Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
  • Eberhard
  • Beiträge: 726
  • Registriert: Sa 26. Jan 2013, 16:30
  • Wohnort: 97702 Münnerstadt
  • Hat sich bedankt: 8 Mal
  • Danke erhalten: 87 Mal
read
Langsam aber stetig hat geschrieben:Schlecht, wenn man es zu oft macht. Lithium-Ionen-Akkus fühlen sich im mittleren Bereich am besten.
Leerfahren mag nicht gut sein, aber die Batterie ist ja nur wenige Minuten in diesem Zustand, da ja gleich wieder geladen wird. In diesem Zustand wird ihn hoffentlich keiner stundenlang herumstehen lassen. Vollladen und dann bei hohen Temperaturen tagelang abstellen dürfte wesentlich größeren Stress für die Batterie bedeutet, da sollte man sich mit mittlerem SoC begnügen und erst vor Abfahrt vollladen.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Anzeige

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
read
Komplett richtig, aber wenn man gefragt wird, ob es gut oder schlecht ist, ist die Antwort "schlecht". Es gibt ja manche, die denken, dass es besser ist, den Akku immer voll zu laden, weil das bei den Nickel-Cadmium-Akkus auch so ist. Und es gibt viele, die das Auto abends anschließen, welches dann innerhalb weniger Stunden vollgeladen ist, und dann den Rest der Nacht vollgeladen steht. Oder auch öfters von Freitag Abend bis Montag morgen.

Das macht den Akku natürlich nicht kaputt (es gibt ja oben und unten auch einen nicht benutzbaren Puffer), deshalb sage ich immer, dass, wenn man es komfortabel vermeiden kann, auch vermeiden sollte. Gut sind Autos, bei denen man einstellen kann, wie hoch der Akku geladen werden soll. Und ich glaube beim e-Golf ist es noch besser, da kann man es so einstellen, dass immer sofort auf einen Mindestwert geladen wird (z.B. 40%), und dann erst zum Abfahrtzeitpunkt auf den Höchstwert geladen wird (z.B. 80%). So steht das Auto im Normalfall nicht lange mit leerem oder vollen Akku, und vor der Abfahrt ist der Akku durch die Ladung zumindest etwas aufgewärmt.

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
read
Ich find's spannend was ihr alles wissen wollt. Nur mal so am Rande:
Das BMS des smart ist darauf ausgelegt, dass der Akku nur vernünftig balanziert, wenn er viele Stunden lang auf SOC 100% ist. Das könnt ihr nun wegreden wollen, dann seid ihr aber nicht die ersten denen ich einen Zelldefekt durch ausmessen bestätigen kann. Nach ca. 70-80Tkm "Akku´schonung" durch 100% Vermeidung ist er hinüber.

Vertraut dem BMS und nutzt das Auto so wie ihr es braucht, nicht so wie ihr meint sei es gut für das Auto. Vertraut den Programmierer des BMS, die haben sich dabei schon was gedacht...
smart fortwo 451er ED 3,7kW-Lader, EZ 05/2013; aktuell >230.000km
smart fortwo 453er EQ 22kW-Lader; EZ 05/2018; aktuell >95.000km
EQpassion.de, alles rund um den smart EQ.

"Aus Gaspedal wird Spaßpedal"
- Smart

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
read
Ab und zu auf 100% laden sollte man natürlich schon, und wird man vermutlich auch tun, weil man ja ab und zu eine längere Strecke fährt. Die Programmierer haben sich natürlich etwas gedacht, müssen aber einen Trade-off zwischen Langlebigkeit und Reichweite finden.

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
  • Bernhard22
  • Beiträge: 93
  • Registriert: Fr 9. Nov 2018, 01:02
  • Wohnort: Taufkirchen
  • Hat sich bedankt: 24 Mal
  • Danke erhalten: 12 Mal
read
bei der Reichweite des Smart stellt sich die Frage nicht, ob man immer bis zu 100% laden soll oder nicht. Zumindest dann nicht, wenn man keinen Abstellplatz/Garage mit Lademöglichkeit hat.
SMART EQ fortwo und Lexus UX 250h E-Four

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
read
MineCooky hat geschrieben: Ich find's spannend was ihr alles wissen wollt. Nur mal so am Rande:
Das BMS des smart ist darauf ausgelegt, dass der Akku nur vernünftig balanziert, wenn er viele Stunden lang auf SOC 100% ist. Das könnt ihr nun wegreden wollen, dann seid ihr aber nicht die ersten denen ich einen Zelldefekt durch ausmessen bestätigen kann. Nach ca. 70-80Tkm "Akku´schonung" durch 100% Vermeidung ist er hinüber.


Das stimmt und man kann es mit dem BMS Diag nachprüfen. Ladet mal ein paar Tage wenig oder ihr zieht sofort nach dem Laden ab.
Ergebnis = hohe Zelldrift.
Freitag nachmittag einstecken und bis Montag früh eingesteckt lassen, danach messen = schöne minimale Zelldrift. Ich habe meine geringste Zelldrift immer nach so einer "Kur" gemessen. Außerdem steht es auch genau so in der Anleitung, bei längerer Standzeit am Netz lassen, heißt nicht nur, Tiefentladen wird so vermieden, (Bei Standzeit von Wochen) sondern auch, dass der Akku das ab kann. Und wie man messen kann, braucht er es sogar !

Sehr wahrscheinlich fahren deshalb auch viele mit Schnellader ihre Akkus in Klump. Immer nur Einstecken, nach 60min abziehen und fahren funktioniert ggf. maximal ein paar Wochen. Dann ist die Zelldrift auf 1xx mv und das BMS ist mehr oder weniger hilflos.

Die Akkuschäden der letzten Poster waren fast nur welche mit Schnellader.

Wer keinen eigenen Ladeplatz hat und ausschließlich kurz öffentlich lädt, der kann viel falsch machen.

Sicher ist chemisch betrachtet, ein Lion Akku bei Ladungen von 20-80% am besten behandelt. EINER.
Nur hier haben wir es mit 93 Stück zu tun die balanciert werden müssen. Bei 100% .

Minecooky hat voll und ganz recht.
SMART ED Brabus Exclusiv Cabrio seit 4 Jahren. ZOE ZE50 R135 in der Familie ab 26.06.2020

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
read
Sonnenfahrer hat geschrieben: Die Akkuschäden der letzten Poster waren fast nur welche mit Schnellader.

Wer keinen eigenen Ladeplatz hat und ausschließlich kurz öffentlich lädt, der kann viel falsch machen.
Das ist auch ein Problem, war bei denen aber höchstwahrscheinlich nicht ausschlaggebend für den defekt. Das dürfte ehr auf ein Fehler im Aufbau des Akkus gewesen sein, es waren nicht zufälligerweise immer die Randzellen. Der Schluss liegt nahe, dass es hier um ungleiche Drücke der Pouchzellen handelt, die außen müssen abfangen was die in der Mitte sammeln, das tut denen nicht gut. Schnelllader trifft es dann deshalb, weil hier die Drücke beim Laden höher sind als bei Schnarchlader. Außerdem werden die außen besser gekühlt als die innen, das kann auch eine Fehlerquelle sein.


Soweit ich das übrigens beurteilen kann, nach 40.000km Schnelllader ED4, hat man das Balanzing beim aktuellen smart nochmal verbessert. Selbst nach 500km Schnellladung am Stück ist der Zelldrift bei <30mV.


Sonnenfahrer hat geschrieben: Sicher ist chemisch betrachtet, ein Lion Akku bei Ladungen von 20-80% am besten behandelt. EINER.
Nur hier haben wir es mit 93 Stück zu tun die balanciert werden müssen. Bei 100% .
Besser hätte ich es nicht sagen können. :thumb:
smart fortwo 451er ED 3,7kW-Lader, EZ 05/2013; aktuell >230.000km
smart fortwo 453er EQ 22kW-Lader; EZ 05/2018; aktuell >95.000km
EQpassion.de, alles rund um den smart EQ.

"Aus Gaspedal wird Spaßpedal"
- Smart

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
read
Langsam aber stetig hat geschrieben: Komplett richtig, aber wenn man gefragt wird, ob es gut oder schlecht ist, ist die Antwort "schlecht". Es gibt ja manche, die denken, dass es besser ist, den Akku immer voll zu laden, weil das bei den Nickel-Cadmium-Akkus auch so ist. Und es gibt viele, die das Auto abends anschließen, welches dann innerhalb weniger Stunden vollgeladen ist, und dann den Rest der Nacht vollgeladen steht. Oder auch öfters von Freitag Abend bis Montag morgen.

Das macht den Akku natürlich nicht kaputt (es gibt ja oben und unten auch einen nicht benutzbaren Puffer), deshalb sage ich immer, dass, wenn man es komfortabel vermeiden kann, auch vermeiden sollte. Gut sind Autos, bei denen man einstellen kann, wie hoch der Akku geladen werden soll. Und ich glaube beim e-Golf ist es noch besser, da kann man es so einstellen, dass immer sofort auf einen Mindestwert geladen wird (z.B. 40%), und dann erst zum Abfahrtzeitpunkt auf den Höchstwert geladen wird (z.B. 80%). So steht das Auto im Normalfall nicht lange mit leerem oder vollen Akku, und vor der Abfahrt ist der Akku durch die Ladung zumindest etwas aufgewärmt.
Das mache ich seit knapp 3Jahren immer von Mo-Fr.. ich hätte keine Lust den Smart jedemal die letzten 10 km zu schieben.
Smart ED Bj 7/2015 black, von 8/2016 bis 7/2020
ZOE Intens 50kWh Akku + CCS + Easy Park Assistent + Winter-Paket am 6.3.2020 bestellt, ist seit dem 9.7 in Betrieb.
PV: 7,45kWp Wallbox: ABL eMH1 Basic (22 kW, Steckdose Typ2)

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

Badman
  • Beiträge: 506
  • Registriert: Mo 4. Feb 2019, 02:07
  • Danke erhalten: 102 Mal
read
Ihr seid die Besten, sorry für den TE, aber das war sehr informativ. So wollte ich es eh machen. Also mach ich es richtig. Freu mir. Danke.

Re: Überführen eines Smart ed3 cabrio über fast 500km

USER_AVATAR
  • Bernhard22
  • Beiträge: 93
  • Registriert: Fr 9. Nov 2018, 01:02
  • Wohnort: Taufkirchen
  • Hat sich bedankt: 24 Mal
  • Danke erhalten: 12 Mal
read
... was empfehlt ihr dann denjenigen, die nur an öffentlichen Ladestationen laden können, mangels Garage mit Stromanschluss?
SMART EQ fortwo und Lexus UX 250h E-Four
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „fortwo ed - Allgemeine Themen“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag