Ende des BMW I 3 ?

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Re: Ende des BMW I 3 ?

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firefox58 hat geschrieben: Denkt man an all die ausgemusterten Rotoren von Windkraftanlagen. Alles Kohlefaser.
Die 20 Jahre alten Anlagen, für die jetzt so langsam die Förderung ausläuft und wo sich die Frage der Ausmusterung stellt, haben i.d.R. noch Rotorblätter aus GfK. Ob die nun alle geschreddert werden oder noch mal ein zweites Leben irgendwo in Osteuropa fristen werden, wird sich wohl erst noch zeigen. Fundiertere Angaben zur Zusammensetzung und zum Recycling findest Du z.B. hier: https://www.energieagentur.nrw/blogs/er ... -entsorgt/
firefox58 hat geschrieben: @Hacky: Smart hat sein Werk ja auch verkauft und sperrt zu. War ein Zuschussgeschäft für Benz. Und der neue Eigentümer hat gleich mal flugs ein Smart-SUV vorgestellt :-(
Und 1000 verkaufte Smart p.M. sind ja ein Witz. Das ist ja GAR NIX für einen Volumenhersteller
Auch hier verdrehst Du wieder einiges. Der Smart war kein Zuschussgeschäft, wohl aber dessen Elektrovariante. Dass der bei der unterirdischen Reichweite und dem dennoch recht hohen Preis nicht so recht vom Markt angenommen werden wollte, kann man durchaus nachvollziehen. War halt nie dafür konzipiert und bei so einem kleinen Wagen geht das Konzept, einen Verbrenner zum Elektroauto umzuwurschteln noch schlechter auf. Dennoch haben sie allein DE zeitweise über 2000 Stück pro Monat davon verkauft. Auch hier solltest Du also mal Deine Zahlen prüfen.

"Zugesperrt" ist für mich auch etwas anderes, als ein Verkauf. Abar ja, die Zukunft von Hambach ist derzeit ungewiss.

Das vom Käufer vorgestellte Nachfolgemodell hingegen finde ich - sofern man den aktuellen Renderings trauen darf - gar nicht mal uninteressant. Auch wenn seine Form einige Stilelemente eines SUVs übernimmt, ist es ein kompakter, von Grund auf vollelektrisch konzipierter Stadtflitzer für fünf Personen - nach meinem Empfinden deutlich gelungener, als der ForFour. Sofern man auf so kompaktem Raum praxistaugliche Batteriekapzität im Fahrzeugboden unterbringen will, ist man bislang gezwungen, das Fahrzeug höher zu bauen. Ist beim i3 ja nicht anders, nur dass BMW ihm nicht die Charakterzüge eines SUV gegeben hat. Der cW Wert der beiden dürfte ähnlich sein. Vielleicht bauen damit ja nun tatsächlich die Chinesen den i3 Nachfolger...
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Re: Ende des BMW I 3 ?

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Vor allem finde ich, dass sich der i3 durch den Heckantrieb deutlich angenehmer fährt als der Mini. Komfortabler ist er in der Normalversion auch noch...
Wenn man also mit der Optik leben kann, ist der i3 das mit Abstand bessere Auto, selbst in den 94er Version.
Gruß

CHris, ab sofort mit i3

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut Digitalfotonetz vorbei.
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Re: Ende des BMW I 3 ?

firefox58
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Zitat aus der von Dir verlinkten Webseite:

######
Was sie stabil macht, begrenzt jedoch ihre Wiederverwertungsmöglichkeiten. Denn die einzelnen Stoffe lassen sich, durch das Harz fest verklebt, nur mit viel Energieeinsatz wieder trennen. Ein Hintergrundpapier des Bundesverbandes Windenergie erläutert die technischen Möglichkeiten der thermischen Verbrennung und die Entwicklungswege zur Rückgewinnung der eingesetzten Rohstoffe, die die Forschung derzeit unternimmt, damit auch für Rotorblätter ein umweltgerechter und geschlossener Verwertungskreislauf entsteht.
######

Also ist doch derzeit ausser schreddern oder verbrennen nichts an Recycling verfügbar :-(

Und der Smart hat laut den Angaben des ehemaligen Geschäftsführers der Sparte noch nie Geld verdient. Der blieb nur am Leben, weil die E-Variante beim Schönrechnen der Flottenbilanz von MB so entscheidend geholfen hat. Trotzdem haben wir bisher 2 Cabrios bei uns laufen gehabt ;-)
Als kleines, brauchbares Cabrio hat der Smart nämlich bis zum Erscheinen des Fiat500C keine Konkurrenz gehabt.

Zum i3 "old". Es ist ein gut gelungenes E-Mobil mit herausragenden technischen Komponenten. Leider aber ist seine Zeit abgelaufen. Als Besitzer würde ich den aber ganz einfach behalten, bis er unter mir zusammenbricht ;-) SO ein Auto bekommt man nicht wieder. Obwohl die Zeit darüber ebenso hinweg gegangen ist wie beim Smart.

Der technische Fortschritt ist nicht immer stimmig, Video2000 hat gegen das schlechteste Videosystem auf dem Markt verloren, das Beste - BetaMax - ebenso.

Passiert leider immer wieder
Zuletzt geändert von firefox58 am Di 14. Dez 2021, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Ende des BMW I 3 ?

firefox58
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harlem24 hat geschrieben: Vor allem finde ich, dass sich der i3 durch den Heckantrieb deutlich angenehmer fährt als der Mini. Komfortabler ist er in der Normalversion auch noch...
Wenn man also mit der Optik leben kann, ist der i3 das mit Abstand bessere Auto, selbst in den 94er Version.
Wir haben NUR heckangetriebene Fahrzeuge hier ;-) Vom 6-Gang Schaltkart bis zu BMW und Smart. Und das wird auch so bleiben

Re: Ende des BMW I 3 ?

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firefox58 hat geschrieben: Also ist doch derzeit ausser schreddern oder verbrennen nichts an Recycling verfügbar :-(
Du solltest schon alles lesen. Natürlich kann man bei jedem Artikel etwas so aus dem Kontext ziehen, dass es wieder in sein Weltbild passt. Abgesehen davon ging es vor allem um die Frage, ob dafür nun primär GfK oder CfK verwendet wird.
firefox58 hat geschrieben: Und der Smart hat laut den Angaben des ehemaligen Geschäftsführers der Sparte noch nie Geld verdient. Der blieb nur am Leben, weil die E-Variante beim Schönrechnen der Flottenbilanz von MB so entscheidend geholfen hat.
Ich finde nur Angaben, dass er eine zu geringe Marge brachte. Konkrete Zahlen gibt es nicht. Kann man aber natürlich auch so drehen, dass man damit nie Geld verdient hat...

Abgesehen davon hat der Smart immer schon geholfen, die Schadstoff-Flottenbilanz schönzurechnen und damit auch mehr von den PS- und Margen-starken Kisten verticken zu können. Dafür brauchte es nicht erst den E-Smart. Die Gesamtbilanz muss also attraktiv genug gewesen sein, um den Smart rund 20 Jahre am Leben zu halten.
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Re: Ende des BMW I 3 ?

firefox58
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Beim i3 ist es CfK und das ist bisher ausser Schreddern nicht recyclebar.

Und das "Schönrechnen" der Flottenbilanz hat ja Methode, angefangen vom Audi A1, dem VW up, dem BMW i3, den Minis bis hin zum (E)Smart. Ist ja nichts Neues. Und MB hat beim Smart fürchterlich draufgelegt, aber das hausintern (kostenseitig) im Prinzip wie beim Emissionshandel gegen die Emissionen der Dickschiffe verrechnet.

Re: Ende des BMW I 3 ?

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Bei dieser Diskussion um CFK/Carbon entsteht immer der Eindruck, als würde das in "normalen" Autos verbaute Stahlblech auf Bäumen wachsen.

Aktuell wird das Carbon für den i3 mit Wasserkraft (Moses Lake) produziert, Stahl wird in Hochöfen mit viel Kohle/Koks und Beigaben wie z.B. Kobalt geschmolzen, um die für Fahrzeugbau notwendigen Eigenschaften zu erhalten. Zudem muß das Eisenerz ja auch aus der Erde geholt werden.

In der Produktion ist Carbon sehr viel einfacher zu formen und zu fügen als Stahl, also wird auch hier Energie gespart. Einfach mal die Videos aus dem Werk Leipzig anschauen...

Während der Lebenszeit der meisten Fahrzeuge rostet der Stahl, was wesentlich zum Ende der Nutzungsdauer der Fahrzeuge beiträgt. Carbon rostet nicht, hier ist auf eine lange Lebensdauer zu hoffen. Im i3 ist das Carbon zudem (bis auf das Dach) vor Umwelteinflüssen geschützt.

Am Ende der Lebensdauer des Fahrzeugs dürfte das Stahl eingeschmolzen werden (Hochofen) und besitzt anschließend möglicherweise vermutlich nicht mehr die notwendigen Eigenschaften für die Autoproduktion.
Im Vergleich dazu wäre selbst das Verbrennen des Carbon ohne CO2-Einfang weniger umweltschädlich.

Wenn ich mir die Gebrauchtpreise für i3 ansehe, dann dürften die noch ein langes Leben vor sich haben, also vorerst kein Schreddern und verheizen...

Re: Ende des BMW I 3 ?

firefox58
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Das Stahlblech kann ja genauso mit "Alibi-Grünstrom" produziert werden - lach. Und Karosserieblech ist zu 100 % recyclebar, da man nach dem Recyclingprozess ja dessen Urbestandteile wieder zurück erhält. Man kann es neu legieren, giessen, walzen usw. Daraus dann wieder Autoblech, Briefkästen, Angelhaken, Eisenbahnschienen, Brückenträger, Nägel oder z.B. Schreibtischfüße machen.

Und Rost spielt bei Marken wie BMW/Benz und Co. schon lange keine Rolle mehr. Das letzte Auto, das mit zusammengerostet ist war ein Alfa von 2000 ;-)

BMW hat bis der i3 vom Band laufen konnte etwa 4 Milliarden € an Entwicklungsaufwand da investiert, sich viel KnowHow erarbeitet, Langzeitstudien machen können. Wieviel BMW i3 wurden denn überhaupt je verkauft? Teilt mal die Entwicklungskosten durch die Stückzahl, dann wird vermutlich ersichtlich, warum am i3 kein Geld verdient wird.

BMW ist ja nicht blöd, die konnten im "Projekt i3" schon sehr genau erkennen, was zukunfts- und ertragsfähig ist und was nicht. Carbonkarosserien waren es anscheinend nicht.

Umwelttechnisch ist es eh am Besten, wenn die bereits erschaffenen Produkte eine möglichst lange Lebensdauer haben. Und PKW werden ja in "D" sowieso 10 Jahre und mehr gefahren. Wenn der i3 das ja offensichtlich auch kann, dann ist das doch perfekt.

Und freuen wir uns doch, wenn BMW bewährte und ausgereifte Komponenten des i3 in zukünftigen und aktuellen Serien weiter verbauen kann!

Und jeder i3 Fan kann sein Auto ja so lange weiterfahren wie es noch funktioniert.

Re: Ende des BMW I 3 ?

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firefox58 hat geschrieben: Und Rost spielt bei Marken wie BMW/Benz und Co. schon lange keine Rolle mehr. Das letzte Auto, das mit zusammengerostet ist war ein Alfa von 2000 ;-)
Das ist auch bei Stahlkarossen von BMW/Benz & Co. nur eine Frage der Nutzungszeit. Schaue Dir mal deren Modelle aus der Zeit um die Jahrtausend-Wende an. Wer natürlich nur von 10 Jahren Nutzungszeit ausgeht, wird wohl noch nix sehen, aber wenn das der Maßstab wäre, würden wir mit Autos noch viel mehr Ressourcen verschwenden, als jetzt schon.
firefox58 hat geschrieben: BMW hat bis der i3 vom Band laufen konnte etwa 4 Milliarden € an Entwicklungsaufwand da investiert, sich viel KnowHow erarbeitet, Langzeitstudien machen können. Wieviel BMW i3 wurden denn überhaupt je verkauft? Teilt mal die Entwicklungskosten durch die Stückzahl, dann wird vermutlich ersichtlich, warum am i3 kein Geld verdient wird.
Da widersprichst Du Dir schon selbst. Eben weil damit vieles erforscht, entwickelt und an Know-how aufgebaut wurde, von dem BMW langfristig profitieren kann, kann man es nicht allein auf den i3 umlegen. Die 4 Milliarden sind auch recht spekulativ - oder hast Du dafür eine belastbare Quelle? Dann wüsstest Du sicherlich auch, wieviele i3 bereits verkauft wurden. Es gibt genügend Aussagen, dass der i3 seine Entwicklungskosten längst eingefahren hat und mittlerweile mit jedem weiteren verkauften i3 Geld verdient.
firefox58 hat geschrieben: BMW ist ja nicht blöd, die konnten im "Projekt i3" schon sehr genau erkennen, was zukunfts- und ertragsfähig ist und was nicht. Carbonkarosserien waren es anscheinend nicht.
Nur weil BMW - oder diejenigen, die heute noch da sind - es offenbar nicht erkannt haben, heißt das nicht, dass es auch so ist. Immerhin enthalten einige der aktuellen Modelle von BMW nun auch Carbon-Karrosserieteile.

Zitate aus einem Presseartikel von BMW zum iX (https://www.press.bmwgroup.com/deutschl ... 8DE/465550):

"Auch die Fahreigenschaften und das Komfortniveau im Innenraum profitieren vom reduzierten Luftwiderstand und von der Karosseriestruktur mit Aluminium-Spaceframe und innovativem Carbon Cage"

"Der gezielte Einsatz von hochfesten Stahlsorten, Aluminium, Thermoplast-Kunststoffen und carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) sorgt für eine gewichtsoptimierte und außergewöhnlich steife Karosseriestruktur"
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Re: Ende des BMW I 3 ?

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@firefox58
Ich habe mal gelesen dass damals ein Wunsch von BMW war auch mit dem i3 die Kapazität der eigenen Carbon-Fabrik in USA weiter auszulasten. Sicher waren das auch Tests von BMW im Bezug auf Carboneinsatz im Karosseriebau, die kann man aber nicht dem i3 anlasten, der wäre auch sicher ohne Carbon ausgekommen, man wollte das aber so. Die zwischenzeitlich produzierte Anzahl an i3 kann sich auch durchaus im Automobilbau-Vergleich sehen lassen. Die ab dem i3 gemachten Erfahrungen von BMW waren fast unbezahlbar für den Konzern und seine nachfolgende E-Modelle und die kann man auch nicht nur dem i3 anlasten. Wieso das Konzept des i3 zwischenzeitlich alt sein soll sehe ich auch nicht. Gegenüber den jetzt angebotenen schwergewichtigen E-Modellen glänzt er noch immer in vielen Bereichen. Würde man ihm weiterhin ordentliche Modellpflege und Weiterentwicklung zukommen lassen bliebe er weiterhin das beste E-Modell was BMW je angeboten hat.
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