Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

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umali hat geschrieben:
Artjom hat geschrieben: Ja wozu ein Nachfolger, wenn das aktuelle Produkt sich richtig gut verkauft? ....
Bei nahezu jedem Serienmodell, welches auf den Markt kommt, wird bereits am Nachfolger entwickelt. Warum?
Für Premiumhersteller gilt fast immer der Spruch zur Inkarnation von Premium => Rolls Royce

"Strebe in allem nach Perfektion. Nimm das Beste, was es gibt, und mache es besser. Wenn es nicht existiert, erfinde es. Akzeptiere nichts, was „fast richtig“ oder „gut genug“ ist."

Besser heißt jedoch auch "wirtschaftlicher" für den Hersteller. Es sei denn, es finden sich genügend Abnehmer der Hochpreismodelle. Die Leipziger i3-Produktion ist jedoch ein Fl....schiss gegenüber der normalen BMW-Produktion. Susanne K. weint wahrscheinlich bei den paar verkauften i3-Einheiten.

Will man den i3/den Nachfolger dagegen in Massen bringen, hat CfK heftigst abgegessen (wurde ja auch lange genug getestet). Es ist nicht in die normalen Fertigungslinien integrierbar. Jedoch genau das forciert BMW - Produktion aller Antriebsvarianten auf EINEM Band.

good night

ps
Ich empfehle dringend einen Werksbesuch, wo man die "Lahmheit" der i3-Fertigung erkennt. Das ist nicht böse gemeint (Ich bin Fan von Testen neuer Technologie.), aber der Manufakturchararkter verbunden mit dezenten "Klebeevents" lässt schon schmunzeln.
https://www.bmw-besuchen.com/visitbmw/leipzig/
Ich kenne das Leipziger Werk und grob auch noch die Produktionsschritte des i3 - sehr beeindruckend. Schmunzeln musste ich aber darüber, dass du "Fliege" zensierst und ausgerechnet "Schiss" nicht. xD

Da der i5/iNext sowohl Carbonparts als auch die Portaltüren haben wird, sehe ich schon als einen Indirekten Nachfolger des i3. Jedoch trifft der i5 mit seiner größeren Bauform bei vielen Liebhabern von Limousinen ins Schwarze.

CfK ist also auch in bestimmter Weise auch in die Standardprozesse integrierbar. Nur weil es bisher keiner gemacht hat, heißt es nicht, dass es nicht möglich ist.

Frau Susanne Klatten hat keinen Grund, traurig zu sein, denn
der i3 ist zur Zeit das meistverkaufte Elektrofahrzeug in Deutschland
.

Getreu dem von dir zitierten Motto kann man Schließen: BMWi hat genau das gemacht; Nimm die aktuell umweltschonendste Technologie (ja, das ist tatsächlich beweisbar Elektro), die bestmöglichsten und nachhaltigsten Materialien (CfK, Alu, recyceltes Polymer, Bambus, Kenaf und und und), vollbringe das bestmögliche Werk. Blubb - it's a i3.
BMW e36 318i 2011-2018
BMW i3 120Ah Dez 2018 Hope
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

umali
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Artjom hat geschrieben: Ich hab ja selber keinen Gewinn davon, den i3 zu "hypen". Als Ingenieur fasziniert mich die Umsetzung einzigartiger Technologien. Ein wenig Feuer und Leidenschaft kann doch nicht verkehrt sein. Dennoch beschönige ich nichts und spreche an passenden Stellen an, wenn mir etwas nicht passt. z.B. den unnutzbaren leeren Platz wo mal der REX war (habe darum eine Wokeby-Erweiterung). Oder die fragile Notentriegelung, die auch bei mir mal als Garantiefall repariert werden musste. Aber beim CfK hört der Spaß auf, das ist ein überragendes Feature.
Als Ing. ist es richtig, für etwas zu brennen. Leider ist der Kardinalfehler fast jeden Ing.'s, nur technisch zu denken. Ich habe über die Zeit gelernt, auch wirtschaftlich und effektiv zu denken. Das führt eher dazu, bestimmte Ideen (glaube mir - davon habe ich hier ganze Ordner) nach Prüfung, schneller fallen zu lassen.

[moderiert]
Artjom hat geschrieben: Ich dachte du hast einen Beleg für dein "CfK ist so teuer"-Argument. Irgendwo musst du das ja mal aufgeschnappt haben. Ich würde gerne wissen, was CfK am Gesamtpreis ausmacht und darauf basierend mein eigenes Urteil fällen.
Im Ernst - schau Dir die Produktion an. Das ist alles zäh und langatmig. Als Hochpreisland spielt in DE Zeit den Hauptfaktor bei der Produktion.
Des Weiteren kann man bestimmte Nachteile logisch ableiten.
Z.B. Reparatur
Ja - die ist möglich, aber sie darf nur von wenigen zertifizierten Werkstätten vorgenommen werden. So etwas führt nie zu einem Massenprodukt (zu aufwendig , zu teuer).
Artjom hat geschrieben: Leichtbau wird immer eine Rolle in der Mobilität spielen. Du musst da noch weiter denken als bis übermorgen. Falls sich autonome Flugtaxis irgendwann durchsetzen, oder realistischer: zum Produktionsstart des iNext, wird CfK wieder ein Thema sein und BMW hat den von vielen totgesagten Vorsprung wieder hergestellt. Der iX3 ist leider das was der Kunde will: Panzer aus Stahl, mit dem die Ehefrau das Kind zur 2km entfernten Kita fahren kann und sich alle immer extrem sicher und komfortabel fühlen. Es ist ja auch verdammt geil einen SUV zu fahren aber eben nicht für alle sinnvoll. Bin schon exterm gespannt, welches Klientel mit dem Cybertruck unterwegs sein wird, der ja noch eine Schippe drauflegt. Nachhaltigkeit sieht anders aus und da ist BMW im Premiumsegment nicht zuletzt durch den i3 Marktführer.
Moment mal.
1. Vermische bitte Luft-/Raumfahrt nicht mit Autos. Es hat sich gezeigt, dass Leichtbau zwar auch im Mobilbau wichtig ist, aber keinesfalls extrem. In der Rakete gibt es keine Reku :lol: .
2. Solltest Du Deine Aversionen gegen SUV/CyberTruck zügeln. Weder Du noch ich stecken hinter den Kaufentscheidungen. Ich gebe zu, auch kein Fan derartiger Modelle zu sein, aber ich maße mir nicht an, diese zu verteufeln.
3. Nachhaltigkeit i3? Ja das war mal ein BMW-Slogan, der seit 2017 mit der Abkündigung des i-Projektes zur Worthülse mutiert. Es ist vor allem besonders nachhaltig, keine Akkuupgrades anzubieten :lol: . Ich wurde letzthin angerufen, ob ich einen neuen i3 bräuchte - Danke BMW.

Du solltest Dir klarmachenn, dass ein Unternehmen wie BMW zunächst die wichtigsten 3 Punkte verfolgt - Umsatz, Marge, Gewinn
Erst danach kommt Nachhaltigkeit. Glaubst Du etwa, dass sie freiwillig die Lieferketten für Kobalt in die Hand nehmen wollen. Neben direkter Kontrolle gibt es auch den netten Nebeneffekt einer höheren Marge.
Artjom hat geschrieben: VW macht dort weiter wo sie überhaupt noch weitermachen dürfen, ohne wegen bekannter Skandale pleite zu gehen. Ein Neuanfang ist ihre einzige Überlebenschance. Da sie bewiesen haben, dass sie mit Verbrennern nur durch Pfusch und Lüge klarkommen, bleibt ja nur noch die Elektromobilität.
Was VW verbockt hat, ist klar. Allerdings bekommt jeder Player Chancen auf Neustart, wenn er nicht zuvor Konkurs gegangen ist.
Mich interessiert, wie sie sich entwickeln und Herbert D. macht fast alles richtig. Einzig 2 Kombi-BEV-Modelle (mit optionalem Rex) müssen noch auf die Agenta. Gerade beim seriellen Hybrid können ihre fähigsten Motorenentwickler gern nochmal zeigen, was die deutsche Ing.-kunst so drauf hat - gern auch ohne SW-Manipulation, was bei einem nicht lastvariablen Aggregat wohl deutlich einfacher zu lösen ist.

Artjom hat geschrieben: Ich werde dir zu deiner Bewertung des Türenkonzeptes jetzt nicht Egoismus und einen engstirnigen Schluss auf die Allgemeinheit vorwerfen. Es ist halt deine Meinung und das ist ok.
Perfektionismus kann zum Zwang führen und wird vermehrt - kein Witz - als Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Er erschwert kreative Herangehensweisen und kann dazu führen, dass man den Blick auf die Gesamtheit verliert.
Danke für die Aufklärung. Perfektioinisten haben es in der Tat schwerer als andere Zeitgenossen, allerdings kann trainiert werden, wie weit man geht und ob man sich mit ALLEN Themen befassen möchte. Letzteres führt unweigerlich ins Chaos.

Ich bin mit meiner Meinung zu den Stummel-Türen nicht allein und nahezu jede(r) Mitfahrer/in hat sich nun mal darüber beschwert (seit > 2 Jahren). Die Argumente der Verfechter (häufig Einzelfahrer oder max. 2 Pers.) laufen meist auf "Duldung" hinaus, was ich nicht als optimal interpretiere.
Der i3 taugt in der Stadt und Überland für 4, wenn nicht gar 5 Leute. Den hätte man nicht künstlich (nur Optik / ANDERS) mit diesen Fondstüren verstümmeln müssen (, die nicht mal eine Scheibenöffnung zulassen).
Aber da bei einem relaunch mit Sicherheit das komplette Chassis bleibt, wird sich am Türelend nichts ändern. Daran werde ich jedoch nicht sterben.

good night
Zuletzt geändert von umali am Mo 2. Dez 2019, 00:39, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

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Das lese ich mir später durch. Schön, dass du extra wegen mir wach geblieben bist.
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

umali
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Artjom hat geschrieben: ...
Frau Susanne Klatten hat keinen Grund, traurig zu sein, denn
der i3 ist zur Zeit das meistverkaufte Elektrofahrzeug in Deutschland
.
Na Du bist lustig - Susanne verdient also Ihr Geld mit dem i3 :ironie: .
Hey aufwachen - der CfK-i3 kommt nicht mehr als Nachfolger, weil EV's für die MASSENPRODUKTION benötigt werden.

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Graustein
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Die clevere Lösung wäre der sRex





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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

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Kosten hin, Kosten her.

Mit der Carbonfertigung in dieser Preisklasse hat BMW ein Alleinstellungsmerkmal, weltweit, das ist einzigartig. Wenn dieses Merkmal mit seinen Vorteilen dazu führt, dass der i3 weiter besser verkauft wird als seine Mitbewerber, dann könnte es doch auf weiter gehen, oder? Kann ja etwas teurer sein, wenn der Kunde gerne etwas mehr dafür bezahlt, das passt auch zur Marke BMW.

Und wenn die Nachfrage nicht bedient werden kann, wegen ausgeschöpfter Kapazität, dann kann doch ein noch größeres Werk gebaut werden :D
i3 (120 Ah), i8, V8-Touring

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

umali
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Die völlig anders geartete Chassis-Produktion inkl. Nachfolgearbeiten passt aber nicht zur beschlossenen Strategie, alle Antriebe auf einer Linie zu fertigen.

Was immer geht ist, die laufende "Spezialproduktion" des i3 fortzuführen oder ggf. sogar vor Ort zu erweitern. Es wird aber im Vergleich zur "normalen" Produktion immer "exotisch" bleiben und das ist in einem Großkonzern, der viel Gleichteilnutzung usw. anstrebt, nicht sinnvoll.

Ich weiß jetzt nicht, wie die Schichten aktuell takten, aber 3-Schicht-System können sie hier fahren. Nur irgendwann ist die Kiste out - das ist so klar, wie das Amen in der Kirche.

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

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umali hat geschrieben: Die völlig anders geartete Chassis-Produktion inkl. Nachfolgearbeiten passt aber nicht zur beschlossenen Strategie, alle Antriebe auf einer Linie zu fertigen.
Je nachdem, welche Teile des Chassis z.B. eines i5/iNext aus Carbon gefertigt werden, dürfte das auch mit herkömmlichen Montageabläufen vereinbar sein. Außerdem lassen sich Carbonteile ja durchaus auch an Verbrennern nutzen. Ich sehe also kein Argument, das hier gegen Carbon spräche.
i3s 120 Lodge 10/19 - Knuffel, 11 kW Mennekes Wallbox

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

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Die Strategie wurde bereits geändert, eigentlch sollte der i3 schon auslaufen, tut er aber nicht. Die Strategie kann sich nat. auch künftig ändern...

Hinzu kommt die Nachhaltigkeit, mit der die ganzen Materialien des i3 hergestellt werden. Das ist ebenfalls bis jetzt einzigartig, soweit ich weiß.
Gerade jetzt ist das ein sehr aktuelles Thema.
Es gibt sicher viele, die sagen: OK, das ist es mir wert, dafür zahle ich gerne etwas mehr.

BMW hat mit diesem Projekt unglaublich viel Mut bewiesen, die Eier gehabt, das durchzuziehen.
Vielleicht war BMW mit dem i3 seiner Zeit viel weiter voraus als wir denken.
Die Zeit wirds zeigen.
i3 (120 Ah), i8, V8-Touring

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Graustein
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Es gibt sicher viele, die sagen: OK, das ist es mir wert, dafür zahle ich gerne etwas mehr.
Vor allem da man mit dem i3 günstiger fährt als mit einer 1er blechkiste
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