BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

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Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

BrummBrumm
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Die Knappheit an Ladesäulen gibt es schon jetzt bei den Arbeitgebern. Dort wurde in den letzten Jahren überall etwas installiert - was eben die aktuelle Leitung für die Beleuchtung etc. hergab und kostengünstig umsetzbar war um sich als E-Mobil-freundlicher Arbeitgeber zu präsentieren. Jetzt sind es halt oft 4 Wallboxen für 200 Stellplätze mit wenig Hoffnung auf Erweiterung - die Flotte an Elektroautos steigt aber stetig an (wenn auch langsam). Wer zuerst kommt mahlt zuerst - und dann geht es in Whatsapp-Gruppen rund, wer einen Platz freimachen kann. Ein Umparken und Umstecken der Autos ist aber immer eine Arbeitsunterbrechung, für die man auch mal keine Zeit (Termine?) oder auch einfach keine Lust hat (Parkplatz 1km weg, Regen, Parkdeck voll und Umparken bedeutet ‚gar kein Parkplatz mehr‘, etc.). Mehr Kapazität schafft einfach Flexibilität, die vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen. Und wenn es wie beim i3 einfach eine neue Zellgeneration ist, dann kann ich nicht verstehen welchen Grund es dagegen geben sollte (außer ‚ich brauch das nicht, also brauchst du das auch nicht‘).

Das Forum hier hat sich die Förderung der Elektromobilität auf die Fahnen geschrrieben. Jetzt kommt sie tatsächlich und deshalb müssen die Hersteller einfach auch die alltäglichen Probleme angehen damit kein Frust entsteht. Elektromobilität darf kein exklusiver Club sein, daher lasst uns gemeinsam hoffen, dass die Entwicklung weitergeht. Und mehr Kapazität schafft einfach mehr Akzeptanz.

Und sorry, aber das ist für mich erstmal keine andere Technik sondern einfach der Gebrauchsgegenstand Auto. Klar, mit Emotionen und etwas Freak-Dasein als early adopter, aber doch ein Auto mit dem für mich großen Vorteil Elektroantrieb (Torque Vectoring, ich freu mich auf Dich wenn Du auch mal in meinem nächsten Fahrzeug bist) - der Akku ist derzeit einfach hinderlich und evtl. gibt‘s ja doch noch eine Kombi mit Brennstoffzelle und kleinem Akku die praktikabler ist auch wenn ich da gerade wenig Hoffnung sehe. Aber ich will meine Denkweise nicht an neue Limits des Autos anpassen (auch wenn‘s gerade noch okay ist mit dem kleinen 60Ah i3, aber in ein paar Wochen ist evtl. alles überfüllt wenn alle nach Corona wieder ins Büro strömen - und was dann?) sondern ich erwarte von dern Herstellern dass sie sich an die Bedürfnisse der Kunden anpassen.
BMW i3 60Ah REX als Erstfahrzeug, Mini Cooper S für den Rest
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Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

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Hacky hat geschrieben: ... nicht nur althergebrachte Bequemlichkeit, sondern eine Folge des noch immer schleppenden Ausbaus der Infrastruktur und bislang schwierigen WEG Gesetzgebung, insbesondere bei gemieteten Stellplätzen. ...
Du nennst die eigentlichen Schwachpunkte doch hier schon beim Namen , sollte man nicht zuerst einmal an das Abstellen dieser Schwachpunkte gehen anstatt gedankenlos immer größere Akkus die die meiste Zeit nicht benötigt werden und noch dazu im Stehen altern zu Lasten der Umweltbilanz zu fordern ? Und nocheinmal, dieses Anspruchsdenken ist nur der eigenen Bequemlichkeit dienlich.Wie man damit umgeht hat auch nichts mit Freaks sondern mit der eigenen Flexibilität zu tun.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

umali
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Es scheint noch mehr Leute zu geben, die "mehr, mehr, mehr kWh" nicht für eine clevere Lösung des BEV-Problems halten:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... obal-de-DE

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

gohz
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Es ist doch ganz einfach. Die Hersteller bieten die Autos mit verschiedenen Akkugrößen an. So will es VW mit dem ID.3 machen. BMW könnte den 160Ah auch optional anbieten und das bei kommenden BEVs auch berücksichtigen.

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

umali
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Die neuen SDI-Zellen (i3) werden die alten Zellen zeitnah ersetzen. Dahingehend gibt es dort keine Option, z.B. nur 50% der max. Kapa zu realisieren, da die Zellenformate fest definiert sind. Da die Gesamtspannung passen muss, ist auch die Zellenanzahl fixiert.

Halb so dicke Zellen (im Grundriss betrachtet) => halb so dicke Module wären eine Lösung. Die Freiräume im Akkucase müssen dann nur günstig ausgesteift werden, den es wirken nicht unerhebliche Massen. Zumindest würde dann endlich die Masse deutlich absinken und 150Ah/2 wären immer noch > 60Ah der ersten Generation. Das würde für viele MCV-Nutzer sicher ausreichen. Es geht aber technisch leider nur mit anderen Zellformaten. Daher unwahrscheinlich.

VG U x I

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

gohz
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Unwahrscheinlich beim i3, ja, weil BMW nichts mehr investieren will. Technisch kein Problem. VW hat mit dem ID3 auch verschiedene Anzahl von Zellen im Einsatz. Muss man halt entsprechend designen. Da der i3 bei BMW leider ein Auslaufmodell ist, wird BMW kaum noch etwas tun.

Ich glaube langsam, dass die Aussage von Zispe "bei Batterie und Bedienkonzept nochmal einen Sprung“ so nicht stimmt. Da hat er sich vergallopiert. Klat wird es einen größeren Akku geben, wenn SDI die Zellen evtl. nächstes Jahr liefert, aber vom Bedienkonzept erwarte ich keinen Sprung. Evtl. wird man noch NBT Evo rauswerfen, weil es dann nicht mehr produziert wird.

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

umali
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gohz hat geschrieben: Unwahrscheinlich beim i3, ja, weil BMW nichts mehr investieren will. Technisch kein Problem.
Doch - das ist ein technisches Problem. Wenn das Zellformat so speziell ist wie bei SDI, hat man diese Rahmenbedingung zu berücksichtigen, wenn der Zellhersteller keinen Alternativen bietet.
Man sollte jedoch auch die guten Seiten sehen. SDI-Zellen sind die qualitativ besten Zellen.
Da der i3 bei BMW leider ein Auslaufmodell ist, wird BMW kaum noch etwas tun.
Das ist richtig und deshalb wird es nur Akkuupgrades nach oben geben.
Ich glaube langsam, dass die Aussage von Zispe "bei Batterie und Bedienkonzept nochmal einen Sprung“ so nicht stimmt. Da hat er sich vergallopiert. Klat wird es einen größeren Akku geben, wenn SDI die Zellen evtl. nächstes Jahr liefert, aber vom Bedienkonzept erwarte ich keinen Sprung. Evtl. wird man noch NBT Evo rauswerfen, weil es dann nicht mehr produziert wird.
Lassen wir uns überraschen. Corona taugt zumindest, um die Modernisierung zu dämpfen. Soviel braucht ja auch nicht geändert werden. Etwas Assistenz aktualisieren und gut ist's. Am Chassis wird man nur Retuschen vornehmen und neue Farben anbieten.

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

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bm3 hat geschrieben: Du nennst die eigentlichen Schwachpunkte doch hier schon beim Namen , sollte man nicht zuerst einmal an das Abstellen dieser Schwachpunkte gehen anstatt gedankenlos immer größere Akkus die die meiste Zeit nicht benötigt werden und noch dazu im Stehen altern zu Lasten der Umweltbilanz zu fordern ? Und nocheinmal, dieses Anspruchsdenken ist nur der eigenen Bequemlichkeit dienlich.Wie man damit umgeht hat auch nichts mit Freaks sondern mit der eigenen Flexibilität zu tun.
Ich bin auch kein Verfechter von "immer größeren Akkus", sonst hätte ich mich nicht vor einem halben Jahr für den i3(s) entschieden. Er überzeugt mit einer mittlerweile halbwegs praxistauglichen Reichweite auch ohne Monster-Batterie - eben durch einen effizienten Umgang mit den Ressourcen.

Wenn wir hier nun über die nächste Zell-Generation von Samsung SDI sprechen, dann ist das für mich kein "größerer Akku", sondern nur eine fortschrittlichere Zell-Technologie, die nebenbei auch noch den Anteil der problembehafteten Rohstoffe (insbesondere Cobalt) reduziert. Wir reden weiterhin von der gleichen Anzahl Zellen im gleichen Format und allenfalls noch mal 20 kg mehr Gewicht. Das würde ich in Kombination mit einer erhöhten Schnellladeleistung guten Gewissens mitnehmen, damit das Auto für noch mehr Nutzer einen Verbrenner auch in ihrem Alltag vollständig ersetzen kann.

Natürlich gehört auch für mich der Ausbau der Lade-Infrastruktur genauso zum Gesamtpaket, aber der ist nunmal im Vergleich zum Fortschritt in der Zellchemie gerade in einem Land wie Deutschland, dass sich nur unter großen Schmerzen vom Verbrenner trennen mag und bislang auch keine hierfür förderliche Rechtsprechung hat, deutlich schleppender umsetzbar.

Für viele geht es dabei auch nicht nur um mehr Bequemlichkeit. Ich nehme gerne etwas Mehraufwand bei der Suche nach einer Ladesäule und auch ein paar 100m mehr Weg in Kauf - und wenn möglich, nehme ich sowieso eher das Fahrrad. Wenn man allerdings in einer Umgebung wohnt, wo das Nachladen mehrmals wöchentlich oder gar täglich zu einem zeit- und nervenfressenden Kampf wird, dann hat das nichts mehr mit Bequemlichkeit zu tun und da ist auch keine so schnelle Abhilfe möglich, sondern da muss leider immer noch das Auto den Verhältnissen angepasst werden. Alles andere ist für mich eher naives Wunschdenken.
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Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

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Falls die nächste Generation der Zellen so locker kommt wie die der bisherigen dann kann ich dir da noch zustimmen, jedenfalls solange es dabei "nur" um wiedermal vielleicht maximal 20kg Mehrgewicht ginge wäre das auch i.O. so für mich. Ich denke nur,bei der Kapazität/kg gehts das nicht immer ganz locker so weiter, da gibts eine Grenze, jedenfalls für diese Art Zellchemie der man sich schon immer mehr angenähert hat und weiter annähert. Dazu kommt noch die so gewollte Reduktion des Kobalt-Anteiles die man ja primär aus Kostengründen betreibt . Der muss dann auch durch andere Stoffe ersetzt werden und wer weiß schon ob das nun und aus welchem Blickwinkel eigentlich besser ist. Hierbei geht es immer um Kompromisse. Der hohe Kobald-Anteil wirkte sich aber grundsätzlich positiv auf viele wichtige Akkueigenschaften aus, dadurch werden bei jeder neuen Reduktion des Kobalt-Anteiles aber die Zellen schwieriger zu handhaben so dass der Ri im Verhältnis zur Akkukapazität beispielsweise ansteigt. Das fällt halt nur nicht so auf weil die Kapazität ja gleichzeitig ansteigt .
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: BMW i3 mit 160 Ah ab wann?

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Ich glaube, dass es richtig interessant wird, wenn wir ~2029 haben und die ersten 120Ah-Besitzer gerne ihren Akku tauschen möchten. Bin mal gespannt, wo man dann mit der Zellengeneration steht und es i3-kompatible Lösungen mit neuer Zellentechnologie (>500 Wh/kg?) geben wird. Von BMW oder jemand Anderem.
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