bidirektionales Laden?

Re: bidirektionales Laden?

ntruchsess
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Wenn der Wechselrichter im Ioniq5 in der Lage sein sollte netzsynchron zu arbeiten wäre es kein Problem, dann würde Hyundai einfach eine entsprechende Wallbox dazu verkaufen die das mit der Hausinstallation koppelt.
Wenn das Auto nur einen Schuko-anschluss bereitstellt ist davon aber nicht auszugehen. Dann kannst man sich eine Kabeltrommel ins Haus legen und da anschließen, was immer man will. Nur den eigentlichen Hausanschluss kann man nicht mal einfach so auf sichere weise (geschweige denn normgerecht) koppeln - Das ginge zwar prinzipiell mit einem geeigneten mehrpoligen Umschalter der den Hausanschluss trennt bevor die alternative Einspeisung verbunden wird die das Haus dann im Inselbetrieb versorgt - Ich kann mir nur beim besten Willen nicht vorstellen, dass das mit einem Schukoanschluss am Ende zulässig wäre.
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Re: bidirektionales Laden?

wolle
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Hier im Video sieht man nach wenigen Sekunden dann den Steckeradapter für die CCS-Ladebuchse außen. Im Innenraum ist bereits eine herkömmliche Steckdose verbaut, die ebenso bis zu 3,5kW liefert.
https://youtu.be/C5jJNqoVVw4?t=850

Re: bidirektionales Laden?

Casamatteo
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gohz hat geschrieben: Und bewusst das Riskiko eingehen, dass der Akku darunter leidet, weil sich die Zahl der Zyklen erhöht.
Nein. Wie bereits geschrieben wird ein Auto-Akku mit den paar Kilowatt in oder aus einem Haus eher gestreichelt als gestresst. Und man wird den SOC weit weg von 0% oder 100% lassen, so zwischen 20 und 70%, also nur die halbe Kapazität nutzen, wa sbei moderen Autos imm ernoich über 20 kWh sien sollte. Das sind dann keine Vollzyklen, sondern eher gemütliche Fahrten im Stadtverkehr mit mehrmals anfahren und rekuperieren. Das muss ein E-Auto locker können.

Es gibt da keine Ausreden für die Hersteller, außer dass einige ganz Clevere Strom für Zuhause an den neuen urbanen Schnellladern holen würden und damit den Akku tatsächlich unnötig strapazieren. Bei mind. 39 Cent/kWh ist das in D preislich allerdings hirnrissig. Derzeit gibt es bei Kaufland und CO. noch gratis DC-Strom, aber das wird sich ändern.
einziges Auto: Smart ED3 EZ2013 50600km zweiter 22-kW-Lader
6 Liter Diesel brauchen keine 42 kWh als Strom sondern 12 kWh als 1,2 Liter Ölverbrauch in der Raffinerie. Der Herr A. B. hat offenbar US-Gallonen und Liter verwechselt.

Re: bidirektionales Laden?

gohz
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3,5 KW ist nicht viel. Reicht für die Grundlast, sind aber gerade mal 11 Ampere auf einer Phase. Da müsstest Du sicherstellen, dass Verbraucher wie Backofen, Herd, Trockner und Waschmaschine auf keinen Fall zugeschaltet werden. Und beim Start es keine Lastspritzen über 11 Ampere gibt.

Kann mir nur vorstellen, dass man das durch entsprechendes Verteilen der Geräte auf die entsprechenden Phasen hinbekommt. Wobei man dann vermutlich noch eine Schütz bei 3-phasigen Verbrauchern wie der Wallbox und dem 3-phasigen Herd installieren muss, um die 3,5 KW Phase nicht zu überlasten.

Kommt aber vermutlich auf die baulichen Gegebenheiten an, ob das so funktioniert.

Phasen zusammen zu schalten, hört sich für mich nicht nach einer praktikablen Lösung an.

Die Herausforderung wird sein, dass ganze netzsynchron auch ohne Stromausfall zu übernehmen. Aber damit kennen sich vermutlich die PV-Anlagenbetreiber aus wie man das am besten realisiert.

Re: bidirektionales Laden?

env20040
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Augenblicklich ist JEDES Fahrzeug mit einem direkten DC Ladenschluss geeignet.
Dies, da dann eine Fahrzeugseitige Freischalteinrichtung der DC Spannung, direkt aus den Batteirn vorliegt.
Funktionell ist dies jedoch im Moment nur beim Cademo auch möglich.
Bei der Definition von CCS war den Europäischen Verbänden wichtiger Kompatibilität im Steckersystem zu behalten, damit nur ein Stecker Anschluss gebaut werden muss und, Europa dem Amerikanischen Einphasenmarkt sowieso hinterherhinkte.
Nun muss das CCS Protokoll angepasst werden.
Was eher eine Kleinigkeit ist.
Der Sinn liegt in der Zukunft darin in der Hochpreiszeit, also z. B. 18-22.00 Einzuspeisen und danach erst, in der Niedrigpreisphase, aufzuladen.
Ob dies dann einen Rückspeisung in das Netz wird, oder nur eine Eigenversorgung bei Variablen Strompreismodellen, da werden die Stromanbieter noch lange drum streiten und sich vermutlich mit allen wehren was geht, frei dem Motto: alles beim alten lassen und mit jeder Kwh das maximum verdienen.
Wallbox verkauft mittlerweile Bidirektionale Boxen.
Dazu ein eigener AC DC Lader, und man lädt direkt DC, mit beliebiger, Einspeiseabhängiger Leistung.
In Summe heute schon ab ca. 5.500Eur bei Cademo möglich.
Ich bin gespannt wann die ersten Dc/Dc Ladegeräte, für Direkteinspeisung aus PV auf den Markt kommen.
Dies würde die Versorgungsnetzt entlasten, nur vermute ich, dass dies die Versorgergesellschaften nicht wünschen, da die Variablen drohen in der Versorgung noch grösser zu werden.
Für Österreicher ist heute schon das Strombezugs/Liefermodell von Smartfox interessant.
Auch wenn man nur Laden möchte, da der Nachttarif interessant ist.
BMW i3, Nissan E-nv200, bald Mercedes Vito EQV.

Re: bidirektionales Laden?

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env20040 hat geschrieben: Ich bin gespannt wann die ersten Dc/Dc Ladegeräte, für Direkteinspeisung aus PV auf den Markt kommen.
Dies würde die Versorgungsnetzt entlasten, nur vermute ich, dass dies die Versorgergesellschaften nicht wünschen, da die Variablen drohen in der Versorgung noch grösser zu werden.
Tadaa: https://www.memodo.de/blog/solaredge-we ... r-wallbox/

Ist zwar kein DC aber immerhin...
BMW i3s 94 Ah

Re: bidirektionales Laden?

env20040
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Ja, nur zuerst Wechsel, dann wieder Gleichrichter mit dem schlechten ev Gleichrichter Wirkungsgrad, das sind rasch 20 %Verluste,die da zusammenkommen. Was man bei Dc/DC Gleichrichter wegbekommen würde.
Am gleichen Bus eine Stationärbatterie... Das ist Wirkungsgradoptimierung.
BMW i3, Nissan E-nv200, bald Mercedes Vito EQV.

Re: bidirektionales Laden?

Pandy
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Liebe Elektronauten,
in Wolfsburg wurde an der e Mobility- Station ein e-Up mit dieser Funktion über mehrere Jahre beim bi-direktionalen Laden erprobt und öffentlich präsentiert.
Es ging, war aber ein Riesenakt in den Verhandlungen mit dem Stromnetz-Anbieter, das berichteten mir die damaligen Betreiber. Aber es ging. Ich habe 2015 in diesem Fahrzeug gesessen und von dem E-Up Filmaufnahmen gemacht.
Beleg: Unterer Film ab Minute 1` 30``:
https://appgehts.info/emo/videos.php

Seitdem habe kein öffentliches Projekt erfahren, erlebt, gesehen oder angefasst, bei dem bidirektionales Laden funktioniert.

Ich würde mir das kaufen, wenn es auch schwarzstartfähig ist. Das bedeutet, dass es mir hilft, bei einem Stromausfall mein Haus auch mit Energie zu versorgen.
Am 8. Januar wurden in Siebenbürgen drei Kraftwerke abgeschaltet. Dabei kam es zu einem Beinahe-Blackout in Europa. In Rumänien war der Strom zeitweise bis zu 1.5 Stunden weg.
https://www.netzfrequenzmessung.de/aktu ... tm#2021_01

Gibt es noch andere Möglichkeiten, mit seinem E-Auto seine Wohnung oder Haus mit Strom zu versorgen?
Elektrische Grüße
Pandy

Re: bidirektionales Laden?

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env20040 hat geschrieben: Ja, nur zuerst Wechsel, dann wieder Gleichrichter mit dem schlechten ev Gleichrichter Wirkungsgrad, das sind rasch 20 %Verluste,die da zusammenkommen. Was man bei Dc/DC Gleichrichter wegbekommen würde.
Am gleichen Bus eine Stationärbatterie... Das ist Wirkungsgradoptimierung.
Deine 20% halte ich jetzt mal für leicht übertrieben...
Lass es mal 10 - 12 % sein...
BMW i3s 94 Ah

Re: bidirektionales Laden?

env20040
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Der Gleichrichterwirkungsgrad im Fahrzeug ist knapp über 90%, bis zu 92%, im 2008-er forum hat jemand gerade Ladeverluste von 10,4 % ermittelt.
Dies auch der Tatsache geschuldet dass die Gleichrichter günstige 230V und keine 400 V sind. Der Wirkungsgrag KÖNNTE auch bei 98% liegen, da gebe ich Dir recht. Nur, diese Gleichrinchter sind teurer und der Gewinn wird lieber an die Shareholder ausgeschüttet.
Siehe den 2-Phasen-Gleichrichtern beim VW Golf, Netztbezogen verantwortungslos so etwas zu bauen und, dass da dann die Netzbetrieber Sturm laufen, das ist verständlich, und der PV-Wr-Wirkungsgrade geht Dir auch in die Knie bei so einer Schieflast.

Der Wechselrichterwirkungsgrad im Teillastbereich eines PV-WR liegt ebenso nicht bei 95%, abhängig vom Type, ob Trafolos oder mit Trafo.
Dieser liegt irgendwo bei 92% und vielleicht, wenn alles passt, bei 96%.
Gemessen hatten wir auch schon 86%.
Und in der Direktladung mitteld DC/DC ( Solar direkt auf die Autobatterie) Wandlung ?
Bei vielleicht 98% IN SUMME !, da die Spannung nur geringst gechoppt werden muss, wenn man die PV-Spannung etwas höher als die Dc-Batteriespannung wählt.
BMW i3, Nissan E-nv200, bald Mercedes Vito EQV.
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