Fremdhersteller Akku möglich?

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Fremdhersteller Akku möglich?

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Eine blöde Frage meinerseits, verzeiht mir mein eventuell naives Denken:
Anscheinend ist das Auto so darauf ausgelegt, dass eine Batteriekapazität bis 65 kWh erkannt und verwendet werden kann, habe ich in diesem Thread gelesen.

Könnte man theoretisch auch einen größeren Akku einbauen? Platzmäßig werden die Akkus ja immer kleiner/leichter bei gleichbleibender Kapazität. Könnte man also einen alten i3 kaufen und zB die Batterie vom ID.3 (62 kWh brutto) einbauen?

Unabhängig von der Sinnhaftigkeit, wäre nur eine Frage der Machbarkeit von meiner Seite. Oder sind die verschiedenen Akku Technologien untereinander inkompatibel, zB VW setzt andere Akkus ein als BMW und deshalb no way..
Zuletzt geändert von Athlon am Di 26. Jan 2021, 07:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

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Ich würde vermuten, dass das mit der richtigen Software möglich sein sollte. Alles theoretisch.
Bei den Zellen geht es im Grunde nur um deren Charakteristiken.
Tiefster und höchster Ent- Ladewert (Volt , zB 2,5 -4,2V), was in der Regel von dem BMS geliefert wird, welches im Akkupack sitzt. Die Größe dürfte kein Problem darstellen. Ob 22kWh oder 102kWh ist dabei egal, solange die anderen „Betriebsparameter“ eingehalten werden und die Software angepasst werden kann.
Bei den Drillingen gab es damals auch eine softwareseitige Limitierung.
Der i3 wird aber auch einen 200kWh Akku nur mit max 49kW laden ;-)
LG, Michaela
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Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

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Das BMS des Akkus sitzt im Akku und muss mit dem Rest des Autos "sprechen" können sonst geht mal gar nichts. Die Zeiten in denen man Bleianker ohne BMS verbaut hat sind längst vorüber. Daran scheitert es wohl dann noch am ehesten. Ein BMW wird nicht mit einem VW-Akku "sprechen" und umgekehrt. Es sei denn man bastelt so fleißig dass man die Zellen aus einem VW an das BMS eines BMW baut. Sonst braucht man eine Einheit als "Canbus-Dolmetscher " dazwischen die sicher sehr viele Stunden an Reverse Engineering - und Programmierarbeit und auch die richtigen Entwickler dafür erfordert.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

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Ganz richtig. Aber unmöglich wäre es nicht ;-) Ist ja auch nur ein theoretisches Gedankenspiel.
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Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

Mola
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Nur der mittlere Akku des id3 hat die für den i3 passende Spannung (weil 96s konfig)
Der große mit mehr als 60 kWh hat eine höhere Spannung weil irgendwas >100s. Darauf ist der i3 sicher nicht ausgelegt.
Kann mir außerdem nicht vorstellen dass das vom packacking passt. Zellmodule, Wanne für die Module, Kühlung etc. das alles passt nicht und kann auch nicht mal eben hingebastelt werden .
Soweit ich weiß kommt aber 2021 eh noch ein Update beim i3

Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

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Ein paar % mehr Spannung sollte der i3 schon abkönnen. Der Akku ist ja nicht " verdongelt" oder? Wie sicher ist das, dass der Antrieb komplett ausfällt oder nicht startet wenn keine Kommunikation mit dem BMS stattfindet?

Wäre alles schon ziemlich interessant wie sich das verhält. Würde mich interessieren was passiert wenn man einen großen Akku montiert ohne die Software anzupassen.

Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

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Mechanisch einfach ist das natürlich nicht und auch nur ein Gedankenspiel, aber letztendlich muss der Akku auf Zellebene nur ausreichend ähnlich sein.
Wenn z.B. morgen eine Zelle mit höherer Energiedichte vorhanden wäre und sich annähernd in den Parametern der jetzigen Zelle bewegt, sollte da was machbar sein. Wir gehen ja mal davon aus, dass man zukünftig "bessere" Zellen einsetzen möchte, denen die inzwischen niedrige Ladeenergie überhaupt nichts ausmacht. Die 120er landen ja schon nur mit ca 1C.
Wir haben vor Jahren immer wieder E-Fahrzeuge umgerüstet und das von Blei auf NiMh oder LiFePO4 und von NiMh auf LiFePO4 oder andere Lithiumzellen. Alles keine Raketenwissenschaft, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigen möchte.
Michaela

PS: Wir laufen gerade offtopic!
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Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

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Mit dem i3 hat BMW als erster deutscher Premium-Hersteller ein reines, von Grund auf als Elektroauto entworfenes Modell eingeführt. Die Reichweite mit einer Batterieladung betrug zunächst bis zu 190 Kilometer nach NEFZ-Norm, seit 2016 sind 300 Kilometer möglich. Das Unternehmen Lion Smart zeigt nun, was mit aktueller Technik möglich wäre.

Der deutsche Entwicklungsdienstleister hat dem i3 eine Batterie mit 100 kWh Kapazität spendiert – ab Werk werden aktuell maximal 33 kWh verbaut. Als neue Reichweite gibt Lion Smart 700 Kilometer an – zum Vergleich: Das Top-Modell von Branchenprimus Tesla schafft derzeit offiziell 632 Kilometer

Nur mal so in die Runde , Grüße , Frank.
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Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

BMW EV
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Ach , dann auch noch den zweiten Teil der Info:

Den Reichweitensprung hat Lion Smart mit einer „fast 80 Prozent höheren Energiedichte“ realisiert. Die Batterie enthält insgesamt 8064 Rundzellen im 18650-Format, wie sie auch in Teslas großer Limousine Model S sowie dem SUV Model X zum Einsatz kommen. Die maximale Spannung beträgt 400 V, die nominale Kapazität 101 kWh. Weitere technische Details des Akkupakets: Es liegen >230 Wh/kg und 460 Wh/l vor.

In ein Serienfahrzeug wird die Lösung von Lion Smart bis auf weiteres nicht verbaut – bei dem vorgestellten BMW i3 handelt es sich um einen zu Werbezwecken erstellten Machbarkeitsnachweis. Gerüchten zufolge steht für den bayerischen Stromer demnächst ganz offiziell ein Batterie-Upgrade an, 700 Kilometer dürften es jedoch kaum werden – allem voran wegen der Umstellung auf den realistischeren WLTP-Fahrzyklus.
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Re: 120 Ah Upgrade durchgeführt

Ranzoni
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BMW EV hat geschrieben: – ab Werk werden aktuell maximal 33 kWh verbaut.
Darf man daraus schließen, dass diese Info rund 4 Jahre alt ist ?

Gruß
Ranzoni
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