Fahren bei minus 19,5 Grad

Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon mobafan » Fr 2. Mär 2018, 18:01

Ein Wärmetauscher wie in modernen Häusern (gewinnt dort immerhin bis zu 90% der Wärmenergie zurück, sodass die Wärmepumpe nur noch die verbleibenden 10% liefern muss) wäre für ein Auto wahrscheinlich zu klobig und zu schwierig einzubauen?
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon umali » Fr 2. Mär 2018, 19:21

Nein - WT sind selbstverständlich immer mit verbaut (Es gibt ja unterschiedliche Kreisläufe.).
Woher willst Du wissen, dass die E-Komponenten satte 90% der benötigten Wärmemenge liefern? Die müssten ja derartig ineffizient sein, dass sie ohne Kühlung glühen würden.

Oder meinst Du die Nutzung der vorh. Raumwärme in den wenigen m3 eines BEV. Das ist kein Haus mit 500-600m3! Einmal Tür auf und das meiste ist weg bei -19,5°C.

Also mein Stand der Dinge für Heizenergie beim BEV ist der:
1. Luft-WP (sofern vorhanden)
2. Nutzung der E.-Komponentenabwärme (sofern vorhanden)
3. PTC (el. Tauchsieder), der die benötigte Endtemp. für den Innenraum-WT liefern muss

Wenn man wie k-siegi, Starmanager oder umali eine Brennstoff-SH einbaut, so speist diese vor 3. (PTC) ein, um die große Elektroenergieleistung zu minimieren. So ein PTC hat meist zwischen 3 und 6kW beim BEV. Das ist schon etwas.

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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon pille » Fr 2. Mär 2018, 20:06

Matze77 hat geschrieben:
Die Verbrauchswerte die Du erreichst sind noch nicht schlecht. Hast Du die Wärmepumpe?

............während der CCS Ladungen mittels App das Auto auf 29°C aufzuheizen. ..........
Welchen Reifendruck macht ihr bei den Winterreifen? Vermutlich sollte ich ihn vor Antritt der Heimreise anpassen. Für Tipps bin ich jederzeit offen.


Moin,
keine Wärmepumpe.... Das Auto hat im Prinzip nur die (Buchhalter-)Grundausstattung plus Winterpaket & Reifen plus helle Außenfarbe gegen Mehrpreis.

Der Druck in den WR ist bei -10°C definitiv zu niedrig, deren ohnehin höherer Rollwiderstand kommt da erschwerend hinzu.
Aber: Das CCS Laden wollen wir uns, grade am Beginn der Nutzungszeit, doch ersparen.
Zum einen, weil das den Akku unnötig strapaziert (laut BDA) und zum anderen, die thermische Komponente so womöglich nicht auf den Akku durchschlägt, solange draußen -10 und mehr Grad sind.

Wobei ich persönlich gerne wissen möchte, wie "kritisch" man das CCS Laden in dem Zusammenhang zu sehen hat?

Ich oute mich da mal als Depp: Ein Lithium-Ionen Akku wird ja bei (Schnell-)Ladung schön warm, darum sind diese Ladegeräte meist auch temperaturüberwacht.
Gleiches gilt auch bei Entnahme von Leistung, der Akku wird auch warm..

Ist dann nicht die winterliche Umgebungstemperatur insgesamt für (Schnell-)Ladevorgänge unkritischer?

Was festzustellen ist, wenn der Wagen 10km gefahren ist, scheint sich im E-Antriebs & Komponenten System eine gewisse Temperatur eingestellt zu haben, die Reichweite sinkt nicht mehr so dramatisch, wie am Anfang der Fahrt.
Das ist auch (fast) unabhängig vom Nutzen der (Sitz-)Heizung:
Mit Sitzheizung sind die Reichweite um 1km, bei PTC-Heizung über das Lüftungssystem max. um 5km konstant erniedrigt.

Oder anders gesagt: von normal auf eco +10km...
von eco auf eco+ plus 15km...
Die Selbstkasteiung bringt also maximal 25km mehr Strecke zu Lasten beschlagener Scheiben und roter Nasen...
Viele Grüße Thilo
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon mobafan » Sa 3. Mär 2018, 19:49

umali hat geschrieben:
Woher willst Du wissen, dass die E-Komponenten satte 90% der benötigten Wärmemenge liefern?


DDas schrieb ich ja nicht. Ich schrieb, dass die Wärmetauscher in modernen Häusern bis zu 90% der in der Abluft vorhandenen Wärmenergie auf die Frischluft übertragen, sodass die Wärmepumpe nur noch die etwa 10% Verlust über die Flächenheizung (meist Fußbodenheizung) ausgleichen muss. Dass eine solche Konstruktion beim Auto nicht ganz so effizient wäre, ist mir schon klar.
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon umali » Sa 3. Mär 2018, 22:47

"nicht ganz so effizient" => untauglich infolge extremer Verluste bei der Nutzung ;-)
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Michael_Ohl » Sa 3. Mär 2018, 23:04

Die 25Liter Diesel für die Standheizung ist aber schon mehr als optimistisch. Mein Kangoo braucht bei durchschnittlich 6 Fahrten und 80km am Tag 10 Liter / Woche und eher 150-200Liter / Jahr im Stadtverkehr in HH.

Mfg
Michael
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon umali » So 4. Mär 2018, 01:32

Echt? Soviel? Lass uns mal auf Plausibilität prüfen. In Laufzeitstunden passt es bei einer Brennstoff-SH besser:

6x ~1,5h ? / Woche = 9h / Woche. Im Volllastbetrieb hat z.B. eine 4-5kW Diesel-SH ca. 0,5-0,6l/h Verbrauch.
9h x 0,6l =5,4l / Woche bei Volllast, was ich, ehrlich gesagt nicht ganz glauben kann, dass sie komplett Volllast läuft.
Die 10l wären fast doppelt so viel :roll: .

# Was für eine SH ist das denn?
# Luft- oder Wasser als Trägermedium?
# Moduliert die runter?

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ps
Ich habe heute nach 1 Woche mit täglich ca. 2x 30min ca. 1,8l nachgegossen (Eberspächer S3 D4E mit max. 4,3kW). Die lief garantiert nicht dauernd auf Volllast - höchsten höher als sonst bei der Sibirienkälte der letzten Woche.
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon k-siegi » So 4. Mär 2018, 11:18

Guten Morgen Michael ! Ist deiner die Handwerkerausführung wo eventuel der Laderaum nicht gedämmt ist - und der mitgeheizt
wird ?
Meine Eberspächer läuft nur beim Start ca. 6 - 7 Minuten auf Vollast - dann regelt sie runter .
Die Klima war jetzt bei den Kalten Temperaturen meist auf 22°C eingestellt - das Gebläse auf einen oder zwei Balken .
Ich habe es mal getestet - bei einer Längeren Fahrt bei durchgehend 15 - 16°C Minus kam die Standheizung an ihre Leistungsgrenze und es fing der PTC langsam an dazuzuheizen .
Bei -14°C war der PTC wieder weg - die Klima war da auf 25°C gestellt , wegen freier Scheiben.

Gruß Siegi
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Matze77 » Do 8. Mär 2018, 15:54

Kann mir jemand eine Empfehlung für den Reifendruck der Winterreifen geben?

Ich hole unseren morgen in Dresden ab und werde vorher noch an einer Tankstelle den Reifendruck etwas erhöhen wollen. Was für ein Druck ist empfehlenswert? Die Fahrsicherheit bei Schnee sollte zukünftig ja auch noch gegeben sein und nicht täglich den Straßenverhältnissen angepasst werden müssen.

Danke schon mal im Voraus.
Bestellt am 06.10.2017, Abgeholt in DD am 09.03.2018 :hurra:
Überführungsfahrt bei 4°C und Schnee mit 4 Personen im Auto: ACC auf 110km/h, meist Eco und 22°C Klima: Durchschnitt 18,9kWh/100km (ohne WP)
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Re: Fahren bei minus 19,5 Grad

Beitragvon Odanez » Do 8. Mär 2018, 16:10

Pauschal schwer zu sagen. Denn wenn im Winter die Temperaturen zwischen 10°C und -20°C schwanken, schwankt auch der Druck. Ich mache pauschal einen Wert zwischen den vom Auto empfohlenen (steht in der Tür) und maximalen Reifendruck. Sprich bei mir 2.5 - 3.0 = 2.8bar. Je höher der Druck, desto geringer der Verbrauch, aber zu hoch ist bei mehr Schnee auch nicht mehr so gut. und weniger Fläche auf dem Asphalt = weniger Grip, also längere Bremswege und schlechtere Beschleunigung.
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