e-Golf passives Kühlsystem ?

Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon 1lukas1 » Mi 31. Jan 2018, 11:37

Ich sehe es als Nutzen, da bei niedrigen Temperaturen das lithium plating verstärkt auftritt. Temperaturen über 40° sorgen ebenfalls für einen erhöhten Verschleiß der Zellen und nehmen mit steigender Temperatur zu. Was mir als unangenehm aufgefallen ist, dass durch die unterschiedliche Verteilung der Zellen ein unterschiedliches deta T in der Akkueinheit herrscht. Manche Zellen liegen erst bei 30° wobei andere Module schon teilweise an die 40° Grenze knacken. Mit einer Flüssigkeitskühlung könnte man für ein gleichmäßiges delta T sogen und Temperaturspitzen vermeiden.
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon novalek » So 4. Feb 2018, 22:07

Ich bin Praktiker und fand im YouTube einen Bericht des Spezis Björn Nyland. Der machte eine Testfahrt mit dem e-Golf von Oslo nach Trondheim (Video dauert fast ne Stunde).
2 - 3 x DC-Laden und er wundert sich, schaltet die IR-CAM an und sieht was passive Kühlung kann. Anzumerken sei, kaltes Umfeld, Schnee, Frost.
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon 1lukas1 » So 4. Feb 2018, 22:48

Naja, ich hatte letztens nach 105km und -1 bis 4°C Außentemperatur eine Akkutemperatur von ca 21°C. Die "kälteste Zelle lag bei 20° und die Wärmste bei 24°C. Anscheinend war sein Akku schon am kochen und nach 1000 km hatte er vermutlich schon rund 2% weniger Kapazität :roll:. Nein, also von Vorteil wäre eine aktive Kühlung schon. :oops:
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon mimikri » Mo 5. Feb 2018, 19:45

1lukas1 hat geschrieben:
Ich sehe es als Nutzen, da bei niedrigen Temperaturen das lithium plating verstärkt auftritt. Temperaturen über 40° sorgen ebenfalls für einen erhöhten Verschleiß der Zellen und nehmen mit steigender Temperatur zu. Was mir als unangenehm aufgefallen ist, dass durch die unterschiedliche Verteilung der Zellen ein unterschiedliches deta T in der Akkueinheit herrscht. Manche Zellen liegen erst bei 30° wobei andere Module schon teilweise an die 40° Grenze knacken. Mit einer Flüssigkeitskühlung könnte man für ein gleichmäßiges delta T sogen und Temperaturspitzen vermeiden.

Dann müssten aber die einzelnen Zellen individuell gekühlt werden können, sonst wirkt sich ja die Kühlung einigermaßen gleichmäßig auf alle Zellen aus, oder?
Gruß, Jürgen
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon wogue » Mo 5. Feb 2018, 23:16

1lukas1 hat geschrieben:
Ich sehe es als Nutzen, da bei niedrigen Temperaturen das lithium plating verstärkt auftritt.


Ich versuche mir die Anordnung in der Praxis vorzustellen: Man fährt doch nicht nach einer Nacht mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt mit nahezu leerem Akku an einen nahe gelegenen Schnelllader, um für die große Reise aufzuladen.
Wann tritt also die Situation ein, in der das Lithium Plating (LP) auftreten soll?

Wenn ich eine Reise plane, dann lade ich den Akku über Nacht auf und starte möglichst knapp nach dem Vollladen. Da ich daheim keine Schnellladeeinrichtung habe und das LP bei eisigen Temperaturen und hohen Ladeströmen auftritt, sehe ich nicht wirklich eine Situation, in der genau deshalb eine Heizung sinnvoll sein könnte.

Da auch der Ioniq, das wohl effizienteste E-Auto am Markt, im Winter trotz Heizung keine Wunder vollbringt, halte ich gerade die Heizfunktion für eher vernachlässigbar.

Ob ich den Nutzen einer Kühlung je vermissen werde, wird sich erst zeigen. Dafür hab ich den e-Golf noch nicht lange genug.

LG
W.
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon elektro_uli » Fr 13. Jul 2018, 15:36

Eine aktive Batterieklimatisierung ist meiner Meinung nach das absolute must have für ein Elektroauto, um es auch mal weiter als 300 km am Stück bewegen zu können. V.a. vor dem Hintergrund dass eine aktive Kühlung ja nicht unbedingt viel Energie benötigt. Bei einem mir bekannten Fahrzeugprojekt benötigt das 60 kwh Akkupaket eine Kühlleistung von 1kw, wird aber mit 200 kw geladen. Das sollte doch möglich sein. :?:
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon 1lukas1 » Mo 16. Jul 2018, 11:24

Eine Akkuheizung wäre natürlich "nice to have" - Müssen tut man es nicht, da sich der Akku von selber relativ rasch erwärmt.
Anders sieht es im Sommer aus. Da ich regelmäßig auch mal 200 km mim e-Up unterwegs bin heizen sich die Zellen durchaus sehr stark auf. Reisegeschwindigkeit meistens 120- Vmax :lol: . Hier wäre eine Kühlung durchaus empfehlenswert. Nicht selten liegt die Temperatur über 40°C. Wohlgemerkt, dass die längste Lebensdauer einer Zeller bei 20-25°C erreicht wird.

Könnte es beim e-Golf / e-Up umgesetzt werden ? Ja. Die Technik steckt im GTE. Zellengröße ist identisch.
Ist ausreichend Platz im Gehäuse vorhanden? Ja. Eine Kühlung hätte Platz.
Interessiert es VW? Nein. Zu kostenintensiv.
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon Blue shadow » Mo 16. Jul 2018, 11:41

Warum bleibt im GTE dafür Geld über?
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon acurus » Mo 16. Jul 2018, 11:56

Der ist teurer als der e-Golf :)

Vermutlich ist eines der Probleme beim Golf der zerklüftete Akku. Beim Ioniq z.B. ist der Akku eher "am Stück", da war es wohl recht einfach eine Luftkühlung einzubauen.
Unser Blog zur Elektromobilität, e-Golf und Ioniq: https://1.21-gigawatt.net

Immer einen Besuch wert: der Elektrostammtisch OWL, jeden 1. Samstag im Monat: https://www.goingelectric.de/forum/vereine-stammtische/elektro-stammtisch-owl-t30935.html
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Re: e-Golf passives Kühlsystem ?

Beitragvon egolf2016 » Mo 16. Jul 2018, 12:42

Es sind beim GTE weniger Zellen bzw. Module zur Entnahme der Energie vorhanden was eine höhere Wärmeentwicklung und auch Verschleiß bedeutet. Daher hat der GTE eine Kühlung und der eGolf nicht.
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