Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
    Anmar
    Beiträge: 505
    Registriert: Sa 14. Apr 2018, 10:42
    Hat sich bedankt: 92 Mal
    Danke erhalten: 34 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 08:13
Alex1 hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 20:18
Anmar hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 08:55
Entschuldigt, dass ich jetzt erst einsteige und ich weiß nicht, ob folgende Info schon gepostet worden ist.

Es gibt eine Stromverbindung zwischem Schweden (Kruseberg) und Deutschland (Lübeck). Dieses Trassen wird Baltic Cable genannt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Baltic_Cable
Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Stromtrassen zwischen Norwegen und Schweden gibt. Also theoretisch könnte der Strom tatsächlich aus norwegischen Wasserkraftwerken kommen.
Danke, damit ist auch der letzte Faden von ecopowerprofis Kreuzzug gegen die echten Ökostromanbieter gerissen :mrgreen:
Es gibt noch mehr
NorNed zwischen Norwegen (Feda) und den Niederlanden (Eemshaven)
Kontsiskan zwischen Dänemark (Vester Hassing) und Schweden (Stenkullen (1), bzw. Lindome (2))
Cross-Skagerrak zwischen Dänemark (Tjele) und Norwegen (Kristiansand)
Anzeige

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
folder Mi 1. Mai 2019, 09:34
Anmar hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 08:13
Es gibt noch mehr
Ja und ?? Die Deutschen sind doch noch nicht mal in der Lage den WKA Strom von Norddeutschland in den Süden zu transportieren und dann soll Norwegischer Strom über Dänemark nach Deutschland kommen und hier verbraucht werden. Auch der Transport über NL funktioniert bestens, denn die Niederländer brauch ja kein Strom die haben ja Kohlekraftwerke. Warum muss dann noch ein zusätzliches Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegt werden. Bestimmt weil alles funktioniert. Nix ist widerlegt. Aber Ihr könnt ruhig weiter träumen.

Tatsache ist, dass in Norwegen auf der Stromrechnung ca. 30% als Kohlestrom ausgewiesen wird. Es wird aber keine einzige kWh Kohlestrom nach Norwegen transportiert. Die Norweger sind aber zu 100% Selbstversorger mit Wasserkraft. Also verkaufen die Zertifikate und müssen dann dafür den in D gewaschenen Kohlestrom auf der Rechnung ausweisen. Wenn kein Kohlestrom nach Norwegen fließt, fließt auch keine Wasserkraft nach D. So einfach ist das.

PS: @Alex1
Ich muss leider mal sehr perdönlich werden, da Du mich dauernd difammierst.
Du lügst mit Deiner Behauptung ich würde einen Feldzug gegen die Ökostromanbieter machen.
Die Wahrheit ist, dass es nicht so funktiniert wie Du das gerne glauben machen möchtest. Die Ökostromanbieter sind Firmen, die auch Geld verdienen müssen und da ist es üblich das eigene Tun möglichst positiv darzustellen und eventuelle nicht ganz so positive Sachen nicht unbedingt aufs Tablett zu bringen. Ist vollkommen legitim. Aber man darf trotzdem negative Elemente hinweisen und das tue ich.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
JuGoing
    Beiträge: 1488
    Registriert: So 16. Okt 2016, 20:46
    Wohnort: DE 58300 Wetter
    Hat sich bedankt: 79 Mal
    Danke erhalten: 64 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 10:16
ecopowerprofi hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 09:34
Ja und ?? Die Deutschen sind doch noch nicht mal in der Lage den WKA Strom von Norddeutschland in den Süden zu transportieren und dann soll Norwegischer Strom über Dänemark nach Deutschland kommen und hier verbraucht werden. Auch der Transport über NL funktioniert bestens, denn die Niederländer brauch ja kein Strom die haben ja Kohlekraftwerke.
Aus den Niederlanden kommt so gut wie kein Strom zu uns, nur umgekehrt und auch für Dänemark ist ein deutlicher Überschuss in Richtung Dänemark zu sehen.
Stromexport-Import_01-05-2019 09-58-43.jpg
Ich lese das so, dass hier die Menge gezählt wird, die von einem Land ins andere geht, egal, wo die wirkliche Quelle liegt.
Oder sehe ich das wohl falsch ? ("Grenzkuppelstellen")
Hier können Sie die Entwicklungen von Stromexporten und Stromimporten verfolgen. Die Daten sind aufgeschlüsselt für alle Nachbarländer Deutschlands, zu denen es Grenzkuppelstellen gibt.
Quelle: https://www.agora-energiewende.de/servi ... 1.05.2019/
Aus meiner Sicht liegt Ecopowerprofi so schlecht nicht mit seiner Einschätzung.

Ein Punkt allerdings, dem ich nicht so ganz folgen mag ist, dass man den billigsten Stromanbieter wählen soll und das gesparte Geld direkt in ein Projekt investieren soll, dass neue Kraftwerke baut.
Das ist aus meiner Sicht zwar richtig, in der Praxis, sehe ich aber folgende Hürden.
- Die Summe, die ich damit investieren könnte, liegt unter der Mindestbeteiligung bei vielen Anlagen.
- Wenn ich höhere Summen investiere, trage ich ein unternehmerisches Verlustrisiko.
- Man muss eine Menge Aufwand betreiben, um das wirklich zu tun, daher fürchte ich, dass manche nach dem ersten Halbsatz für sich Schluss machen "Nimm den billigsten Stromanbieter". und sich für den zweiten Teil der Empfehlung sagen, für die paar Cent ist mir der Aufwand zu groß.
Daher ist die Empfehlung sicher richtig, aber nur, wenn Sie konsequent umgesetzt wird. Ansonsten halte ich die Empfehlung für den Durchschnittsverbraucher eher für richtig, sich einen der empfohlenen "echten" Ökostrom-Anbieter zu nehmen.

Und natürliche ohne Frage ist die beste Möglichkeit, für die, die es können (und wollen), eine eigene PV Anlage zu installieren.
10/13 PV 9,75 kWp (Ost / West) & Pelletsheizung ÖkoFen 25 kW mit 15 qm Solarthermie
02/17 Hauskraftwerk E3/DC S10E12 mit 13,8 kWh Batteriekapazität und Notstromversorgung
06/17 ZOE R90 ZE 40 22 kW
11/17 Sion reserviert

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
    MaXx.Grr
    Beiträge: 2261
    Registriert: So 14. Mai 2017, 13:19
    Wohnort: Nahe München
    Hat sich bedankt: 1226 Mal
    Danke erhalten: 367 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 10:28
@ecopower:

Ja, aber Dein Schluß daraus ist nur schwarz-weiß gedacht - billigsten Strom zu kaufen und mit den gesparten 4,50 € pro Monat von einem Windrad in der Nähe Anteile zu erwerben. Das funktioniert halt auch nicht in allen persönlichen Konstellationen und viel schlimmer: das sind das alles Anlagen bei denen Totalverlust droht.

Besser ist die Leute holen sich den grünestmöglichen Strom bei den 4 die neue Anlagen bauen und in den 5 Prozent des Jahres wo das nicht klappt spar ich anderweitig CO² ein. Also das was Du vor zig Seiten zu EWS gesagt hast daß sie 0,x Prozent EEG-Zertifikats-Strom verwendet haben steht gegenüber daß sie neue Kraftwerke bauen wenn sie neue Kunden haben.

Wenn Du das oder irgendetwas anderes nicht glaubst was mehrere unabhängige Institute etc. bestätigen dann ist das Deine Sache und das solltest Du sehr viel deutlicher so benennen. Das ist dann nämlich eine reine Glaubensfrage. Dann kann Dich jeder einordnen wohin Deine Zweifel gehören muß Dir aber noch lange nicht zustimmen.

Grüazi MaXx

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
    JoDa
    Beiträge: 938
    Registriert: So 6. Jul 2014, 23:16
    Wohnort: A3162 Rainfeld, Niederösterreich
    Hat sich bedankt: 100 Mal
    Danke erhalten: 77 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 13:19
Ich bin Optimist und glaube daher, dass alle die hier so leidenschaftlich mit diskutieren das tun weil ihnen die Energiewende wichtig ist.

Nach dieser Diskussion bin ich zumindest überzeugt, dass in Deutschland die privaten Stromkunden getäuscht werden. (Stichworte: deutsche Stromkennzeichnung auf den Kundenrechnungen, 7 verschiedene mehr oder minder nichtssagende Ökostromlabel)
Tatsächlich wird der bereits vorhandene Ökostrom durch Wahl eines Ökostromanbieters nur anders aufgeteilt. Stark vereinfacht kann man dies mit dem Modell des Stromsees erklären. ecopowerprofi hat mit unglaublicher Geduld mehrmals versucht den Stromhandel in Deutschland genauer zu erklären (Stichworte: EE-Gesetz und Börsenhandel). Aber egal ob mit einfachen oder ausführlichen Erklärungen ist es halt schwer zu akzeptieren das man für Dumm verkauft wird.

Zumindest sind wir uns großteils einig, dass man den Strom bei einem Stromanbieter kaufen sollte der zumindest verspricht auf irgend eine Art auch in Zukunft den Bau von neuen regenerativen Kraftwerken zu fördern. Ob das die 4 deutschen Ökostrompioniere (lichtblick, naturstrom.de, EWS und Bürgerwerke) oder andere Ökostromanbieter tatsächlich tun ist leider nur aus ihren Werbetexten auf ihren Internetauftritten ersichtlich. Das sie dies in der Vergangenheit nicht immer getan haben, wurde hier auch schon diskutiert. Hab mir z.B. die Mühe gemacht den letzten Geschäftsbericht von naturstrom.de zu überfliegen und demnach dürfte zumindest 2017 naturstrom.de alles richtig gemacht haben. :D
Aber nur Nerds betreiben einen solchen Aufwand.
Daher stimme ich auch ecopowerprofi zu wenn er empfiehlt, den billigsten Stromanbieter zu wählen. (Da wie von ecopowerprofi erklärt, der billigste Strom Aufgrund des Handels an der Strombörse überdurchschnittlich viel Ökostromanteil enthält.)
Wie von mehreren Usern hier auch schon gesagt, kann man aber auch Deutschlandweit als Stromanbieter den Newcomer enyway.com wählen. Dort kann man mit Hilfe der Stromrechnung seinen regionalen Ökostromkraftwerksbetreiber finanziell unterstützen (power), oder mit Hilfe seiner Stromrechnung den Zubau einer PV-Anlage ermöglichen (change).
Zuletzt geändert von JoDa am Mi 1. Mai 2019, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
    Alex1
    Beiträge: 12744
    Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
    Wohnort: Unterfranken
    Hat sich bedankt: 657 Mal
    Danke erhalten: 150 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 14:34
JoDa hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 13:19
Ich bin Optimist und glaube daher, dass alle die hier so leidenschaftlich mit diskutieren das tun weil ihnen die Energiewende wichtig ist.
Hier sind wir uns doch völlig einig.
Nach dieser Diskussion bin ich zumindest überzeugt, dass in Deutschland die privaten Stromkunden getäuscht werden. (Stichworte: deutsche Stromkennzeichnung auf den Kundenrechnungen, 7 verschiedene mehr oder minder nichtssagende Ökostromlabel)
Auch hier sind wir uns völlig einig. Nur dass die echten Ökostromanbieter eben nicht diese Täuschungen begehen.
Tatsächlich wird der bereits vorhandene Ökostrom durch Wahl eines Ökostromanbieters nur anders aufgeteilt. Stark vereinfacht kann man dies mit dem Modell des Stromsees erklären. ecopowerprofi hat mit unglaublicher Geduld mehrmals versucht den Stromhandel in Deutschland genauer zu erklären (Stichworte: EE-Gesetz und Börsenhandel). Aber egal ob mit einfachen oder ausführlichen Erklärungen ist es halt schwer zu akzeptieren das man für Dumm verkauft wird.
Genau das ist eben eine falsche Schlussfolgerung. Es geht darum, dass für den von mir bestellten Strom neue Regenerativkraftwerke aufgestellt werden. Und dass es unwichtig ist, wo innerhalb des Netzes der Stromproduzent steht.
Zumindest sind wir uns großteils einig, dass man den Strom bei einem Stromanbieter kaufen sollte der zumindest verspricht auf irgend eine Art auch in Zukunft den Bau von neuen regenerativen Kraftwerken zu fördern.
Hier sind wir uns (außer ecopowerprofi) auch völlig einig.
Ob das die 4 deutschen Ökostrompioniere (lichtblick, naturstrom.de, EWS und Bürgerwerke) oder andere Ökostromanbieter tatsächlich tun ist leider nur aus ihren Werbetexten auf ihren Internetauftritten ersichtlich.
Das ist nicht richtig. Irgendjemand hier hatte eine schöne Präsentation verlinkt, die diese 4 verglichen hat. Ich finde sie leider nicht mehr so schnell.

Und da war z.B. eine Grafik, dass EWS zu über 90 % aus neuen regenerativen Anlagen bezieht.

Und eben nicht "irgendwie", sondern gezielt für jeden Kunden.
Das sie dies in der Vergangenheit nicht immer getan haben, wurde hier auch schon diskutiert. Hab mir z.B. die Mühe gemacht den letzten Geschäftsbericht von naturstrom.de zu überfliegen und demnach dürfte zumindest 2017 naturstrom.de alles richtig gemacht haben. :D
Genau das wirst Du auch bei EWS und Greenpeace Energy so finden. Bei Lichtblick ist seit Jahren bekannt, dass die sich im Zweifel in Leipzig bedienen.
Aber nur Nerds betreiben einen solchen Aufwand.
Die Anderen beschuldigen dann einfach die echten Ökostromanbieter, dass sie schummeln. Ohne die geringste Grundlage.
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Oberfranke
    Beiträge: 350
    Registriert: So 6. Dez 2015, 14:02
    Wohnort: 96145 Seßlach
    Hat sich bedankt: 14 Mal
    Danke erhalten: 43 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 17:58
Ich teile die Schlussfolgerung von @ecopowerprofi nicht, aber hier ist schon mehrfach eine Formulierung aufgetaucht die die Kritik von ihm zu widerlegen versucht, in dieser Form aber schlicht falsch ist. Vielleicht hilft mein Beitrag ja auch, die ach so unversöhnlichen Streithähne einander näher zu bringen und damit hier zu einer konstruktiven Diskussion beizutragen.
Hier wurde bereits mehrfach behauptet, Ökostromanbieter würden für jeden neuen Kunden ausreichend Grünstrom herstellen um diese Kunden zu versorgen. Das ist in dieser Form schlicht falsch.
Naturstrom zum Beispiel nutzt keine der selbst erzeugten kWh für seine Endkunden. Deren Strom kommt aus (deutscher) Wasserkraft, Naturstrom selber besitzt aber keine Waserkraftwerke sondern baut WKA und PV.
Was Ökostromanbieter tuen ist, sie sichern vertraglich zu, dass für jede verbrauchte kWh seiner Kunden irgendwo Grünstrom erzeugt worden ist den ansonsten niemand für sich vereinnahmt hat. Ich hätte fast geschrieben „dass für jede verbrauchte kWh seiner Kunden eine entsprechende Menge Grünstrom im Stromsee landet“, das stimmt aber leider nicht. Grund sind die vermaledeiten Zertifikate.
Und diese kritisiert @ecopowerprofi zurecht. Damit wird konventionell erzeugter Strom grün gefärbt ohne dass Grünstrom in unserem Stromsee landen würde. Das ist in der Tat ein legaler Betrug am Kunden.
An der Stelle gibt es aber dann wiederum doch Unterschiede zwischen den Ökostromanbietern, und diesen Unterschied, den @alex1 immer wieder betont, bestreitet bzw. ignoriert @ecopowerprofi. An der Stelle würde ich mir eine prinzipielle Verständigung wünschen, dann wäre dem Faden schon viel Brisanz genommen und wir könnten uns wieder konstruktiven Debatten widmen.
Im Übrigen wäre meine Empfehlung schon, einen ernsthaften Grünstromanbieter zu nutzen. Der billigste (wie von @epp empfohlen) macht auch an den Preisen noch Gewinn, und diese Gewinne helfen sicherlich nicht der Energiewende.
Alles was die Menge an Grünstrom in unserem Stromsee erhöht ist sinnvoll. Und da leisten einige der Ökostromanbieter schon einen unterstützenswerten Beitrag.
Tesla Model S85 seit 26.11.2015 :D :D :D
www.e-mops.de - Ladestationen mit Wau-Effekt

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
    Alex1
    Beiträge: 12744
    Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
    Wohnort: Unterfranken
    Hat sich bedankt: 657 Mal
    Danke erhalten: 150 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 18:21
Oberfranke hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 17:58
Ich teile die Schlussfolgerung von @ecopowerprofi nicht, aber hier ist schon mehrfach eine Formulierung aufgetaucht die die Kritik von ihm zu widerlegen versucht, in dieser Form aber schlicht falsch ist. Vielleicht hilft mein Beitrag ja auch, die ach so unversöhnlichen Streithähne einander näher zu bringen und damit hier zu einer konstruktiven Diskussion beizutragen.
Hier wurde bereits mehrfach behauptet, Ökostromanbieter würden für jeden neuen Kunden ausreichend Grünstrom herstellen um diese Kunden zu versorgen. Das ist in dieser Form schlicht falsch.
Bei EWS ist es schlicht richtig.
Naturstrom zum Beispiel nutzt keine der selbst erzeugten kWh für seine Endkunden. Deren Strom kommt aus (deutscher) Wasserkraft, Naturstrom selber besitzt aber keine Waserkraftwerke sondern baut WKA und PV.
Die Besitzrechte sind ja nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass der Stromerzeuger, der für mich die kWh einspeist (im Auftrag von EWS etc.), dies mit neuen regenerativen Anlagen tut.
Was Ökostromanbieter tuen ist, sie sichern vertraglich zu, dass für jede verbrauchte kWh seiner Kunden irgendwo Grünstrom erzeugt worden ist den ansonsten niemand für sich vereinnahmt hat. Ich hätte fast geschrieben „dass für jede verbrauchte kWh seiner Kunden eine entsprechende Menge Grünstrom im Stromsee landet“, das stimmt aber leider nicht. Grund sind die vermaledeiten Zertifikate.
Für EWS kann ich bestätigen, dass das eben genau so ist. Eine inhaltsleere einfache Negierung dieser Tatsache ist kein Argument, sondern nur eine Beschuldigung.

Wenn ich (über EWS oder wen auch immer) einem Regenerativerzeuger den Auftrag gebe, die kWh, die ich verbrauche, ins Netz einzuspeisen, dann ist das völlig reell und sorgt dafür, dass meine kWh eben 100 % regenerativ hergestellt wurde. Wer das einfach negiert, hat das System der deutschen (europäischen) Stromversorgung entweder nicht verstanden oder leugnet die Tatsachen.
Und diese kritisiert @ecopowerprofi zurecht. Damit wird konventionell erzeugter Strom grün gefärbt ohne dass Grünstrom in unserem Stromsee landen würde. Das ist in der Tat ein legaler Betrug am Kunden.
Nein, eben nicht? Wie kommst Du darauf, dass kein Grünstrom im Netz landet, wenn ich dem Erzeuger (über EWS etc.) den Auftrag gebe, Grünstrom ins Netz zu speisen? Diese Negation hat keinerlei Hintergrund.
An der Stelle gibt es aber dann wiederum doch Unterschiede zwischen den Ökostromanbietern, und diesen Unterschied, den @alex1 immer wieder betont, bestreitet bzw. ignoriert @ecopowerprofi. An der Stelle würde ich mir eine prinzipielle Verständigung wünschen, dann wäre dem Faden schon viel Brisanz genommen und wir könnten uns wieder konstruktiven Debatten widmen.
Das würde mich wirklich mal interessieren. Bisher gab es nur

- Beschuldigungen ohne Belege von epp und
- Eine positive Beurteilung nach etwas genauerem Hinschauen von Yoda (upps, sorry, JoDa...),
- Aber eben keinen einzigen Beleg für Schummelei bei den 4 deutschen echten Ökostromanbietern.
Im Übrigen wäre meine Empfehlung schon, einen ernsthaften Grünstromanbieter zu nutzen. Der billigste (wie von @epp empfohlen) macht auch an den Preisen noch Gewinn, und diese Gewinne helfen sicherlich nicht der Energiewende.
Alles was die Menge an Grünstrom in unserem Stromsee erhöht ist sinnvoll. Und da leisten einige der Ökostromanbieter schon einen unterstützenswerten Beitrag.

Hier sind wir wieder völlig beieinander :mrgreen:

Extra Geld in Bürgerstromprojekte zu stecken ist natürlich auch absolut ehrenwert. Aber das Geld stecke ich lieber in www.atmosfair.de, wo ich viel mehr CO2-Minderung pro eingesetztem Euro bekomme. Aber das ist schon wieder OT... ;)
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Oberfranke
    Beiträge: 350
    Registriert: So 6. Dez 2015, 14:02
    Wohnort: 96145 Seßlach
    Hat sich bedankt: 14 Mal
    Danke erhalten: 43 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 18:32
Ich schreibe vom Handy und da wäre komplexes Zitieren jetzt mühsam.
Beim Handel mit Zertifikaten mit norwegischer Wasserkraft fließt kein Grünstrom in den deutschen Stromsee. Kannst du da mitgehen?
Und genau das habe ich behauptet, mit dem Hinweis dass MANCHE Ökostromanbieter diesen Weg nutzen. Andere eben nicht. Aber auch die beziehen Ihren Strom eben nicht zwingend aus neu errichteten Anlagen. Einige sichern für einen Teil ihres Stroms die Herkunft aus Anlagen mit einem Höchstalter zu. Einen Anbieter der diese Garantie für 100% gibt kenne ich nicht.
Tesla Model S85 seit 26.11.2015 :D :D :D
www.e-mops.de - Ladestationen mit Wau-Effekt

Re: Empfehlenswerte Ökostrom-Anbieter?

menu
Benutzeravatar
    Alex1
    Beiträge: 12744
    Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
    Wohnort: Unterfranken
    Hat sich bedankt: 657 Mal
    Danke erhalten: 150 Mal
folder Mi 1. Mai 2019, 18:45
Oberfranke hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 18:32
Ich schreibe vom Handy und da wäre komplexes Zitieren jetzt mühsam.
Ok, kein Ding ;)
Beim Handel mit Zertifikaten mit norwegischer Wasserkraft fließt kein Grünstrom in den deutschen Stromsee. Kannst du da mitgehen?
Eigentlich nein. Anmar hat ja belegt, dass es sehr wohl sogar mehrere Stromleitungen zu uns gibt. Und bei dem geringen Anteil der Verbraucher, die wirklich echten Ökostrom beziehen, reicht das allemal.
Und genau das habe ich behauptet, mit dem Hinweis dass MANCHE Ökostromanbieter diesen Weg nutzen. Andere eben nicht. Aber auch die beziehen Ihren Strom eben nicht zwingend aus neu errichteten Anlagen.
EWS schon. Wie gesagt, jemand hatte hier (vor epps seitenlangen Streitschriften gegen die echten Ökostromversorger) eine vergleichenden Vortrag gepostet, wo gerade EWS sehr gut weg kam. Die haben demnach zu mehr als 90 % neu errichtete Regenerativanlagen.
Einige sichern für einen Teil ihres Stroms die Herkunft aus Anlagen mit einem Höchstalter zu. Einen Anbieter der diese Garantie für 100% gibt kenne ich nicht.
Warum sollte es ein Höchstalter geben? Das verstehe ich nicht. Wichtig ist, dass die Anlage neu für mich errichtet werden. Warum sollte eine 30-jährige Anlage schlechter sein als eine 10-jährige? Gerade Laufwasserkraftwerke sind auch mal 80 Jahre alt.

Aber vielleicht hast Du noch Hintergründe für mich.
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard
Anzeige
Antwortenedit build arrow_drop_down

Zurück zu „Private Lade-Infrastruktur“

Gehe zu arrow_drop_down
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag