PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Schüddi
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folder Fr 14. Jun 2019, 23:20
Die 12l sind KEIN Durchschnittsverbrauch. Das ist nur eine Rechengröße die aus dem absolutverbrauch entstanden ist. Man kann daraus aber keinen Durchschnitt ableiten.
Zumal - wie gesagt ich wohne auf dem Berg.

Mich würde auch die Abgasreinigung beim Rex interessieren. Auch das könnte ein Grund sein weshalb es keinen mehr gibt.
Audi hat ja wegen dem Abgasverhalten den Battery Load Modus beim Facelift entfernt.
Früher konnte man den Verbrenner auf Knopfdruck starten um den Akku zu laden (als Rex).
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Eule
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folder Fr 14. Jun 2019, 23:27
Wenn hier schon so absurde Verbrauchsdiscussionen geführt werden, kann ich auch eine Erfahrung beisteuern. Ich habe auf 15km Strecke 2-3 kWh gutgemacht, also beim Fahren erzeugt. Das war die Abfahrt vom Gotthardpass nach Airolo. Wenn ich das hochrechne auf meine Gesamtstrecke im Jahr wäre das fast halb soviel wie meine PV Anlage produziert.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Schüddi
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folder Fr 14. Jun 2019, 23:37
Sogesehen fehlt beim PHEV nicht mehr viel zum Perpetuum mobile.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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umali
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folder Fr 14. Jun 2019, 23:49
kub0815 hat geschrieben:
Fr 14. Jun 2019, 22:11
Eigentlich zeigt das Experiment doch deutlich das es nix ausmacht wenn der Verbrenner die letzte km anspringt. Da braucht man keine pseudowissenschaftlich Abhandlung daszu verfassen.
Also ich brauche auch keine pseudowissenschaftliche Abhandlung, um zu erkennen, dass es nonsens ist, wenn ein dicker Verbrenner am Ende der Fahrt angeht.
Wenn er das vielleicht noch regelmäßig macht, weil die Strecke zu lang oder der Akku zu klein oder weil gerade Winter ist, würde ich meinen, da stimmt was nicht am Konzept :oops: .

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Schüddi
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folder Sa 15. Jun 2019, 00:03
umali hat geschrieben:
Fr 14. Jun 2019, 23:49
Wenn er das vielleicht noch regelmäßig macht, weil die Strecke zu lang oder der Akku zu klein oder weil gerade Winter ist, würde ich meinen, da stimmt was nicht am Konzept :oops: .

VG U x I
... oder vielleicht an der Fahrzeugwahl des Nutzers!? Mal daran gedacht??
Wenn ich weis ich fahre täglich Kurzstrecke denke ich nicht über einen Diesel nach.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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folder Sa 15. Jun 2019, 00:07
INRAOS hat geschrieben:
Fr 14. Jun 2019, 22:54
Es wäre ja mal extrem interessant wieviele Milliliter Benzin der Rex - den ja zwei unserer Hauptdiskutanten hier so hochwertig einschätzen - verbrauchen würde wenn nach voller Ausnutzung der Batterie des BEV genau für den letzten Kilometer der Rex noch anspringen muss.

Wenn sich so extrem an Schüddis 12 Liter Durchschnittsverbrauch auf dem einen Kaltstart-Kilometer hochgezogen wird, dann muss diese Frage ja wohl erlaubt sein.

Kann mir das @ubit @umali jemand von Euch beantworten?
Da würde mich die Antwort auch interessieren!
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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folder Sa 15. Jun 2019, 00:11
umali hat geschrieben:
Fr 14. Jun 2019, 23:49
Also ich brauche auch keine pseudowissenschaftliche Abhandlung, um zu erkennen, dass es nonsens ist, wenn ein dicker Verbrenner am Ende der Fahrt angeht.
Wenn er das vielleicht noch regelmäßig macht, weil die Strecke zu lang oder der Akku zu klein oder weil gerade Winter ist, würde ich meinen, da stimmt was nicht am Konzept :oops: .
Es ist ja nur ein kann kein Muss. Was passiert bei deiner Rex Lösung da würde der Rex nicht nur 1km vorher angehen sondern einige Zeit früher damit der Akku nicht ganz lehrgefahren wird.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit
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folder Sa 15. Jun 2019, 00:16
@Schüddi
Du liest oder verstehst einfach nicht was ich schreibe. So lange der Akku angeschlossen ist wird die Effizienz der Hybridantriebs gemessen, nicht aber die Effizienz des Verbrenners. Das ist ein Unterschied!
Wenn man dann, ohne angeschlossenen Akku den Benzinverbrauch mit dem eines vergleichbaren ICE vergleicht, dann weiß man ob die Hybridtechnik die Effizienz des Verbrenners negativ beeinflusst.
Ob das dann mit Akku im HEV-Betrieb ausgeglichen wird oder sogar effizienter ist spiet zwar in der Energiebilanz des Fahrzeugs eine Rolle, nicht aber bei der Effizienz des Verbrennungsmotors. Und nur die wollte ich wissen!

Und zum Outlander: Auch bei Durchschnittstempo 100 verbraucht der mehr als ein Benziner. Selbst bei konstant Tempo 50 ist der Verbrauch im Outlander höher als beim Benziner. Details kannst Du im entspechenden Forumsbereich nachlesen. Damit ist Deine Aussage "immer 20% weniger" widerlegt! Outlander PHEV ist halt konsequent auf den PHEV-Betrieb mit geladenen Akku optimiert. Zu Gunsten einer relativ einfachen Mechanik. Dafür halt mit Nachteilen bei der Effizienz wenn der Akku leer ist und/oder der Verbrenne der Hauptantrieb ist. Das ist der Preis der einfacheren Konstruktion.

@INRAOS
Der Gag beim Rex ist ja das der Verbrenner im Alltag nie anspringt weil die Alltagsfahrten komplett vom Akku abgedeckt werden. Das ginge natürlich auch mit einem Parallelhybrid mit entsprechend großem Akku.
Natürlich kann es dann trotzdem vorkommen daß es mal ungünstig auskommt und der REX tatsächlich für nur kurze Zeit anspringt. Aber: Was ist besser? 1 Minute lang einen 140kW Motor einschalten oder eine Minute lang einen 30kW-Motor laufen lassen? Was verbraucht weniger? Was stößt weniger Schadstoffe aus?

Wenn man immer mit Navi fährt, dann könnte man diesen Kaltbetrieb sowohl beim PHEV als auch beim REX noch weiter reduzieren wenn die Bordelektronik intelligent genug wäre. Denn bei beiden Konzepten wird der Akku ja nicht komplett leer gefahren. Der Verbrenner springt schon an wenn eine gewisse Restkapazität unterschritten ist. Wenn das Auto dann "weiß" das es nach einem Kilometer am Ziel ist, dann kann der Verbrenner auch aus bleiben und die Fahrt wird mit dieser "Reserve" beendet.

Außerdem gibt es beim REX halt noch andere Möglichkeiten. Der REX muss ja kein Benziner oder Diesel sein. Man kann auch Biogas nehmen. Geht beim PHEV natürlich im Prinzip auch. Oder H2 und Brennstoffzelle. Das geht beim PHEV nicht. Oder eine Redox-Flow-Batterie. Auch das geht beim PHEV nicht. Egal welche Technik man für den Rex einsetzt: Da es keine mechanische Kopplung gibt genügt es wenn die gewünschte elektrische Leistung erzeugt wird. Wie ist egal. Das Fahrzeug muss diesen REX auch nicht regeln oder seine Leistung steuern. Ein/Aus reicht. Bestechend einfach in das Fahrzeug integrierbar. Und deshalb ist es auch "einfach" aktuellen technischen Entwicklungen zu folgen und den REX herstellerseitig ohne große Änderungen auszutauschen sobald es etwas Besseres gibt. Manche REX-Konzepte sind sogar so klein das man darüber nachdenken kann sie nur bei Bedarf ins Auto zu packen.

PHEV und REX lösen zunächst das selbe Problem: Die begrenzte Reichweite von Akkuautos durch hohe Akkukosten, hohes Akkugewicht, hohen Platzbedarf und zu langsame Ladegeschwindigkeit. Das machen beide Konzepte ähnlich gut. In der Gesamtbilanz kostet das aber beim PHEV deutlich mehr Aufwand wenn man dafür sorgen will das der Verbrenner im PHEV möglichst immer im optimalen Betriebspunkt läuft. Dazu braucht man ein komplexes mechanisches System mit komplizierten Getrieben und diversen Kupplungen. Komplex = teuer. Verzichtet man darauf sinkt die Effizienz im Verbrennerbetrieb wie man zum Beispiel am Outlander sieht.

Die heutigen effizienten, komplexen PHEVsnsind nur deshalb einigermaßen bezahlbar weil sie viel Technik verwenden die aus dem Verbrennerbereich kommt. Da sind die Entwicklungskosten längst amortisiert. Den REX müssten die Hersteller erst entwickeln. Samt dem Aufbau einer entsprechenden Produktion. Soll teuer kann das aber eigentlich auch nicht sein.

Das Grundproblem beim REX vermute ich anderswo: Damit wären Fahrzeuge konstruierbar die vermutlich nur wenig teurer wären als aktuelle Verbrenner. Deutlich billiger als BEVs mit riesigen Akkus und auch deutlich billiger als die aktuellen PHEVs mit ihren großen Motoren. Die Verbrauchskosten dieser Fahrzeuge die ja meistens elektrisch unterwegs wären würden den Mehrpreis in relativ kurzer Zeit wieder ausgleichen. Gleichzeit hätten diese Fahrzeuge Reichweiten die man vom Verbrenner kennt. Wer sollte dann noch Verbrenner kaufen wollen?

Klar: Das hört sich jetzt stark nach Verschwörungstheorie an... Ist aber angesichts der bisherigen Entwicklungen im Bereich REX kaum anders erklärbar warum es die Teile nicht auf breiter Front gibt.

Wie groß war noch der Aufpreis für den REX im i3? Wie groß war der Preisunterschied zwischen kleinem und großem Akkus? Bei aller Kritik am i3-Rex: Das gibt Einem doch eine grobe Vorstellung davon was ein REX kostet. BMW-Premium-Preis. Es dürfte also auch deutlich günstiger machbar sein.

Ciao, Udo

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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folder Sa 15. Jun 2019, 00:27
Der PHEV ist ein fertigentwickeltes Auto wo die Produktion auf den gleichen produktionsstrassen abläuft wie beim Verbrenner. Beim eurem Rex muss man erst noch das Auto den Rex und die Produktionsstrassen entwickeln. Was teuer teuer teuer ist. Das wird sich in der begrenzten Zeit wo das noch gebraucht wird nie rentieren.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit
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folder Sa 15. Jun 2019, 00:36
Der REX kann auf den selben Produktionslinien gebaut werden wie das BEV. Und BEVs sind ja z.B. bei VW die Zukunft. Die Produktionsstraßen werden also eh gebaut.

Serienreife REXe würden auch schon präsentiert. Notfalls geht für den Übergang so eine Krücke wie beim i3. Kann man immer noch optimieren wenn die Dinger doch länger Sinn machen.

BTW: Ab wann erwartest Du bezahlbare BEVs mit Reichweiten von 600+ km? Ab wann BEVs mit denen man 1000 km mit Wohnwagen bewältigen kann ohne doppelt so lange zu brauchen wie mit dem Diesel? Ab wann erwartest du das alle Fahrprofile mit BEVs abgedeckt werden können bei identischen TCO zum Verbrenner?

Ciao, Udo
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