Balancieren? Sehe nichts..

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wodnik7
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Hallo

Noch eine Frage zur Balancierung des Akkus. Habe hier mehrfach gelesen, man solle den Akku ca 1x wöchentlich balancieren.

Nur: ich lade mit dem Tesla UMC, einphasig mit 8A und nachdem der Smart voll ist sehe ich nicht, dass das UMC noch irgendwelchen Strom ins Auto schiebt.

Es bleibt einfach stehen. Punkt.

Soll ich lieber dreiphasig laden?

Das Auto habe ich erst eine Woche. Vom Tesla kenne ich es, dass er nicht auf 100% aufgeladen werden un dann stehen gelassen werden sollte. - ist es hier anders beim smart (anscheinend schon!)

Wie lade ich also optimal?

Danke!
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Re: Balancieren? Sehe nichts..

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Man muss ihn nicht wöchentlich balancieren.. eher Monatlich.. und das macht der Kleine dann auch selbst. (Aber da gehen die Geister außeinander..)

Stimmt, wenn er balanciert fließt nahezu kein Strom mehr. Er balanciert leider trotzdem nur, wenn er eingesteckt ist. Irgendein schlauer Daimler-Mitarbeiter hat sich überlegt, dass das so sein muss.

Einfach aufladen und stecken lassen. Den Rest macht der smart.

Letztendlich musst Du Dir da keine all zu großen Gedanken machen. Das kann der Kleine sehr gut alleine.

Optimal laden:
Anstecken und zB über Nacht stecken lassen.
Aufwändigeres machen wir, wenn der Smart uns Grund dazu gibt.
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Re: Balancieren? Sehe nichts..

wodnik7
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Ok! Aber dann zB am nächsten Tag auf 80% runter?

Und ob ein- oder dreiphasig laden egal? Danke für die Tipps!

Re: Balancieren? Sehe nichts..

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Was Du tags drauf machst, ist egal. Es muss eher vor der Landung leer sein und dann am Stück voll werden und stecken bleiben.

Ein- oder dreiphasig ist relativ egal. Das wird zum Thema, wenn wir einen konkreten Grund haben zu balancieren.
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Re: Balancieren? Sehe nichts..

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MineCooky hat geschrieben: Was Du tags drauf machst, ist egal. Es muss eher vor der Landung leer sein und dann am Stück voll werden und stecken bleiben.

Ein- oder dreiphasig ist relativ egal. Das wird zum Thema, wenn wir einen konkreten Grund haben zu balancieren.
Wie kommst du den auf die Idee? Aus der Batterieanalyse solltest du doch eigentlich den Unterschied eine Auslösung der Kapazitätamessung und der Balancing Funktion wissen.

Das BMS bzw. die CSE balancen immer wenn sie geladen werden. Sprich die oberen Zellen werden mit 91Ohm parallel zu Zelle beschatten. Das soll eine Dämpfung während dem Ladevorgang bewirken. Wenn nun der Ladestrom sehr groß ist reicht das parallel zum Laden nicht aus.

Sprich Zellen mit weniger Kapazität sind schneller an der Ladeschlussspannung von 4,2V. Dann muss das Ladegerät aufhören die Stacks zu laden. Solange jetzt eingesteckt bleibt, wird die obere Zelle weiter mit den 91 Ohm belastet bis sie wieder ausreichend weit weg von den 4,2V ist. Dann können alle Zellen wieder ein Schluck von dem.Ladegerät bekommen. Der Abstand bzw. das delta V wird immer kleiner.


Da aber die schwächere Zelle ja eine geringere Kapazität hat wird sie beim Entladen auch schneller an der unteren Schwelle con 3,2V anschlagen. Obwohl der real SoC noch entsprechend hoch ist, kann die gespeicherte Ladung nicht mehr abgerufen werden.

Also nicht die Kapazitätsmessung (<40% SoC; 20-30min warten vor dem Laden) mit dem Balancing verwechseln. Das läuft bei JEDER Ladung und solange richtigerweise erkannt das Ladekabel gesteckt ist :-)
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Re: Balancieren? Sehe nichts..

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Moin!
Ich konnte schon beobachten wie der Kleine nach >24h am Kabel nochmal einen Nachschlag von der Wallbox genommen hat.
Also ruhig mal länger angesteckt lassen.
Gruß Ingo

Re: Balancieren? Sehe nichts..

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JMK2020 hat geschrieben: Wie kommst du den auf die Idee? Aus der Batterieanalyse solltest du doch eigentlich den Unterschied eine Auslösung der Kapazitätamessung und der Balancing Funktion wissen.
Den weis ich auch.

Es ist aber ein großer Unterschied ob man außer Übervorsicht meint man müsse intensiv balancieren oder ob man tatsächlich einen ernsthaften Grund hat, sich mit dem Balancieren näher zu beschäftigen.

Logisch: Man kann jetzt schon die große Hochzieherei starten. Macht aber keinen Sinn, solange man keinen Anlass dazu hat. Das schafft nur Verdruss.
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Re: Balancieren? Sehe nichts..

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wodnik7 hat geschrieben: Das Auto habe ich erst eine Woche. Vom Tesla kenne ich es, dass er nicht auf 100% aufgeladen werden un dann stehen gelassen werden sollte. - ist es hier anders beim smart (anscheinend schon!)

Wie lade ich also optimal?
Hier wurde eine Zeit lang mal intensiv über das Thema Top-Balancing diskutiert. Dabei ging es hautsächlich um Batterien, bei denen einzelne Zellen durch sehr lange Standzeit (und teilweise Wiederbelebung) aus dem Feld "ausgebrochen" sind. Für die normale Benutzung braucht man sich da m.E. keine Gedanken zu machen.
Wenn du den Smart zu Hause lädst, wird er nach Ledeende eh irgendwann genügend Zeit zum balancieren haben. Ein Ladelimit lässt sich ja eh nicht einstellen.

Wenn man die Berichte hier lange mitverfolgt, scheint es tendentiell eine Ausnahme durch erkennbare Degradationszunahme bei sehr häufiger Schnellladung zu geben (Persönliche Spekulation: Könnte eine Beteiligung der Li-Ion untypisch "aggressiven" Ladekennlinie mit >1C bis fast 100%SoC und eher geringer Leistungsdrosselung bei niedrigen Temperaturen sein)
Ansonsten gibt es die Zellen ja inzwischen schon seit mehr als 8Jahren im Feld und auch die ersten Exemplare zeigen sich bei normaler Nutzung degradationsseitig eher unbeeindruckt.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: Balancieren? Sehe nichts..

wodnik7
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Na gut, danke für die tollen Erklärungen! Nur eine Frage bleibt: zu Hause ein- oder dreiphasig laden? Und: sinnvoll tatsächlich 100% aufzuladen, oder lieber so bei etwa 80% enden? Der Smart ist schon etwas anders..

Dankeschön!

Re: Balancieren? Sehe nichts..

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Würde aus genannten Gründen ("aggressive" Ladekennlinie) 1phasig empfehlen, auch wenn der Ladewirkungsgrad beim 22kW Lader dann ein paar Prozentpunkte einbricht.
Bis ~80% habe ich auch eine ganze Weile mal versucht zu praktizieren, das erfordert aber gutes Timing. Inzwischen vermeide ich bestenfalls noch, die Kiste z.B. vorm Wochenende auf 100% zu laden, wenn das Ding dann absehbar 2 Tage herumsteht.
Ansonsten kann man sich angewöhnen, wenn man eh nur Kurzstrecken fährt, z.B. erst bei <50% nachzuladen. Nur fürs Gewissen, nötig ist das wahrscheinlich gar nicht.
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