Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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Hallo.
Nach meinen langjährigen Erfahrungen im Rettungsdienst hören z.B. spielende Kinder und Radler „mit Knopf im Ohr“ nicht einmal laute Kieslaster.
Deshalb wurde der Soundgenerator auch für Blinde gefordert. Dagegen ist auch nichts zu sagen.
Kinder und Radler erkennt man und als verantwortungsbewusster Autofahrer stellt man sich darauf ein.
Blinde erkennen man nicht unbedingt. Und sie sehen einen nicht... In unserer Gegend habe ich in den letzten 5 Jahren mit Stromer darauf geachtet aber keinen gesehen. Sonst hätte ich ihn angesprochen.

Daher meine Frage:
Bringt es was innerstädtisch den REX laufen zu lassen?
Viele Grüße aus Bayern
.dedetto

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Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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dudelsack08
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@gizmodiekatze - 1. Ich habe Kinder, sogar zwei. 2. Wollte ich damit sagen das ich die Soundanlage (welche übrigens nicht Karmann sonder Harman heißt) in den Fällen nutze während mich, auf der Straße laufende Fußgänger, nicht wahrnehmen und ich, bevor ich dreist die Hupe benutze, ehr an der Lautstärke des Radios drehe damit sie mich vorbei lassen.
Trotzdem glaube ich, dass der Soundgenerator das Problem nicht wirklich löst. Ich hab letztens ebenfalls einen Benziner nicht wahrgenommen und mich erschrocken als dieser plötzlich neben mir Stand. Ich bringe daher meinen Kinder aktuell bei, im Straßenverkehr hauptsächlich die Augen zu benutzen. Schließlich hört man Eroller, Ebikes, normale Fahrräder und bei uns, in direkter Nachbarschaft, die Straßenbahnen auch nicht. Wenn die alle zukünftig Soundgeneratoren mit sich rumfahren hören wir bald keine Vögel mehr zwitschern.
Mein Fazit, alle neuen Technologien benötigen Zeit zur Eingewöhnung. Ich persönlich fahre an engen Straßen und Gegenden mit höheren Fußgängerfrequenz vorausschauend und in Geschwindigkeit die es mir erlauben schnell anzuhalten.

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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gizmodiekatze
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@Kanecaine
Danke für den konstruktiven Beitrag. Auch ich mag die Laufruhe des Elektrofahrzeugs. Ich bin aber auch immer wieder Zeuge von Mitmenschen die beim Fahren anstatt einer Freisprechanlage (in fahrzeugen wo ich wetten würde das sie eine haben) immer noch das Mobiltelefon am Ohr haben, oder SMS, Whatsapp oder sonstwas schreiben oder beantworten. Dadurch abgelenkt sind und andere gefährden.
Diese Gefährdung steigt nochmals durch geräuschlose Fahrzeuge. Da braucht es nicht mal Statistiken um das zu verstehen. Dem Fussgänger der auch kleinkind sein kann die alleinige Verantwortung fürs über den Haufen gefahren zu werden zu übertragen, könnte man auch als Egoismus auslegen.
In der Schweiz z.B. haben seit ein paar Jahren die Fussgänger immer das Vortrittsrecht bei einem Fussgängerüberweg. Die mentalität von einigen hat dabei dazu geführt (auch hier wieder selbst häufig beobachtet und durch Statistiken belegt), das ohne zu schauen einfach losgegangen wird. (mit dem Resultat, dass man landesweit Plakat, fenseh und sonstige Kampgnen fährt um dafür zu werben erstmal augenkontakt herzustellen. die zugrundeliegende Mentalität ist aber dieselbe wie derer die hier sich über den akustischen fussgängerschutz mokieren) Wenn dann jemand gerade im lautlosen E-Auto seine Nachrichten auf dem Telefon checkt, war es das mit dem Fussgänger.
Die idee, dass jemand der solches Verhalten im Verbrenner hatte ändert, bloss weil er/sie jetzt eauto fährt scheint geradezu naiv.
Macht doch mal alle den Test und stellt euch ne halbe Stunde an eine gut befahrene Strasse und zählt mal mit wieviele Verkehrsteilnehmer telefonieren oder sonstwie mit dem Telefon abgelenkt sind.
Da finde ich kann so ein bischen Fussgängerwarner im E-auto nicht das Problem sein was hier einige schildern. Und wenn doch kann man ja einfach im stillen drauf hoffen das es dann ihre Kinder sind die da platt gefahren werden (wohlwissend das das nciht so kommen wird).

Ich pflichte Dir bei das ich keine Situation sehe in der es Schaden könnte (ausser dem Ego derer die sich darüber mokieren) und daher die Diskussion theoretisch überflüssig ist.
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Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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gizmodiekatze
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@dudelsack08
Die Verantwortung kann meines Erachtens nicht nur eine Partei tragen. Und deine Ausführungen erscheinen plausibel. Der Soundgenerator ist auch kein Allheilmittel, allenfalls eine Hilfe in manchen Fällen. Wenn es dadurch nur 1 Schwervberltzten weniger gibt ist das für mich bereits ein Erfolg. In der Realität werdenes mehr sein.
Wer mit Knopf im Ohr radelt oder geht handelt genauso rücksichtslos wie die mit dem Telefon am ohr oder schnell mal ne sms checken.
BMW i3S 94Ah REX 11/18

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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Aristarch
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Die Frage ist doch im Endeffekt, wie laut der Fussgängerschutz sein wird. Ist er so leise, dass er nicht stört (nachts in Wohngebieten z.B.), dann ist er aber vielleicht zu leise, um an einer gut befahrenen Straße noch den Lärm der anderen Autos zu übertönen. Und wenn wir immer wieder mit Geräuschen gegen Geräusche anarbeiten, dann wird es nie leiser.
In einem Artikel habe ich etwas von gezielter bzw gerichteter Beschallung für einzelne Fussgänger gelesen. Wenn das klappen würde, wäre es der beste Kompromiss.

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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    FFF
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dedetto hat geschrieben: Daher meine Frage:
Bringt es was innerstädtisch den REX laufen zu lassen?
Das wäre dann ein benzinbetriebener Soundgenerator.
War die Frage ernst gemeint?
i3s 120Ah - ernährt mit "Naturstrom"

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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Hallo.
FFF hat geschrieben:
dedetto hat geschrieben: Daher meine Frage:
Bringt es was innerstädtisch den REX laufen zu lassen?
Das wäre dann ein benzinbetriebener Soundgenerator.
War die Frage ernst gemeint?
Die Frage an sich ist natürlich widersinnig, warum sollte man ein teures elektrisches Auto fahren und dann ausgerechnet im städtischen Bereich einen Motor anstellen. Aber: Solange noch Verbrenner in der Stadt fahren dürfen ist es jedoch eine technisch korrekte Lösung die ggfs. auch ein Menschenleben retten kann ... Und wer weiß schon was sich unsere Politiker noch alles einfallen lassen.

Das alles ist genauso unverständlich wie die aktuelle Lösung bei der alle Stromer Krach machen müssen damit ein vielleicht vorhandener Seebehinderter der sich diesbezüglich nicht zu erkennen geben will das Auto noch hören kann. Würde er sich mit Binde oder Stock zu erkennen geben müsste man genauso wie bei Kindern und "Ohrstöpsel-Radlern" besonders vorsichtig drum herum fahren.

Wo fängt man an, wo hört man auf...?
Ab welcher Geschwindigkeit muss der Ton erklingen?
Wenn ein Auto ab Schrittgeschwindigkeit "tönen" muss, wie sieht es mit e-Motorrädern, e-Bikes und e-Scooter aus?
Ab wann braucht es aufgrund der Reifengeräusche nichts mehr?
Wie laut muss es auf einer viel befahrenen Hauptstraße sein?
Und wie laut darf es in einer ruhigen Schlafsiedlung sein?
Braucht man nicht eigentlich eine an Umgebungsgeräusche angepasste Tonhöhe und Lautstärke?

Viele Fragen auf die ich keine Antworten habe.....

Ich würde gerne besser über das Thema diskutieren können,
aber ich kenne keinen Blinden der mir das Grundwissen dazu vermitteln kann.

Welches Auto, oder besser Fahrzeug, hört der Blinde überhaupt?
Das Lauteste?
Den Wagen mit dem höchsten Ton?
Bei wie vielen Autos kann man als Blinder die Gefahren nicht mehr auseinander halten.
Ab wann gehen die Autos in den allgemeinen Umweltgeräuschen unter?
Was passiert wenn 2 Autos hintereinander kommen?
Hört jeder Blinde gleichgut / schlecht.
Kann der Lärm, der für einen Blinden gut ist, für den anderen Blinden verwirrend und schlecht sein?

Für mich ist die aktuelle Lösung genauso nützlich wie ein REX der in der Stadt läuft um anzuzeigen das ein Auto kommt.
Wenn es hilft, kann man es machen. Wenn man mich dazu auffordert werde ich es machen. Aber wirklich sinnvoll ist es nicht.
Viele Grüße aus Bayern
.dedetto

BMW i3 REX ab 2018
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Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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gizmodiekatze hat geschrieben: Danke für den konstruktiven Beitrag. […]
Vorab: ich hab keinen Soundgenerator und den vom i3 allenfalls mal auf einem Video gehört. Daher bin ich bei dem Thema an sich total leidenschaftslos, da ich nicht weiß ob es mich persönlich stören würde, wenn ich einen hätte. Ich glaube aber einerseits den Leuten die schreiben, dass sie das Geräusch stört und andererseits, halte ich den Nutzen, so wie die AVAS-Verordnung aktuell ausgestaltet ist, doch für sehr zweifelhaft. Für mich beginnt es schon damit, dass das Geräusch selbst nicht standardisiert ist. Wie will man die Leute auf etwas konditionieren, das jedes Mal anders klingt? Ansonsten kann ich mich nur den Fragen von dedetto aus dem vorangegangenen Post anschließen. Ich bin überzeugt davon, dass für Sehbehinderte das Gesetz in der Form nicht weit genug geht, auch wenn ich selbst ebenfalls keinen persönlich dazu befragen kann. Das Dilemma an der Diskussion ist doch, dass natürlich jedes durch einen solchen Soundgenerator gerettetes Leben es prinzipiell Wert sein sollte, einen solchen zu verbauen. Allerdings lässt dies außer acht, ob andere Maßnahmen nicht vielleicht geeigneter wären, um das übergeordnete Ziel zu erreichen: nämlich die Unfallzahlen im Straßenverkehr zu senken. Wäre die Diskussion so geführt würden, läge der Fokus sicherlich nicht auf der Geräuschemission von Fahrzeugen. Es geht dabei also um die Verhältnismäßigkeit zwischen dem Sinn/Nutzen einer Maßnahme und deren konkreten Umsetzung in Form einer Verordnung. Würde der Zweck also jedes Mittel heiligen, was wären dann die nächsten EU-Verordnungen? Aufmerksamkeitssensoren mit aktivem Bremseingriff, eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit innerorts auf 30 km/h, Reifen mit extra lauten Abrollgeräuschen, oder gar gelbe Signalleuchten an jedem Fahrzeug?
BMW i3s 120Ah Imperialblau

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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    FFF
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dedetto hat geschrieben: ...........
Das alles ist genauso unverständlich wie die aktuelle Lösung bei der alle Stromer Krach machen müssen damit ein vielleicht vorhandener Seebehinderter der sich diesbezüglich nicht zu erkennen geben will das Auto noch hören kann. Würde er sich mit Binde oder Stock zu erkennen geben müsste man genauso wie bei Kindern und "Ohrstöpsel-Radlern" besonders vorsichtig drum herum fahren.

Wo fängt man an, wo hört man auf...?
Ab welcher Geschwindigkeit muss der Ton erklingen?
Wenn ein Auto ab Schrittgeschwindigkeit "tönen" muss, wie sieht es mit e-Motorrädern, e-Bikes und e-Scooter aus?
Ab wann braucht es aufgrund der Reifengeräusche nichts mehr?
Wie laut muss es auf einer viel befahrenen Hauptstraße sein?
Und wie laut darf es in einer ruhigen Schlafsiedlung sein?
Braucht man nicht eigentlich eine an Umgebungsgeräusche angepasste Tonhöhe und Lautstärke?

Viele Fragen auf die ich keine Antworten habe.....

Ich würde gerne besser über das Thema diskutieren können,
aber ich kenne keinen Blinden der mir das Grundwissen dazu vermitteln kann.

Welches Auto, oder besser Fahrzeug, hört der Blinde überhaupt?
Das Lauteste?
Den Wagen mit dem höchsten Ton?
Bei wie vielen Autos kann man als Blinder die Gefahren nicht mehr auseinander halten.
Ab wann gehen die Autos in den allgemeinen Umweltgeräuschen unter?
Was passiert wenn 2 Autos hintereinander kommen?
Hört jeder Blinde gleichgut / schlecht.
Kann der Lärm, der für einen Blinden gut ist, für den anderen Blinden verwirrend und schlecht sein?
Gebe ich Dir absolut recht.
dedetto hat geschrieben: ...........
Für mich ist die aktuelle Lösung genauso nützlich wie ein REX der in der Stadt läuft um anzuzeigen das ein Auto kommt.
Wenn es hilft, kann man es machen. Wenn man mich dazu auffordert werde ich es machen. Aber wirklich sinnvoll ist es nicht.
Du hast es also tatsächlich ernst gemeint, ich dachte es wäre ein Witz.
Ich glaube die bessere Lösung wäre dann die Nachrüstung der digitalen Lösung.
Meine persönliche Meinung dazu ist allerdings, dass dann alle Verkehrsteilnehmer ein AVAS bräuchten. Ansonsten ist es Unsinn.
Ich glaube auch nicht dass es der Gesundheit von Blinden zuträglich ist, wenn sie nach Gehör auf die Straße laufen. Habe ich auch noch nicht erlebt.
Kanecaine hat geschrieben: Das Dilemma an der Diskussion ist doch, dass natürlich jedes durch einen solchen Soundgenerator gerettetes Leben es prinzipiell Wert sein sollte, einen solchen zu verbauen.
Sarkasmus an: Dann gibt es aber noch geeignetere Mittel Leben zu retten. Geschindigkeitsbeschränkung auf Schrittgeschwindigkeit oder den Verkehr komplett zu verbieten.
i3s 120Ah - ernährt mit "Naturstrom"

Re: Wird akustischer Fußgängerschutz autom. verbaut?

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TorSta
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Oder einfach Hupen! :lol:
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