Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

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Wenn ich mir so die derzeitige Entwicklung ansehe ,erkenne ich persönlich die Absurdität der Elektromobilität.

Ich sehe daß immer mehr PS/kW Monster auf den Markt drängen die da mit 500 und mehr PS auf den Markt kommen welche sich aus meiner Sicht sowieso die meisten von uns nicht leisten können.

Also frage ich mich wozu ist das eigentlich gut ?

Ist das tatsächlich deshalb weil man derzeit keine Steuern dafür abzutreten hat wobei die Dinger dann außer in den Abregelmodus gehen sowieso nichts anderes mehr machen und ohne den Assistenzsystemen ohnehin unfahrbar wären?

Beim i3 ist es zwar auch so daß er nicht für jeden als Neuwagen leistbar ist (wie bei mir auch), aber warum entwickelt man keinen sogenannten VOLKS-Wagen der für ALLE leistbar ist und gut ist?

Kann man mit so wenig Produktionszahlen denn soviel Gewinn erwirtschaften, oder was ist hier der tiefere Sinn :?:

Anders gefragt - was übersehe ich hier?

Dazu würde mich Eure Meinung wirklich sehr interessieren.
Wer ned wirbt, der stirbt | Schmutzfänger für den i3

Fahrzeuge:
BMW i3 94Ah REX 10/2017
BMW 1er 123d 2009
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Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

Electrohead
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Wer kommt denn da alles mit 500 und mehr PS?
Porsche, die sind eh kein Volksauto
Audi GT, auch Audi war schon immer für Besserverdiener, jedenfalls in den höheren Modellen.
Davon ab kommen viele Elektroautos die sich viele leisten können, ID3/4, Kia/Hyundai etc. Diese haben auch nicht so viel PS.
Mit dem Dacia Spring kommt jetzt auch ein sehr leistbares Auto.

Davon ab, an den starken und teuren Autos verdienen die Hersteller halt viel.
An einem eUp oder eGolf oder auch i3 war kaum Marge dran, wenn denn überhaupt.
Alt: BMW i3, Audi eTron55
Derzeit: Smart EQ Forfour, VW ID4 (ab Q3)

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

Helfried
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Sonnenjunky hat geschrieben: Ich sehe daß immer mehr PS/kW Monster auf den Markt drängen die da mit 500 und mehr PS auf den Markt kommen welche sich aus meiner Sicht sowieso die meisten von uns nicht leisten können.
Die hohe Fahrleistung ist ja quasi nur ein Abfallprodukt aus den großen Akkus, die sich das Volk wünscht für die hohe Reichweite.
Es ist fast nicht möglich bzw. bringt nahezu keine Vorteile, einen Wagen mit großem Akku, aber schwacher Motorleistung zu bauen.

Deshalb sind die meisten Autos recht stark, weil der Akku ohnedies groß sein muss und ein großer Motor nur wenig mehr kostet als ein kleiner.

(Natürlich spielen die üblichen Marketing-Aspekte sowie zahlenmäßig zunehmende Schicht von Autoposern etc. auch eine Rolle.)

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

nervtoeter
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Ich habe dies die letzten 2 Jahre durchaus auch kritisch beobachtet, aber ich sehe auch dass die Hersteller vorrangig mit Premium Fahrzeugen mit entsprechender Leistung auf den Markt gekommen sind, aber seit 2020 kommen durchaus, wie oben aufgeführt, viele bezahlbare Fahrzeuge mit normaler Leistung. Und wenn ich mir einen EQA mit 190 PS ansehe der damit aber Fahrleistungen von einem 150 PS Verbrenner hat machen die 190 PS absolut Sinn. Und die Highperformance Fzg können sich eh die wenigsten leisten.
i3s 120AH 04/2021
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Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

Forenfux78
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Mich wundert nicht so sehr die Leistung, aber der oft schlechte (schon optisch nicht optimierte) Cw Wert der "Boliden". Warum gehen die Hersteller fast immer davon aus, dass sich als BEV auch das gut verkauft, was sich schon als Verbrenner gut absetzen lässt (SUV)? Irgendwie hat nur Tesla verstanden, dass das ggf. nicht so ist. Mercedes hatte um die Jahrtausendwende mal das Bionic Car auf die Räder gestellt, mit sagenhaft guten Cw Wert. Den würde ich gern als BEV sehen. Wird wohl nie kommen...

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

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Die "Volkswagen" gibts eigentlich schon, kommen zur Zeit aber wohl noch am ehesten von französischen Konzernen. Vielleicht kann man auch jetzt noch den VW-Konzern mit den zu wenig produzierten Drillingen und vielleicht auch noch mit dem id.3 dazu nehmen. Dass zur Zeit außerdem ein regelrechter SUV-Wahn herrscht ist klar.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

gohz
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Sonnenjunky hat geschrieben: Beim i3 ist es zwar auch so daß er nicht für jeden als Neuwagen leistbar ist (wie bei mir auch), aber warum entwickelt man keinen sogenannten VOLKS-Wagen der für ALLE leistbar ist und gut ist?
Die Automobilindustrie bietet halt das was die Kunden wollen. Und die wollen halt derzeit SUVs.

Die VOLKSwagen gibt es trotzdem:
- VW e-Up: Tolles Elektroauto mit niedrigem Verbrauch. Leider fast ohne Optionen und derzeit nicht mehr bestellbar
- Dacia Spring. Test, siehe https://www.youtube.com/watch?v=LtM44pvPlZs . Wenig PS. Geringer Verbrauch. Und für den Preis ein tolles Auto.

Der i3 war noch nie ein VOLKSWAGEN, sondern schon immer ein BMW.

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

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Der i3 hatte und hat jedenfalls das Zeug zum Volkswagen, bis auf die Kohlefaser-Karosse vielleicht,die musste nicht unbedingt sein und macht ihn wahrscheinlich teurer.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

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Elektroautos sind derzeit in der Herstellung noch deutlich teurer als Verbrenner. Das ist einer der Gründe warum die klassischen Hersteller so unbegeistert waren Elektroautos zu bringen. Eine Methode ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, ist es seine Stärken hervorzuheben. Tesla hat früh erkannt, dass die Leistung im Vergleich zur Akkukapazität praktisch nichts kostet. Die klassischen Hersteller haben zu der Zeit eigentlich die "vernünftigeren" Fahrzeuge konzipiert. Elektrozweitwagen bei denen die kurze Reichweite eigentlich egal ist. Problematisch war nur, das deren Verbrenner Pendant - zum deutlich günstigeren Preis - mehr konnte. Diese Programme waren zudem alle höchst defizitär.

Tesla ist einen cleveren Weg gegangen und hat Autos konzipiert, die zwar sehr teuer waren, aber andere Fahrzeuge in der gleichen Preiskategorie leistungsmäßig alt aussehen ließ. BMW hat auch einen cleveren Plan verfolgt und einen Luxuskleinwagen entwickelt, der unter anderem durch exotische Materialien seinen Preis gerechtfertigt hat, neue Kunden gewonnen hat (und dessen Programm als Leuchtturm trotzdem als defizitär akzeptiert wurde)

Dies hat wiederum die anderen Hersteller dazu gezwungen Konkurrenzprodukte aufzulegen. Und da muss man sich nun dem Wettbewerb irgendwie stellen. So kommt es zumindest bei den Premiunprodukten zu einem Wettkampf der Motorleistung. Aber auch der Audi etron ist noch defizitär.

Das ist jetzt viele neue halbwegs günstige Modelle gibt ist nur dem EU Flottengrenzwert zu verdanken, der BEV in Stückzahlen erfordert. (Deutschland hätte das sicherlich sonst nie durchgezogen). Dadurch werden Modelle wie der E-Up in einer Mischkalkulation wieder tragbar (den 4k Verlust pro Fahrzeug stehen dann deutliche Ersparnisse bei Strafzahlungen entgegen). Das gleiche gilt natürlich auch für die nicht deutschen Hersteller. Besonders Fiat hat unter seinem alten Chef da keine gute Figur abgegeben.

Inzwischen kommen die Stückzahleffekte und die Akkupreise sind schon deutlich gefallen und es ist daher zu erwarten, dass das Spektrum wächst und die Preise (bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit) weiter sinken. Es ist nämlich auch nicht langfristig nachhaltig, wenn sich Elektro-Autos nur in einer Mischkalkulation rechnen.
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
05!/2021 VW ID.3 Pro Business: als Firmenwagen bestellt - für Kurz und Mittelstrecken

Re: Andere Neuwagen als der i3 / Entwicklung in eine falsche Richtung ?

Nixwisser
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Elektroautos waren und sind für mich auch ein Wandel im Denken "was/wie ist Mobilität..."
Die Autos werden immer größer, fetter, schwerer und "unsozialer".
E-Autos machen in meinem Verständnis nur sinn, wenn diese kleiner, leichter und "sozialer" werden.
Busse und Bahn müssen den Vorrang bekommen, der Individualverkehr muss reduziert werden. Und wer mit kleinen, sparsameren Fahrzeugen unterwegs ist, soll gegenüber den Raketenwerfern und Donnerdosen bevorzugt werden. Und wer gar keinen Individualverkehr fabriziert muss belohnt werden ... z. B. mit einer umgelegten CO2-Steuer oder oder oder.
Wer ein 200PS Auto fahren möchte, soll dieses auch bezahlen.
Wenn schon Umweltprämie, dann aber richtig: kleine Autos große Prämie, die über das Autoleben verteilt wird und große Auto hohe Abgaben, die ebenso über das Autoleben verteilt werden.
Eine Dacia Spring erhält jedes Jahr eine Prämie von 600 Euro und ist steuerfrei, ein ePorsche muss jedes Jahr 2400 Euro Ichfahreeeinschwachsinnsauto-Abgabe und 2000 Euro Kfz-Steuern zahlen ...
Jupp, DAS würde den Markt etwas aufmischen ... vor allem, wenn endlich Tempo 120 auf BAB und 80 auf Landstraßen eingeführt wird.
Und da ja die CO2-Steuer auf alle verteilt wird, bekommen Familien mit Kindern mehr Knete und können dann auch einen größeren Wagen als einen i3 kaufen/unterhalten.
Nicht die "großen" Autos sind das Problem, die Bevorzugung dieser Karren ist das Problem!
Und falls sich jetzt jemand angep*sst fühlt: ich habe auch noch einen Schwachsinnswagen, der demnächst aber "entsorgt" wird ... bevor die Abgaben erhöht und die Geschwindigkeit reduziert wird 😉
Citigo IV - seit 12/2020
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