Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

Elektroautomieter
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Aus meiner Sicht ist ein Rex nicht besser, als ein Plug-in und damit für den größten Teil der Nutzer überflüssig, gerade wenn man ihn so selten braucht. Zum Glück sind die ja fast komplett verschwunden. Aus meiner Sicht haben diese Fahrzeuge ihre Daseinsberechtigung da, wo das Ladesäulennetz noch sehr lückenhaft ist oder aber die Menschen sich erst an ein BEV gewöhnen müssen. Zum Beispiel in der Zukunft auf den Kanaren.
Aber 2020 gibt es für diese Fahrzeuge in Deutschland nur noch eine sehr geringe Zielgruppe. Der I3 hat in der kleinsten Variante eine Reichweite von 130 KM in der 94 AH Variante schon 185 KM. Das reicht für viele in der Realität komplett aus. Für die 5 Mal im Jahr in den man Strecken über 250 KM am Stück fahren muss, gibt es die Möglichkeit preisgünstig einen Passat Diesel anzumieten, der dann einen Verbrauch von 4,7l Diesel auf 100 Km hat und das bei angenehmen 130 Km/h mit ACC. Ohne dabei nach Tankstellen/Ladesäulen oder einer Kombination von beiden suchen zu müssen, was aus meiner Sicht das Fahren doch angenehmer macht. Vom Umweltaspekt tut sich das nicht viel.
Wir müssen Mobilität neu denken und das tun REX und Plug-In gerade nicht, da sie viele verleiten den Verbrennungsmotor häufiger zu nutzen, als dies nötig wäre.
Das Elektroauto hat bei Fahrten unter 100 KM bei geringen Geschwindigkeiten einen unglaublichen Vorteil gegenüber dem Verbrenner. Für Langstreckenfahrten auf der Autobahn gilt das nicht. Aber die kommen für viele nicht häufig vor, wenn man davon einige auch auf die Gleise verlegt und für den Rest gibt es einen Mietwagen.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
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Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

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SamEye hat geschrieben:
^tom^ hat geschrieben: (...) Einen um ca. 30kWh grösseren Akku als ein REx rumzukarren ist allerdings weniger sinnvoll als einen REx.
(...)
ähm, wir reden hier vom i3, wenn ich das richtig nachvollziehe. Bei welcher größeren Version des Akkus ist dieser bitte 30kWh größer, als der eines Fahrzeugs mit REx?
Wenn einem so ein Schnitzer in der Argumentation passiert, oder das der Strohhalm ist, an dem die Argumentation hängt, war es das wohl für Pro-REx ;)
Ein 120Ah würde beinichten das Reichweitenproblem lösen.
Es wird der ID3 mit dem grössten Akku und dieser steht dann für mich im Verhältnis zum 94Ah mit REx
Man muss ja genügend Reserve nach oben haben, denn leer ist leer und Stromkanister sind dann die 40kWh extra für alle Fälle
demnächst ID3/EQA ... R4 Alpine?

Juli 2018-, BMW i3 94Ah-REx LCI, >60'000km
REx Anteil: ~ 5%

38m2 FlachK. > 230'000kWh
1.5kWp PV > 7'500kWh

Juli 15 - August 18 KIA Soul EV, 42000km
Sept. 14 - Juli 15 i-MiEV 13500km

Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

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Hallo, fuhr 3Jahre jetzt einen A3 etron, Plugin. Zu 90%elektrisch jetzt warte ich auf meinen I3, muss noch gebaut werden. Den Audi zu 90% elektrisch gefahren dank kurzer Fahrstrecke max. 40km pro Tag zu 90%.
Vor 3 Jahren gab es noch nix vernünftiges an Akkugrösse in der Fahrzeugklasse. Deshalb dieses. In den 3Jahren ca. 600,00 für Wartung, Öl etc. Mein/ein Grund das es jetzt ein BEV wird.
I3 120Ah fluid-black

Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

ntruchsess
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Elektroautomieter hat geschrieben: Wir müssen Mobilität neu denken und das tun REX und Plug-In gerade nicht, da sie viele verleiten den Verbrennungsmotor häufiger zu nutzen, als dies nötig wäre.
Das kann man nicht in einen Topf werfen. Auch wenn der i3 Rex auf dem Papier natürlich auch ein Plug-In-hybrid ist - die Konzepte sind doch grundverschieden. Beim normalen Plug-In-hybrid der gerade mal die vorgeschriebenen 50 km WLTP-Mindestreichweite erreicht und mehrere Stunden am Schnarchlader zum Aufladen ist der zeitliche und organisatorische Mehraufwand um außerhalb des Kurzstreckenbetriebs möglichst nahe an 100% elektrisch zu fahren einfach unverhältnismäßig hoch. Da wird der Nutzer nicht verleitet, sondern fast schon gezwungen mit dem Verbrenner zu fahren sobald er in kurzer Zeit weiter fahren will, als es die elektrische Reichweite zulässt.
Beim i3-Rex (mit 94Ah Batterie) ist das nach meiner Erfahrung nicht so. Der ist ja ein vollwertiges BEV mit vernünftiger Reichweite und Schnellladefähigkeit mit einem zusätzlichen relativ kleinem Verbrenner nur als Hilfsmotor. Er ermutigt eigentlich eher dazu auch auf längeren Strecken den elektrischen Antrieb weiterhin als Primärantrieb zu sehen. Nicht über einen Plan B (oder C) nachdenken zu müssen eröffnet ja auch Möglichkeiten. Dass man bei der heute immer besser werdenden Ladeinfrastruktur auch gut ganz darauf verzichten kann will ich gar nicht bestreiten, so ein Rex ist ja kein Muss, sondern nur eine Option.

Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

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Martin_BY hat geschrieben: Etwas mitzuschleppen, das man so gut wie nie braucht, ergibt wenig Sinn. Ob nun größerer Akku oder REX. Bei letzterem aus meiner Sicht noch weniger, weil man wieder einen zu Wartenden Verbrenner an Bord hat.
Ich fliege Gleitschirm und Motorschirm und habe bei jedem Flug einen Rettungsschirm dabei, den ich noch nie benutzt habe. Und das obwohl der Geld kostet, auch etwas wiegt und Platz wegnimmt, nur eine gewisse Zeit verwendbar ist und auch noch Wartung benötigt. Aber der Rettungsschirm sorgt für die Vorrsaussetzung, dass ich sage, dass ich den Flug machen kann.
Du schnallst Dich beim Autofahren auch bestimmt an, oder? Wie oft hast Du das schon benötigt?
Ich genau einmal und da hat er mir das Leben gerettet. Hat sich das nun nicht gelohnt, weil ich mich tausende Male angeschnallt habe, obwohl es nur 1x nötig war?
Elektroautomieter hat geschrieben: Aus meiner Sicht ist ein Rex nicht besser, als ein Plug-in und damit für den größten Teil der Nutzer überflüssig, gerade wenn man ihn so selten braucht.
Der RE ist ein Plug-In.
Mein BEV ist für die Strecke zu Schwiegereltern so schlecht geeignet, dass wir eigentlich nur noch den Verbrenner nehmen und zu 100% mit Benzin fahren.
Mit dem I3 94Ah mit RE würden wir höchstens zu 25% mit Benzin fahren.

Ich finde das Teil daher enorm sinnvoll, sofern es nicht nur um den Zweitwagen geht, der ohnehin nicht alles abdecken muss.
Die Alternative ist großer Akku UND gute Effizienz UND hohe Ladeleistung. Dann gehen auch Langstrecken rein elektrisch, wenn auch immer noch mit Abstrichen gegenüber der Fahrt mit dem Verbrenner.
^tom^ hat geschrieben: Mit dem BEV hat man nun verschiedene Möglichkeiten:
- Akku
- Akku und REx
- Akku und nach Bedarf Mietwagen
Da muss man auch den Zeithorizont sehen. Kurz- und mittelfristig ist der RE doch eine charmante Sache. Langfristig macht einfach Akku Sinn.
Duie Variante mit dem Mietwagen ist mir zu blöd.
^tom^ hat geschrieben: Meine idee wäre nun, da nun ja schon die Angst aufkommt, dass wir Tagsüber zu viel Energie produzieren, dass mit dieser Energie Wasserstoff erzeugt würde und WasserstoffRExen zum Einsatz kommen.
Wasserstoff ist kurz- und mittelfristig keine Option, da Exotentechnik und keine Infrastruktur. Und Langfristig sind die Akkus groß genug, da brauchen wir keinen RE mehr.

Wasserstoff macht langfristig Sinn für den saisonalen Ausgleich, da können wir die Energie sinnvoll nutzen und auch die Abwärme verwerten.
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Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

Ungard
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Ohne Rex kann man uU liegen bleiben. Nicht so tragisch.
Ohne Gurt oder Rettungsschirm passiert im Worst Case was?
Genau, man nippelt ab. Ok, für manche scheinbar von der Tragweite das gleiche?
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Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

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Ungard hat geschrieben: Genau, man nippelt ab. Ok, für manche scheinbar von der Tragweite das gleiche?
Nein, aber auch sehr ärgerlich. Ein Auto, mit dem ich 1-2x im Jahr richtig in Bedrängnis komme, ist ein beschissenes Auto, das verkaufe ich dann wieder.

Es geht doch prinzipiell um dieselbe Abwägung - Aufwand zu Nutzen. Der Nutzen beim RE kann extrem hoch sein und das RE-BEV überhaupt für viele erst denkbar machen, wo die Alternative Verbrenner heißt.
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Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

Ungard
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"Ein Auto, mit dem ich 1-2x im Jahr richtig in Bedrängnis komme"
Richtig ist:
Ein Auto, mit dem ich 1-2x im Jahr richtig in Bedrängnis kommen kann, wenn man schlecht plant und noch Pech dazu kommt.
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Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

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Das reicht nicht. Mit dem Zoe können wir unsere 270km Hausstrecke mit Planung zwar relativ sicher fahren, aber es dauert einfach zu lang und deswegen nehmen wir den Verbrenner.
Mit einem i3 RE wäre das kein Thema, da würden wir die Strecke zumindest immer teilektrisch fahren.
Haben ist besser als brauchen. Das Konzept beim i3 ist super, auch wenn es mit Schwächen ausgeführt wurde. Der Wagen wäre so gesehen sogar mit dem alten 60Ah Akku ein potentieller Nachfolger für unseren Zoe. Nachlassende Akkukapazität tut dann ja auch nicht so weh, das gibt auch wieder Sicherheit.
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Re: Wer ist umweltfreundlicher? großer Akku vers. REX

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Leute, über Sinn und Unsinn des REX kann man trefflich diskutieren. Das hängt aber erstens von den persönlichen Anforderungen ab und wurde zweitens schon in dutzenden anderen Threads diskutiert.

Hier geht es aber um die Umweltfreundlichkeit. Und da ist die Frage, was man vergleicht. Nimmt man einen i3 60Ah REX und einen i3 120Ah, so ist der Akku des 120ers nur um vielleicht 30 kg schwerer, der Bauraum exakt gleich groß. Es wurden also für die doppelte Kapazität kaum mehr Ressourcen verbraucht, zudem ist die hochskalierte Produktion sicher effizienter geworden. In diesem Fall würde ich sagen, ist der 120Ah tendenziell als umweltfreundlicher als der 60er mit REX (Ökostrom vorausgesetzt, REX-Anteil zu definieren, ...) oder gleich umweltfreundlich/feindlich anzusehen.

Würde man aber mit aktueller Akkutechnologie einen 22 kWh-Akku in einen i3 einbauen wollen, würde dieser Akku quasi nur die Hälfte wiegen und die Hälfte der Ressourcen benötigen wie der 42 kWh-Akku eines 120er i3´s. Ein i3 quasi mit einem halben 120er-Akku und REX wäre also wahrscheinlich umweltfreundlicher als ein normaler 120er.

Letztendlich ist es ein multivariates Optimierungsproblem. Klar ist, dass der Grenznutzen jeder zusätzlichen kWh Akkukapazität abnimmt, die Emission aber weiter linear ansteigt. Bis zu welchem Punkt ist es also sinnvoller, den Akku zu vergrößern und ab wann kehrt es sich um und es ist sinnvoller, einen REX einzubauen, dessen Nutzungsanteil sich wiederum mit steigender Akkukapazität immer weiter verkleinert.
BMW i3s 120Ah - Jucarobeige+Suite, 06/2019, 22.500 km
BMW i3 60Ah - Weiß+Lodge, 02/2015, 76.500 km
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