Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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umali
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folder Sa 23. Nov 2019, 20:06
bm3 hat geschrieben:
Sa 23. Nov 2019, 14:09
Du hast scheinbar wiedermal etwas verpasst umali, der neue BMW-Chef sieht den i3, wie öffentlich verlautbart, solange die Produktionszahlen weiter ansteigen und das tun sie wohl, immer noch keineswegs als ein Auslaufmodell. ...
Sicher nicht - ich lese hier schließlich öfter.

Er bleibt dennoch ein Auslaufmodell, denn
a) mittelfristig verabschiedet sich BMW vom CfK und
b) hat er schon 6 Jahre rum.

Des Weiteren ist die angekündigte Verlängerung nur eine Galgenfrist. Außerdem nur aus der Not geboren, da nichts Adäquates vorzeigbar ist (Der MiniE ist kein waschechtes BEV.). Wenn's Zipse etwas Handfestes zeigen will, muss er das Teil nochmal richtig modernisieren. Möglich wäre es, aber sie sind spät dran.

Zumindest ohne offizielle BMW-Freigabe wird das extrem schwer für alternative Akkuanbieter. Sie greifen in eines der wichtigsten Autobestandteile ein.
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Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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folder Sa 23. Nov 2019, 20:36
Warum sollten sie dafür eine offizielle BMW-Freigabe benötigen?

Ich bin da weiß Gott kein Experte, aber ich denke, sie werden irgend eine Art behördlicher Abnahme und Zulassung benötigen. Da sie mit dem TÜV Süd ein Joint Venture haben, sollten die Chancen dafür nicht allzu schlecht stehen.
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Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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umali
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folder Sa 23. Nov 2019, 21:19
Das habe ich geschieben.
Sie greifen mit einem alternativen Akku (andere Zellentypen, anderes BMS) an den Schnittstellen auch in die Auto-Firmware ein (diverse Steuergeräte).

Allein der normale Austausch vom 60Ah- zum 120Ah-Akku bedingt das bereits, um z.B. die Reichweitenanzeige "passend" zu gestalten.
(dort bis auf die Kapazität gleiche Randbedingungen wie Zellspannung, Zellchemie nahezu identisch - also kleiner Aufwand).

Dann stellt sich allerdings noch die Frage, ob BMW das gutheißt, schließlich wird z.B. ein potenterer Akku länger am Motor arbeiten. Zumindest jegliche Garantie werden sie deshalb schon mal zurückziehen.

Davon abgesehen, glaubst Du, Sie haben Interesse, dass ein alternativer Anbieter die Lebensdauer Ihrer Gebrauchten verlängert? In der DDR wäre das gegangen, aber doch nicht in einer Marktwirtschaft.
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Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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folder Sa 23. Nov 2019, 21:46
Ein Großteil des BMS liegt nach meinem Kenntnisstand schon jetzt in den Batteriemodulen, wodurch sich die Schnittstellen zum und vom Akku relativ einfach gestalten.

Wir reden hier über Wechsel-Zeitpunkte, zu denen laufzeit- oder altersbedingt die Garantie ohnehin i.d.R. abgelaufen sein dürfte. Dass ein Autohersteller nur begrenztes Interesse an einer Lebensverlängerung bereits verkaufter Autos hat, dürfte klar sein. Ob es jedoch dem Ruf eines Herstellers gut tut, wenn seine Autos, die so intensiv mit Nachhaltigkeit beworben wurden, bereits nach 10 Jahren auf den Müll fliegen, nur weil die Batterie nicht mehr zeitgemäß ist?
i3s 120 10/19 - Knuffel

Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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    bm3
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folder Sa 23. Nov 2019, 22:08
Sehe ich genauso, entweder es kommt eine akzeptable Lösung für die Kunden vom Hersteller oder andere Unternehmen werden das schon richten.Damit tut sich dann der Hersteller allerdings keinen Gefallen.Vielleicht gibts auch dann Beides zusammen. Und wir schreiben hier von einer Zeit wo alle Garantien des Herstellers bereits abgelaufen sind, wenn interessiert da noch eine bzw. keine Freigabe des Herstellers ?

Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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umali
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folder Sa 23. Nov 2019, 22:45
Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass so wirtschaftliche Lösungen herauskommen.

Außerdem geht es sehr wohl um das OK des Herstellers (auch nach der Garantie), da dieser das gesamte know how zum Fahrzeug hat. TÜV/Dekra werden so einen großen Eingriff nicht ohne weiteres freigeben. Zumindest fallen ordentlich Kosten dafür an (z.B. Tests), wenn sie es allein durchziehen wollen.

Jedes nicht berücksichtigte Detail, welches später zu einem Defekt führt, würde BMW zum Anlass nehmen, selbst Reparaturen zu verweigern. Dafür soll der TÜV die Verantwortung tragen?

Wenn das was werden soll, sollten sie dringend mit den OEM zusammenarbeiten - ähnlich Markentunern. Das minimiert die Kosten und macht die ganze Übung erst interessant für ev. Kunden.

btw
So gewaltig wird der Akkubedarf beim i3 60Ah nicht werden. Wenn das Akkuupgrade teurer als der Restwert wird, werden nicht viele user ja sagen, vor allem wenn man das Autoalter mitbetrachtet.
Außerdem - wozu brauchen sie soviel mehr Reichweite? Der Kleinwagen muss nur selten auf die Langstrecke - wenn überhaupt. Die user wissen meist genau, wozu sie das Teil gekauft/geleast haben.
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Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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folder So 24. Nov 2019, 00:01
Da Lion ein Joint-Venture mit dem TÜV Süd hat, würde ich annehmen, dass zumindest diese Hürde genommen wird.

Wieviel BWM später mal zur Nachhaltigkeit stehen wird, muss sich natürlich noch zeigen. Das Konzept eines E-Autos kann langfristig aber nur funktionieren, wenn über die Lebensdauer des Fahrzeugs - und da würde ich von 20 Jahren ausgehen - neben Ersatzteilen auch Batterien mit halbwegs zeitgemäßer Kapazität zur Verfügung gestellt werden können - egal von wem.

Warum sollte BMW eine (bezahlte) Reparatur verweigern, nur weil jemand eine - dann hoffentlich behördlich zugelassene - 3rd Party Batterie eingebaut hat? Die Werkstätten sind selbstständig wirtschaftende Unternehmen und wir reden hier ja nicht mehr von Kulanz- oder Garantie-Ansprüchen.

Kannst ja mal eine Umfrage unter den 60 Ah Nutzern starten. Ich glaube, darunter wären ziemlich viele, die froh über die Freiheiten wären, die eine 40 kWh Batterie oder sogar eine 50 - 60 kWh Batterie gegenüber ihren 19 kWh (oder vielleicht noch verbliebenen 13 kWh) bietet.
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Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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folder So 24. Nov 2019, 07:26
Langstrecke mit dem i3 geht. Aber ich würde auch sagen dass ist jetzt nicht die Hauptaufgabe des i3. Aber Langstrecke geht bei mir so ab 500km langsam los. Und Mittelstrecke kann der i3 ziemlich gut. Wenn umali ihn nur nutzt um morgens die 2 km zum Bäcker zu fahren...
Was fährt denn ein älterer 60Ah im Winter? 80km?
Mal ein WE Trip rüber nach Österreich im i3 muss bei mir jedenfalls drin sein und geht gut. Sind ja auch nur 200-300km. Von daher lohnt sich ein Update schon. Und zum Thema Restwert. Ich würde lieber 8000 Euro für einen 60 kWh Akku inkl Einbau zahlen (in 5-10 Jahren) als ein neues Auto für 40.000.

Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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umali
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folder So 24. Nov 2019, 11:17
Wofür MCV steht, weißt Du ja hoffentlich. Sofern Du die Kiste vornehmlich auf BAB und für längere Strecken nutzt, gehörst Du zu den hier häufiger vertretene Exoten/"E-Extremisten". Für so etwas lohnt eben keine Neuakkuentwicklung - vor allem wenn es ohne OEM gehen soll.
In Nischen wie Tuning hat es dagegen Berechtigung - notfalls auch ohne OEM, weil diese Klientel deutlich tiefer dafür in die Tasche greift.

Ich weiß ja nicht, was Ihr so für Vorstellungen von TÜV/Dekra habt, aber es ist m.E. logisch, dass OEM-Fahrzeug-know how mehr als hilfreich wäre. Vor allem, wenn ggf. noch Massenzuwächse oder andere Gehäuseformen zu beachten wären.

Der i3 braucht für seinen geplanten Anwendungszweck überhaupt keine Mega-Akkus. Diese Hoppelkiste ist auf Langstrecke die reine Verzichtserklärung - wegen des Komforts, der Windanfälligkeit, der RW u.v.m..
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Re: Eignet sich der i3 für die Verwendung anderer Akkus?

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folder So 24. Nov 2019, 11:32
Frag mal einen Ami was Langstrecke ist. 200-300km sicher nicht.
Aber für einige hier sind ja 20km Landstraße schon Langstrecke
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