Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

pauli3
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AndyMt hat geschrieben:weshalb z.B. Tesla gar keine Wärmepumpen anbietet.
...was jedoch völlig unsinnig ist, der Strom zum Heizen ist weder kostenlos noch unbegrenzt vorhanden.

Zumal der Aufwand für eine "Wärmepumpe" geradezu lächerlich gering ist, Umschaltventile und Wärmetauscher. Kompressor und Kältekreis ist bei A/C sowieso vorhanden.

Kein Mensch würde sein Haus direktelektrisch beheizen, wenn sowieso eine umkehrbare Klimaanlage vorhanden ist...
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Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

Mola
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Bei einer Stromflat sind die Mehrkosten für die Heizkosten kwhs nun mal null...
Selbst wenn nicht kann man mal nachrechnen wie lang man fahren muss um die Kosten der WP reinzuholen. Ich bin bei der Rechnung bei 15 Jahren gelandet. Ganzjähriger Mehrverbrauch aufgrund Gewicht etc. hab ich da mal weg gelassen... :mrgreen:

Wer wegen der Reichweite auf die Wärmepumpe setzt sollte nicht vergessen: je kälter desto ineffizienter bis abgeschaltet ist die WP. Also grade da wo man das Ding wirklich braucht läuft es gar nicht.

Aber auch wenn ich mein Haus mit einer Heizung ausstatte kann eine Stromdirektheizung Sinn machen. Das kommt dann auf den Heizbedarf an.

Ich habe eine WP- im Nachhinein betrachtet war das ein ordentliches Negativgeschäft - und zwar hauptsächlich wegen der Anschaffungskosten. Mit beispielsweise Gas wäre ich unterm Strich deutlich günstiger gefahren.
Meine WP läuft aber wenigstens bei -20Grad auch noch effizient - da Grundwasser und nicht Luft als Wärmequelle vorliegt.

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

pauli3
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Mola hat geschrieben:Bei einer Stromflat sind die Mehrkosten für die Heizkosten kwhs nun mal null...
Nun, es soll Menschen geben, die fahren u.U. auch aus ökologischen Gründen elektrisch...

Mola hat geschrieben: Ich habe eine WP- im Nachhinein betrachtet war das ein ordentliches Negativgeschäft - und zwar hauptsächlich wegen der Anschaffungskosten. Mit beispielsweise Gas wäre ich unterm Strich deutlich günstiger gefahren.
Meine WP läuft aber wenigstens bei -20Grad auch noch effizient - da Grundwasser und nicht Luft als Wärmequelle vorliegt.
OT: dann ist es die falsche WP, falsch ausgelegt und zu teuer eingekauft. Für eine WP mit Ringgrabenkollektor gibt es 4500€ bafa Zuschuß, die ist fast umsonst...und gegen Gas kann die richtige WP locker mithalten.

Grundwasser oder Boden als Wärmequelle ist beim eAuto etwas erschwert, oder?

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

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Wir werden unseren i3 auch ohne Wärmepumpe bestellen. Ohne es konkret nachgerechnet zu haben, bin ich auch davon überzeugt dass sich das finanziell nicht lohnt. Bleibt der Reichweitengewinn. Den gibt es, unbestritten. Doch egal ob der jetzt 3%, 13% oder 30% beträgt: dass ich auf dem letzten Kilometer vor der nächsten Ladesäule liegen bleiben könnte, ändert daran nichts. Denn ich plane die Strecke ja immer mit der verfügbaren Reichweite, heißt die „Reserve“ durch die WP wird genauso verplant, als hätte man sie nicht. Auf extrem langen Strecken kann ich mir dann mit WP vielleicht einen Stopp sparen, aber macht es wirklich einen Unterschied ob ich 8 oder 9 mal laden muss? Würde das Auto durch die WP schneller warm oder böte es andere Vorteile, könnte man das ja auch anders sehen. So jedoch bleibt leidglich die bessere Effizienz und die bewerten Kurzstreckenfahrer halt anders als Langstreckenfahrer. Wir zählen eindeutig zu ersteren und bislang konnte mich die ganze Diskussion nicht davon überzeugen die WP dazu zu bestellen.

Tja was bleibt noch? Wiederverkaufswert und Umweltgedanke. Beides interessiert mich nicht bzw. habe ich letzterem schon allein dadurch genüge getan, dass ich keinen Kraftstoff mehr verbrenne und alle 2 Jahre Öl entsorgen lassen muss. Dem Gegenüber steht eine potentielle Lärmbelästigung durch den Lüfter, gerade dann wenn das Auto an einem Ort steht wo es denkbar ungünstig ist.
BMW i3s 120Ah Imperialblau

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

Mola
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pauli3 hat geschrieben:
Mola hat geschrieben:Bei einer Stromflat sind die Mehrkosten für die Heizkosten kwhs nun mal null...
Nun, es soll Menschen geben, die fahren u.U. auch aus ökologischen Gründen elektrisch...

Mola hat geschrieben: Ich habe eine WP- im Nachhinein betrachtet war das ein ordentliches Negativgeschäft - und zwar hauptsächlich wegen der Anschaffungskosten. Mit beispielsweise Gas wäre ich unterm Strich deutlich günstiger gefahren.
Meine WP läuft aber wenigstens bei -20Grad auch noch effizient - da Grundwasser und nicht Luft als Wärmequelle vorliegt.
OT: dann ist es die falsche WP, falsch ausgelegt und zu teuer eingekauft. Für eine WP mit Ringgrabenkollektor gibt es 4500€ bafa Zuschuß, die ist fast umsonst...und gegen Gas kann die richtige WP locker mithalten.

Grundwasser oder Boden als Wärmequelle ist beim eAuto etwas erschwert, oder?
Ist schon ein paar Jahre her, da gab es weniger Bafa, die günstigeren WPs kamen aus China, die wollte keiner einbauen...
Dann war da noch ein vergeblich gebohrter Brunnen, ein unfähiger Installateur... im Nachhinein ist man immer schlauer, auch was wert.
Bei der Haus WP waren aber auch eher die Freude an der Technik sowie ökologische Mehrwerte maßgeblich.
Und ja: da die passende Wärmequelle fehlt ist eine WP Im Auto von begrenzten Mehrwert.

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

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Kanecaine hat geschrieben:Ohne es konkret nachgerechnet zu haben, bin ich auch davon überzeugt dass sich das finanziell nicht lohnt. [...] Doch egal ob der jetzt 3%, 13% oder 30% beträgt: dass ich auf dem letzten Kilometer vor der nächsten Ladesäule liegen bleiben könnte, ändert daran nichts.
Wie ich finde, eine äußerst naive Herangehensweise, wenn man bedenkt, dass gerade im Winter ein Liegenbleiben äußerst bitter(-kalt) werden kann. Und wenn man so an die Sache ran geht, kann man auch mit 800km Reichweite knapp vor der Säule liegen bleiben. :lol:
Kanecaine hat geschrieben:Dem Gegenüber steht eine potentielle Lärmbelästigung durch den Lüfter.
Wenn das ne übermäßige Belästigung sein soll, müssen sofort alle Verbenner verboten werden, weil die fast alle doppelt so laut sind. Absolut übertrieben.
BMW e36 318i 2011-2018
BMW i3 120Ah Dez 2018 Hope
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Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

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Artjom hat geschrieben:Wie ich finde, eine äußerst naive Herangehensweise, wenn man bedenkt, dass gerade im Winter ein Liegenbleiben äußerst bitter(-kalt) werden kann. Und wenn man so an die Sache ran geht, kann man auch mit 800km Reichweite knapp vor der Säule liegen bleiben. :lol:
Dann kannst du mir sicherlich genauer erklären, worin meine „Naivität“ besteht. Ich habe eine Reichweite von X und ich suche mir eine Ladesäule in Entfernung X-Y, wobei Y je nach Erfahrung, Reichweitenangst und Anzahl verfügbarer Ladesäulen in der Nähe, jeweils unterschiedlich gewählt wird. Finde das nur logisch. Durch die WP ändert sich minimal X, der Rest bleibt aber gleich. Ergo: die WP hilft mir, anders als der Rex, nicht davor liegen zu bleiben. Der Unterschied zum Rex besteht darin, dass die Kalkulation der Restreichweite ohne ihn erfolgt (zumindest gehe ich davon aus) und somit in dem Moment wo er anspringt, ich tatsächlich weiter komme als ursprünglich geplant. Mag sein, dass ich damit falsch liege, dann erkläre es mir doch aber bitte, ich lerne gern dazu! Klar bleibt v.a. im Winter niemand gern liegen, aber inwiefern bewahrt dich eine WP davor?
Artjom hat geschrieben:Wenn das ne übermäßige Belästigung sein soll, müssen sofort alle Verbenner verboten werden, weil die fast alle doppelt so laut sind. Absolut übertrieben.
Deswegen das „potentielle“ in meiner Aussage, die sich ausschließlich auf die Berichte hier bezieht. Und da die Meinungen dabei auseinandergehen, hab ich es genau so formuliert. Es herrscht kein Konsens, potentiell holt man sich mit der WP aber genau sowas ins (oder besser vors) Haus. Alles subjektiv natürlich, und genau darin liegt das „Problem“: jemand der sich jetzt für eine WP entscheidet, könnte diese subjektiv als störend empfinden. Entweder weil der Carport unter dem sein i3 steht das Geräusch sehr verstärkt oder weil derjenige grundsätzlich sehr Geräusch empfindlich ist. Es sollte zumindest nicht völlig außer Betracht gelassen werden. Auf der einen Seite also ein bedingter Nutzen und auf der anderen Seite eine mögliche „Belästigung“ - das muss jeder selbst abwägen. Wenn für jemanden das Geräusch keine Rolle spielt, auf der anderen Seite aber jeder zusätzliche km wichtig ist, für den ist die WP durchaus sinnvoll für die Gesamtreichweite. Bei mir stellt es sich aber so dar, dass ich die paar km zusätzlich bei dem 120 Ah Akku an geschätzten 350 Tagen im Jahr nicht benötige. Ich würde sicherlich auch problemlos mit dem 60 Ah Akku auskommen. Der Zugewinn durch die WP ist für mich daher nicht relevant (es sei denn, du erklärst mir noch meinen Denkfehler). Insofern das Geräusch der WP jedoch deutlich hörbar sein sollte, würde ich in letzter Konsequenz die Vorheizung zuhause vielleicht seltener nutzen und mich ständig fragen, ob es ohne sie leiser wäre.
BMW i3s 120Ah Imperialblau

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

umali
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Mola hat geschrieben:...
Wer wegen der Reichweite auf die Wärmepumpe setzt sollte nicht vergessen: je kälter desto ineffizienter bis abgeschaltet ist die WP. Also grade da wo man das Ding wirklich braucht läuft es gar nicht. ...
Deswegen habe ich die gleich mal mit 'ner Standheizung ergänzt. DAS bringt richtig Punkte, wenn's kalt ist. Die hatten sogar die allerersten C30 Volvo in der Prototypenserie. Das finden deutsche Herstelle aber uncool - muss ja alles GREEN sein.
bmw-i3-batterie-reichweite/separate-sta ... andheizung
... kommt nur auf Langstrecke zum Einsatz...

Unstrittig dürfte allerdings sein, dass die wenigsten den i3 OHNE WP gebraucht kaufen würden.

VG U x I

Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

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Kanecaine hat geschrieben:Dann kannst du mir sicherlich genauer erklären, worin meine „Naivität“ besteht.
Hatte ich ja gesagt, kann es aber gerne nochmal verdeutlichen: Je kleiner die Reichweite, desto größer die Gefahr, liegenzubleiben. Das liegt darin begründet, dass bei weniger Reichweite häufiger der Fall eintritt, dass man mit weniger km ankommt. Die Ladestationen sind nicht überall zuverlässig geschweige denn dicht genug beieinander, dass es noch Plan B/C und evtl. D geben könnte. Ich hatte mal ne Fahrt mit 100% Ladung, 302km angezeigter Reichweite, begonnen. Tja Minusgrade, Heizung an... 50km weg, Unerwarteter starker Gegenwind, 20% Mehrverbrauch. Erste Ladesäule mit CCS - defekt. Plan B: Zweite Säule Typ2 - nur noch 1h offen... 45min geladen, dann zum Ziel, da hatte ich noch um die 45% im Akku bei Ankunft, musste aber den gleichen Weg zurück... Plan C - Typ2-Ladesäule von Stadtwerken, eine Seite defekt, die andere belegt. Ich brauchte 54km, hatte 19km Rest. Ohne Wärmepumpe wäre ich nichtmal da angekommen... nach 1h Wartezeit kam endlich eine nette Mitarbeiterin der Stadtwerke zu ihrem (wie ich erfahren durfte) seit 9h volgeladenen E-Mobil angetrottet. Die einzige Ladestation der Stadt und in 54km Umkreis hatte die den ganzen Tag blockiert. Manchmal hat man keine Wahl, man muss die Reichweite komplett ausnutzen, weil die Ladesäulen nicht gerade flächendeckend vorhanden sind.
Außerdem kann man manchmal nicht alles vorhersagen, wie du jetzt noch denkst, es kann immer zu unerwarteten Verlusten der Kilometerchen kommen. Gründe für unerwarteten Reichweitenverlust sind z.B. Wind und Wetter, deren Auswirkung auf den Verbrauch nicht unbedingt immer vorhersagbar ist, Verfügbarkeit und Funktionstüchtigkeit der Ladestationen, Zeitdruck, unzureichender Reifendruck, Vorhandensein der richtigen Ladekarte und und und. Außerdem muss das Fahren eines Elektroautos auch tatsächlich erstmal erlernt werden, so blöd das klingt. Es macht meist mehr Sinn, langsam anzufahren und langsam abzubremsen (Rekuperieren). Da braucht es auch Selbstbeherrschung, die auch ich nicht immer habe. Es ist naiv, zu glauben, dass man immer alles ganz genau planen kann. Genau dann kommt Murphys Gesetz ins Spiel. Selbst wenn du versuchst, mit Puffer zu rechnen... es kommt der Tag.
Kanecaine hat geschrieben:Klar bleibt v.a. im Winter niemand gern liegen, aber inwiefern bewahrt dich eine WP davor?
Der oben beschriebene reale Fall... genau so sieht die Realität manchmal aus und ich bin da kein Einzelfall, wenn man den anderen Erzählungen trauen kann.
Kanecaine hat geschrieben:Ich habe eine Reichweite von X und ich suche mir eine Ladesäule in Entfernung X-Y, wobei Y je nach Erfahrung, Reichweitenangst und Anzahl verfügbarer Ladesäulen in der Nähe, jeweils unterschiedlich gewählt wird. Finde das nur logisch.
Klingt ja auch logisch aber so einfach deine Modelvostellung auch ist, du setzt voraus, dass du X immer genau vorhersagen kannst, du sprichst von Erfahrung, die du mit einem Elektroauto momentan de facto nicht hast und von der Anzahl verfügbarer Ladestationen, die auch mal schneller schmilzt als ein Eis zur Sommerzeit im Auto. Reichweitenangst sollte sich doch aus genannten Faktoren ergeben, daher ist das Redundant. Wer duzende Ladestationen um sich hat, wird eine kleinere Angst verspüren als jemand mit genau einer einzigen Ladehoffnung. Und Erfahrung nimmt definitiv Reichweitenangst weg.

Wenn du schon rechnen willst, dann rechne doch das hier:
1 Akku kostet rund 10.000€ und liefert vereinfacht im Schlimmsten Fall ca. 200km Reichweite. Die Wärmepumpe bringt bis zu 30% mehr Reichweite... gehen wir meinetwegen von 10% bis 30% aus, um es realistischer zu gestalten. Also würde jemand mit WP mindestens 20km und höchstens 60km weiter kommen (was dem aktuellen 120Ah-Reichweitenrekord in der ConnectedDrive von exakt 260km mit einer Ladung entspricht). Das entspricht in Bezug auf den Akkupreis ein Reichweiten-Geldwert von 1.000 bis 3.000€. Also ich finde, dass sich die 660€ doch ganz gut anhören, wenn man sich das so überlegt.
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Re: Lohnen sich 660 EUR für die Wärmepumpe?

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Mola hat geschrieben:Wer wegen der Reichweite auf die Wärmepumpe setzt sollte nicht vergessen: je kälter desto ineffizienter bis abgeschaltet ist die WP. Also grade da wo man das Ding wirklich braucht läuft es gar nicht.
Das ist nur eine Seite der Medaille, denn natürlich schaltet sich die Wärmepumpe wieder zu, sobald das Fahrzeug sich genug erwärmt hat. (Das sollte ab -10°C der Fall sein. D.h. die normale Heizanlage muss nur die Differenz zu eben dieser Temperatur alleine überbrücken. Genau dann wenn man sie braucht, läuft sie dann irgendwann doch.
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