94er Rex oder Wettrüsten?

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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    ^tom^
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folder Mi 12. Jun 2019, 15:08
ubit hat geschrieben:
Mi 12. Jun 2019, 10:21
^tom^ hat geschrieben:
Mi 12. Jun 2019, 10:07
Es gibt im Netz Statistiken die geben Auskunft über die tägliche KIlometer etwas genauer wieder.
Anteil:10km, 20km,50, oder über 100km täglich etc..
Leider schwer zu finden.
Wie wäre es dann mit etwas Nachhilfe = Links?

Ciao, Udo
Es gibt diese Statistiken.
Ich habe aktuell keine und jetzt mal 15 Min. gesucht diese aber nicht gefunden.
Bitte um Mithilfe!
Wer bergauf rekuperiert verliert

Seit Juli 2018, BMW i3 94Ah-REx LCI, >23'000km
REx Anteil: etwa 1300km

38m2 FlachK. (> 180'000kWh)
1.5kWp PV (> 2'300kWh)

Juli 15 bis August 18 KIA Soul EV, 42'000km
Sept. 14 bis Juli 15 i-MiEV 13'500km
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Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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folder Do 13. Jun 2019, 08:52
Hallo.
Jegliche Statistiken sind Makulatur solange die Politiker und die Autobosse sie nicht richtig interpretieren...
Die 50km Regel ist ja ok, und 50km würden Plug-Ins auch massentauglich machen.

Aber zu behaupten 50km reichen und das gesetzlich festzulegen...
Und dann kommt man nur 35km weit...
Und im Winter geht es gar nicht da die Heizung ohne Motor nicht funktioniert...

Das ist doch schizophren, das ist doch aktive Kunden- und Wählerverdummung.

Ich fordere seit Jahren die "bis zu" Reichweiten auf Sommerbasis auf klare, erzielbare Winter-Reichweite umzustellen.
50 km rein elektrische Winterreichweite und ein kleiner Motor für den Urlaub oder 200km plus Mini-REX für Notfälle, das wäre es.
Viele Grüße aus Bayern
.dedetto

BMW i3 REX ab 2018
VW e-UP! 50000km 2014 - 2018

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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ubit
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folder Do 13. Jun 2019, 09:04
Yupp - siehe auch hier:

https://www.nature.com/articles/s41598-017-16684-9

Ergebnis: Mit gut 100 km eReichweite schaffen PHEVs im Betrieb 80-90% der Kilometer rein elektrisch. Mit 50 km eReichweite sind es eher unter 70%. Mit 40 km eReichweite nur noch 50%.

Ergo gehören in Hybride Akkus die - auch langfristig und im Winter - über 100 km schaffen. Der Mehrpreis gegenüber aktuellen PHEVs sollte relativ klein sein - sind ja nur 10-15 kWh zusätzlich je nach Fahrzeug. Relativ egal ist es dann ob der "Reichweitenverlängerer" ein REX oder ein Verbrenner im Parallelhybridbetrieb ist. Einfach die preisgünstigere Lösung nehmen - dann passt das.

Ciao, Udo

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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Celestar
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folder Do 13. Jun 2019, 11:19
Ein Akku der 'langfristig auch im Winter' 100km, kann sicher nicht nur 10-15kWh groß sein. Ja, ich bekomme im Sommer den i3 unter 10kWh, im Winter, wenn noch ein wenig Autobahn dabei ist und der Akku vielleicht nicht optimal vorkonditioniert ist, sind es gerne 18, 20 oder auch 22kWh. Dann noch etwas Reserve, um den Akku zu schonen, und dann hast du nen 25kWh Akku.

Warum ein 25kWh Akku + E-Motor + Verbrenner + Tank + Automatisches Getriebe besser sein soll als ein 50 oder 75kWh Akku, ist mir eher unklar. Da wäre es besser, die Hersteller zu verpflichten, statt des WLTPs den Verbrauch bei -5C und konstant 130km/h anzugeben, dann würde sie auch darauf optimieren. Der Verbrenner (4 Töpfe) kommt schnell auf 200kg mit Anbauteilen, die 8 Gang Automatik (ZF 8HP70) knapp 90kg, ein 50l Tank mit Inhalt 50kg. Das sind zusammen fast so viel die eine Model 3 SR Batterie (50+kWh).

Celestar

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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ubit
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folder Do 13. Jun 2019, 11:40
Celestar hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 11:19
Warum ein 25kWh Akku + E-Motor + Verbrenner + Tank + Automatisches Getriebe besser sein soll als ein 50 oder 75kWh Akku, ist mir eher unklar. Da wäre es besser, die Hersteller zu verpflichten, statt des WLTPs den Verbrauch bei -5C und konstant 130km/h anzugeben, dann würde sie auch darauf optimieren. Der Verbrenner (4 Töpfe) kommt schnell auf 200kg mit Anbauteilen, die 8 Gang Automatik (ZF 8HP70) knapp 90kg, ein 50l Tank mit Inhalt 50kg. Das sind zusammen fast so viel die eine Model 3 SR Batterie (50+kWh).
Ich schrieb 10-15 kWh ZUSÄTZLICH (zu den aktuell verbauten PHEV-Akkus).

Der 25 kWh-Akku ist besser als ein 75 kWh-Akku weil er halt nur 1/3 der Ressourcen verbraucht. Und nur ein Drittel der Kosten. Und nur 1/3 der Umweltschäden bei der Produktion.
Und auf das automatische Getriebe kann man durchaus verzichten und stattdessen einen "einfachen" Stromgenerator einbauen. Dann hat man einen Seriellen Hybrid (REX).
Mit dem 25 kWh-Akku kann man dann "normalerweise" seinen kompletten Alltag elektrisch bewältigen ohne das der Verbrenner anläuft. 100 km reichen für die überwiegende Mehrheit locker aus.

Und der kleine Verbrenner muss nur 30 kW liefern da er ja nur den "durchschnittlichen Bedarf" in den Akku laden muss (abzüglich Wirkungsgradverluste im Generator und der Ladeelektronik). Das darf er auch noch bei nur einer vorgegebenen Drehzahl machen - er läuft also immer im optimalen Wirkungsgradbereich - oder halt gar nicht. Oder man kann beim REX gleich komplett auf eine andere Technik setzen (H2/BZ, LPG etc.).

Ein Tank von 30-40 l sollte dann auch reichen und locker für 500-600 km Reichweite im REX-Betrieb reichen.
Das Fahrzeug hätte also im Winter eine Gesamtreichweite von 600-700 km mit einem 25 kWh-Akku. Und wie ein "normaler Verbrenner" wäre es an der Tankstelle in Minuten für die nächsten 500-600 km fit. Das reine BEV selbst mit 75 kWh Akku käme nicht mal halb so weit.

Das solche REX-Systeme nicht völlig utopisch sind hat KSPG ja bereits 2012 gezeigt. 30 kW Leistung für angeblich 2000 €. Aus irgendwelchen Gründen ist das System nie auf den Markt gekommen. Ähnliche Ansätze verfolgen aktuell Mazda mit einem Wankelmotor-REX (LPG) und Nissan mit dem e-Power-System. Oder auch e.Go mit einem REX mit Brennstoffzelle (ja, auch das ist ein REX).

Ciao, Udo

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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folder Do 13. Jun 2019, 11:56
Dann hast du aber ein EREV und kein PHEV :) Und fängst die einen ganzen Rattenschwanz an Problem ein, die du mit dem Einbau eines Verbrenners halt hast.

An H2-Brennstoffzellen habe ich noch nie geglaubt und seit gestern noch weniger. Ich glaube an reine BEVs für die Zukunft für fast alle Anwendungsfälle.

Celestar

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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ubit
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folder Do 13. Jun 2019, 12:05
H2 für die wenigen Nutzungsfälle im REX wäre zumindest kostenmäßig beim Verbrauch nicht mehr so problematisch. LPG ginge ja auch und das geht prinzipiell CO2-Neutral. Andere Power2Fuel-Techniken sind auch möglich.

Und bei so "kleinen und einfachen" Verbrennern ist der Problem-Rattenschwanz durchaus überschaubar. Besser als ein "klassischer PHEV" mit 180 PS-Verbrenner sollte es allemal sein.

Ciao, Udo

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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ubit hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 12:05
H2 für die wenigen Nutzungsfälle im REX wäre zumindest kostenmäßig beim Verbrauch nicht mehr so problematisch. LPG ginge ja auch und das geht prinzipiell CO2-Neutral. Andere Power2Fuel-Techniken sind auch möglich.

Und bei so "kleinen und einfachen" Verbrennern ist der Problem-Rattenschwanz durchaus überschaubar. Besser als ein "klassischer PHEV" mit 180 PS-Verbrenner sollte es allemal sein.

Ciao, Udo
Ich glaube wir brauch Power2Fuel erstmal für den Luftverkehr, da wird ab 1500km Reichweite mit Batterien erstmal nicht viel gehen. Außerdem müssen sie viel viel mehr Zyklen aushalten (So ein Kurzstreckenflieger macht gerne mal 100.000 davon).

Und das Problem mit Abgasreinigung etc wird bei kleinen Verbrennern eher schwieriger als bei Großen. Es sei denn, du verbrennst was Sauberes und Gasförmiges wie Methan.

Celestar

Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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umali
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Celestar hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 12:44
Und das Problem mit Abgasreinigung etc wird bei kleinen Verbrennern eher schwieriger als bei Großen. Es sei denn, du verbrennst was Sauberes und Gasförmiges wie Methan.
Celestar
Aha - warum? Die können im Gegensatz zum Parallelhybriden doch in EINEM (optimalen) Betriebspunkt arbeiten.

Des Weiteren - weshalb sollen 2-Zylinder-Rex-Motoren, wie von Dir behauptet, mehr Probleme mit Abgasen haben als 4-Zylinder?

Logisch betrachtet, sind schon mal 2-Zylinder abgastechnisch besser als 4-Zylinder oder warum gibt es mittlerweile Zylinderabschaltung im Niedrigleistungsbereich?
Der Betrieb im optimalen Betriebspunkt sollte sich zusätzlich positiv auf die Emmissionen auswirken.

Mit den Minimalvorgaben an einen seriellen Rex könnte ein gestandener ICE-Motorenbauer sicher ein perfektes Motörchen entwickeln. Freilich auch mit Beachtung der Wenignutzung, so dass nicht jedes Jahr Ölwechsel fällig werden. Das ist eine normale und lösbare Ing.-aufgabe.

VG U x I
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Re: 94er Rex oder Wettrüsten?

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folder Do 13. Jun 2019, 17:16
Hallo.
Wenn man in der Vergangenheit die 2 Zylinder genauso optimiert hätte wie die 3 und 4 Zylinder gäbe es den perfekten REX schon...

Aber egal was man für einen Motor einbaut, sobald man 90% der Fahrten elektrisch schafft, verliert sich der Leistungshunger nach Verbrenner-PS sehr schnell.. ME wird sich das einspielen, letztendlich zählt dann im Alltag der e-Motor.

Aber z.Z. schreien zu viele nach 100kWh Akku oder mehr als 300 PS Verbrenner. Verrückt...
Viele Grüße aus Bayern
.dedetto

BMW i3 REX ab 2018
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