Helfried » Di 6. Feb 2018, 15:37

Volker.Berlin hat geschrieben:
Was soll denn diese Bemerkung? Sind E-Autos etwa reine Schönwetterautos, für deren Benutzung ein abgeschlossenes Studium in Physik und Chemie vorausgesetzt wird?

Das E-Auto muss einfach funktionieren,


Das E-Auto ist gerade erst erfunden worden und in der Handhabung immer noch keine elektrische Zahnbürste für Mädchen.
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Alex1 » Di 6. Feb 2018, 15:52

Abgesehen von Deinen sexistischen Sprüchen liegst Du auch inhaltlich völlig falsch.

Oder hast Du irgendwo auch nur ansatzweise gehört, dass jemand sein eAuto totgeladen hat? :wand:
Herzliche Grüße
Alex
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