Öffentlicher Unfug

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Re: Öffentlicher Unfug

Kellergeist2
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Aussagen wie "99% aller Fahrten sind eh unter 200 km" oder dergleichen sind mit Vorsicht zu genießen.
Rechnen wir mal nach:
Arbeitsweg: 2 x täglich = 10 Fahrten / Woche = 40 Fahrten / Monat
(Sonstige Fahrten neben dem Arbeitsweg lasse ich hier mal mit Absicht weg.)
Wenn ich jetzt alle drei Monate etwas weiter entfernt wohnende Verwandte, Freunde, ... besuchen möchte, dann brauche ich ein Auto, dass auch diese Strecke schafft, auch wenn das nur einmal alle 120 Fahrten vorkommt (also < 1% aller Fahrten ausmacht)
Und diese Strecke möchte man ja auch im Winter schaffen.

Genau so einen Fall haben wir:
Alle paar Monate fahren wir eine Strecke von 280 km. (140 km hin und wieder zurück)
Am Ziel können wir leider (mangels Steckdose) nicht aufladen.
Eine einfache Strecke von 140 km möchte man in einem Stück durchfahren, ohne zwischendurch laden zu müssen.

Anderes Beispiel:
Man stelle sich vor, dass man einmal pro Monat nicht zum Arbeitsplatz, sondern zum regelmäßigen Meeting in die Firmenzentrale fahren muss, die >200 km entfernt ist.
Schon hat man nur noch einen Anteil von 97,5% aller Fahrten, die <200 km sind.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Öffentlicher Unfug

zoppotrump
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Kellergeist2 hat geschrieben: ...
Anderes Beispiel:
Man stelle sich vor, dass man einmal pro Monat nicht zum Arbeitsplatz, sondern zum regelmäßigen Meeting in die Firmenzentrale fahren muss, die >200 km entfernt ist.
Schon hat man nur noch einen Anteil von 97,5% aller Fahrten, die <200 km sind.
Die Aussage "XX%" aller Fahrten ist IMHO statistisch grenzwertig, da eine 3km Fahrt zum Bäcker genauso viel Gewicht in der Statistik hat wie eine lange Urlaubsfahrt oder längere Geschäftsreise zum Kunden. Beides ist vom Stressfaktor aber nicht vergleichbar und kostet deutlich mehr Geld und Zeit bei Zwischenstopps oder gar beim Scheitern.
Nehmen wir mal Dein Beispiel mit den 40 kürzeren Strecken zur Arbeit pro Monat und 1x eine längere Strecke. Dann hat die längere Strecke nur 2,5% Gewicht aller Fahrten, aber macht ca. 30% (ja nach Länge; bspw. 15km und 250km) der Fahrstrecke pro Monat aus.

Re: Öffentlicher Unfug

Nachbars Lumpi
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Bin ich jetzt kein braver deutscher Autofahrer, weil ich nach 150-200km Pause mache? Nicht nur mit dem BEV sondern auch vorher mit dem Verbrennst, egal ob ich mit 160+ km/h oder mit 120 km/h unterwegs war. Auch bei Fahrten von 500-600km.

Mit einem BEV das 250-300km Reichweite hat macht man keine Abstriche.

Durch meinen Reisestil, den ich seit 24 Jahren habe (seit dem ich den Führerschein habe), mache ich mit meinem i3s 94Ah auch keine Abstriche.

Ich kann auch das Gerede nicht mehr hoeren, dass man unbedingt 1000km Reichweite haben muss. Betrachtet man die Segmente bis zur unteren Mittelklasse sind dort bei den Versionen mit Benziner alles von 500 - 650km Reichweite vertreten.
Mein letzter Verbrenner hatte einen 66l Benzintank. Dieser hat gerade mal fü 680 - 720km gereicht. Den habe ich auf meinen Fahrten nie ganz leer gemacht.

Wenn viele Verbrenner sowieso unter 650km Reichweite mit einem Tank haben, warum muessen Elektroautos dann 800 oder gar 1000km mit einer Ladung schaffen?
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Re: Öffentlicher Unfug

zoppotrump
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Nachbars Lumpi hat geschrieben: Mit einem BEV das 250-300km Reichweite hat macht man keine Abstriche....
...
Betrachtet man die Segmente bis zur unteren Mittelklasse sind dort bei den Versionen mit Benziner alles von 500 - 650km Reichweite vertreten....
Einfach mal diese beiden Sätze hintereinander lesen und die Abstriche sind offensichtlich. Das ist reine Mathematik. Völlig emotionslos.

Re: Öffentlicher Unfug

Ungard
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Kellergeist2 hat geschrieben: Aussagen wie "99% aller Fahrten sind eh unter 200 km" oder dergleichen sind mit Vorsicht zu genießen.
Rechnen wir mal nach:
Arbeitsweg: 2 x täglich = 10 Fahrten / Woche = 40 Fahrten / Monat
(Sonstige Fahrten neben dem Arbeitsweg lasse ich hier mal mit Absicht weg.)
Wenn ich jetzt alle drei Monate etwas weiter entfernt wohnende Verwandte, Freunde, ... besuchen möchte, dann brauche ich ein Auto, dass auch diese Strecke schafft, auch wenn das nur einmal alle 120 Fahrten vorkommt (also < 1% aller Fahrten ausmacht)
Und diese Strecke möchte man ja auch im Winter schaffen.

Genau so einen Fall haben wir:
Alle paar Monate fahren wir eine Strecke von 280 km. (140 km hin und wieder zurück)
Am Ziel können wir leider (mangels Steckdose) nicht aufladen.
Eine einfache Strecke von 140 km möchte man in einem Stück durchfahren, ohne zwischendurch laden zu müssen.

Anderes Beispiel:
Man stelle sich vor, dass man einmal pro Monat nicht zum Arbeitsplatz, sondern zum regelmäßigen Meeting in die Firmenzentrale fahren muss, die >200 km entfernt ist.
Schon hat man nur noch einen Anteil von 97,5% aller Fahrten, die <200 km sind.
Mein i3 schaffte es schon bis Holland, über 700km... natürlich nicht ohne nachladen.
Ich schrieb auch MEINE nicht dass ALLE Fahrten aller Personen so sind.

Muss man regelmäßig in die Firmenzentrale, muss der Arbeitgeber einem schon was bereitstellen...

Sonstige Fahrten weglassen ist auch gut, das sind locker nochmal 5-10 die Woche auf dem Land
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Öffentlicher Unfug

Nachbars Lumpi
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zoppotrump hat geschrieben:
Einfach mal diese beiden Sätze hintereinander lesen und die Abstriche sind offensichtlich. Das ist reine Mathematik. Völlig emotionslos.
Dann lies mal den zweiten Satz fertig. Immer das gleiche Gelaber, dass man nur die Hälfte wiedergibt.

Du hast keine Frau oder gar Kinder. Da kann man froh sein, wenn man 150-200km durch fahren kann.
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Re: Öffentlicher Unfug

zoppotrump
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Nachbars Lumpi hat geschrieben:
Du hast keine Frau oder gar Kinder. Da kann man froh sein, wenn man 150-200km durch fahren kann.
Du kannst auch mit einem Verbrenner Pausen machen. Er hat also keinen Nachteil. Mit Deinem BEV musst Du spätestens alle 200km Pausen machen. Das ist ein Unterschied.
Bei Leuten, für die Zeit ein kostenloses Gut ist, mag das egal sein, bspw. Rentner oder Privatiers. Für den Rest der Bevölkerung ist Zeit ein nicht zu unterschätzendes Gut:
Fahre ich bspw. mit 3 weiteren Kollegen zum Kunden und sei diese Strecke 400km, so müsste ich Deinem Beispiel folgend 1-2x Laden, je nachdem. Rechne ich nun den Verdienstausfall dieser Pausen, da ich sie dem Kunden nicht in Rechnung stellen kann, so sind das auf der Strecke ca. 300-400 Euro, grob überschlagen. Auf der Rückfahrt dann das gleiche nochmals.
Da fällt es mir schwer zu glauben, dass dies kein Abstrich sein soll.
Und wenn es keine Geschäftsreise ist, sondern privat, dann fehlt mir dann eben die Freizeit, wie auch immer. Es sind Abstriche zu machen.

Re: Öffentlicher Unfug

Kellergeist2
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Ungard hat geschrieben: Muss man regelmäßig in die Firmenzentrale, muss der Arbeitgeber einem schon was bereitstellen...
Das nennt sich Reisekostenabrechnung :-D 0,30 € / km bei Nutzung eines Privatwagens.
Ungard hat geschrieben: Sonstige Fahrten weglassen ist auch gut, das sind locker nochmal 5-10 die Woche auf dem Land
Gerade auf dem Land lassen sich doch einige Fahrten gar nicht vermeiden, da es gerade dort kein ordentlich ausgebauten ÖPNV gibt und die Strecken für das Fahrrad zu groß sind.
In einer Gemeinde mit gutem ÖPNV lassen sich viele Fahrten viel einfacher vermeiden.
Oder man kombiniert Fahrten, indem man z. B. den Einkauf bei dem Supermarkt erledigt, der auf dem Weg vom Büro nach Hause liegt, anstatt dafür extra zu seinem Lieblings-Supermarkt vor Ort eine Extra-Runde zu fahren.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Öffentlicher Unfug

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nachdem wir hier schon so was von OT sind... das Topic gar niemanden mehr bekannt, harke ich hier mal ein.

Niemand sagt, dass die Fernreis mit einem EV optimiert wie bei einem Verbrenner abläuft. Wer seinen Urlaub besser plant als sein Leben wird sehr schnell zum Verbrenner greifen, weil das Wichtigste im Leben ist der Urlaub, da muss das Fahrzeug optimiert sein. Wer aber sein Leben im Ganzen Plant optimiert sein Fahrzeug für die 95% seiner Fahrten, also für die Kurz und Mittel Strecke. Da ist der Umweg zum Liebblingssupermarkt locker drinnen, der Arbeitsweg, aber auch die 200km weit entfernte Oma. Das Ganze Leben optimiert, kein extra Fahren zu Tankstelle, jede Woche oder zumindest alle 14 Tage. Kein erhöhter Benzin Verbrauch beim Brötchen holen am Sonntag in der Früh. Kein Problem dass der Wagen abkühlt wenn die Kinder in den Kindergarten gebracht sind und man 20 Minuten später zu Arbeit fährt. Alles im optimierten Betriebspunkt. Kein Warmlauf, keine Energieverschwendung in der Kurzstrecke. (und das ist nach Statistik ja jedes mal auch bei den 2km, es sind halt je nah Anforderung 95 -99% der Fahrten, die sind zwar Kilometermäßig zu vernachlässigen, aber nicht bei den Katstarts.)
Bestens Optimiert mein Leben, mein Alltag. Zeit gespart, keine Umwege zur Tankstelle alle 14 Tage. Kein Gestank in meiner Garage, billiger als der Autobus.
So und nun kommt der Urlaub. Da muss man wissen ob es für einem Akzeptabel ist, diese nicht ganz so optimiert hinter sich zu bringen. Klar, wenn der Urlaub das Wichtigste ist, wenn ich diesen besser plane als mein restliches Leben, geht das schief.

Ich könnte mich so lange über all die nicht optimierten Wegstrecken im Alltag aufregen, sicher mehr als all die Langstrecken Meckerer. Aber nur weil wir die beim Verbrenner schon lange Akzeptiert haben, bedeutet es nicht, das ich es akzeptieren muss.
Und so akzeptiere ich alle 300km eine Pause von ein wenig mehr als einer Stunde. Bin maximal Neidig dass andere EV Fahrer diess schon optimiert haben, aber sicher nicht auf die Verbrenner, die ihren Alltag so unoptimiert bestreiten müssen. Jeden Tag.

Und weil es irgendwann einmal jeder kapiert hat, muss halt der Kommentar wie am Anfang des Fadens immer wieder geschrieben werden. Was soll der große Akku nach 6 Jahren so machen? Einfach nur so rum liegen und vergammeln? Wenn die Verbrennerfraktion keine anderen Argumente mehr haben... Die kann man leicht widerlegen.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 100.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Öffentlicher Unfug

ErXBout
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zoppotrump hat geschrieben:
Nachbars Lumpi hat geschrieben:
Du hast keine Frau oder gar Kinder. Da kann man froh sein, wenn man 150-200km durch fahren kann.
Du kannst auch mit einem Verbrenner Pausen machen. Er hat also keinen Nachteil. Mit Deinem BEV musst Du spätestens alle 200km Pausen machen. Das ist ein Unterschied.
Bei Leuten, für die Zeit ein kostenloses Gut ist, mag das egal sein, bspw. Rentner oder Privatiers. Für den Rest der Bevölkerung ist Zeit ein nicht zu unterschätzendes Gut:
Fahre ich bspw. mit 3 weiteren Kollegen zum Kunden und sei diese Strecke 400km, so müsste ich Deinem Beispiel folgend 1-2x Laden, je nachdem. Rechne ich nun den Verdienstausfall dieser Pausen, da ich sie dem Kunden nicht in Rechnung stellen kann, so sind das auf der Strecke ca. 300-400 Euro, grob überschlagen. Auf der Rückfahrt dann das gleiche nochmals.
Da fällt es mir schwer zu glauben, dass dies kein Abstrich sein soll.
Und wenn es keine Geschäftsreise ist, sondern privat, dann fehlt mir dann eben die Freizeit, wie auch immer. Es sind Abstriche zu machen.
Wenn ein BEV ein sogenannter "Abstrich" für einen ist, dann soll derjenige einfach Ruhe geben und Verbrenner fahren
Die ganze Zeit dieses gemecker geht mir auf den Keks..
Mimimi Reichweite zu wenig, Mimimi ich will Tempomat auf mindestens 150 stellen und trotzdem meine >700km am Stück fahren.

Mir macht BEV Spaß. Es macht längere Strecken aufregender, entschleunigt mich (weil wenn ich schonmal wo bin und Lade, warum nicht mal die Gegend anschauen, man hat ja Zeit), das fahren an sich macht Spaß und ich Plane gerne, auch mit Plan B und C (ist halt leider wegen der Infra manchmal notwendig)

Wer das nicht tun will, soll einfach aufhören zu Jammern, weiter verbrennen und dabei spaß haben.
Jeder Mensch ist anders, aber alles was man nicht mag oder einem zu viel Aufwand ist schlechtreden stört nur die Leute denen es gefällt.
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